Wirtschaftszyklus Definition und Erklärung: Handel an Konjunkturphasen ausrichten

Das Trading wird eine immer beliebtere Anlagemöglichkeit für private Sparer. Auch wenn die meisten der Meinung sind, sie haben ausreichendes Wissen in den Bereichen Finanzen und Wirtschaft, stolpern viele immer wieder über grundlegende Begriffe – darunter der Wirtschaftszyklus.

Konjunkturzyklus

Diesen Begriff hat sicher jeder schon gehört, doch kann auch jeder erklären, was man darunter versteht? Was ist der Wirtschaftszyklus? Welche Konjunkturzyklen gibt es? Welche Phasen unterscheidet man und wie wird der Handel in Konjunkturphasen zum Erfolg? Diese und weitere Fragen klärt dieser Artikel.

Wirtschaftszyklus Erklärung – Was ist das?

Unter der Konjunktur versteht man die Wirtschaft eines Landes. Diese durchläuft im Laufe der Zeit verschiedene Phasen, die sich laufend wiederholen, wie ein Kreislauf – daher der Begriff Konjunkturzyklus. Dieser Ablauf gibt Aufschluss darüber, wie die Wirtschaft der jeweiligen Volkswirtschaft sich in Zukunft entwickeln könnte.

Entsprechend folgt auf jede Phase im Zyklus in der Regel die dahinterliegende Phase, was allerdings auch nicht immer der Fall ist, denn oft gibt es Ausnahmen. So können Anleger Prognosen für die zukünftige Entwicklung anhand des aktuellen Verlaufs nicht immer korrekt treffen.

Die Dauer eines Wirtschaftszyklus ist ebenfalls nicht immer gleich – im Gegenteil. Die jeweiligen Konjunkturphasen sind meist unterschiedlich lang und verlaufen daher nicht immer genau so, wie in den Wirtschaftstheorien dargelegt. Die einzelnen Konjunkturzyklus Phasen kann man an verschiedenen Vorzeichen identifizieren.

Konjunkturanalyse

Die richtige Deutung dieser Anzeichen hilft dabei, die folgende Phase im Wirtschaftszyklus rechtzeitig zu erkennen. Das ist sowohl für Ökonomen und Notenbanker als auch für Anleger von hoher Bedeutung.

Wirtschaftszyklus Definition

Der Wirtschaftszyklus besteht aus mehreren Phasen, die einen Kreislauf bilden. Dieser gibt Aufschluss darüber, in welcher Situation sich die Konjunktur einer Volkswirtschaft aktuell befindet und wie diese sich in Zukunft weiter entwickeln könnte. Die Dauer der Konjunkturphasen ist nicht fest, sondern unterscheidet sich stets.

Welche Wirtschaftszyklus Phasen gibt es?

Über die unterschiedlichen Phasen des Wirtschaftszyklus gibt es zwar abweichende Theorien, allerdings ist sich ein Großteil der Experten und Wirtschaftswissenschaftler einig: Es gibt vier Phasen im Wirtschaftszyklus. Dazu zählt der Aufschwung (Expansion), die Hochkonjunktur (Boom), der Abschwung (Rezession) und die Tiefphase (Depression).

Entwicklung des Konjunkturzyklus

Jede Phase ist an anderen Anzeichen im Vorfeld zu erkennen, genauso wie an unterschiedlichen Merkmalen im Verlauf der jeweiligen Phase. Demnach unterscheiden sich beispielsweise die Anzeichen eines künftigen Abschwungs von denen eines kommenden Booms. Und der Verlauf einer Expansion ist ein anderer als der einer Depression. Im Folgenden schauen wir uns diese vier Phasen etwas genauer an.

Expansion

Die Phase der Expansion bzw. des Aufschwungs zeichnet sich durch einen Anstieg der Konjunktur aus. Dabei kommt es insbesondere in den sogenannten Schlüsselindustrien – darunter die Autoindustrie, Maschinenbau und das Bauhauptgewerbe – zu einer steigenden Anzahl an Aufträgen.

Infolgedessen kommt es zu einer höheren Auslastung der Produktionskapazitäten in den jeweiligen Bereichen und dadurch zu einer sinkenden Arbeitslosenquote, während die Zahl der Erwerbstätigen steigt. Zu erkennen ist eine Expansion außerdem an geringen Preissteigerungen und steigenden Zinsen.

