Was ist ein Aktiensplit? – Einfach erklärt mit Beispielen

Was ist ein Aktiensplit? – Einfach erklärt mit Beispielen

Bei einem Aktiensplit entscheidet sich ein Unternehmen dazu, den aktuell stark steigenden Kurs optisch anzupassen. Ziel ist es in der Regel, die dann historischen Kurse zumindest dem Anschein nach zu verringern, um die Nachfrage nach den neuen Aktien zu steigern. Die bereits bestehenden Anleger werden für den Kursverlust entschädigt, indem Sie anstatt der alten Aktien mehr neue im entsprechenden Bezugsverhältnis bekommen. Das Kapital der Anleger erhöht sich nicht, sondern verteilt sich einfach nur auf mehr Wertpapiere.

Aus wenigen teuren Aktien werden viele günstigere

Kurzum, das Gesamtvolumen des in Aktien angelegten Kapitals wird auf mehr Wertpapiere verteilt, wodurch der Wert des einzelnen Anteils sinkt.

Wann wird ein Aktiensplit durchgeführt?

Sind Unternehmen wie Tesla, Amazon und Apple z. B. wie im Jahr 2021 besonders erfolgreich, steigt bei knapp werdendem Angebot die Nachfrage nach ihren Aktien. Umso mehr Investoren nun auf die attraktiven Wertpapiere anspringen, desto mehr steigt der Preis. Ab irgendeinem Punkt erreicht der Aktienkurs jedoch einen Wert, der optisch zu hoch aussieht, um Kleinanleger anzulocken.

Prinzipiell ist es für diese natürlich möglich, auch CFDs, also virtuelle Bruchstücke einer einzelnen Aktie bei Online Brokern zu erwerben. In diesem Fall besitzen Sie jedoch keine echten Anteile, können aber dennoch preiswert in den Aktienmarkt einsteigen. Viele Anfänger wollen jedoch zunächst eine komplette Aktie ihr Eigen nennen, weswegen Wertpapiere, die günstiger sind, wesentlich häufiger gekauft werden.

CFDs

Bei CFDs handelt es sich um sogenannte Differenzkontrakte, welche Sie mit dem Broker abschließen. Dabei kaufen Sie lediglich den repräsentativ verbrieften Wert eines Bruchstücks von Aktien, aber nicht das Wertpapier selbst. Aus der Veränderung von Basiswert und Kurs entstehen für Sie Gewinn oder Verlust. Die meisten Online Broker wie Markets.com offerieren Ihnen solche Finanzprodukte.

Beispiel Nvidia 2021

Nvidia Aktie kaufen

Um die Nachfrage anzukurbeln, entscheidet sich das Unternehmen auf der Hauptversammlung also für einen Split. Nehmen wir das Beispiel des sehr erfolgreichen Chip- und Grafikkartenherstellers Nvidia. Die Firma hatte während der Corona-Pandemie extrem vom Gaming-Boom profitiert. Bereits im August 2020 stand der Kurs bei etwa 500 US-Dollar – ein nie dagewesener Rekordwert. Über den Jahreswechsel ging es für die Wertpapiere immer weiter nach oben. Den letzten Schub gab die Verkündung des Aktiensplits im Verhältnis 1:4 im Mai/Juni 2021 und was zur Durchbrechung der 800-USD-Marke führte.

Bei einem Wert von etwa 800 US-Dollar die Teilung der Aktien in einem Verhältnis 1:4 vorzunehmen, bedeutet, den Kurs auf etwa 200 US-Dollar herunterzuschrauben. Das Prinzip ist einfach: das Angebot wird künstlich erhöht und der Wert der Anteile breiter gestreut. Durch den niedrigeren Preis wirken die Aktien optisch attraktiver und mehr Anleger werden ihr Geld in das Unternehmen stecken.

