Daytrader in Deutschland

Wie viele Daytrader gibt es in Deutschland? (Aktuelle Zahlen)

Im nachfolgenden Beitrag gehen wir der Frage nach, wie viele Daytrader es in der BRD eigentlich gibt. Sehen Sie selbst, wie schwer eine wirklich weiterführende Antwort zu finden ist und erfahren Sie, warum in den heimischen Medien der Begriff Daytrading weitestgehend negativ besetzt ist. 

Wie viele Leute traden in Deutschland?

Wenn Sie diese Frage in Ihre Suchmaschine eingeben, erhalten Sie so gut wie keine zuverlässigen Zahlen, da für aber jede Menge Propaganda gegen den Tageshandel. Dass es keine verbindlichen Zahlen geben kann, ist der Tatsache geschuldet, das der typische Daytrader ein unabhängiges Wesen ohne Organisation und Lobby ist. Daytrader leben ohne Verband, der ihre Interessen schützt und wahrnimmt, daher kann die Mainstreampresse ungestraft auf ihnen herumhacken. Politisch korrekt schreibende Autoren „wissen“ übrigens mehr über Daytrader als diese selbst. So konnte ich beispielsweise einem Zeitgeistforum entnehmen, dass die meisten Daytrader ehemalige Banker oder freigestellte Börsenmakler wären.

Denkbar ist schon, dass der eine oder andere rausrationalisierte Bankmitarbeiter seine während der Arbeit erworbenen Kenntnisse in der Selbstständigkeit nutzt. Davon jedoch abzuleiten, dass es sich bei Daytradern um professionelle Zocker aus der Finanzbranche handelt, ist entweder grob fahrlässig oder aber gezielter Rufmord. 

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Aus eigenen Erhebungen weiß ich, dass zumindest die Daytrader in meinem Umfeld zu 99 % Privatleute ohne Vorkenntnisse sind. Diese klammern sich geradezu an das Daytrading, weil ihnen die verheerende Geldpolitik der EZB jede Möglichkeit raubt, etwas sinnvolles für die private Altersvorsorge zu tun. Offizielle Zahlen gibt es des Weiteren nur von Webseiten wie beispielsweise Wikipedia, allerdings geben diese, erheblichen Anlass zu Zweifeln an der Richtigkeit. Wikipedia gibt nur Zahlen des deutschen CFD-Verbands wieder. Demnach gab es im Jahr 2020 etwa 140.000 Handelskonten, wovon eine große Anzahl als Zweit- oder Drittkonten eingestuft wird.

Der Wiki-Autor kommt somit zu der Annahme, dass es aktuell circa 60.000 aktiv tradende Marktteilnehmer in der BRD geben dürfte. Mir erscheint diese Zahl bei einer Bevölkerung von mehr als 80 Millionen entschieden zu niedrig. Zu bedenken ist außerdem:

  • Bei Weitem nicht jeder Daytrader handelt bei einem heimischen Broker
  • Differenzkontrakte sind zwar in das Daytrading involviert, aber nicht ausschließlich

Im Übrigen ist der Wikipedia-Artikel bemüht, die Zahl der Trader in Deutschland nicht weiter wachsen zu lassen. Direkt nach den wenigen Zahlen wird mit zweifelhaften Argumenten versucht, potenzielle Einsteiger von ihrem Vorhaben abzuhalten. Dies gipfelt sogar darin, dass Trader als zweitklassige Anleger dargestellt werden, welche Letzteren die schwer verdiente Butter vom Brot nehmen wollen.

Systemkonform formuliert, haben Zeitgeister wie Daytrader wenig Aussichten auf Erfolg und geben ihr Ansinnen meist nach wenigen Monaten wieder auf. Dann wird noch darüber hergezogen, wie einfach jemand heutzutage ins Daytrading einsteigen kann. Wie gewohnt, moduliert Wikipedia mit einseitigen Informationen ein Bild für politisch korrekt oder betreut denkende Leser. So ist beispielsweise davon die Rede, dass ein Daytrader seine Karriere mit wenigen Hundert Euro starten kann. Unterschlagen wird aber die viele Mühe und Zeit, bis das Daytrading halbwegs profitabel erscheint.

Merke!

Eindeutige Vorteile wie Trading überall und zu jeder Zeit werden mit der völligen Einsamkeit des Daytraders entkräftet. Mich wundert es wenig, dass 9 von 10 Lesern nach dieser Lektüre jegliche Begeisterungen für das Daytrading verlieren. Ungeachtet dessen sind die Wiki-Informationen einfach nicht vollständig. Dazu aber später mehr.

Wie viele Daytrader verlieren Geld?

