Signalsystem für den DAX: Erklärung des Gebert Indikators

Investoren, die ihr Geld in Wertpapiere an der Börse anlegen, haben in der Regel den Wunsch, mit geringem Aufwand hohe oder regelmäßige Gewinne zu erwirtschaften. Damit wäre der Weg zur finanziellen Unabhängigkeit geebnet. Dass dies tatsächlich möglich ist, zeigt der Gebert Indikator. Worum es sich hierbei genau handelt, ob der Gebert Indikator Erfahrung voraussetzt und wie er funktioniert zeigt der folgende Artikel.

Mann vor einer Leinwand sitzend auf der ein Chart mit einem roten, steigenden Pfeil abgebildet wird

Was ist der Gebert Indikator?

Beim Gebert Indikator handelt es sich um eine Strategie, die der Physiker Thomas Gebert bereits in den frühen 1990er Jahren als sogenannten „Börsenindikator Deutschland“ entwickelte. Mit seinem Indikator verfolgte er das Ziel, den Deutschen Aktienindex (DAX) durch geschicktes Timing mithilfe von fundamentalen Indikatoren zu überragen.

Dafür wertete er Zeitreihen mit unterschiedlichen Wirtschaftsdaten computergestützt aus. Dabei war es wichtig zu erkennen, welche Daten als Ein- und Ausstiegssignale, d.h. Kauf- und Verkaufssignale, geeignet sind. Infolge dieser Analyse identifizierte er vier Datenreihen, die bei der Generation von DAX-Signalen äußerst zuverlässig sind – dazu später mehr.

Die Börsenstrategie war in den vergangenen Jahrzehnten sehr erfolgreich. Sie hat es nicht nur geschafft die DAX-Entwicklung treffsicher vorherzusagen, sondern auch mit minimalem Aufwand und geringem Risiko sowohl den Aktienmarkt als auch alle Fondsmanager zu übertreffen. Das System konnte so in der Vergangenheit Renditen von rund 13 Prozent erzielen.

Portrait von Thomas Gebert

Gebert Indikator Historie

Mithilfe der vier identifizierten Kriterien hat es der Gebert Indikator geschafft den DAX langfristig zu schlagen. Zwischen 1996 und 2018 hat er eine Rendite in Höhe von über 3.000 Prozent erzielt. Das ist eine Steigerung von 2.254 auf 72.000 Punkte. Dagegen hat es der Deutsche Aktienindex lediglich von 2.254 Punkten auf 13.000 Punkte geschafft – das sind rund 500 Prozent. Die jährliche Rendite des Gebert Indikators liegt demnach bei circa 17 Prozent.

Allein in den vergangenen Jahren brachte das System ein Plus von mehr als 136 Prozent, was knapp 19 Prozent pro Jahr sind. Aufgrund des Zinseszinses ist das Geldwachstum in diesem Bereich sehr stark. Ein Anleger der 10.000 Euro investiert, könnte so sein Vermögen innerhalb von 10 Jahren auf mehr als 55.000 Euro vermehren. Mit einem DAX-Zertifikat beispielsweise wäre das kaum möglich.

Demnach lohnt es sich den Gebert Indikator zu nutzen. Investiert wird nämlich in Index-Zertifikate, sobald die „Börsenampel“ grün zeigt. Bei Rot werden sie wieder verkauft. Im Zeitraum zwischen 1993 bis 2020 hat die Gebert Strategie eine Rendite von über 2.900 Prozent erzielt, während sie beim DAX bei nur knapp 700 Prozent lag.

Wertentwicklung des Gebert Indikators im Vergleich zum DAX

Hätte ein Anleger Anfang 1993 einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro investiert, wäre sein Vermögen mit dem Gebert Indikator 2020 bei rund 30.000 Euro, während es mit dem DAX etwa 8.000 Euro wäre.

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Interpretation: Wie funktioniert der Gebert Indikator?