Mit der Wirtschaft des Landes geht es also wieder bergauf, nachdem es in der vorherigen Phase – dem Abschwung oder der Depression – nicht wirklich gut in der Konjunktur lief.

Expansion

Boom

Die Hochkonjunktur, auch Boom genannt, macht sich hingegen durch eine vollständige Auslastung der Produktionskapazitäten und Vollbeschäftigung bemerkbar. Die Arbeitslosigkeit ist sehr niedrig und der Wirtschaft geht es blendend. Dadurch steigen Löhne und Gehälter, gleichzeitig aber auch die Preise und die Zinsen ziehen an.

Doch auch diese Phase hat irgendwann ein Ende und darauf folgt der Übergang in die nächste Phase – den Abschwung. Wie stark die Auswirkungen dieser Rezession auf die Wirtschaft sind, hängt von der Reaktion der Bürger auf den Übergang zwischen beiden Phasen ab. Aber auch der Eingriff des Staates sowie die Handlungen der Notenbanken spielen dabei eine Rolle. Mehr dazu weiter unten.

Rezession

Der Abschwung ist zum einen durch das Ende der Vollbeschäftigung zu erkennen. Das liegt daran, dass die Produktion im Vergleich zur vorherigen Phase aufgrund der sinkenden Nachfrage wieder zurückgefahren wird. Dadurch kommt es zu Entlassungen, sinkenden Preisen sowie Zinsen und Investitionen von Unternehmen werden zurückgefahren.

Wie tief es nun mit der Wirtschaft bergab geht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zum einen von der Reaktion der Bürger, zum anderen davon, wie der Staat womöglich mit Subventionen eingreift. Und auch Notenbanken wie zum Beispiel die Europäische Zentralbank hat einen Einfluss auf die Entwicklung. Je nachdem kommt es entweder zu einem Konjunkturtief (Depression) oder die Wirtschaft geht direkt wieder in einen Aufschwung über.

Abschwung

Depression

Die Depression ist das Konjunkturtief im Wirtschaftszyklus und dient sozusagen der Bereinigung der Konjunktur eines Landes. Dabei werden noch mehr Mitarbeiter entlassen, viele Unternehmen müssen sogar Insolvenz anmelden. Doch nicht nur das. Kredite werden weniger nachgefragt, Investitionen bleiben aus, genauso wie die Aufnahme privater Kredite.

Darüber hinaus sinken die Preise und auch die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen wird immer geringer. Grund dafür sind die Preissenkungen, was den Verbrauchern die Hoffnung gibt, dass diese Preise noch weiter sinken. Das geht so weit, dass es teilweise in einigen Bereichen zum Stillstand der Nachfrage kommt.

Doch genauso wie die Boomphase dauert auch die Depression meist nur eine relativ kurze Zeit an. Im Anschluss daran kommt es wieder zu einer steigenden Nachfrage, einer Steigerung des Angebots und schließlich zur nächsten Phase im Zyklus – dem Aufschwung. Und der Kreislauf beginnt von vorne.

Welche Faktoren beeinflussen den Wirtschaftszyklus?

Es gibt verschiedene Faktoren, die den Verlauf des Konjunkturzyklus auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen können. Dazu gehören der Staat selbst, die Steuerpolitik sowie die Notenbanken. Sie haben Instrumente, mit denen sie die Konjunktur in den jeweiligen Phasen steuern können.

Einflussfaktoren auf die Konjunktur

Diese können zwar wirken, müssen es aber nicht. So kann es sein, dass die Konjunktur ihre eigene Richtung dennoch weitergeht. Insbesondere für Anleger ist es wichtig, diese Steuerungsinstrumente zu kennen. Doch auch die Psychologie der Menschen und Verbraucher können einen Einfluss auf die Entwicklung der Konjunktur haben. Inwiefern, das nehmen wir im Folgenden genauer unter die Lupe.