Wenn Sie diese Frage in Ihre Suchmaschine eingeben, erhalten Sie zwar Ergebnisse, diese aber in einer verwirrenden Vielfalt. Manche Seiten behaupten, dass 99 % aller Daytrader in den ersten Monaten ihre Handelskonten terminieren. Andere legen sich auf 90 % fest und nur wenige meinen, dass rund 80 % der Trader ihr Geld verlieren. Derartige Zahlen sind für mich nicht aussagefähig und für die Verfasser wahrscheinlich nur Mittel zum Zweck. Aus meiner Sicht wird damit bezweckt, so viele Interessenten wie möglich vom Daytrading abzuschrecken.

Es müsste genauer untersucht werden, mit welchen Assets und Ansätzen die betroffenen Daytrader ihr Geld verlieren. Meinen Erfahrungen entsprechend gibt es verschiedene Gründe für die negative Entwicklung vieler Trading-Accounts:

Mangelnde Ausbildung

Jeder Daytrader sollte den von ihm gehandelten Vermögenswert im Detail verstehen. Ausreichendes Verständnis wird selten durch das Lesen entsprechender Artikel erreicht, weil diese in der Regel von Journalisten ohne Trading-Erfahrung verfasst werden. Vorteilhafter ist eine fundierte Ausbildung, die auf Expertise beruht und nicht auf Ideologien. Leider ist diese Ausbildung nicht bei jedem Broker verfügbar.

Weiterbildungsmöglichkeiten Investing.com

Zu wenig im Demokonto üben

Insbesondere Neueinsteiger können es nicht erwarten, endlich vom Demomodus in den Live-Account zu wechseln. Dieses Verlangen kommt bereits auf, sobald die Grundzüge des Daytradings und des Vermögenswerts verstanden worden sind. Die wichtigsten Details werden nur durch ständiges Üben mit virtuellem Geld risikofrei verinnerlicht. Wer zu früh vom Demokonto auf den Live-Account umsteigt, bricht gewissermaßen seine Ausbildung vorzeitig ab.

Für das falsche Asset entscheiden

Viele Anfänger bewerten Vermögenswerte ausschließlich nach deren Volatilität und entscheiden sich für das Asset mit den größten Schwankungen. Es muss meiner Ansicht entsprechend jedoch verstanden werden, wieso diese Volatilität zustande kommt und wer sie auslöst. Ohne grundlegendes Markt-Verständnis wird jedes Asset zur Gefahr für den Trader.

Nicht die passende Strategie gewählt

Jeder Daytrader muss die zu ihm passende Vorgehensweise finden, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Erstaunlich ist für mich, dass sich viele Akteure für das klassische Daytrading entscheiden, obwohl es weitaus gefährlicher ist als ein Scalping Ansatz.

Meinen Erfahrungen zufolge hat Scalping etwas mit richtiger Arbeit zu tun, und wird deswegen gerne gemieden. Bei den meisten Daytradern herrscht immer noch der Irrglaube vor, dass sich der Handel weitgehend von selbst erledigt. Morgens eine technische Analyse, dann eine entsprechende Order und abends die Gewinne einsammeln. Mit dieser Vorstellung ist es kein Wunder, dass so viele Anfänger nach wenigen Wochen die Fahnen einholen und aufgeben.

Ungeachtet dessen, muss jeder Daytrader die zu ihm passende Strategie finden und konsequent daran festhalten – in guten wie in schlechten Zeiten.

Mein Tipp: Beste Alternative für das Daytrading & niedrigste Gebühren

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  • Nur 20€ Mindesteinzahlung (PayPal, Kreditkarten & mehr)
  • Perfekte Trading Software für Trader
  • Schnelle Ausführung ohne Slippage
  • Meine Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Fehler bei der Auswahl des Brokers

Bei der Wahl des Brokerage-Anbieters stehen für die meisten Interessenten diese Punkte oben auf der Agenda:

  • Bestmögliche Regulierung, wobei Aufsichtsbehörden innerhalb der EU als besonders vertrauenswürdig eingestuft werden
  • Sicherheit der Einlagen, wenn möglich durch verpflichtende Gesetze

Eigenartigerweise kümmert sich niemand um die Hebelkraft, obwohl so gut wie jeder Daytrader auf maximale Hebel angewiesen ist.  Würde der Hebelkraft ein gebührender Stellenwert eingeräumt, müssten sich die meisten Daytrader für einen ausländischen Broker entscheiden. Denn nur diese stellen Hebel von 500:1 und mehr zur Verfügung, während ihre Mitbewerber aus der Eurozone nur maximal 30:1 anbieten. 