Thomas Gebert hat sich bei seiner Arbeit sowohl auf daten der technischen Analyse als auch auf Fundamentaldaten konzentriert und verschiedene relevante Kriterien identifiziert, die nachfolgend genauer beleuchtet werden. Zudem gehen wir näher darauf ein, wie der Gebert Indikator berechnet wird.

Bestandteile des Gebert Indikators

Wie bereits erwähnt analysierte Gebert die Daten und identifizierte so vier zuverlässige Datenreihen – darunter ein saisonales Kriterium und drei fundamentale Kriterien:

  • Inflation
  • Euro-Dollar-Kurs
  • Leitzins
  • Saisonalität

Die Inflation gehört zu den Daten der fundamentalen Analyse. Laut Gebert können Anleger durch die Anpassung eines Portfolios nach der Inflationsentwicklung Überrenditen generieren. Dabei wird der Inflationsfaktor monatlich festgestellt und mit dem Wert des Vorjahresmonats verglichen.

Wort Inflation auf eine Tafel geschrieben

Ist die Inflation im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, deutet dies auf einen günstigen Aktienmarkt hin. In diesem Fall wird ein Pluspunkt bzw. ein Kaufsignal erzeugt. Eine höhere Inflation hingegen ist ein Hinweis auf einen teuren Aktienmarkt und erzeugt ein Minuspunkt bzw. ein Verkaufssignal.

Der Kurs zwischen Euro und Dollar spielt laut Gebert ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Generierung von Kauf- bzw. Verkaufssignalen. Demnach generieren Anleger ein Verkaufssignal, wenn Euro-Dollar-Kurs im Vergleich zum Vorjahresmonat einen höheren Wert hat. Ist der Euro-Dollar-Kurs hingegen niedriger kommt es zu einem Kaufsignal.

Die Entwicklung der Leitzinsen liegt in der Verantwortlichkeit der Europäischen Zentralbank. Indem die Zentral- und Notenbanken ihre Zinssätze festlegen, können sie die Zinsverhältnisse am Geldmarkt beeinflussen. Kommt es zu einer Senkung des Leitzinses, bedeutet dies ein Kaufsignal – bei einer Erhöhung hingegen zu einem Verkaufssignal.

Gebäude der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main

Die Saisonalität ist recht einfach – wenn auch nicht logisch: In den Sommermonaten (das heißt zwischen Mai bis Oktober) tendieren Aktien schwächer als in den Wintermonaten. Bei der Saisonalität handelt es sich um einen wiederkehrenden Effekt, der nicht unbegründet ist.

Investmentfonds wollen eine gute Jahresperformance ausweisen und treiben damit die Aktienkurse an. Zudem kommt es zum Jahreswechsel häufig auch zu Ausschüttungen, wodurch Zinserträge aus Anleihen zum Teil in den Aktienmarkt gelangen. Und auch die Stimmung vor dem Feiertagen (Weihnachten und Neujahr) sorgt in der Regel für mehr Investitionen auf dem Aktienmarkt. Diese saisonalen Muster können Anleger für sich nutzen.

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Wie wird der Gebert Indikator berechnet?

Der Gebert Indikator basiert also auf vier Kriterien – Inflation, Euro-Dollar-Kurs, Leitzins und Saisonalität. Diese werden in einer Entscheidungsmatrix zusammengetragen und liefern ein Anlageergebnis, das entweder eine Investition oder einen Verkauf der Aktien empfiehlt.

Dabei wird jedes dieser Kriterien mit Punkten versehen – 0 oder 1. Gibt eines der Kriterien ein Kaufsignal erhält diese einen Pluspunkt (+1). Wird hingegen ein Verkaufssignal generiert, erhält das Kriterium keinen Punkt. Insgesamt kann der Gebert Indikator also einen Wert zwischen null und vier Punkten annehmen.