Einfluss durch den Staat

Die ideale Phase der Konjunktur nach dem Staat ist die Expansion, also der Aufschwung. Größere Abweichungen nach oben oder unten sind nicht erwünscht. Ziel ist ein stabiler Aufschwung mit guter Beschäftigung, einer gewissen Preisstabilität wie auch einer optimalen Auslastung der Produktionskapazitäten.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat der Staat einige Steuerungsinstrumente in der Wirtschaft selbst, in der Infrastruktur, in der Finanzpolitik und Politik im Allgemeinen, mit fiskalpolitischen Maßnahmen und im Handel – sowohl im Außenhandel wie auch im Binnenhandel.

In Deutschland ist der Staat, was die Geldpolitik wie die Währungspolitik, allerdings eingeschränkt im Eingriff. Grund dafür ist, dass der Euro als Gemeinschaftswährung mit vielen anderen Ländern gilt. Daher hat der Staat hier nicht allzu großen Spielraum. Anders sieht es in Ländern wie der Schweiz, Japan und den USA aus.

Euro Waehrung

Einfluss durch die Steuerpolitik

Auch die Steuerpolitik hat einen Einfluss auf den Verlauf der Wirtschaft eines Landes und kann die Konjunktur unter Umständen sogar aus einer bestimmten Phase herausführen. Steuererhöhungen in einem Boom kann die Wirtschaft wieder auf einen normalen Weg des Aufschwungs bringen.

Eine Steuersenkung auf der anderen Seite werden eingesetzt, wenn die Wirtschaft sich auf dem Web in einer Depression befindet und kann wieder in eine normale Abschwungphase führen. Die Konjunktur erholt sich also und kann wieder langsam an Fahrt aufnehmen.

Das Problem hierbei ist, dass solche Anpassungen nicht umgehend greifen, sondern die Bürger und Unternehmen erst darauf reagieren müssen – und das nimmt eine gewisse Zeit in Anspruch. Solche Maßnahmen sind entsprechend nur für die mittelfristige Steuerung der Konjunktur geeignet.

Steuerpolitik als Einflussfaktor

Einfluss durch die Notenbank

Notenbanken haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, um in den Verlauf der Wirtschaft einzugreifen: geldpolitische Maßnahmen in der Zinspolitik sowie Maßnahmen bezüglich der Beeinflussung von Währungen und deren Kurs bis zur Parität mit einer Währung.

Ein bekanntes Beispiel ist die Schweizer Notenbank, die eine Währungsparität zum Euro beschloss. Diese wurde inzwischen wieder aufgehoben, da sich der Euro in eine für den Schweizer Franken ungünstige Richtung bewegte. Ein weiteres Beispiel ist die Notenbank Chinas. Diese hat den Kurs der eigenen Währung bis kürzlich noch selbst festgelegt.

Vor einiger Zeit war auch die Festlegung des Leitzinses noch eine wichtige Maßnahme zur Steuerung der Konjunktur. Änderungen des Leitzinses – sei es eine Leitzinssenkung oder eine -erhöhung – haben mittlerweile nicht mehr dieselbe Auswirkung auf die Wirtschaft wie damals.

Sehr gut erkennbar ist dies zum Beispiel an der USA und der Euro-Zone. Sowohl die US-Notenbank Federal Reserve als auch Zentralbanken in der Euro-Zone senkten den Leitzins stark – ohne den gewünschten Effekt.

Notenbanken als Einflussfaktor

Einfluss durch die Psychologie und das Verhalten der Menschen und Verbraucher

Die Entwicklung des Wirtschaftszyklus folgt nicht immer strikt den vier Phasen, die wir weiter oben genauer unter die Lupe genommen haben. Sie wird vielmehr von zahlreichen Faktoren beeinflusst – positiv oder negativ. Neben dem Staat, der Steuerpolitik und den Notenbanken spielt auch die Psychologie der Bürger eines Landes, der Verbraucher sowie der führenden Personen eines Unternehmens eine wichtige Rolle.

Ein gutes Beispiel dafür ist Deutschland im Herbst 2008. Damals kam es zum Höhepunkt der Finanzkrise und es wurde ein Einbruch der Wirtschaft erwartet. Da allerdings die Bürger nicht auf die Krisenstimmung reagierten und ihr Geld nicht „unter die Matratze“ legten, sondern fleißig weiter konsumierten, kam es nicht dazu.  

