Ichimoku Kinko Hyo Indikator – Erklärung und Beispiele

Das Trading ist zu einer beliebten Alternative für Anleger geworden, ihr Geld gewinnbringend zu investieren. Je nach Finanzinstrument unterscheidet sich die Komplexität und das Risiko für den Trader. In jedem Fall, sollte der Händler nicht nur nach Gefühl handeln, sondern sich mindestens einen Indikator zur Hilfe nehmen.

Apple Chart mit Ichimoku Indikator

Zu den bekanntesten Indikatoren gehören mit Sicherheit unter anderem der MACD, die Bollinger Bänder und Fibonacci Retracements. An den Ichimoku Kinko Hyo denkt vermutlich niemand sofort. Viele kennen ihn noch nicht einmal.

Was es damit auf sich hat, wie der Indikator aufgebaut ist, wie sich das Trading damit gestaltet und welche Strategien es gibt zeigt der folgende Artikel. Ein Überblick über alle Themen, die in diesem Beitrag behandelt werden, sind im Inhaltsverzeichnis zu finden.

Was ist der Ichimoku Kinko Hyo Indikator?

Die Ichimoku Kinko Hyo Wolken sind ein Indikator, der in der Chartanalyse eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um eine aufwendige grafische Darstellung, bestehend aus vielen Linien. Damit können Unterstützungen sowie Widerstände leichter erkannt und Kauf- wie auch Verkaufssignale generiert werden.

Der Begriff „Ichimoku Kinko Hyo“ ist japanisch und bedeutet so viel wie „Alles auf einen Blick„. Die Wolken filtern Trendrichtungen und Trenddynamik direkt heraus, sollten allerdings stets in Kombination mit mindestens einem weiteren Chartanalyse-Tool verwendet werden.

Ichimoku in Kombination Chartanalyse

Geschichte des Ichimoku Kinko Hyo Indikators

Ebenso wie die Candlesticks hat auch der Ichimoku Indikator seinen Ursprung in Asien – um genau zu sein in Japan. Seine Entwicklung begann bereits zu Zeiten des zweiten Weltkriegs. Damals arbeitete der japanische Journalist Goichi Hosoda mit einigen Studenten zusammen an diesem Projekt, das mehrere Jahrzehnte dauerte. Denn die Technik des Indikatoren wurde erst im Jahr 1968 vorgestellt.

Während der Indikator vor allem in Japan große Beliebtheit erlangte, verbreitete er sich zwar auch im Westen, ist aber dennoch für viele Trader noch unbekannt. Der Ichimoku eignet sich vor allem beim Aktien- oder CFD-Handel. Mit dem Ichimoku Kinko Hyo Intikator ist jedoch eine Liste weiterer Instrumente und Märkte handelbar:

  • Aktien
  • CFDs
  • Anleihen
  • Future
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Edelmetalle

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Wie ist der Ichimoku Kinko Hyo Indikator aufgebaut?

Da wir nun ein grobes Verständnis davon haben, wie der Ichimoku Indikator entstanden ist und wozu er eingesetzt wird, schauen wir uns im Folgenden den Aufbau einer solchen Ichimoku Wolke an. Der Indikator besteht nämlich aus einer Vielzahl verschiedener grafischer Elemente – um genau zu sein aus 5 Linien.

Jede der Linien wird anders berechnet und hat entsprechend eine eigene Bedeutung. Im Zusammenspiel mit den weiteren Linien ergibt sich eine Wechselwirkung und somit Signale mit verschiedenen Bedeutungen. Diese werden in einem Diagramm dargestellt und zeigen an, wo genau sich die Unterstützungs- und Widerstandszonen befinden.