Aktiensplit erklärt

Mehr Nachfrage, steigende Kurse? So könnte eine Entwicklung nach dem Split aussehen

Ein Aktiensplit ist stets ein Manöver des Unternehmens und der Hauptversammlung, mit der der Float bzw. der Streubesitz gesteigert werden soll. Mehr Streubesitz bedeutet zumindest in normalen Zeiten größere Stabilität. Kleinere Veränderungen am Markt wirken sich nicht so stark auf die Kurse aus, da die Wirkung einzelner Verkäufe verwässert. Die Volatilität bzw. das Schwanken der Kurse verringert sich.

Streubesitz

Beim Streubesitz handelt es sich um die Anzahl der frei handelbaren Aktien, also der Anteile, die nicht direkt im Unternehmen oder an Großaktionäre mit einem Besitz von mehr als 5 Prozent gebunden sind.

Da der Preis pro Aktie nun günstiger ist, kommen viele neue Investoren und Anleger hinzu, die sich vorher nicht vorstellen konnten, Geld in den Konzern zu stecken. Potenziell steigen die Kurse daher auf lange Sicht. Zum Datum des Splits kann es dennoch zunächst zu einem leichten Absturz kommen. Das liegt daran, dass der ein oder andere Aktionär gerne den Aufwärtstrend bzw. Gewinn in der Vorbereitungszeit des Aktiensplits mitnehmen möchte.


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Was bedeutet der Aktiensplit für die Aktionäre?

Es macht für die Anleger aber auch gerade Sinn, alte Aktien über den Aktiensplit hinaus zu halten. Der Vorteil: Wer bis zu einem bestimmten Datum die Wertpapiere im Depot gebucht hat, erhält als Dividende in Folge des Aktiensplits neue Aktien – das Verhältnis zwischen Investition und neuer Anzahl der Wertpapiere wird dabei angepasst.

Besaßen Sie zum Beispiel im Juni 2021 Aktien von Nvidia mit einem Wert von ca. 800 Euro, waren Sie dazu berechtigt, im nächsten Monat, dem Juli 2021 und somit zum Zeitpunkt es Aktiensplits, neue Aktien zu erhalten – in diesem Fall im 1:4 Verhältnis angepasst. Für jede einzelne Nvidia-Aktie bekamen Sie dann automatisch vier neue Aktien ausgestellt. Der Wert zum Datum des Aktiensplits wurde dabei geviertelt. Ihre neuen Aktien kosteten somit nur noch etwa 200 Euro pro Stück.

Als Anleger haben Sie bei einem solchen Vorgang also mehr Aktien in ihrem Depot gebucht, die Kapitaleinlage selbst bleibt aber die gleiche. Da sich der Nennwert des einzelnen Papiers geändert hat, verteilt sich die Investition einfach nur auf mehrere Anteile. Angekurbelt vom günstigen Preis und den News darüber steigt die Nachfrage und Sie haben nun gleich vierfach die Chance, mit den Aktien des Unternehmens Gewinn zu machen.

Vor oder nach dem Aktiensplit kaufen? – was Sie erwartet

Die Frage, die gerade viele kleine Aktionäre umtreibt, ist: vor dem Split noch investieren oder danach? Sollten Sie bereits eine alte Aktie in Ihrem Depot haben, empfehle ich Ihnen, diese zunächst zu halten. Einige gewinnorientierte Anleger entscheiden sich auch für einen Verkauf kurz vor dem Aktiensplit, um Gewinn mitzunehmen.

De facto profitieren Sie aber durch das Halten von der Vermehrung Ihrer Anteile. Die Menge Ihrer Aktien ändert sich und positive News sowie niedrige Preise führen zu einer steigenden Nachfrage: dadurch ergibt sich eventuell eine vierfache Rendite für Sie. Andererseits dürften die häufigeren Verkäufe vor dem Split auch dazu führen, dass der Kurs der neuen Aktien zunächst etwas abfällt. Die Chancen stehen aber gut, dass der Wert langfristig wächst. Mit diesem Wissen im Hinterkopf können Sie einen Kauf sowohl vor als auch nach dem Aktiensplit vertreten.

