johannes striegel
Geschrieben von: Johannes Striegel
Res Marty
Überprüft von: Res Marty
Finanzierung

Menschen mit einem mittleren Einkommen, die regelmäßig Geld zur Seite legen, können vergleichsweise schnell auf ein kleines Vermögen von 10.000 Euro und mehr kommen. Sie haben etwas von Ihren Großeltern geerbt? Vielleicht wurde nach Erreichen der Volljährigkeit auch schlicht ein gewisses Startkapital frei, mit dem Sie auf dem Finanzmarkt aktiv werden können.

10,000 Euro anlegen

So oder so stellt sich die wesentliche Frage: Was soll und kann ich mit einem verfügbaren Budget von 10.000 Euro tun? Viele Menschen würden vermutlich einen längeren Urlaub, die Anschaffung neuer Möbel oder den Kauf schöner Klamotten finanzieren. Wer jedoch lieber spart oder nach Chancen für hohe Renditen sucht, sollte ganz ohne Frage strategisch investieren. Wir von trading-fuer-anfaenger.de haben für genau diese Zielgruppe ein paar Ideen, lohnende Alternativen parat.

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgrund der historisch tiefen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank werden durch Sparen wenn überhaupt – nur noch überschaubare Zinsen und Renditen abgeworfen.
  • Alternative Anlagemodelle im Bereich neuer Anlage-Technologien in Form smarter Algorithmen, die im Bereich sogenannter Robo-Advisors zum Einsatz kommen, können spannende Alternativen sein.
  • Alternativ sind auch ETF-Sparpläne eine spannende Möglichkeit, die durch eine gute und stabile Wertentwicklung geprägt wird. Zu dieser Erkenntnis kommt auch die Stiftung Warentest in Deutschland.

10.000 Euro anlegen Tipps – diese Optionen sollten Sie kennen!

10.000 Euro waren und sind auch heute ein guter Betrag, um auf Basis eines Tagesgeldkontos oder Festgeldkontos das Fundament für lukrative Investments zu legen. Ganz gleich, wie lange auch immer Sie Ihr Geld auf solchen Konten parken: Selbst zu D-Mark-Zeiten konnten Sie entspannt dabei zusehen, wie Ihr Geld Früchte trug.

Anlegealternative Robo-Advisor

Das offensichtliche Dilemma seit einiger Zeit: Die historisch niedrigen Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass diese Anlageklassen – wenn überhaupt – nur noch überschaubare Zinsen und Renditen abwerfen. Vormals übliche Zinssätze in Höhe von durchschnittlich 0,5 % für Tagesgeld (und teilweise auch deutlich mehr) gehören der Vergangenheit an. Ähnlich sieht es dank Inflationsraten von über sieben Prozent im März 2022 im Bereich der Festgeldkonten aus.

Die realistischen jährlichen Zinsen gleichen längst nicht mehr die erzielbaren Gewinne pro Jahr aus. Noch problematischer haben sich die Konditionen bei Girokonten entwickelt. Vielfach können sich Kontonutzer glücklich schätzen, wenn Banken darauf verzichten, Negativzinsen auf Vermögen zu berechnen. Gerade Kontonutzer mit größeren Rücklagen müssen damit rechnen, dass Banken und Kreditinstitute spätestens an einem Vermögen von 500.000 € sogenannte Verwahrgebühren in Rechnung stellen. Faktisch aber sind solche Nebenkosten vielerorts schon bei weitaus geringeren Kontoguthaben fällig. In jedem Fall schrumpft Ihr Vermögen bei vielen Konten in den nächsten Monaten und Jahren zusehends.

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Auch Sparkassen bieten heute keine hohen Zinsen mehr

Kundinnen und Kunden der bundesweiten Sparkassen stehen im Ruf, später als andere Institute Zinsanpassungen vorzunehmen. Die schlechte Nachricht aber lautet: Auch hier winken derzeit keine guten Zinsen. Denn auch die traditionsreichen Bankenhäuser sind gezwungen, sich den Entwicklungen der Leitzinsen vonseiten der EZB anzupassen.

Sparkasse Köln Bonn

Die wichtigen Erkenntnisse aus Anlegersicht sind:

10.000 Euro anlegen: Festgeld- und Tagesgeldkonten bieten aktuell keine bessere Rendite als klassische Bankkonten. Das Investieren ohne Risiko mit guten Renditen jenseits der Schwelle von einem Prozent ist aktuell kaum möglich. Gleiches gilt für das klassische Sparbuch, das in der Zeit vor dem dramatischen Anstieg der Inflationsraten rund um den Globus oftmals gute Gewinne einbringen konnte.

Deutlich spannender: Alternative Anlagemodelle im Bereich neuer Anlage-Technologien in Form smarter Algorithmen, die im Bereich sogenannter Robo-Advisors zum Einsatz kommen. Zwar sind auch solche Angebote nicht ohne Risiko. Mit Renditen von 5 bis 13 % können solche Handelsmodelle Anlegern aber als ausgesprochen Rendite-starke und innovative neue Investitionswelten dienen.