Ichimoku Elemente

Dadurch lässt sich herausfinden, ob der Markt in einem Trend oder doch in einer Konsolidierungsphase ist. Eine Ichimoku Wolke setzt sich dabei aus folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Tenkan Sen: Das ist die Konvertierungs-Linie bzw. der Mittelwert der vergangenen 9 Prioden
  • Kijun Sen: Hierbei handelt es sich um die Basislinie bzw. den Mittelwert der vergangenen 26 Zeitabschnitte
  • Senkou Span A: Mittelwert aus der Kijun-Linie und der Tenkan-Linie über ein Zeitrahmen von 26 Zeitabschnitte im Voraus. Berechnet wird die Senkou Span A, indem Tenkan Sen und Kijun Sen addiert und das Ergebnis anschließend durch zwei geteilt wird
  • Senkou Spanne B: Mittelwert der vergangenen 52 Zeitabschnitte, jedoch über 26 Zeitabschnitte vorausgezeichnet
  • Chikou Spanne: Dabei werden die Schlusskurse 26 Zeitabschnitte verzögert im Chart abgebildet

Ichimoku Kinko Hyo Indikator im Einsatz

Der Indikator wurde zu einer Zeit entwickelt, in der die Handelswoche noch 6 Tage hatte. Daher beziehen sich auch die Werte der Linien auf diese 6 Tage. Im heutigen Handel gibt es jedoch die 5-Tage-Woche, weshalb viele Händler davon ausgehen, sie müssten die Periodenwerte entsprechend anpassen – d.h. den Tenkan Sen von 9 auf 7 Perioden, den Kijun Sen von 26 auf 22 Perioden und die Senkou Spanne B von 52 auf 44 Perioden kürzen.

Auch wenn der Ichimoku Kinko Hyo Indikator mit diesen Einstellungen geringfügig schneller reagiert, gibt es bisher noch keinen Beweis dafür, dass sich die Performance des Traders dadurch erhöht.

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Bedeutung und Berechnung der Linien des Ichimoku Kinko Hyo Indikators

Der Ichimoku Kinko Hyo Indikator enthält viele Informationen, die auf einen Blick ersichtlich sind. Entsprechend kann der Indikator vor allem für Einsteiger unübersichtlich und abschreckend wirken. Das Ziel ist allerdings recht simpel. Mit Hilfe der Linien müssen Trader keine spezifischen Berechnungen mehr anstellen, um Unterstützungs- und Widerstandszonen zu identifizieren. Gleichzeitig ist es allerdings wichtig, dass Trader die Bedeutung der einzelnen Linien verstehen.

Tenkan Sen und Kijun Sen

Bei den beiden ersten Linien – Tenkan-Linie und Kijun-Linie – handelt es sich um gleitende Durchschnitte, die sich grundsätzlich auch separat als Signalgeber einsetzen lassen. Sie sind die Basis des Ichimoku Kinko Hyo Indikators, wobei der Tenkan Sen mit 9 Perioden den schnelleren Durchschnitt darstellt und somit für die kurzfristigen Chartbewegungen steht.

Der Kijun Sen hingegen hat eine Periode von 26 und gilt somit als Bestätigungslinie. Sie kann zudem auch als Linie für die Stop-Setzung gesehen werden. Berechnet werden beide gleitende Durchschnitte auf dieselbe Art und Weise, wobei sich lediglich die betrachteten Zeiträume unterscheiden:

(Höchstes Hoch + tiefstes Tief) / 2

Sie liefern wertvolle Informationen, denn ist der Tenkan Sen aufwärts gerichtet, ist das ein Hinweis für den Trader, dass ein Aufwärtstrend vorliegt. Andererseits deutet ein nach unten gerichteter Tenkan Sen auf einen Abwärtstrend hin. Die Position der Durchschnittslinie gibt zudem Aufschluss über die Trendstärke. Je weiter die Durchschnittslinie von der Ichimoku Wolke entfernt ist, desto stärker ist der Trend.