Vorteile und Nachteile eines Aktiensplits

Vorteile Aktiensplit
Nachteile Aktiensplit
Da sich die Anzahl der Aktien erhöht und der Preis sinkt, steigt die Handelbarkeit der Aktie (mehr Float, weniger Volatilität)
Der plötzlich niedrigere Aktienkurs kann bei einigen Anlegern zu einem panischen Verkauf führen, weswegen der Kurs möglicherweise kurz nach dem Aktiensplit sinkt – das Phänomen ist aber lediglich kurzfristig.
Steigende Nachfrage sorgt kurzfristig für größere Handelsvolumen und entsprechend höhere Rendite sowie Marktkapitalisierung
Wer nach einem Aktiensplit nur auf den Chart schaut, könnte andere Kennzahlen vernachlässigen und möglicherweise eine Überbewertung nicht erkennen.
Der Aktiensplit ist auch eine Maßnahme, die Stärke und Kontrolle des Unternehmens ausstrahlt. Die Implikation ist: wir sind auf einem hervorragenden wirtschaftlichen Weg
Bei Derivaten können die Gebühren steigen, da die Händler ihre Provision pro Kontrakt bzw. pro Aktie erhalten.
Bei einem Aktiensplit vervielfachen sich zwar die Aktien, das Stimmverhältnis ändert sich aber anders als bei Kapitalerhöhungen nicht
 
Solange die WKN/ISIN gleichbleiben, wird der Erhalt der neuen Aktien steuerlich nicht als Dividende betrachtet.
 

Traden Sie mit den Aktien über Online Broker: so einfach geht es Schritt für Schritt

Wo bekommen Sie nun aber eine Aktie her, bevor oder nachdem der Aktiensplit vollzogen wurde. Im Jahr 2021 wenden Sie sich in erster Linie an einen Online Broker. Dabei handelt es sich um einen Direkthändler, der als Medium zwischen dem Aktionär und der Börse fungiert. Über ihn gelangen Sie an verschiedenste Wertpapiere von klassischen Aktien über Terminkontrakte und CFDs bis hin zu Optionen und ETF-Fonds heran. Anders als bei der Bank können Sie hier rund um die Uhr traden.

ETFs

Bei einem ETF handelt es sich um einen börsengehandelten Aktienfond, den Sie einfach über Ihren Broker kaufen können. Da das Paket anhand eines Index stets mit performancestarken Aktien gefüllt wird, steigt der Kurs kontinuierlich, aber flacher als bei einzelnen Aktien. Das Risiko ist gering.

Die Online Broker bieten Ihnen dabei viele Vorteile, so:

  • Trading rund um die Uhr
  •  Zugriff auf Analysetools
  • Reale Preise in Echtzeit
  • Niedrige Gebühren (teils sogar keine Abgaben auf Trades wie z. B. bei Markets.com)
  • Einfacher Zugriff von jedem Ort der Welt per PC oder Telefon

(67 % der Privatanlegerkonten verlieren beim CFD-Handel bei diesem Anbieter Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.)

So melden Sie sich beim Broker an und traden mit Aktien

Zunächst einmal suchen Sie sich einen günstigen, sicheren und transparenten Broker aus. Hierfür würde ich Sie auf Erfahrungsberichte verweisen, anhand derer Sie sich ein Bild von den jeweiligen Anbietern machen können.

Wichtig ist es u. a., dass der Broker:

  • Über eine gute Software und Firewall verfügt
  • Staatlich kontrolliert wird
  • In einem europäischen Land, Großbritannien oder den USA lizensiert ist
  • Niedrige Gebühren hat (Tipp: Markets.com ermöglicht Ihnen z. B. Trading ohne Depot- und Order-Kosten sowie mit einem geringen Spread)
  • Analysetools wie Charts und Kennzahlen bereitstellt

Haben Sie den Wunschbroker gefunden, können Sie sich nun mit wenigen Klicks anmelden: Sie geben Ihre E-Mail-Adresse, Namen, Wohnsitz und Geburtsdatum an und sind bereits nach wenigen Minuten Mitglied.