Digitale Produkte locken mit überdurchschnittlichen Gewinnen

Was genau ist ein Robo-Advisor aber? Als Robo-Advisor wird ein Algorithmus bezeichnet, der Ihnen eine automatisierte Verwaltung Ihres Vermögens ermöglicht. Manuelle Eingriffe in ihre Handelsaktivitäten werden hier durch einen Computer ersetzt. Dessen Grundlage sind weitreichende Informationen zur Funktion des globalen Marktes. Besonders vielversprechend erfolgen Investitionen in ETFs. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Zugang zum Finanzmarkt günstig und einfach erlauben.

Für Privatanleger ist dieser Zugang zu Börsen lange recht kostenintensiv und kompliziert gewesen. Satte Gewinne waren eher Finanzmarkt-Profis vorbehalten. Sie konnten oft im Handumdrehen und unproblematisch hohe Gewinne erzielen. Die Digitalisierung des Marktes aber insbesondere für Kleinanleger vielfältige neue Möglichkeiten geschaffen. Zu fairen Konditionen Vermögen anlegen und ein drohendes Minus im Depot verhindern? Inzwischen ist dies auch für normale Anleger weitaus bequemer machbar.

Robo-Advisor gewinnen immer mehr an Bedeutung

Wir haben inzwischen eine ganze Reihe von Anbietern getestet, die in Deutschland als Robo-Advisor um die Gunst der Kunden werben. Jeder Anbieter versucht sich durch verschiedene strategische Ausrichtungen vom Wettbewerber abzuheben. Einige Dienstleister zielen mit ihrem Service auf bestimmte Zielgruppen und besondere Anlage-Interessen ab.

Die Funktionsweise der hingegen fällt oft vergleichbar aus. Worum geht es? Robo-Advisors versprechen Anlegern in Deutschland durch die automatisierte Verwaltung des Vermögens Renditen von bis zu 13 Prozent. In Ausnahmefällen sogar mehr.

ETF Sparplan

Die offensichtlichen Unterschiede zwischen unterschiedlichen Robo-Advisors begegnen Ihnen vor allem, wenn es um die jährlichen Kosten für Anleger bzw. Nutzer der Angebote geht. Abweichungen gibt es darüber hinaus im Bereich der Mindestinvestitionssummen. Mancherorts reicht ein Budget von wenigen Hundert oder Tausend Euro. Andere Dienstleister verlangen eine höhere Mindesteinlage.

Entscheidend ist indes der zugrundeliegende Algorithmus, auf dem der automatisierte Handel fußt. Genau hier trennt sich in vielen Fällen mit Blick auf den wahrscheinlichen Gewinn die Spreu vom Weizen.

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Experten empfehlen bei 10.000 Euro Investitionsvolumen die Robo-Advisor von EVERGREEN (0,5 %), Ginmon (0,39 %) oder Quirion (0,48 %). Mit Kosten von 0,39 % bis 0,5 % und einer guten Performance sind diese Robo-Advisor wie geschaffen für Einsteiger mit einem Vermögen von 10.000 Euro und mehr.

Crowd-Investment-Plattformen – der moderne Weg für Anleger

Wer neben Robo-Advisors nach weiteren Alternativen für Anlagen sucht, ist bei Plattformen wie Kapilendo oder Exporo gut aufgehoben. Hier können Sie Projekte und Bauvorhaben mit guter Rendite fördern.

Statt eine Bank für die Finanzierung zu suchen, beantragen Projekt-Inhaber auf diesen Weg um eine teilweise oder komplette Finanzierung und loben im Gegenzug einen mehr oder weniger hohen Zinssatz für die bereitgestellten Summen aus. Als Privatanleger beteiligen Sie sich so an einem Crowd-Investment. Die Rechnung ist einfach: Mit Beiträgen von 1.000 bis 10.000 Euro bringen sich anstelle einer einzigen Bank viele verschiedene Geldgeber ein, um einen Immobilienkauf oder einen Neubau möglich zu machen.

Immobilien EFT Sparpläne anlegen

Ausgangspunkt solcher Dahrlehens- oder Nachrangverträge sind Leihgaben in Höhe eines Beitrags X, der zu einem festgelegten Zeitpunkt samt eines bestimmten Zinssatzes zurückgezahlt wird. Auch hier fallen die Renditen für Geldgeber in aller Regel deutlich höher als Anlagemodellen wie Tages- oder Festgeldkonten aus.

Beispiele für Finanzierungen in diesem Kontext sind: Darlehen für Wohnanlagen, Restaurants und Boutiquen und Unternehmensförderungen.