Ichimoku Indikator zur Beurteilung der Trendstaerke

Kurse oberhalb der Tenkan Sen Linie bedeuten ein kurzfristiges, bullisches Handelssignal. Kurse unterhalb der Linie bedeuten auf der anderen Seite kurzfristige, bärische Handelssignale. Darüber hinaus ist die Kijun-Linie ein Indikator für Widerstands und Unterstützungs-Level und kann entsprechend für die Setzung eines Stop-Loss herangezogen werden.

Zudem fungiert die Tenkan-Linie als Unterstützung im Aufwärtstrend bzw. als Widerstand im Abwärtstrend. Im Chart lässt sich dies leicht erkennen und kann daher beispielsweise im kurzfristigen Handel wie dem Daytrading oder Swing Trading gewinnbringend angewandt werden.

Senkou Spanne A und Senkou Spanne B

Die nächsten beiden Linien – Senkou Span A und Senkou Span B – sind die Rand-Linien der Ichimoku Wolke, welche auch „Kumo“ genannt wird. Der Innenraum zwischen beiden Linien stellt die Wolke dar, die in zwei verschiedenen Farben ausgefüllt wird. Dabei lässt sich allerdings nur der Wert der Senkou Span B im Menü anpassen.

Die Senkou Span A erfasst die Werte des Tenkan Sen sowie des Kijun Sen und projiziert diese für 26 Perioden im Voraus. Berechnet wird diese Linie folgendermaßen:

Senkou Span A = (Kenkan Sen + Kijun Sen)/2

Ichimoku Berechnung

Die Senkou Span B hingegen stellt eine Erweiterung der Durchschnittslinien auf 52 Perioden dar. Sie projiziert diese ebenso für 26 Perioden. Die Berechnung funktioniert so:

Senkou Span B = (höchstes Hoch + tiefstes Tief der vergangenen 52 Perioden)/2

Es kommt immer wieder zu Überschneidungen der beiden Linien. Daher wird der Raum dazwischen als Wolke bezeichnet. An der Farbe, die die Wolke hat, lässt sich leicht erkennen, ob sich der Markt aktuell in einer Aufwärts- oder einer Abwärtsbewegung befindet.

Liegt die Spanne A über der Spanne B handelt es sich um einen steigenden Markt und die Wolke hat eine bestimmte Farbe. Befindet sich die Spanne A allerdings unterhalb der Spanne B liegt ein fallender Markt vor und die Wolke hat eine andere Farbe. Die Farben lassen sich individuell im Menü konfigurieren.

Die Wolke zeigt dem Trader an, wie es um den aktuellen Trend steht. Liegt kein bestimmter Trend vor, so verlaufen die beiden Linien relativ parallel zueinander. Sobald sich die Linien einander nähern und sich schließlich kreuzen, ist dies ein starker Hinweis auf einen Trendwechsel. Zumindest bedeutet die Kreuzung eine Abschwächung des Trends. Sobald sich die Linien daraufhin ausweiten, bedeutet das meist einen Trendbruch.

Häufig wird die Kreuzung der beiden Linien auch als Golden Cross bezeichnet und viele Trader nutzen eben diesen als Einstiegssignal. Diese Methode kann allerdings auch als zu aggressiv gesehen werden, denn sofern die gleitenden Durchschnitte im Aufwärtstrend noch über bzw. im Abwärtstrend unter der Wolke liegen, ist der vorherrschende Trend streng genommen noch aktiv. Die Kreuzung der beiden Spannen ist lediglich ein Hinweis auf eine potenzielle Trendumkehr.

Ichimoku Golden Cross

Chikou Spanne

Die Chikou Span ist die Verzögerungsspanne und stellt die Schlusskurse um 26 Perioden nach hinten versetzt im Chart dar. Sie ist jedoch etwas umstritten. Während einige Trader sie als Seele des Ichimoku Kinko Hyo sehen, wird sie von anderen Händlern als überflüssig gesehen und daher ignoriert.

