Forex-Pip-Beispiel-GBP-USD

Forex Pip

Was sind Pips im Forex Trading? – Definition und Erklärung

Die Begriffe Pip, Lot, Minilot und Mikrolot werden im Forex Handel von Akteuren und/oder Brokern häufig verwendet. Den Erfahrungen erfolgreicher Marktteilnehmer entsprechend, ist es sinnvoll, die Ausdrücke in ihrem Zusammenhang zu erlernen.

Der nachfolgende Beitrag informiert Sie über Pip, Lot, Minilot und Mikrolot per Definition und klärt anhand von Beispielen in Form von Währungspaaren über die Größe von einem Pips auf. Zudem erfahren Sie, wie der Wert eines Forex-Pips berechnet wird und welche Auswirkungen positive oder negative Pips auf Ihr Handelskonto haben.

Was ist unter einem Forex-Pip zu verstehen?

Die Frage lässt sich einfach anhand eines Beispiels beantworten. Der Kurs des Währungspaares GBP/USD liegt aktuell bei 1,4155. Das bedeutet, Sie kaufen für 1,4455 USD ein britisches Pfund. Der Zähler links vom Komma wird in der Forex-Branche als Punkt bezeichnet, die 4 Zahlen rechts vom Komma als Pips. Ein Pip ist dementsprechend ein zehntausendstel Punkt. Anders ausgedrückt, bilden 10.000 Pips einen Punkt.

Je nach Broker und Handelsplattform werden rechts neben dem Komma mehr als 4 Stellen angezeigt. Sollten Sie 5 Stellen nach dem Komma sehen, wird die letzte Stelle ignoriert und die vorletzte Stelle als Pip bezeichnet!

Forex Pip Beispiel

Die Pips dienen der Beschreibung von Preis-Änderungen beim Forex-Trading. Weil sich die Preise an jedem Handelstag insbesondere auf der dritten und vierten Stelle rechts vom Komma ändern, ist die Bezeichnung Pips den meisten Akteuren bekannt.

Wo kommt der Ausdruck Pip eigentlich her?

Diesbezüglich informative Webseiten beziehen zum Pip keine einheitliche Stellung. Es gibt Finanzportale, die den Pip als Abkürzung der englischen Wörter „Percentage in Point“ oder „Price Interest Point“ definieren. Andere wiederum machen zur Herkunft keine Angaben, weil es keine Beweise für jede Theorie gibt.

Als gesichert gilt hingegen, dass Pips beim Devisenhandel vor allem als Bezeichnung für die Stellen 3 und 4 rechts vom Komma Verwendung finden. Bei Zahlen auf der ersten Stelle rechts vom Komma wird von Zehntelpunkten gesprochen und auf der Zweiten stehen Hundertstelpunkte.

Professionelle Forex-Trader meiden komplexe Darstellungen und bezeichnen alle Zahlen rechts vom Komma als Pips. Im oben genannten Kurs des Währungspaares GBP/USD sind dementsprechend 4155 Pips enthalten. Schließlich spricht auch nichts dagegen, einen Meter als 1.000 mm zu definieren.

Pip, Lot, Minilot und Mikrolot – zueinander gehörende Begriffe im Forex-Trading

Damit Sie den Begriff Pip bestmöglich verstehen, sollten die Ausdrücke Lot, Minilot und Mikrolot verinnerlicht werden. Das Lot ist eine von Profis oft genutzte Größenordnung, denn es entspricht 100.000 Einheiten einer Basiswährung. Bei der Basiswährung handelt es sich um die erstgenannte Währung eines Währungspaares. Beim Beispiel GBP/USD ist die Basiswährung das britische Pfund.

Ein Lot entspricht in dem Fall 100.000 GBP und die Eröffnung einer Position erfordert bei einem 100er Hebel eine Margin von 1.000 Pfund plus Gebühren. Einsteiger mit limitierten Handelskonten oder risikoscheue Marktteilnehmer wählen das Minilot als ideale Größenordnung. Ein Akteur handelt mit 10.000 Einheiten und hinterlegt bei einem 100er Hebel nur 100 britische Pfund plus Handelskosten.

Wer noch weniger einsetzen kann oder riskieren will, handelt mit einem Mikrolot, welches einem Hundertstel Lot entspricht und nur den Einsatz von 10 Einheiten plus Spesen voraussetzt. Beim Handel mit 100er Hebel.

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Inwiefern gehören die Größenordnungen und der Pip zusammen?

Die Veränderungen der Kurse von Währungspaaren werden in Pips gemessen. In der Regel spielen sich diese Veränderungen auf der dritten und vierten Stelle rechts vom Komma ab. An ereignisreichen Tagen kann es auch zu Änderungen der zweiten Stelle kommen, wenn der Kurs eines Währungspaares um mehr als 99 Pips ansteigt oder fällt.