Anmeldung Markets.com
Melden Sie sich hier bei Markets.com an

Nun erarbeiten Sie sich am besten etwas Wissen in der Demoversion. Die meisten Broker bieten Ihnen einen solchen virtuellen Bereich mit bis zu 100.000 Euro Spielgeld. Das ist u. a. bei Markets.com der Fall. Hier lernen Sie die Dynamiken des Marktes und erfahren, wie Sie ein bestimmtes Unternehmen richtig einschätzen.

Wechseln Sie oben rechts zwischen Echtgeld- und Demo-Account

Verifizieren, Geld aufladen und Aktien kaufen

Bevor Sie nun Aktien kaufen können, nehmen Sie eine kurze Verifizierung vor. Manche Broker rufen Sie dazu im Video Call an. Andere Anbieter wie Markets.com möchten lediglich, dass Sie Ihre Ausweispapiere und einen Wohnsitznachweis hochladen. Bisweilen muss auch die Steuernummer angegeben werden, um Abgaben ans Finanzamt weiterzuleiten.

Verifizirung Markets.com
Zur Verifizierung laden Sie bei Markets.com Ihre Dokumente hoch

Geld auf das Konto zu laden, ist heutzutage denkbar einfach. Wählen Sie einfach eine der vielen Methoden von der Sofortüberweisung über PayPal bis hin zur Kreditkarte. Oft gibt es einen Mindestbetrag (bei Markets.com z. B. 100 Euro). Gerade nach einem Aktiensplit können Sie bereits mit wenig Geld in eine Aktie investieren.

Markets.com
Laden Sie bei Markets.com Guthaben auf

Um das zu tun, fügen Sie das Unternehmen, das Sie interessiert, Ihrer Watchlist hinzu, schauen sich genau seine Daten an und klicken schließlich auf Kaufen. In dem sich öffnenden Fenster geben Sie die Anzahl der Aktien oder einen Betrag ein, den Sie erwerben möchten. Ist der Wert niedriger, kaufen Sie in der Regel nicht die Aktie selbst, sondern gehen einen CFD mit dem Broker ein.

Ein Klick auf das Sternchen genügt, um die Position Ihrer Watchlist hinzuzufügen

Beim Kauf haben Sie einige verschiedene Optionen: Sie können z. B. einen Hebel anwenden und sich Geld vom Broker zuschießen lassen. Dadurch wird der Einsatz und somit der mögliche Gewinn vervielfacht. Gleichzeitig erhöht sich aber auch ein möglicher Verlust: Anfänger sollten mit diesem Werkzeug vorsichtig umgehen.

In diesem Fenster platzieren Sie Ihre Order beim Broker Markets.com

Sicherer sind Sie mit Stop Loss beraten. Dabei handelt es sich um eine Funktion, bei der Sie ab einem bestimmten Verlust automatisch aus dem Trade aussteigen. Take Profit dreht dieses Prinzip auf den Kopf: Hier verlassen Sie den Handel ab einem vorher festgelegten Gewinn.


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Wie mache ich Gewinn mit Aktien und sind Gebühren einzuplanen?

Der Gewinn einer Aktie ergibt sich aus der Veränderung der Kurse. Steigt der Wert und verkaufen Sie die Anteile, erhalten Sie eine Rendite. Daneben schütten die Unternehmen aber auch Dividende als Gewinnbeteiligung aus.