Welchen Sinn die Linie hat ist einfach erklärt: Die Chikou Span ist eine zusätzliche Bestätigung eines Auf- bzw. Abwärtstrends. Wichtig dabei ist, dass das Ende der Chikou Spanne bei einem Long-Signal über dem Kurs liegt, der vor 26 Perioden gegeben war. Bei einem Short-Signal dagegen sollte das Ende der Chikou Spanne unterhalb des Kurses vor 26 Perioden liegen. Solange das nicht der Fall ist, sollten Trader weitere Signale abwarten, um das Risiko zu minimieren und kein Geld zu verlieren.

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Ichimoku Trading: So funktioniert der Handel mit dem Ichimoku Kinko Hyo Indikator

So gut wie jede Handelsplattform und Chart-Tool bietet heute die Möglichkeit den Ichimoku Indikator unkompliziert und schnell einzusetzen. Dabei können einige Einstellungen wie zum Beispiel die Farben oder Zeiträume individuell angepasst werden. Die Standardeinstellungen im Menü bei TradingView beispielsweise sind folgende:

Die Tenkan Sen Linie zeigt die kurzfristigen Chartbewegungen an und weist auf den Trend des Marktes hin. Die Kijun Sen Linie hingegen steht für mittelfristige Preis-Bewegungen. Diese Linie bewegt sich im Vergleich zum Tenkan Sen langsamer und gibt damit Hinweise über den längeren Trendverlauf.

Handelssignale mit dem Ichimoku Indikator nach Goichi Hosada generieren

Die Interaktion zwischen Tenkan Sen & Kijun Sen kann wiederum Handelssignale erzeugen. Durchkreuzt die Kijun Sen die Tenkan Sen von unten nach oben, werden häufig Verkaufssignale generiert. Die Kreuzung kann als Bestätigung eines neuen Trends gesehen werden, wobei Händler grundsätzlich weitere Bestätigungen abwarten sollten (Risikohinweis).

Wichtig dabei ist auch die Dynamik der Kreuzung. Ist sie flach, dann ist das Signal meist wenig nachhaltig. Ist sie hingegen steil, so stellt sie in der Regel ein umso stärkeres Signal dar. Aber auch die Chikou Span spielt hierbei eine wichtige Rolle. Dadurch lässt sich der Gesamttrend des Marktes identifizieren.

Liegt diese Linie über dem Chart, heißt das, die aktuellen Kurse sind oberhalb des historischen Niveaus. Liegt sie hingegen darunter, dann sind die aktuellen Kurse niedriger. Zu guter Letzt kommt die Ichimoku Wolke (Kumo) ins Spiel. Sie wird von der Senkou Spannweite A und Spannweite B begrenzt.

Diese können als Unterstützungs- und Widerstandslevel genutzt werden. Umso breiter die Wolke, umso stärker ist die erwartete Unterstützung bzw. der Widerstand. Dagegen bedeutet eine schmale Wolke nur eine schwache Unterstützung oder Widerstand.

Ichimoku Schmale Wolke

Meist prallen die Kurse an der Kumo-Wolke immer wieder ab. Sobald sich der Kurs jedoch in die Wolke hineinbewegt, ist das ein Hinweis auf einen Trendwechsel. Nun gilt die zweite Spanne, welche die Wolke auf der anderen Seite begrenzt, als Unterstützungs- bzw. Widerstandslinie.

Durchbricht der Kurs sogar diese und tritt somit aus der Spannweite der Ichimoku Wolke aus, dann gilt der Trend als umgekehrt und liefert ein weiteres Einstiegssignal. Im Idealfall wurde dieses ebenfalls durch eine dynamische Kreuzung der Tenkan Sen durch die Kijun Sen bestätigt.

Liegt der Kurs oberhalb der Wolke, dann ist das ein bullisches Signal und die obere Linie gilt als erste Unterstützungs-Linie, während die untere als zweite Unterstützung fungiert. Liegt der Kurs stattdessen unterhalb der Spannweite der Wolke, so ist das ein bärisches Zeichen und die untere Linie dient als erster Widerstand, die obere Begrenzung als zweiter Widerstand.