Trading im Wirtschaftszyklus

Kenntnisse über den Wirtschaftszyklus können Anlegern wichtige Hinweise und Hilfestellungen beim Trading bieten. Dafür schauen wir uns zunächst an, welche Anlageklassen in welcher Phase der Konjunktur gehandelt werden sollte und anschließend, wie der Handel mit dem Konjunkturzyklus erfolgreich verläuft.

Trading nach Konjunktur

Welche Anlageklassen in welcher Konjunkturphase?

Je nachdem in welcher Phase sich die Konjunktur aktuell befindet, sind unterschiedliche Anlageklassen empfehlenswert. In der ersten Phase, dem Aufschwung, lohnt sich die Investition in Aktien. Umsätze steigen genauso wie die Produktion und die Preise.

In solchen Phasen sinkt der Wert von Barem stetig, wovon insbesondere Gold mit seiner Funktion als Inflationsschutz profitiert. Diese Empfehlung hat sich seit der starken Wertsteigerung des Metalls in den 1970er-Jahren gehalten, ist allerdings ökonomisch schwer zu begründen. Auf Sektorebene haben insbesondere Zykliker wie Industriewerte, Rohstoffe, Finanztitel und zyklische Konsumwerte einen überproportionalen Vorteil.

Sobald sich die Wirtschaft in die nächste Phase begibt, der Hochkonjunktur, sind besonders Aktien sowie Unternehmensanleihen zu empfehlen. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Wachstumswerte im Technologie- oder Gesundheitssektor meist eine gute Performance liefern, im Gegensatz zu Value-Aktien.

Doch auch Unternehmensanleihen, darunter zum Beispiel Hochzinsanleihen, Immobilienanlagen und Infrastrukturanlagen können profitieren. Auch wenn die Inflation nicht weiter steigt, tun es die Zinsen im Geldmarktbereich, was die Opportunitätskosten für das Investieren in Gold erhöht.

Immobilien Investment

Während dem wirtschaftlichen Abschwung bzw. Rezession empfiehlt sich insbesondere die Anlage in Bargeld, da es laufend an Kaufkraft gewinnt, sofern es nicht negativ verzinst wird. Zudem eignen sich hier Anleihen wie sichere Staatsanleihen.

Notenbanken streben zu solchen wirtschaftlichen Zeiten meist ein Inflationsziel von 2 Prozent an. Daher wird die Geldpolitik dabei extrem expansiv, Zinsen werden gesenkt, teilweise sogar in den negativen Bereich. Hiervon profitieren dann Staatsanleihen.

Die nominelle Gewinnentwicklung der Unternehmen in dieser Phase ist schwach. Entsprechend lohnt sich die Anlage in Aktien eher nicht. Und auch von der Investition in Gold ist abzuraten.

Die letzte Phase ist die Depression, auch bekannt als inflationäre Stagnation. Sie begünstigt Goldanlagen, da die Realverzinsung meist tief ist. Gold ist krisenresistent und gilt daher als Inflationsschutz. Grundsätzlich greifen Anleger in dieser Phase vielmehr zu Realwerten wie mitunter Immobilien. Zinssensitive Aktien hingegen werden in der Regel eher gemieden.

Gold Investment

Bargeld ist hierbei im besten Fall ein relativer Gewinner im Vergleich zu Anleihen, da in diesem Umfeld eine Geldentwertung stattfindet. Steigt allerdings die Inflation stark an, hat das Zinserhöhungen zur Folge, was insbesondere für Anleihen schlecht wäre. Hier eine Übersicht der zu empfehlenden Anlageklassen in den einzelnen Phasen:

phase:
empfehlenswerte anlageklassen:
besser meiden:
Aufschwung
Aktien und Gold
Bargeld
Hochkonjunktur
Aktien, Unternehmensanleihen, Immobilienanlagen und Infrastrukturanlagen
Gold und Bargeld
Abschwung
Bargeld und Anleihen (insbesondere Staatsanleihen)
Aktien und Gold
Tiefphase
Gold und Immobilienanlagen
Zinsintensive Aktien

Wirtschaftszyklus verstehen – Handelstipps und Strategien in Konjunkturphasen

Diese Phasen sind sowohl für professionelle Akteure auf dem Markt – darunter Unternehmen, Regierungen und weitere Experten – als auch für private Anleger relevant. Diese können von den Informationen profitieren, sofern sie sich die Mühe machen, die Entwicklung der Konjunktur im entsprechenden Land zu verfolgen.

