Copy Trading Betrug: Hilfestellung, Prävention und Tipps bei der Anlage

Social Trading ist ein Trend im Trading, welcher die Karten im Börsenhandel neu mischt. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, Finanzmärkte zu verstehen oder sich mit dem Handel auseinanderzusetzen. Die Arbeit übernehmen nun andere für einen. Geld bezahlten muss man bei diesem Modell – entgegen des Tradings mittels Account Managern oder Fondsmanagern für Social Trading übrigens nicht. Vielmehr stellen Signalgeber ihre Trading Strategien vor und Signalfollower können, müssen jedoch nicht, die Handlungen kopieren. Klingt verlockend? Social Trading kann viel Zeit ersparen. Zugleich bietet es Synergieeffekte: Wissen wird transferiert und einer breiten Menge an Tradern zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig birgt es jedoch Gefahren: Betrug im Social Trading ist nicht selten. Tradier, die sich mit den Finanzmärkten nicht auskennen und blind der Strategie eines Händlers vertrauen, sind einfache Opfer.

Was Sie gegen Copy Trading Betrug tun können und wie Sie sich schützen, erfahren Sie im Folgenden.

SCAM Copy Trading

Was ist Copy Trading?

Copy Trading ist eine Form des Social Tradings, mit welcher es möglich ist, ganze Portfolios von Signalgebern automatisiert oder manuell zu kopieren. Viele Anleger setzen somit auf das Wissens eines einzelnen Anlegers.

Social Trading Betrugsmasche: Wie kommt es zum Betrug?

Das Nachhandeln von echten oder Musterportfolios erfahrener Trader ist seriös und eine Möglichkeit, Trading interaktiver zu machen und den Wissensaustausch zu fördern. Verschiedene Ausprägungen von Social Trading führen zu verschiedenen Handelsaktivitäten und Risikostufen.

In der Theorie können Trades anderer Anleger beobachtet und bei Interesse manuell nachbehandelt werden. Fortschritte im Social Trading bieten jedoch neue Potenziale. So ist es ebenfalls möglich, automatisiert Handelsaktivitäten stets nachzuhandeln – Dies gilt übrigens für den Kauf und Verkauf von Anlagen. Weiterhin bieten Modelle wie Wikifolio die Option, einem Trader nachzuhandeln, indem ein Zertifikat gekauft wird, welches das Portfolio eines Signalgebers spiegelt.

Kriminell wird es erst, wenn der Signalgeber nur vortäuscht zu handeln. Auf einen solchen Betrug hereinzufallen, ist schwer und ist bei seriösen Brokern nicht möglich. Es kann jedoch passieren, dass ein Betrüger eine gesamte Trading Landschaft aufbaut, die es nicht gibt und Signalgeber vortäuscht. In diesem Fall würde der Handel vollständig simuliert werden.

Ein weiterer Fall von Betrug liegt vor, wenn eine Person einem vorschlägt, das Musterportfolio mit einem zu teilen und Insights zu gewähren. Solche Betrüger agieren meist in Form von Coaches und bedienen sich dem Modell des Social Tradings um ihr Angebot seriöser erscheinen zu lassen. Telefonanrufe, Spam E-Mails und private Beratungsstunden zählen zum Betrug. Der Handel findet über eine Plattform statt, die nur simuliert ist. Die Gelder werden direkt auf das Konto des Betrügers überwiesen. Bezahlt werden sie somit entweder in Form von Beratungsleistungen für Tätigkeiten, die nicht fundiert sind oder sie verzichten gänzlich auf eine Bezahlung und möchten nur dafür sorgen, dass auch Sie am Erfolg teilhaben können und reich werden. Ein solches Interesse kann natürlich niemals seriös sein.

Bei CopyTrading Betrug handelt es sich somit um eine Form des Anlagebetrugs, bei welchem sich vermeintliche Signalgeber am Geld von Dritten durch Täuschung bereichern. Das ist nicht nur Abzocke, sondern auch strafbar, denn das eigene Geld scheint zunächst verloren zu sein.