Wer mit einem Meta-Trader 4 oder 5 am Forex-Trading teilnimmt, kann erkennen, dass der jeweilige Kurs in 5 Stellen rechts vom Komma dargestellt wird. Bei der 5. Stelle handelt es sich um Zehntel-Pips oder Pipetten. Der zehnte Teil von einem Pip ist die aktuell kleinste Maßeinheit im Forex-Trading, dementsprechend hat eine Pipette bei privaten Händlern einen geringen Wert.

Die einflussreichen Marktteilnehmer handeln hingegen mit mehrstelligen Millionen- oder Milliarden-Summen und achten auch auf den Zehntel-Pips. Diese Regeln gelten für alle sogenannten Hauptwährungen mit einer Stelle links vom Komma.

Die Ausnahme von der Regel: JPY (YEN)

Unter den viel gehandelten Währungen ist es vor allem der japanische Yen, bei dem der Pip einen anderen Wert darstellt. Beim Handel mit dem Währungspaar USD/JPY kaufen derzeit mehr als 100 Yen einen US-amerikanischen Dollar. Links vom Komma stehen dementsprechend 3 Ziffern und rechts nur 2 Zahlen. Die kleinste Einheit beim Handel ist dementsprechend ein Hundertstel von einem Yen. Die Veränderungen der beiden Stellen rechts vom Komma werden allgemein in Pips ausgedrückt.

Ausnahme bei Forex Pips: Yen!

Weitere Abweichler sind unter den Exoten zu finden.

Beim Forex-Trading mit dem Währungspaar USD/INR entspricht ein Pip dem Hundertstel einer indischen Rupie. Besonders auffällig ist die Definition Pip beim Paar USD/IDR. Hier entspricht ein Pip einer indonesischen Ruphia oder Rupie.

Wie wird der Wert eines Pip berechnet?

Die Berechnung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, am einfachsten funktioniert sie allerdings wie folgt:

  • Angenommen, Sie handeln ein Lot mit einem 100er Hebel.
  • Die erforderliche Margin beträgt 1.000 Währungseinheiten plus nicht in die Rechnung einfließende Gebühren.
  • Nach 100 Pips in die richtige Richtung hat sich Ihr Einsatz verdoppelt.
  • Sollte sich der Handel (rein theoretisch) negativ entwickeln, wäre die Margin nach 100 Pips aufgebraucht.
  • Ein Pip entspricht bei einem Lot also 10 Währungseinheiten.

Ebenso schnell erfolgt die Berechnung beim Minilot (1 Währungseinheit) und beim Mikrolot (0,1 Währungseinheit).

Der Pip in der Verlustbegrenzung

Beim Forex-Trading ist die Verlustbegrenzung unverzichtbar, schließlich könnte sich der Handel anders als beabsichtigt entwickeln und ohne Eingreifen in massiven Verlusten resultieren. Sinnvoll ist, den Ansichten erfolgreicher Trader folgend, die Verlustbegrenzung bei 5 bis 10 Pips einzustellen.

Erfahrene Marktteilnehmer meinen sogar, dass jeder Trade, der 5 Pips in die falsche Richtung läuft, unverzüglich abgebrochen werden sollte. Zur Bewertung dieser Einstellungen einige Aspekte:

  • Der von Erfolg gekrönte Forex-Handel mit einem Lot bringt pro Pip 10 Währungseinheiten Gewinn.
  • Ein Trade, der sich negativ entwickelt, resultiert pro Pip in 10 Währungseinheiten Verlust.

Es liegt natürlich in Ihrem Ermessen, die Position zu halten oder aufzulösen. Gleichwohl ist das Spekulieren auf eine Trendumkehr riskant und kann teuer werden. Wer mit einem Lot handelt und 1.000 Währungseinheiten einsetzt, sollte seine Verluste auf 5 Pips begrenzen. Die Einbuße von 50 Währungseinheiten ist noch zu verschmerzen, während größere Verluste oft mentale Beeinträchtigungen nach sich ziehen.

Beim Handel mit Minilot oder Mikrolot sind die eventuellen Verluste zwar nominell geringer, in Relation zum Einsatz aber identisch. Daher ist die gleiche Sorgfalt bei der Verlustbegrenzung empfehlenswert. Viele Leute werden beim Forex-Trading mit kleineren Beträgen nachlässig und neigen bei negativer Entwicklung zum Spekulieren auf baldige Trendumkehr.

Der Pip als Gewinn

Sie können bei jedem Trade die Verlustbegrenzung und Gewinnmitnahme manuell einstellen. Einer Faustregel entsprechend sollte die Gewinnmitnahme auf den dreifachen Wert der Verlustbegrenzung eingestellt werden. Also 5 Pips beim Stopp-Loss und 15 Pips beim Take-Profit. Sie riskieren demnach beim Handel mit einem Lot einen Verlust von 50 Währungseinheiten. Alternativ können Sie 150 Währungseinheiten als Gewinn mitnehmen.