Wichtig zu wissen ist, dass natürlich auch der Broker Einnahmen braucht. Diese werden über Gebühren gestemmt. Da es mittlerweile aber viel Konkurrenz am Markt gibt, sinken die Abgaben beständig. Anbieter wie Markets.com erheben nicht einmal mehr Gebühren auf Depot und Orders. Selbst der Spread – also die Differenz zwischen Briefwert und Geldwert – wird immer geringer.

Was bedeutet ein Aktiensplit, wenn ich beim Broker die Funktion Stop Loss gewählt habe?

Eine Stop-Loss-Order hat die Aufgabe, Ihren Verlust zu minimieren. Fällt der Kurs also unter den von Ihnen angegebenen Wert, steigen Sie automatisch aus dem Trade aus. Hätte ein Aktiensplit nun eine Auswirkung auf einen solchen Trade? Durch die Teilung sinkt der Kurs schließlich und der Broker müsste zum Stichtag den Verkauf veranlassen.

Das ist in der Praxis natürlich nicht der Fall. Genauso wie die Kurscharts relativ angepasst werden, machen das die Broker auch bei den Stop-Loss-Geschäften. Die Aktionäre behalten also ihre Anteile und die Stop-Loss-Marke wird im entsprechenden Verhältnis nach unten korrigiert.

Exkurs Reverse Aktiensplit: hier werden Wertpapiere fusioniert

Der Reverse Split, so kündigt es der Name bereits an, ist genau das Gegenteil vom klassischen Aktiensplit („reverse“, engl. für „umgekehrt“). Das Unternehmen handelt genau umgekehrt und verschmilzt die Wertpapiere miteinander. Man spricht auch von einer Aktienzusammenlegung. Kosten die Aktien eines Unternehmens z. B. aktuell 300 Euro und es wird in einem Verhältnis 1:3 verschmolzen, verwandeln sich damit drei Wertpapiere in eine Aktie zu 900 Euro.

Warum gibt es Reverse Splits?

Ein Grund dafür, einen Reverse Split durchzuführen kann sein, dass man nicht unter den von der Börse geforderten Mindestpreis fallen möchte. Bei der amerikanischen NYSE droht z. B. bei einem Wert unter 1 US-Dollar nach 30 aufeinanderfolgenden Tagen die Dekotierung. Kündigt ein Unternehmen einen umgekehrten Split an, sollten Sie also eventuell hellhörig werden. Eine solche Maßnahme kann auf Probleme hinweisen.

Ein Reverse Split kann aber auch die Vorbereitung dazu sein, Kleinanleger aus dem Unternehmen zu drängen, z. B. um den Streubesitz zu verringern und somit Entscheidungen in der Hauptversammlung kontrollierbarer zu machen. Beim Reverse Split 1:3 legt man dann bspw. 3 Aktien zu einer zusammen. Wer jedoch nur 2 Aktien hat, wird für diese im Wert des aktuellen Kurses ausgezahlt und hält keine Anteile mehr.

In einem zweiten Schritt wird der normale Aktiensplit 1:3 ausgeführt, die Anzahl der Aktien also wieder verdreifacht und der Kurswert auf seine historische Marke verringert. In der Praxis kommt ein solches Vorgehen allerdings eher selten vor.

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Fazit: Aktiensplits bieten Ihnen Chancen

Wenn die Preise von Aktien von einem Unternehmen aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage ins Unermessliche steigen, entscheidet man sich auf der Hauptversammlung gerne für einen Aktiensplit. Dabei wird das investierte Kapital quasi auf mehrere Aktien verteilt. Der Kurs wird in einem bestimmten Verhältnis aufgespalten. Typisch sind 1:2, 1:3 und 1:4.

Bei diesem Vorgang werden die historischen Aktien gelöscht und in neue verwandelt. Die Aktionäre bekommen diese Anteile exakt im selben Verhältnis zu ihrem Kapital. Hat jemand in eine Aktie zu 900 Euro investiert, erhält er nach dem Split mit 1:3 drei Aktien zu jeweils 300 Euro.