Etwas, das Händler allerdings auch wissen sollten: Sofern die Kursbewegungen über eine längere Zeit innerhalb der Wolke stattfinden, befindet sich der Markt aller Wahrscheinlichkeit nach in einem Seitwärtstrend und sollte entsprechend nicht gehandelt werden, da er zu Fehlsignalen führen kann. Entsprechend wichtig ist die Betrachtung mehrerer Indikatoren im Chart.

Um das Wichtigste in zwei Sätzen zusammenzufassen:

  • Schneidet die Tenkan-Linie die Kijun-Linie von unten nach oben, ist das meist ein Kaufsignal
  • Schneidet die Tenkan-Linie die Kijun-Linie von oben nach unten, ist das meist ein Verkaufssignal

Kombination des Ichimoku Kinko Hyo mit anderen Indikatoren

Eine der beliebtesten Märkte bei kurzfristig orientierten Tradern ist der CFD-Handel. CFDs sind komplexe Instrumente. Grund hierfür ist in erster Linie die Hebelwirkung. Entsprechend ist es hier wichtig für Anbieter einen Risikohinweis auszusprechen. Darüber hinaus können aber noch viele weitere Märkte mit dem Ichimoku gehandelt werden.

Ichimoku Kombination mit anderen Indikatoren

Wie allgemein bekannt ist und daher bereits in diesem Beitrag erwähnt, sollten sich Händler nie auf die Zuverlässigkeit nur eines einzigen Indikators verlassen. Bei der Überprüfung der Kursentwicklung gilt es daher stets, sich mindestens einen weiteren Indikator zur Hilfe zu nehmen.

Dafür eignet sich am besten die Verwendung von Indikatoren, welche dieselbe Funktion erfüllen, das Ergebnis allerdings über unterschiedliche Methoden erreichen. Zum einen zeigt der Ichimoku Indikator Unterstützungs- und Widerstandsniveaus auf. Insofern würde sich für Analysen beispielsweise die Verwendung des Center of Gravity Indikators anbieten.

Zum anderen geben die Ichimoku Wolke und die weiteren Linien des Indikators Aufschluss über die Trendstärke. Wenn es darum geht, eignet sich beispielsweise ein Indikator aus dem Momentum-Trading als Bestätigung. Eine größere Auswahl an besten Analyse-Tools ermöglicht es Händlern, bessere Vergleiche und Analysen durchzuführen.

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Was Händler bei der Wahl eines Brokers für ihre Konten beachten sollten

Da es so viele Anbieter in diesem Bereich gibt, ist es vor allem für Einsteigt etwas schwerer sich für einen Online-Broker zu entscheiden. Dabei sollten Anleger mehrere Kriterien berücksichtigen – darunter die Regulierung, handelbare Märkte und eine große Auswahl an Chart-Indikatoren und weitere nützliche Tools.

Ein zuverlässiger Support ist zudem eine wichtige Voraussetzung, damit dem Anleger bei Fragen zu unterschiedlichsten Themen geholfen wird – egal, ob es um Konten, Ein- und Auszahlungen oder Kosten geht. Neben dem Geld, das Investoren anlegen, müssen sie zudem in der Regel Geld für die Führung ihrer Konten entrichten.

Wahl des Brokers

Daher spielt auch der Preis für die Führung von Konten sowie für den Handel selbst eine wichtige Rolle. Bevor echtes Geld investiert wird, können Händler aber ihr Können aber auch zunächst in einem Demokonto testen. In der Regel geben seriöse Anbieter ihren Kunden zudem vor Handelsstart ein Risikohinweis – vor allem wenn es um den Handel mit CFDs geht.

Strategien mit dem Ichimoku Indikator

Der Ichimoku Kinko Hyo besteht aus vielen Elementen und gehört daher ohne Frage zu den komplexesten Indikatoren. Das sorgt andererseits aber auch dafür, dass sich der Indikator vielfältig einsetzen lässt. Sowohl gemeinsam als auch einzeln betrachtet, können Händler aus diesen Bestandteilen verschiedene Trading-Strategien entwickeln, die in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen werden.

