Trading legal

Ist Online Trading legal oder nicht? – Sicherheit & Regulierung erklärt

Online Trading kam in den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts auf und wurde durch die Verbreitung von Internet sowie Computern möglich. Gleichwohl haben private Akteure keinen direkten Zugang zu den Finanzmärkten, sondern sind auf Broker respektive Handelsbanken angewiesen. Ist online Trading legal, ist eine oft gestellte Frage in diesem Kontext, weiterer Erklärungsbedarf besteht hinsichtlich Sicherheit und Regulierung.

Online Trading legal oder nicht?

Immer mehr Menschen nutzen das online Trading mittlerweile, um die persönliche Finanzsituation zu verbessern. Haupt-Auslöser waren die dauerhaft niedrigen Zinsen respektive Negativzinsen in der westlichen Welt, vor allem in der EU und BRD. Klassische Bankeinlagen resultieren mittlerweile in Vermögensschwund und eignen sich nicht mehr zum Aufbau von privatem Vermögen.

Ein weiterer Grund besteht in der schwindenden Zuverlässigkeit der gesetzlichen Rente. Wer nicht zum Lebensabend in die Altersarmut fallen will, muss neue Wege gehen – online Trading ist einer davon. Millionen von Deutschen sind mittlerweile im online Trading engagiert, weil es sich dabei um eine legale Art der Geldvermehrung handelt. Bei den meisten Akteuren handelt es sich um Anleger mit Depot, die in Aktien, Fonds oder ETFs investiert sind. Eine zunehmend große Gruppe handelt allerdings aktiv mit Währungspaaren, Differenzkontrakten und Ähnlichem .

Online Trading ist ein legales Geschäft, welches vom Staat nicht mit Gesetzen eingeschränkt wird. Umstritten sind jedoch bestimmte Formen des Handels. Vor allem das Daytrading wird permanent von der Mainstreampresse in ein schlechtes Licht gerückt.

Mann im Anzug mit Dokumenten in der Hand und Blick auf einen großen Monitor gerichtet, auf dem mehrere Charts und Diagramme zu sehen sind.

Warum wird der Begriff Daytrading so negativ besetzt?

Beim Daytrading werden Positionen am gleichen Tag eröffnet und geschlossen. Die sogenannten Experten sehen darin gefährliche Spekulation und meinen, Daytrader vor sich selbst schützen zu müssen. Bei objektiver Betrachtung erscheint der Tageshandel jedoch sicherer als andere Vorgehensweisen, weil keine oder nur sehr kurzfristige Prognosen involviert sind. In der Tat ist es leichter, Kursverläufe innerhalb von Minuten vorherzusagen als über Tage, Wochen oder Monate.

Geübte Daytrader sind daher erfolgreicher als ihre Kollegen und dieser Fakt sorgt in der Szene für Ärger. Obgleich Tageshändler und Scalping Akteure in gewissen Kreisen nicht gerne gesehen sind, gibt es keine diesbezüglichen Verbote. Daytrading ist seit dem Jahr 1998 in der BRD legal, bereits 2 Jahre vorher erlaubten die US-Amerikaner den Tageshandel, allerdings mit einigen Einschränkungen. Aus mir unbekanntem Grund müssen amerikanische Tageshändler auf bestimmte Assets verzichten, beim Aktienhandel eine Mindestsumme vorhalten und Einschränkungen seitens der Häufigkeit des Handelns hinnehmen.

Esma-Logo

Die Politik in der Eurozone geht beim online Trading einen anderen Weg. Alles ist erlaubt, vieles aber mit schwer zu akzeptierenden Regeln versehen. Jedes Land der Eurozone hat seine eigene Finanzaufsicht, aber seit einigen Jahren gibt es eine Oberaufsicht, ESMA genannt. Diese konstruiert Regeln, die viele online Trader ins Ausland treiben.

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Online Trading mit eingeschränkten Hebeln

Im Ausland kann ein Trader mit 1.000 Euro oder Dollar ein tragfähiges Handelsgeschäft aufbauen, weil er sein Kapital mit Hebeln von 500:1 und mehr vervielfachen darf. In der Eurozone sind seit 2019 nur noch Hebel von maximal 30:1 erlaubt. Entweder reicht das Kapital nicht zum Eröffnen sinnvoller Positionen oder die Gewinne reichen nicht für ein eigenständiges Leben.