Merke: Trading Betrug nicht zwingend von Trading Methode abhängig

Social Trading ist grundsätzlich seriös. Nicht die Art des Tradings entscheidet darüber, ob es seriös ist, sondern die Plattform über welche gehandelt wird. Sind Sie Opfer von Social Trading Betrug haben Sie sich entweder bei einem Schein-Broker registriert oder sind auf die Anlageberatung von einem unseriösen Berater hereingefallen. Ist das Geld verloren, sollten sofort verknüpfte Bankkonten gesperrt werden.

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In die Falle getappt? Wie Sie sich gegen Betrüger wehren

Social Trading Betrug äußert sich erst, wenn das Geld verloren ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Signalgeber bereits abgetaucht. Sollte der Social Trader nur online das Portfolio offenbaren, wird dieses nicht mehr vorhanden sein. Hatten Sie sogar persönlich Kontakt mit dem Signalgeber? Dreimal dürfen Sie raten, unter welcher Nummer es keinen Anschluss mehr gibt.

Nun heißt es tief durchatmen: Geld zurückholen, funktioniert nur mit einem klaren Geist. Zunächst ist es wichtig, alle Informationen die vorhanden sind zu notieren. Weiterhin sollten alle Handelsaktivitäten, Einzahlungen und Versuche von Auszahlungen chronologisch aufgeschrieben werden. Dies hilft dabei herauszufinden, ob der gesamte Handel ein Fake war oder nur Bestandteile des Handels.

Liegt Social Trading Betrug vor, gibt es zudem zwei Formen des Betrugs: dem Dienstleistungs- und Handelsbetrug. Lässt der Signalgeber seine Opfer wirklich auf simultanen Plattformen handeln, ist es ein Betrugsfall. Wie sieht es aber aus, wenn die Handelstipps zwar nicht fundiert sind, aber keinen Betrug darstellen, da über eine seriöse Broker Plattform gehandelt wird? In diesem Fall würde der Signalgeber als Dienstleister bezahlt werden, da dieser eine Anlageberatung durchgeführt hat. Diese ist nur strafbar, wenn der Signalgeber nicht die Verifizierung besitzt, Dritte in Anlageentscheidungen zu beraten.

Copy Trading Betrug Scam

Copy Trading Betrug ist somit komplex. Umso wichtiger ist es, Dritte einzuschalten, um gegen den Betrug vorzugehen.

Polizei kontaktieren und Fall melden

Im ersten Schritt sollte die Polizei alarmiert werden. Sie ist die Anlaufstelle, um Betrugsvorfälle zu melden und kann Verfahren aufnehmen. Eine Anzeige bei der Polizei kann sowohl telefonisch als auch vor Ort erfolgen. Wichtig ist, die Eckdaten des Betrugs parat zu haben. Die Polizei kann dann Ermittlungen aufnehmen und Verfahren gegen den Internet- und Kapitalbetrug durchführen. Zudem lässt sich der Betrug so auch eingrenzen. Leider ist es häufig schwer, Social Trading Aktivitäten als Betrug zu deklarieren, sofern die Trades nicht vollautomatisiert stattfinden. Es muss also erst bewiesen werden, dass die Trades nicht im eigenen Sinne, sondern durch Täuschung durchgeführt wurden.

Um wirklich Chancen auf das verlorene Geld zu haben, bedarf es eines guten Anwalts.

Polizei Fahndungsbild

Anwalt mit dem Fall beauftragen

Ein Anwalt mit Schwerpunkt Kapitalrecht kann Ihnen dabei helfen, gegen den Betrüger vorzugehen. Als Rechtsorgan können Anwälte mehrere Hebel in Bewegung setzen und rechtliche Verfahren einleiten. Ein Anwalt hilft zudem bei der Einklage von Schadensersatzansprüchen und kann mit Ihnen Strategien besprechen, um Verluste so gut wie möglich zu begrenzen. Leider ist nicht jeder Fall erfolgreich. Erfolgspotenziale können in Erstgesprächen austariert werden.

Erfolgspotenziale steigen mit einer erhöhten Beweisführung, Rückverfolgung des Betrügers und der Anzahl der Betrugsfälle. Häufig kommt ein Betrug nicht allein. Sammelklagen können förderlich sein und sogar die Verfahrensgeschwindigkeit erhöhen.

Hemmungen bei der Bestellung eines Anwalts mit einem Fall liegen häufig in den Kosten. Wird der Fall gewonnen, muss der Gegenpart die Kosten vollständig übernehmen. Auch eine Rechtsschutzversicherung kann helfen; Greift diese, werden die Verfahrenskosten anteilig oder vollständig übernommen – egal, wie der Fall ausgeht.