Gerade durch die Corona-Pandemie haben 2020/2021 viele Unternehmen der Tech-Branche und im E-Commerce starke Zuwächse erfahren. Allein im Mai/Juni 2021 kam es mit Vollzug im darauffolgenden Juli zur Ankündigung eines der wichtigsten Aktiensplits in der Gaming- und Chipindustrie, dem von Nvidia.

2021 und die Folgejahre könnten weitere solche Vorgänge, z. B. von Tesla, Amazon, Alphabet (Google) und Apple sehen. Der Aktiensplit tut dem Unternehmen grundsätzlich gut, weil er neuen Wind in die Kapitalstruktur bringt. Da die Kurse optisch niedriger sind, investieren neue Anleger in den Konzern. Der Float oder Streubesitz erhöht sich und der Aktienkurs ist auf Dauer stabiler.

Wenn Sie sich die News 2021 ansehen, werden Sie öfters auf mögliche Ankündigungen stoßen. Darin ist ein Datum verzeichnet, bis zu dem alte Aktien in neue verwandelt werden. Hierin können Chancen für die Zukunft liegen, welche Sie sich nicht entgehen lassen sollten.

Broker wie Markets.com helfen Ihnen dabei, rund um die Uhr ein Auge auf die aktuellen Entwicklungen zu haben und sekundengenau in die besten Aktien und CFDs 2021 zu investieren.

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FAQs zu Aktiensplits

Was passiert nach dem Aktiensplit?

Im Prinzip werden alle bestehenden Aktien annulliert und durch neue Aktien mit einem niedrigeren Nennwert ersetzt. Die Aktionäre erhalten neue Aktien entsprechend Ihrer Kapitaleinlage. Bei einem 1:2 Verhältnis wird die Anzahl der Aktien beim Anleger also verdoppelt, während sich das Kapital nicht erhöht.

Wann kommt es zu einem Aktiensplit?

Ein Aktiensplit soll zum Kauf der Anteile anregen und neue Investoren anlocken. Daher entscheiden sich viele Unternehmen dazu, einen stark angestiegenen Kurs zu splitten. Liegt ein Wertpapier bspw. bei einem Kurs von mehr als 3.000 Euro oder Dollar, werden sich nur wenige Anleger zu einem Kauf durchringen: es wird ein Split durchgeführt und der Wert bspw. auf 500 Euro heruntergeschraubt. Nun finden sich mehr Käufer für die jeweilige Aktie.

Was bedeutet ein Aktiensplit 1:3?

Bei einem Aktiensplit 1:3 wird der Kurs der Aktie quasi gedrittelt. Nehmen wir einmal an, dass die Aktie eines Unternehmens derzeit 900 US-Dollar wert ist. Wenn nun ein Aktiensplit durchgeführt und dafür das Split-Verhältnis 1:3 gewählt wird, ist die neue Aktie nur noch 300 US-Dollar wert. Gleichzeitig wird die Anzahl der Aktien verdreifacht. Die Marktkapitalisierung (Kurs x Anzahl der Aktien) bleibt somit dieselbe.

Welche Aktien werden 2021/2022 gesplittet?

Angesichts der stetig steigenden Kurse in der Tech- und E-Commerce-Branche gibt es viele heiße Kandidaten auf einen Aktiensplit. Einen extrem starken Zuwachs hatte so während der Pandemie Amazon erfahren. Die Tendenz ging allerdings seit mehr als 20 Jahren nach oben und kaum ein Kleinanleger kann sich einen einzelnen Anteil für mehr als 3.000 US-Dollar leisten. Auch die Aktie von Tesla hat ihren Wert vervielfacht und es wird häufig darüber diskutiert, ob es hier einen Split geben könnte. Als vermutlich wichtigste Wertteilung von Aktien im Jahr 2021 gilt Nvidias Aktiensplit im Verhältnis 1:4 im Juli.

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