Volatility-Smile

Volatility Smile

Was ist der Volatility Smile bei Optionen? – Definition & Erklärung

Beim Volatility Smile handelt es sich im Optionshandel um ein Phänomen, das Ausdruck über die implizite Volatilität gibt. Diese steigt immer weiter an, wenn sich die Option im Geld oder aus dem Geld befindet. Bei einer Option, die at the money notiert, ist dann die implizite Volatilität besonders gering. Dabei entsteht das Phänomen des Volatility Smiles durch die typische Funktion. Die implizite Volatilität in Relation zum Ausübungspreis der Option ergibt im Diagramm einen charakteristischen Kursverlauf, der an ein Lachen („Smile“) erinnert. Im folgenden Beitrag geht es um den Volatility Smile und dessen Beziehung zu impliziter Volatilität, Moneyness und Co.

Definition des Volatility Smile

Der Volatility Smile ist auf eine grafische Darstellung der impliziten Volatilität von Optionen zurückzuführen. Es erfolgt eine Betrachtung der impliziten Volatilität von mehreren Optionen, welche den gleichen Basiswert und den identischen Fälligkeitstag haben. Allerdings unterscheiden sich die Strike Preise der Optionen. Dann erfolgt eine Darstellung der impliziten Volatilität und des Ausübungspreises im Diagramm.

Das typische Lächeln des Volatility Smiles ergibt sich daraus, dass die implizite Volatilität immer weiter ansteigt, wenn die Optionen ins Geld oder aus dem Geld laufen. Die Volatilität ist am kleinsten, wenn die Option zum jeweiligen Zeitpunkt am Geld notiert. Dies ist der niedrigste Punkt im Diagramm. Von diesem Punkt steigt die Volatilität in beide Richtungen an, wenn sie sich weiter out of the money oder in the money befindet. Die Kurven in beide Richtungen stellen einen Mundwinkel dar. Folglich ist der Volatility Smile nichts anderes, als die grafische Darstellung des Phänomens der impliziten Volatilität in Relation zum Basispreis.

Moneyness
Moneyness

Die Interpretation des Volatility Smile

Den Volatility Smile gibt es nicht bei jeder Option. Wer auf Basis dieses Phänomens eine Handlung ableiten möchte, muss somit zunächst prüfen, ob bei der konkreten Option der Volatility Smile vorliegt. Erst im Anschluss lassen sich Handlungsempfehlungen ableiten, um den Handel mit Optionen erfolgreich zu gestalten. Der Volatility Smile entsteht durch den Anstieg der impliziten Volatilität, wenn eine Option eben nicht direkt at the money notiert. Besonders häufig verbreitet ist der Volatility Smile bei Optionen mit einer Aktie als Basiswert sowie Devisen. Zugleich sollte die Restlaufzeit überschaubar sein.

Der Volatility Smile lässt sich auch hinsichtlich der Nachfrage nach den Optionen interpretieren. Optionen, die in the money oder out of the money notieren, sind stärker nachgefragt. Da die Nachfrage preissteigernd wirkt, steigt auch die implizite Volatilität an. Nach dem einschlägigen Black-Scholes-Modell resultiert daraus dann eine höhere Volatilität. Die Trader erwarten bei den Optionen, die entweder weit in the money oder weit out of the money liegen, stärkere Kursschwankungen. Allerdings stößt das Black-Scholes-Modell beim Volatility Smile an seine Grenzen. Denn in diesem Rechenmodell existiert die Annahme, dass die Volatilität konstant bleibt. Somit kann das Phänomen aufzeigen, dass nicht alle Optionspreismodelle in der Praxis uneingeschränkt Berechtigung haben.

Zudem kann man den Volatility Smile derart interpretieren, dass die Basiswerte mit Volatility Smile spekulativer sind. Trader können den Volatility Smile somit als eine Art Warnzeichen sehen. Hier entstehen typische Chancen und Risiken. Allerdings sollte man die Optionen mit dem Phänomen sorgfältig beurteilen, bevor die Implementierung einer Optionsstrategie erfolgt.