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Broker kontaktieren

Sollte der Broker seriös sein und Sie sind nur auf die Beratungsleistung hereingefallen, empfiehlt es sich zudem, den Broker zu kontaktieren und über den Signalgeber zu informieren. Dies kann auch über einen Anwalt geschehen. Ziel ist es, andere Anleger vor dem Kapitalbetrug zu schützen und den Signalgeber aus dem Verkehr zu ziehen. Gelder gibt es über einen Broker jedoch nicht zurück; Die Kurse bestimmen, ob die Trades Verluste oder Renditen erzielen.

Als Mittler zwischen Börse, Anleger und Signalgeber ist es dennoch wichtig, Broker zu informieren, um weitere Gefahrenherde zu verhindern. Sollten automatisierte Trades eingestellt sein, die nicht sofort aufzukündigen sind, können Broker in einem Betrugsfall ebenfalls helfen, um weitere Verlustrisiken hier zu begrenzen.

So schützen sich Anleger vor Copy Trading Betrug

Social Trading ist ein Trend, der durchaus Potenziale bei der Anlage bietet. Es sollte sich jedoch nicht blind auf Signalgeber verlassen werden. Auch sie können falsch liegen. Wissen ist immer Macht. Das gilt auch für das Trading. Die Entscheidung, Ideen anderer Trader zu folgen, liegt stets beim Signalfollower selbst. Das eigene Portfolio sollte entsprechend diversifiziert sein und Copy Tradings gut überdacht sein.

Weiterhin sollte immer nur auf Plattformen gehandelt werden, die vertrauenswürdig sind. Seriöse Broker sind stets reguliert. Der Handel bei unlizenzierten Brokern bzw. unregulierten Brokern oder unbekannten Anbietern ist nicht zu empfehlen. Eine seriöse und funktionsreiche Handelsplattform ist somit Voraussetzung dafür, dass Social Trading Betrug verhindert wird.

eToro Social- und Copy Trading

Handelt es sich um einen Betrugsfall bei welchem Anleger hingegen durch Beratungsleistungen getäuscht werden, kann nur Wissen und Hinterfragen vor dem Betrug schützen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Wissensmedien gesammelt, die Ihnen einen Überblick über die Finanzwelt bieten:

  • Blogs
  • YouTube Videos
  • Seminare
  • Webinare
  • Trading Akademien
  • Börsennachrichten
  • Charttools und eigenständig durchgeführte Analysen
  • Börsenbriefe

Was zeichnet einen seriösen Broker aus?

Signalgebern, die bei seriösen Brokern agieren, ist in der Regel zu vertrauen. Social Trading Broker wie eToro überprüfen ihre Signalgeber und die Wertentwicklung der Trades und Handelsaktivitäten sind stets offengelegt. Aber wie lässt sich ein seriöser Broker erkennen? Vertrauenswürdig ist ein Anbieter immer dann, wenn dieser über Sicherheitsstandards verfügt, welche Anleger schützen. Dazu zählt eine Regulierung, eine Einlagensicherung, der Verzicht auf eine Nachschusspflicht und faire sowie transparente Handelskonditionen.

Zugleich sollte ein seriöser Broker die Informationen zu Signalgebern so aufbereiten, dass Signalfollower jeden Schritt des Signalgebers nachvollziehen können. Zwischen automatisierten und manuellem Handel sollte es weiterhin stets möglich sein, zu switchen – so wie es auch möglich sein sollte, zwischen Live und Demokonten wechseln zu können.

Überprüfen Sie die Statistiken des Copy Traders
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Sicherheitsmaßnahmen beim Copy Trading umsetzen

Ganz sollte sich nie auf die Tradingaktivität eines Einzelnen verlassen werden. Insbesondere dann nicht, wenn derjenige keine fundierten Kenntnisse im Finanzbereich aufweisen kann. Signalgeber zu sein, ist an keine Voraussetzungen geknüpft und somit auch an keine Erfahrung. Das birgt Risiken für den Schwarm an Followern, welche der ggf. unfundierten Strategie folgen. Orderzusätze im Trading können auch auf Social Trades Anwendung finden. Während ein Stop Loss Verluste nach unten absichert, kann ein Take Profit Gewinne nach oben absichern. Beide Orderzusätze sind bei passivem Copy Trading sehr zu empfehlen.