Zwei Männer schauen auf ein Notizbuch, daneben steht ein großer Monitor und ein Laptop mit Charts darauf

Um die Kriterien zu bewerten, können sich Anleger diese Fragen stellen:

Kriterium:
Frage:
punkte:
Inflation
Ist die Inflationsrate geringer als vor einem Jahr?
Ja: 1
Nein: 0
Euro-Dollar-Kurs
Steht der Dollar höher als vor einem Jahr?
Ja: 1
Nein: 0
Leitzins
Wurde der Leitzins gesenkt?
Ja: 1
Nein: 0
Saisonalität
Befinden wir uns zwischen Oktober und Mai?
Ja: 1
Nein: 0

Ein hoher Wert von drei oder vier Punkten lässt auf steigende Kurse schließen. Daher wird ein Kaufsignal generiert. Geringe Werte – also 0 oder 1 – sind ein Hinweis auf fallende Kurse und erzeugen somit ein Verkaufssignal. Ein Gesamtwert von 2 Punkten signalisiert ein „Halten“-Signal.

Basierend auf diesen Faktoren lässt sich eine sogenannte Börsenampel ableiten. Diese kann entweder auf Grün oder auf Rot stehen – ein gelbes Licht gibt es hier nicht. Bei niedrigen Werten steht die Ampel auf Rot, was ein Verkaufssignal bedeutet. Erst ab zwei Punkten schaltet die Ampel auf Grün.

Zwei Ampeln, wobei eine rotes Licht und die andere grünes Licht zeigt

Gebert Indikators und weitere Services

Die Gebert Strategie erzielte seit Entwicklung herausragende Ergebnisse an der Börse. Doch nicht nur der Indikator selbst ist erfolgversprechend. Das Angebot ist viel weitreichender. So gibt es beispielsweise ein Zertifikat auf den Börsenindikator sowie einen Börsenbrief. Beides nehmen wir im Folgenden genauer unter die Lupe.

Gebert Indikator Zertifikat

Die ursprüngliche Idee war es, den Punktestand des Gebert Indikators am Ende eines jeden Monats zu prüfen und das entsprechende Signal am ersten Börsentag des folgenden Monats umzusetzen. Das änderte sich im Jahr 2006, als die Einführung des Zertifikats auf den Gebert Börsenindikator durch Merrill Lynch folgte. Daraufhin wurde der Indikator jeden Freitag geprüft.

Nach 10 Jahren auf dem Markt hat sich das Gebert Indikator Zertifikat allerdings aus dem Privatkundengeschäft zurückgezogen und wurde 2016 vom Markt genommen. Inzwischen gibt es allerdings ein neues Zertifikat des Gebert Indikators von Morgan Stanley.

Wertentwicklung des Gebert Indikator Zertifikats

Hier einige wichtige Details zum Gebert Indikator:

Emittent
ALPHABETA ACCESS PRODUCTS LTD
ISIN
DE000DA0AB14
WKN
DA0AB1
Währung
Euro

Mit dem Zertifikat investieren Anleger in den Gebert Indikator Index. Dieser Index umfasst die 10 stärksten Aktien der 100 größten deutschen Unternehmen – darunter die Commerzbank, Hugo Boss AG sowie die Carl Zeiss Meditec AG.

Übersicht über die im Gebert Indikator Index enthaltenen Werte

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Gebert Börsenbrief

Neben dem Gebert Indikator Index Zertifikat von Morgan Stanley gibt es auch einen Börsenbrief von Thomas Gebert mit dem Namen GebertBrief. Darin informieren Thomas Gebert und ein weiterer Redakteur – Stefan Sommer – ihre Leser wöchentlich per E-Mail über den aktuellen Stand des Börsenindikators.

Sie zeigen, wie der Gebert Indikator die Entwicklung des DAX prognostiziert, wie viel Rendite im Index steckt und wie Anleger ihre Performance mithilfe der sogenannten 16-Wochen-Strategie steigern können. Die Webseite stellt Interessenten sogar eine kostenlose Leseprobe online zur Verfügung.

Wertentwicklung mit der 16-Wochen-Strategie im Vergleich zum DAX

Der GebertBrief erlaubt es Investoren mit geringem Aufwand sowie Risiko, extreme Überrenditen zu erzielen. Er eignet sich besonders für den konservativen Anlagetyp und einen langfristigen Anlagehorizont.