Dabei gibt der Zyklus zum Beispiel Aufschluss darüber, in welche Richtung sich die Zinsen entwickeln werden. Dadurch können sie frühzeitig auf anstehende Änderungen reagieren und ihr Kapital auf geeignete Anlagearten umschichten. So empfehlen sich bei einem nahenden Abschwung Anlagearten mit höherer Rendite oder mittelfristig gut verzinste Anlagen.

Trading mit Konjunktur

Bei einem drohenden Aufschwung hingegen steigen die Zinsen und so auch die Aktienkurse. Dabei sollten Anleger beispielsweise rechtzeitig – d.h. bereits in Zeiten der Rezession oder Depression – in Aktien und Wertpapiere investieren, solang diese noch günstig zu haben sind. Entsprechend können sie während eines Aufschwungs oder einer Hochkonjunktur mit dem Verkauf eben dieser Werte hohe Gewinne einfahren.

Genauso wie im Trading gibt es auch in Unternehmen bestimmte Vorgehensweisen, die in bestimmten Phasen des Konjunkturzyklus weit verbreitet sind. So streichen die meisten Firmen in Krisenzeiten ihre Investitionspläne und es kommt zur Entlassung von Mitarbeitern oder zumindest zu einem Einstellungsstopp. Verständlich!

Allerdings verfolgen einige Unternehmen den gegenteiligen Weg – auch bekannt als antizyklische Investitionen. Statt Investitionspläne zu streichen, investieren sie in der Krise und gehen entgegen der Richtung des Wirtschaftskreislaufs. Damit haben sie ein Ziel: sich besser aufzustellen als ihre Konkurrenz.

Die Krise geht vorüber und sobald dieser Fall eintritt, möchten sie unmittelbar in den Aufschwung starten können und expandieren. Das ist natürlich nicht für jedes Unternehmen der richtige Weg. Dabei kommt es auch immer auf die Größe des Betriebs an. Wichtig ist es, den richtigen Riecher zu haben.

Unternehmensentscheidungen mit Konjunktur

Indikatoren des Wirtschaftszyklus

Da die Beobachtung und Analyse des aktuellen Wirtschaftszustands mit großem Aufwand verbunden ist und viel Zeit in Anspruch nimmt, scheuen sich viele davor und verzichten lieber darauf. Das ist aber nicht nötig, denn es gibt zahlreiche Indikatoren, die Anlegern dabei helfen, die Konjunkturentwicklung – mehr oder weniger – frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Da es den Rahmen sprengen würde, nun alle Konjunkturindikatoren zu betrachten, zählen wir nur einige davon beispielhaft auf:

  • ifo-Geschäftsklimaindex
  • GfK-Konsumklima
  • Bruttoinlandsprodukt (BIP)
  • Auftragseingänge
  • Inflation
  • Kapazitätsauslastung
  • Arbeitslosenquote

Dabei unterscheidet man grundsätzlich in Frühindikatoren, Präsenzindikatoren und Spätindikatoren – je nachdem, ob sie sich vor, während oder nach einer bestimmten Phase im Zyklus feststellen lassen.

Unterscheidung Konjunkturindikatoren

Fazit: Konjunkturphasen mithilfe von Indikatoren erkennen

Die Konjunktur beschreibt den aktuellen Zustand der Wirtschaft eines Landes. Diese wird grundsätzlich in vier Phasen unterteilt: der Aufschwung, die Hochkonjunktur, der Abschwung und die Tiefphase. In welcher Phase sich die Wirtschaft aktuell befindet, ist an gewissen Merkmalen erkennbar, die sich je nach Phase unterscheiden.

Abhängig davon, in welcher Phase die Konjunktur ist, ändern sich die Handlungsempfehlungen für Anleger und Trader. Daher ist es wichtig, die Wirtschaftsentwicklung stets im Blick zu behalten. Das funktioniert besonders gut und einfach mithilfe sogenannter Konjunkturindikatoren. Davon gibt es zahlreiche – vom BIP über die Arbeitslosenquote bis hin zum Geschäftsklimaindex.

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Zuletzt geupdated am 08/08/2022 von Maren

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