Seriös Geld anlegen: Darauf ist beim Social Trading zu achten

Damit Sie kein Opfer von Copy Trading Betrug werden, sollten Sie bestimmte Schritte beachten, bevor Sie mit dem Copy Trading beginnen. Wir haben für Sie die wichtigsten Faktoren gesammelt, die das Kopieren von Trades sicherer gestaltet.

Generell empfehlen wir, nicht nur auf Copy Trading zu setzen. Es kann eine gute Erweiterung des eigenen Portfolios darstellen, das Portfolio sollte jedoch nicht nur aus fremdinitiierten Trades bestehen. Die folgende Checkliste gibt Hilfestellung:

  • Führen Sie Social Trading Aktivitäten nur bei seriösen und regulierten Brokern durch
  • Nehmen Sie Abstand von Signalgebern, deren Aktivitäten auf Telefonbetrug, Anlagebetrug oder Täuschung hinweisen.
  • Überprüfen Sie die Transparenz der Anlageaktivitäten von Signalgebern.
  • Automatisiertes Handeln ist erlaubt, es sollte jedoch stets möglich sein, sofort auf manuelles Handeln wieder umzusteigen.
  • Social Trading sollte auch im Demokonto erprobt werden.
  • Die Handelsaktivitäten zu hinterfragen, ist stets wichtig, um Verluste zu begrenzen. Nicht alle Positionen müssen nachbehandelt werden.

Fazit: Copy Trading als Erfolgsmodell

Social Trading macht Spaß, spart Zeit, vernetzt Wissen und kann hohe Renditen ermöglichen. Betrüger im Social Trading sind meist unauffällig, da sie sich als Signalgeber ausgeben. Anders als Fondsmanager unterstehen Signalgeber keiner Regulierung. Das macht es auch so schwer, gegen Social Trading Betrug vorzugehen. Mit einem Anwalt und polizeilicher Hilfe können Forderungen gegenüber dem Betrüger jedoch erhoben werden.

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Häufige Fragen und Antworten:

Sind Anrufe von einem Broker via Call Center seriös?

Nein, Broker rufen normalerweise ohne wichtigen Grund nicht bei Anlegern zu Hause an, insbesondere dann nicht, wenn kein Konto beim Broker besteht. Anlageberatung und Empfehlungen werden von Brokern weiterhin nicht durchgeführt. Erhalten Sie dubiose Telefonanrufe handelt es sich um Telefonbetrug, der sofort angezeigt werden sollte.

Ist Social Trading mit Zeitdruck verbunden?

Damit die Trades der Strategie des Signalgebers entsprechen, sollten sie in Echtzeit umgesetzt werden. Kurse verändern sich sekündlich und so kann das Trading Ergebnis bei kurzfristigen Trades bereits innerhalb von Minuten von dem Portfolio und Erfolg des Signalgebers abweichen. Automatisierte Trades empfehlen sich hier, um stets unter Realtime Bedingungen das Portfolio zu kopieren. Unseriös ist Zeitdruck nur, wenn der Signalgeber Sie unter Druck setzt, jetzt die Trades zu kopieren.

Wie seriös sind Trading Coaches, deren Musterportfolios kopiert werden können?

Der soziale Ansatz des Tradings ist beim Kopieren von Trades eines Coaches vorhanden. Wird Geld für die Beratung gezahlt, ist es jedoch keine klassische Form des Social Tradings. Pauschal kann hier keine Antwort gegeben werden. Coaching Betrug ist jedoch gängig und so sollten Coaches stets auf Vertrauenswürdigkeit überprüft werden.

Welche Plattformen eignen sich für Social, Copy oder Mirror Trading?

Social Trading ist eine spannende Methode für schnelle Trades. Sicher sollte die Plattform jedoch unbedingt sein. Zu empfehlen sind vor allem die Unternehmen eToro und Wikifolio. Während eToro CopyPortfolios anbietet, können Portfolios in Form von Zertifikaten über Wikifolio bei jedem Broker, der die Zertifikate an der Börse Stuttgart führt, handeln.

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Zuletzt geupdated am 05/03/2022 von Andre Witzel

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