Hebelzertifikate Grafik

Auch die Weiterbildung-Möglichkeiten werden von vielen Leuten bei der Brokerauswahl vernachlässigt. Es ergibt für Daytrader keinen Sinn, eine ideologie-belastete Ausbildung zu absolvieren, die hohe Hebel verteufelt und Daytrading an sich als Glücksspiel definiert. Ausländische Broker gehen meist objektiv an das Thema Hebelkraft heran und erklären leicht verständlich, wie Daytrader effektiv das Verlustrisiko begrenzen können.

Es gibt also viele Möglichkeiten für Daytrader, durch verkehrte Entscheidungen, ihr Geld zu verlieren. Betonen möchte ich abschließend, dass die oben genannten Zahlen verschiedenen Internetseiten entnommen und keineswegs bestätigt sind.

Zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrags:

Wie viele Daytrader gibt es in Deutschland?

Im letzten Abschnitt habe ich Ihnen dargestellt, warum viele angehende Daytrader einen ausländischen Broker zum Partner wählen. Dies liegt unter anderem an:

  • Der objektiven Darstellung der Vor- und Nachteile des Daytrading Ansatzes
  • Der bereits angesprochenen hohen Hebelwirkung, von welcher Anfänger und Profis gleichermaßen profitieren
  • Einem meist facettenreichen Handelsuniversum, welches Trader mit unterschiedlicher Risikobereitschaft anspricht
  • Den zuverlässigen Handelsplattformen, die in jeder Marktphase für schnelle Auftragsabwicklung sorgen
  • Dem kompetenten Kundendienst, welcher oft auch in deutscher Sprache verfügbar ist

Die bei ausländischen Brokern agierenden Daytrader sind in der BRD nirgends gelistet. Das Finanzamt kennt zwar jeden Einzelnen, hat aber keine Ahnung, wie viele es davon insgesamt gibt. Aufgrund der steigenden Attraktivität des Daytradings hierzulande ist davon auszugehen, dass viel mehr als die oben genannten 60.000 Akteure im Tageshandel aktiv sind.

Schauen wir uns gemeinsam die Angaben einiger ausländischer Broker an:

  • RoboForex, ein unter anderem auf Zypern ansässiger Broker, betreut weltweit mehr als 4,5 Millionen Kunden. Vielleicht 10 % aus der BRD?
  • Markets.com ist ein international mehrfach regulierter Broker mit über 5 Millionen Handelskonten.
  • IG betreut rund 200.000 Privatkunden.
  • eToro, ein international aktiver Broker aus Israel, kann sogar auf 20 Millionen Nutzer stolz sein.

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Wie viele Kunden dieser Anbieter in der BRD ansässig sind, ist natürlich nicht zu ermitteln, zudem ist die Auflistung nur beispielhaft und keineswegs vollständig. Gehen wir davon aus, dass weltweit etwa 100.000 Millionen Leute traden und 1 bis 2 % davon aus der BRD stammen, können wir von mindestens 1 Million deutscher Trader ausgehen. Der überwiegende Teil von Ihnen ist, anderen Statistiken entsprechend, im Daytrading aktiv. 

Natürlich kann ich meine Schätzung ebenso wenig belegen wie die Verfasser diverser Webseiten ihre Annahmen. Meiner Ansicht nach sind Zahlen aus einer internationalen Betrachtung aber zuverlässiger, weil es eben viele deutsche Händler zu ausländischen Brokern zieht.

Ich würde sogar die Anzahl der deutschen Daytrader höher einschätzen, weil in der BRD niedrige Löhne, wackelige Rente und negative Zinsen auf Bankeinlagen besonders stark zur Eigeninitiative auffordern. Dazu kommt noch, dass das Vertrauen zu ausländischen Brokern in letzter Zeit enorm gestiegen ist, nicht zuletzt aufgrund der internationalen Regulierungsstandards in Verbindung mit freiwilligen Sicherheitsmaßnahmen.

Fazit

Die Frage nach der Anzahl der Daytrader in der BRD kann nur schätzend beantwortet werden. Die Zahl der Akteure im Tageshandel ist jedoch um ein Vielfaches größer als in einschlägigen Berichten dargestellt wird. Des Weiteren sind die veröffentlichten Zahlen hinsichtlich der verlierenden Trader irreführend und nicht überprüfbar. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere in der BRD das Ansehen der Daytrader unter negativer Berichterstattung leidet. 

Ich selbst bin kein ausgesprochener Fan vom Daytrading, aber meiner Meinung nach, muss jeder Akteur seinen Stil selbst finden und umsetzen. Daher fühle ich mich dazu veranlasst, angehenden Daytradern mit praktischen Tipps zur Seite zu stehen. Einer davon ist: Sucht euch einen guten Broker zum Partner – und den findet ihr nicht zwingend in der Eurozone.

Erfahren Sie mehr zum Thema Daytrading:

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