Dabei erhalten Abonnenten jede Woche einen Report wie auch ergänzende Updates zu Empfehlungen und Transaktionen. Dazu kommen wertvolle Anlagetipps und detaillierte Marktanalysen. Der Börsenbrief gibt darüber hinaus einen Einblick in das Musterdepot, bietet einen Online-Zugang zum Ausgabenarchiv und seit neuestem auch eine aktuelle Kurzfristanalyse.

Das Jahresabo ist mit Kosten in Höhe von 494 Euro verbunden. Es hat eine Laufzeit von 12 Monaten und die Kündigungsfrist beträgt vier Wochen. Wird das Abonnement nicht fristgerecht gekündigt, verlängert es sich automatisch um einen Monat zu einem Preis von 46 Euro. Die Kündigung kann schriftlich entweder per E-Mail, Fax oder per Post eingereicht werden.

Gebert Indikator Börsenbrief GebertBrief

Der Börsenbrief ist in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt verfügbar. Dazu gehören nicht nur Deutschland, Österreich und die Schweiz, sondern auch diverse europäische Länder wie zum Beispiel Frankreich, Estland, Italien, Polen und Großbritannien. Aber auch in Staaten außerhalb Europas ist der GebertBrief erhältlich. Unter anderem in Australien, Brasilien, Mexico, China, Japan, Thailand, Südafrika und den USA.

Vorteile und Nachteile: Gebert Indikator auf dem Prüfstand

Die Vorteile des Gebert Indikators dürften inzwischen ziemlich klar sein: Er beherbergt ein geringes Risiko und beschert seinen Nutzern mit kleinem Aufwand große Renditen. So hat der Indikator zwischen 1993 und 2020 eine Rendite von knapp 3.000 Prozent erzielt, was etwa 19 Prozent pro Jahr sind. Die Treffsicherheit ist entsprechend sehr hoch.

Gleichzeitig sollten Anwender allerdings auch kritische Faktoren nicht außer Acht lassen. Darunter zählt zum Beispiel, dass das System eher für einen langfristigen Anlagehorizont ausgelegt ist. Zwischen den Signalen liegen somit nicht selten Zeiträume von mehreren Jahren. Das bedeutet Investoren benötigen Disziplin und Geduld.

Gebert Indikator als langfristige Geldanlage

Außerdem werden alle Berechnungen ohne Berücksichtigung von Gebühren und Steuern durchgeführt, wodurch die tatsächlichen Ergebnisse Abweichungen aufweisen können. Zu guter Letzt hat sich die Geldpolitik seit der Finanzmarktkrise weltweit verändert. Entsprechend kann es sein, dass eine andere Bedeutung des Euro-Dollar-Kurses oder eine sehr lockere Geldpolitik in Zukunft den Gebert Indikator beeinflussen.

Fazit: Hohe Renditechancen mit geringem Risiko

Der Gebert Indikator wurde in den frühen 1990er Jahren von Thomas Gebert entwickelt und zählt heute zu den bekanntesten Indikatoren in Deutschland. Er ist einfach in der Anwendung, bringt ein geringes Risiko mit sich und hat dennoch eine sehr hohe Treffsicherheit. Damit hat er den DAX in den vergangenen Jahren deutlich übertroffen.

Der Indikator hat vier grundlegende Bestandteile oder auch Kriterien, die helfen den DAX vorherzusagen. Dabei handelt es sich um die Inflation, den Euro-Dollar-Kurs, den Leitzins sowie die Saisonalität. Er ist besonders für einen langfristigen Anlagehorizont geeignet. Doch mit ein bisschen Disziplin und Geduld wäre das Vermögen von Anlegern, die im Jahr 1993 einen Betrag von 1.000 Euro investiert haben, auf rund 30.000 Euro gewachsen. Beim DAX wären es hingegen lediglich knapp 8.000 Euro gewesen.

(Risikohinweis: 81,40% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

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Zuletzt geupdated am 22/03/2022 von Andre Witzel

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