Soweit die Theorie, erfahrene Forex-Trader neigen allerdings in der Praxis zu einer anderen Verfahrensweise. Die Verlustbegrenzung ist immer fix und sollte so eng wie möglich eingestellt werden. Die meisten Forex Broker erlauben Ihnen 5 Pips.

Die Gewinnmitnahme sollte jedoch flexibel und der Situation angemessen erfolgen. Warum dies so gehandhabt werden soll, wird aus den nachfolgenden Szenarien ersichtlich:

  • Der Kurs erreicht die Take-Profit-Linie nicht und dreht nach 10 Pips um. In dem Fall ist ungeachtet der Handelsgröße die Mitnahme des Gewinns empfehlenswert. Schließlich kann jeder Pip 10 Währungseinheiten wert sein.
  • Aufgrund des Marktsentiments schließt der Kurs weit über das Ziel für die Gewinnmitnahme hinaus und Sie müssen tatenlos zusehen, wie erreichbare Gewinne aus Ihrem Einflussbereich verschwinden.

Erfahrene Forex-Trader vermeiden beide Szenarien durch Präsenz vor dem Screen und flexible Gewinnmitnahme. Im ersten Szenario sind etwa 100 Währungseinheiten die Mitnahme wert. Vor allem, wenn hinter einem Pip 10 Dollar, Euro oder Pfund stehen.

Im zweiten Szenario wird ein erfahrener Händler den Trend bestmöglich ausnutzen und seine Gewinne erst bei erwiesener Umkehr mitnehmen. Gerade das Währungspaar GBP/USD ist für 100 Pips und mehr pro Session bekannt.

Beim Einsatz von 1.000 Pfund mit 100er Hebel ist jeder Pip 10 Pfund wert, 100 Pips resultieren demnach in einem Profit von 1.000 GBP. Auch bei kleineren Handelsvolumen ist seitens der Gewinnmitnahme bestmögliche Sorgfalt angesagt. Schließlich bedeuten 100 Währungseinheiten Gewinn für den Trader mit einem Minilot prozentual ebenso viel wie 1.000 Einheiten für den Händler mit einem Lot.

Der Pip als Kostenfaktor

Broker geben die Handelskosten als Spread und in Form von Pips an. Es handelt sich hierbei um die Differenz zwischen Bid und Ask, also um Ankaufs- und Verkaufspreis einer Basiswährung in Relation zur Fremdwährung.

Beim Währungspaar GBP/USD liegt der Spread oft bei 1,5 Pips, zeitweise aber deutlich darunter oder darüber. Wenn Sie das Paar in der Europa-Session handeln, werden die ersten 1,5 Pips für die Deckung der Broker-Kosten verwendet. Jeder weitere Pip bedeutet für Sie, bei geplantem Verlauf, einen auf das Handelsvolumen bezogenen Gewinn.

Aus diesem Grund bevorzugen erfahrene Forex-Trader Brokerage-Anbieter mit möglichst engem Spread. Vor allem Akteure, die kleinste Gewinne mitnehmen möchten, sind mit 1 Pip Spread besser bedient als mit 2 oder 3 Pips.

Ein Scalper nutzt jede Aufwärts- oder Abwärtsbewegung während einer Session und erzielt pro Trade etwa 5 Pips. Wenn er davon 2 bis 3 Pips an den Broker abgeben muss, wird seine Strategie unattraktiv und riskant.

Mit dem Pip richtig umgehen lernen im Demokonto

Ihr gesamtes Forex Trading (Definition) wird in Pips gemessen. Sie bestimmen, wie viele Pips Sie maximal bei einem Trade verlieren möchten. Und Sie sorgen bei der Gewinnmitnahme durch konzentrierte Präsenz für möglichst viele positive Pips. Den Broker suchen Sie unter anderem dem Spread entsprechend aus, welcher in Pips ausgedrückt wird. Letztlich ist das Lot als Handelsvolumen attraktiv, weil pro Pip 10 Währungseinheiten Gewinn in Aussicht stehen.

Welche Bedeutung der Pip im Forex-Trading hat, erlernen Sie idealerweise risikolos im Demokonto. Sie spielen einfach verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Handelsvolumen durch und vergleichen die Ergebnisse. So erhalten Sie einen Eindruck von der Bedeutung jedes Pips, ohne Verluste zu erleiden.

Gleichwohl ist der Pip nur ein Kriterium von vielen beim Forex-Trading, es gibt für Akteure, die nach Erfolg streben, noch viel mehr zu lernen.

Mein Fazit:

Der Pip ist beim Forex-Trading die kleine Maßeinheit, welche oft nicht die gebührende Beachtung erfährt. Der Wert eines jeden Pips hängt von zwei Faktoren ab. Ersten, handelt es sich um einen positiven oder negativen Pip, drückt er Gewinn oder Verlust aus. Zweitens verleiht das Handelsvolumen dem Pip seinen nominellen Wert. Das Ziel eines Forex Traders sollte sein, möglichst viele positive Pips zu sammeln und Negative zu vermeiden.

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