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10.000 Euro in ETF-Sparpläne anlegen – deshalb ist die Entscheidung ratsam

Info: Das Zentralorgan der Verbraucherschützer in Deutschland, die Stiftung Warentest, kommt zur Erkenntnis, dass insbesondere ETF-Sparpläne von einer guten und stabilen Wertentwicklung gekennzeichnet sind. Mit einer Rendite von 5,9 % legten ETF-Sparpläne in den vergangenen Jahren im Durchschnitt besonders stark zu und gehören damit zu den besten Anlageklassen.

ETF-Sparpläne – also Angebote auf Basis börsengehandelter Fonds – haben sich inzwischen zu einem ebenso rentablen wie sicheren Investment entwickelt. Einlagen sind vielfach schon ab einer Mindesteinlage von unter 50 Euro monatlich möglich. Eine konstante manuelle Kontrolle Ihres Portfolios vermeiden Sie durch den Einsatz eines Robo-Advisors. Ihren ETF-Sparplan können Sie so sehr komfortabel und oft sogar kostenlos planen, ohne dass Verwaltungsgebühren die realistischen Gewinne schmälern.

Viele Angebote der Sparte kommen ganz ohne Transaktionskosten aus. Sogar dann, wenn Sie Ihre Sparbeträge zwischenzeitlich ändern. Allgemein zeichnen sich ETF-Sparpläne durch ihre Flexibilität und geringe Gebühren aus.

Sie möchten dennoch aktiv Einfluss auf Ihr Portfolio nehmen? Dann sollten Sie auf jeden Fall Wert auf eine ausreichende Risikostreuung (Diversifizierung) legen!

So könnte eine solide Zusammensetzung Ihres ETF-Sparplans bei mittlerem Risiko aussehen:

ETF-Sparplaene-Zusammensetzung

Um einen guten und kostengünstigen ETF-Sparplan anzulegen, ist das Angebot des Anbieters cominvest eine gute Option. Unter anderem haben Sie hier die Möglichkeit, ein Musterportfolios anzulegen. Selbstverständlich gibt es justETF und anderen Handelsplattformen, aber andere Anbieter, auf deren Plattformen Sie ETFs mit entsprechenden Strategien handeln können.

Fazit: Niedrigzinsen sollten Anleger nicht direkt von Investitionen abhalten. Als Kleinanleger mit 10.000 Euro als Budget haben Sie dennoch mehr als genug Spielraum, um mehr aus Ihrem Vermögen zu machen.

Fazit – gute Grundlage für den Vermögensaufbau

Wer mit dem langfristigen Vermögensaufbau beginnen will und 10.000 Euro zur Verfügung hat, hat gute Karten. Insbesondere über Anlagezeiträume von 20 bis 30 Jahren lässt sich dank Zinseszinseffekt auch mit diesem relativ geringen Startkapital bei durchschnittlicher Marktrendite ein hohes Endvermögen erwirtschaften.

Wer es allerdings wirklich ernst meint mit dem Vermögensaufbau, der sollte seine anfängliche Investition von 10.000 Euro nur als Sprungbrett sehen. Wirklich in Fahrt kommt das Depot erst, wenn kontinuierliches neues Kapital angelegt wird. Sparpläne in eine handvoll gut diversifizierte ETFs sind die wohl einfachste Methode, um dies zu realisieren und bereits wenige hundert Euro pro Monat machen auf lange Sicht einen großen Unterschied beim Vermögensaufbau.

Meist gestellte Fragen:

Was ist die beste Anlage für 10.000 Euro?

Wenn Sie 10.000 Euro zur Verfügung haben, eignen sich vor allem Festgeld, Tagesgeld, Anleihen und ETFs oder Aktien. Welche dieser Anlageprodukte Sie wählen oder in welchem Verhältnis, hängt maßgeblich von Ihren Anlagezielen, der Anlagedauer und Ihrem Risikoprofil ab.

Wie viel kann ich mit 10.000 Euro in 10 Jahren erwirtschaften, wenn ich das Geld an der Börse anlege?

Gehen wir von einer durchschnittlichen Marktrendite von 8% p.a. aus, dann würde Ihr Vermögen nach 10 Jahren genau 21.589,25 Euro betragen. Dies entspräche einem Gesamtgewinn 11.589,25 Euro. Je nachdem, in welche Aktien oder ETFs Sie anlegen, sind durchaus auch höhere Renditen möglich, allerdings bei höherem Risiko.

Was ist die sicherste Anlage für 10.000 Euro?

Die sicherste Geldanlage für 10.000 Euro sind Tages- und Festgeldkonten. Allerdings sind die Renditen dort deutlich niedriger als bei Anlagen in ETFs oder Aktien, insbesondere in Niedrigszinszeiten.

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Johannes Striegel
Autor, Texter & Redakteur
Über den Autor: Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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Reviewed by: Res Marty Softwaretester und Autor
Res konzentriert sich bei Trading für Anfänger auf den Bereich "Hinter der Kulisse". Er ist außerdem Autor und Softwaretester mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund.
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