Dazu ein Beispiel aus dem Devisenhandel:

  • Wird ein Währungspaar mittels einem Standardlot (100.000 Währungseinheiten) gehandelt, resultiert jeder Pips in 10 Dollar oder Euro Gewinn
  • Das Lot kann bei einem ausländischen Broker mit 500er Hebel für eine Margin von 200 Euro netto genutzt werden
  • Bei einem Broker mit Hauptsitz in der EU sind aufgrund des niedrigen Hebels von 30:1 genau 3.333 Euro netto fällig

Sie erkennen vielleicht, worauf die Regeln hinauslaufen. Aus meiner Sicht sollen sie Privatleute vom online Trading abhalten, ohne dass es zu einem Verbot seitens der Regierenden kommt. Ungeachtet aller medialen Seitenhiebe auf den Handel mit Vermögenswerten muss jedoch festgestellt werden, dass online Trading legal ist und von jedem Interessenten in Erwägung gezogen werden kann, sofern er volljährig ist.

Broker Regulierung
Broker Regulierung

Wie sieht es mit Sicherheit und Regulierung aus?

Wie bereits erwähnt, benötigen Sie für das online Trading einen Brokerage-Anbieter, welcher die Verbindung zwischen Ihnen und den Märkten gewährleistet. Der Broker stellt Ihnen auf seiner Plattform diverse Vermögenswerte für das Trading in Option und verdient an Ihren Aktionen über Spread oder Provision. Jeder Broker benötigt für sein Geschäft eine Lizenz, welche ihm von der nationalen Aufsichtsbehörde an seinem Hauptsitz erteilt wird. Für die Lizenzierung muss der Broker absolute Zuverlässigkeit unter Beweis stellen und den Regeln der Aufsicht folgen. 

Finanzmarktaufsichten sind in der Regel um die Sicherheit der Kundengelder besorgt und haben dafür ein mittlerweile bewährtes System etabliert. Broker verwalten die Kundengelder nicht selbst, sondern verwahren diese auf vom Unternehmensvermögen getrennten Konten bei einer regulierten Bank. Ein Broker hat also mit Ihren Kontoeinlagen nur insoweit zu tun, als dass er diese, von Ihren Transaktionen bereinigt, auf der Handelsplattform darstellt. Wenn Sie eine Auszahlung beantragen, prüft der Broker diese auf ihre Richtigkeit und leitet sie anschließend an seine Partnerbank weiter.

etoro Sicherheit
Beispiel einer guten Broker Regulierung anhand von eToro

Diese Partnerbank ist für die Regulierung einige Verpflichtungen eingegangen, unter anderem muss sie den Schutz der Einlagen gewährleisten. In der Eurozone funktioniert der Schutz aufgrund von gesetzlichem Zwang, im Ausland meist auf freiwilliger Basis. Die Regulierungsanforderungen sind übrigens weltweit auf einheitlichem Niveau. Das bedeutet für Sie, ein Broker aus Neuseeland bietet Ihnen die gleiche Sicherheit wie ein Anbieter aus der Eurozone.

Unterschiede sind lediglich im ideologischen Bereich feststellbar. Hier schlagen die Aufsichten der Eurozone auf Druck der ESMA hin und wieder über die Stränge und implizieren weltfremde Regeln. Dank des Internets sind Sie jedoch ungebunden und können jederzeit zu einem ausländischen Broker wechseln. Die Broker im EU-Ausland nutzen natürlich die regulatorischen Mängel in der Eurozone und ermöglichen leichten Wechsel zu ihnen, unter anderem mit mehrsprachigem Kundendienst und unschlagbaren Konditionen.

Viele international aktive Broker verfügen über Niederlassungen in der Eurozone, bevorzugt auf der Insel Zypern. Hierbei gilt es zu beachten, dass die Dependancen den Vorgaben der nationalen Aufsichten respektive den Regeln der ESMA unterliegen. Das bedeutet für Sie keinerlei Verbesserung hinsichtlich der Hebelkraft. Wenn Sie von einem ausländischen Broker profitieren möchten, erfordert dies die Anmeldung am Hauptsitz oder bei einer Niederlassung in einem außereuropäischen Land. Denken Sie stets daran: Online Trading ist weltweit legal, aber die Regeln unterscheiden sich.

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

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