Optionskontrakt

Was ist ein Optionskontrakt? – Grundlagen & Definition

Viele Optionshändler verwenden die Begriffe Optionskontrakt und Option weitgehend synonym. Dabei gibt es feine Unterschiede zwischen diesen Begriffen. Die Option bezeichnet die Struktur des Finanzinstruments, während der Optionskonstrakt lediglich eine einzige Option beschreibt. Im folgenden Beitrag widmen wir uns dem Optionskontrakt, seiner Definition, den Grundlagen und wichtigen Tipps für die Praxis.

Optionskontrakt

Definition vom Optionskontrakt

Ursprünglich stammt der Begriff des Kontrakts aus dem kaufmännischen Bereich. Damit wird ein Vertrag gemeint. Bei einem Optionskontrakt handelt es sich um die individuelle Vereinbarung zwischen zwei unterschiedlichen Parteien: dem Käufer und dem Verkäufer einer Option. Diese kommen zu einer Einigung über den Kauf oder Verkauf eines Basiswerts zu einem in der Zukunft liegenden Zeitpunkt zu einem vorab definierten Preis. Grundsätzlich gibt es zwei Arten des Optionskontrakts:

  • Call Optionen: Verpflichtung zum Kauf des Basiswerts
  • Put Optionen: Verpflichtung zum Verkauf des Basiswerts

Mit diesen Optionen können Optionshändler auf eine bestimmte Entwicklung eines Basiswerts spekulieren. Zugleich eignen sich Optionsverträge auch für das Hedgen des Depots, also die Absicherung der Depotpositionen vor fallenden Kursen.

Der Umfang eines Optionskontrakts:

Optionskontrakte umfassen grundsätzlich 100 Anteile des jeweiligen Basiswerts. Mit einer Option gehen die Verkäufer somit die Verpflichtung ein, 100 Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Da drei Optionen folglich 300 Anteile bedeuten würden, wird dieser Wert als Multiplikator bezeichnet.

Grundlagen der Optionen:

Call Optionen berechtigen den Käufer einer Option, am Fälligkeitstag einen Basiswert zu einem festgelegten Preis vom Verkäufer zu kaufen. Dieser Preis wird auch als Strike Preis oder Ausübungspreis bezeichnet. Wenn der Basiswert steigt, werden die Call Optionen auch wertvoller.

Put Optionen berechtigen den Käufer einer Option, am Fälligkeitstag einen Basiswert zu einem festgelegten Preis an den Verkäufer zu verkaufen. Die Put Optionen steigen im Wert, wenn der Kurs des Basiswerts fällt.

Die Optionsprämie hängt von der Menge des Basiswerts, dem Verfallsdatum und dem Strike Preis ab. Der Käufer zahlt die Prämie an den Verkäufer (Stillhalter) der Option. Die Höhe der Prämie verändert sich kontinuierlich. Angebot und Nachfrage bestimmen die Höhe der Prämie.

Bestandteile des Optionskontrakts

Optionskontrakte bestehen aus verschiedenen Bestandteilen. Zunächst ist der Multiplikator des Optionskontrakts wichtig. Dieser bezeichnet die Menge des Basiswerts pro Kontrakt. In der Regel werden 100 Aktien mit einem Optionskontrakt abgebildet. Allerdings kann diese Zahl auch variieren. Zudem ist das Verfallsdatum von Bedeutung. Dies beschreibt den Zeitpunkt der Fälligkeit eines Optionskontrakts. Der Strike Preis bezeichnet den Ausübungspreis. Wenn dieser unter- oder überschritten wird, kann die Option ausgeübt werden. Zugleich müssen der Basiswert benannt und die Prämie ermittelt werden.

Hebelzertifikate Grafik

Hebelwirkung beim Optionskontrakt

Die Hebelwirkung beim Optionskontrakt ergibt sich aus dem Multiplikator. Der Käufer und Verkäufer der Call Option müssen diese Hebelwirkung berücksichtigen. Denn zum Zeitpunkt der Ausübung der Option müssen diese die hundertfache Menge abnehmen. Dieses Geld muss für die Optionshändler vorhanden sein. Es bedarf somit einer gewissen Liquidität, um die Aktien abzunehmen, obgleich damit auch beträchtliche Gewinne erzielt werden können.

Einfluss der Verkäufer

Der Einfluss der Verkäufer ist bei einem Optionskontrakt begrenzt. Diese sind zum Kauf oder Verkauf (abhängig von der Art der Option) verpflichtet und können nicht beeinflussen, ob die Option ausgeübt wird oder nicht.

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Unterschiedliche Arten der Optionskontrakte

Neben einer grundsätzlichen Unterteilung in Call und Put Option stehen weitere Arten des Optionskontraktes zur Verfügung. Dabei handelt es sich um europäische und amerikanische Optionen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der konkreten individuell-vertraglichen Gestaltung. Während amerikanische Optionen zu jedem Zeitpunkt der Laufzeit ausgeübt werden können, sieht dies bei europäischen Optionen anders aus. Die Käufer können europäische Optionen erst bei Fälligkeit ausüben, vorher ist lediglich das Glattstellen am Markt zu den üblichen Preisen möglich.

Tipps für den praktischen Umgang

Optionshändler sollten verschiedene Tipps in der Praxis befolgen, um mit Optionskontrakten erfolgreich zu handeln.

Zunächst ist ein Blick auf die Größe des Kontrakts wichtig. Zwar sind 100 Anteile des Basiswerts pro Optionskontrakt gängig. Dennoch gibt es hier Unterschiede. Bei britischen Aktien werden häufig 1000 Anteile pro Optionskontrakt gehandelt, bei italienischen Werten liegt die Anzahl zwischen 500 und 1000 Anteilen. Folglich sollten sich Optionshändler immer umfassend informieren, sodass sie genau wissen, welche Verpflichtungen sie eingehen.

Optionskontrakte aus verschiedenen Ländern lassen sich unterschiedlich handeln
Optionskontrakte aus verschiedenen Ländern lassen sich unterschiedlich handeln.

Der Strike Preis bezieht sich jedoch nicht auf die gesamte Größe des Kontrakts. Vielmehr bildet dieser nur einen einzigen Anteil ab. Um das Gesamtvolumen eines Optionskontrakt zu berechnen, muss man dann die Kontraktgröße mit dem Strike Preis multiplizieren. Daraus ergibt sich das Volumen des gesamten Kontrakts, das möglicherweise bezahlt werden muss.

Zugleich müssen Optionshändler immer darauf achten, ob sie mit europäischen oder amerikanischen Optionen handeln. Denn damit variieren die Möglichkeiten der frühzeitigen Ausübung. Dies gilt übrigens für beide Seiten des Optionskontraktes. Sowohl für die Verkäufer als auch die Käufer einer Option ist es entscheidend, ob es sich um amerikanische oder europäische Optionen handelt.

Fazit

Ein Optionskontrakt beschreibt den Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer einer Option. Dieser beinhaltet den Multiplikator, die Laufzeit, den Basiswert und den Strike Preis. Verkäufer und Käufer eines Optionskontrakts sollten die Kontraktgröße, das Volumen und die Art der Optionen berücksichtigen, um diese gezielt in der Praxis einzusetzen.

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