Tenkan-Kijun-Strategie

Auf diese Strategie haben wir schon einen kurzen Blick geworfen. Sie berücksichtigt lediglich den schnellen Durchschnitt – Tenkan Sen – und Kijun Sen – den langsamen Durchschnitt. Sie ignoriert sowohl die Wolke als auch die Chinkou Spanne, was vor allem in höheren Zeiteinheiten zu Fehlsignalen führen kann, und ist daher als aggressiv anzusehen.

Dabei ergibt sich ein Kauf-Signal, wenn die Tenkan Sen die Kijun Linie nach oben kreuzt. Verkaufssignale werden dagegen dann generiert, wenn sie diese von oben nach unten durchkreuzt. Wichtig ist, dass die Kreuzung dynamisch ist. So liefert die Kijun Sen eine realistische Stop-Loss-Marke.

Ichimoku Tenkan Kijun Strategie Handelssignale

Kumo-Strategie

Diese Strategie zählt auch heute noch zu den bekanntesten Strategien in Bezug auf den Ichimoku Indikator. Hierbei muss der Kurs die Wolke, die durch Spanne A und Spanne B begrenzt ist, als erstes durchlaufen und schließlich mit dem Schlusskurs einer Periode aus dieser Wolke ausbrechen.

Durchbricht der Kurs die obere Begrenzung (also den Widerstand) der Wolke stellt das ein Kaufsignal dar, durchbricht er hingegen die untere Begrenzung (also die Unterstützung) ist das ein Verkaufssignal. Egal, welcher der beiden Fälle eintritt: Die Spanne B kann so oder so den Stop-Loss markieren. Dabei kommt es aber auch auf die Form der Wolke an.

Eine starke Ausprägung und Breite weisen auf einen starken Trend hin. Ist die Wolke hingegen flach, dann gilt der Trend eher als schwach und der Händler sollte das Risiko vermeiden und besser keine Position eröffnen. Das gilt vor allem beim Handel von CFDs, da hier auch kleine Kursbewegungen große Auswirkungen haben können (Risikohinweis).

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Kumo-Strategie stärkere Signale bietet als die oben vorgestellte Tenkan-Kijun-Strategie. Sie funktioniert allerdings nur solange ein deutlicher Trend vorliegt. Dementsprechend sollte der Händler in Seitwärtsphasen nicht handeln, da es zu Fehlsignalen kommen kann.

Ichimoku Unterstuetzung Widerstand

Fazit: Zuverlässige Handelssignale in Kombination mit weiteren Indikatoren

Beim Ichimoku Kinko Hyo handelt es sich um einen fortgeschrittenen Chart-Indikator, der aus einer Reihe an Elementen besteht. Das mag vor allem für Einsteiger verwirrend und kompliziert wirken, ist aber – sofern man sich einmal damit beschäftigt hat – gar nicht so schwer und kann wertvolle Handelssignale liefern.

Dennoch sollten sich Händler bei der Chart-Analyse nicht nur auf diesen einen Indikator verlassen, sondern stets noch mindestens einen weiteren Indikator zur Bestätigung heranziehen. Dafür eignen sich unter anderem der Center of Gravity oder der Momentum-Indikator. Zudem können sich Anleger zunächst mit einem Demokonto ausprobieren, bevor sie echtes Geld investieren.

Etwas anderes, dessen sich Händler vor der Konten-Eröffnung bewusst sein sollten, ist das Risiko eines Kaufs von Wertpapieren. Vor allem beim Handel mit Hebel ist ein solcher Risikohinweis von hoher Bedeutung, denn vier von fünf Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim Handel von CFDs.

(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

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Zuletzt geupdated am 08/09/2022 von Andre Witzel

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