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Die Gründe für den Volatility Smile

Immer noch streiten sich Experten über die konkreten Ursachen für den Volatility Smile, obgleich es verschiedene Erklärungsversuche gibt. Allerdings widersprechen sich die Erklärungsmodelle teilweise. Das Black-Scholes-Modell impliziert eine konstante Volatilität, sodass diesbezüglich keine Begründung für den Volatility Smile existiert.

Vielmehr scheint es logisch, dass die Psychologie der Marktteilnehmer für den Volatility Smile sorgt. Die Marktteilnehmer, die sich gegen fallende Kurse absichern wollen, präferieren Optionen, die relativ weit out of the money notieren. Schließlich sind diese deutlich günstiger. Daraus ergibt sich dann eine höhere implizite Volatilität bei den Optionen mit einem niedrigen Strike. In der Vergangenheit zeigte sich ,dass bei starken Verwerfungen am Aktienmarkt die implizite Volatilität bei weit aus dem Geld notierenden Optionen hoch war. Demnach würde die Preisbildung bei Optionen nicht vollständig rational erfolgen. Dies mag zwar mit Blick auf die Bedeutung von Psychologie beim Handel an der Börse nachvollziehbar klingen. Dennoch bestreiten diesen Umstand die Befürworter effizienter Märkte. Wer sich an der Markteffizienzhypothese orientiert, wird diese Erklärung nicht unterstützen.

Demgegenüber gibt es weitere Erklärungsversuche, die grundsätzlich auf das Black-Scholes-Modell referieren. Allerdings sei dieses Rechenmodell für die Preisbildung von Optionen zu simpel konstruiert. Sofern die Volatilität nicht als Konstante angenommen wird, sondern ebenfalls eine Abhängigkeit vom Kurs des Basiswerts sowie der Zeit existiert, würde sich der Volatility Smile zumindest partiell erklären lassen. Die Unterstützer dieser These gehen von einer lokalen Volatilität anstelle einer konstanten Volatilität aus.

Ausprägungen des Volatility Smiles

Der Volatility Smile ist ein bekanntes Phänomen, welches jedoch nicht immer in der gleichen Art und Weise ausgeprägt ist. Vielmehr gibt es unterschiedliche Erscheinungsformen. Beispielsweise sind bei einem Volatility Skews die Schrägen des Lachens deutlich intensiver. Bei einem Volatility Smirks ist das Lächeln weniger ausgeprägt. Das Phänomen ist somit nur leicht erkennbar. Die Existenz unterschiedlicher Ausprägungen macht es für die Optionshändler schwer, Erkenntnisse aus dem Volatility Smile abzuleiten und infolgedessen die Optionsstrategie gezielt anzupassen.

Nachteile des Volatility Smile

Als objektives Phänomen kann der Volatility Smile zunächst ausschließlich zur Deskription dienen. Wenn es um die Interpretation des Volatility Smiles geht, lassen sich jedoch auch Nachteile identifizieren. Denn die Preisbildung bei Optionen ergibt sich zuvorderst aus dem jeweiligen Angebot und der Nachfrage. Die Entwicklung dieser beiden Faktoren erfolgt nicht immer rational. Vielmehr beeinflussen psychologische Gegebenheiten die Preisbildung, sodass es immer wieder zu drastischen Veränderungen kommen kann. Der Volatility Smile sieht somit häufig unterschiedlich aus. Solange die grundsätzliche U-Form erkennbar ist, liegt jedoch ein Volatility Smile vor.

Zudem sollten Optionshändler nicht den Fehler machen, sich auf den Volatility Smile zu fokussieren und andere Faktoren zu ignorieren. Schließlich handelt es sich bei diesem Phänomen nur um eine Möglichkeit, die implizite Volatilität in Relation zum Ausübungspreis zu setzen. Dies erleichtert die Suche nach einer passenden Option. Allerdings sollten auch weitere Faktoren in die Optionssuche einfließen, um die Strategie erfolgreich zu implementieren.

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Das Fazit

Der Volatility Smile ist ein Phänomen, welches sich aus der grafischen Darstellung des Zusammenhangs von impliziter Volatilität und Ausübungspreis ergibt. Dieser kann unterschiedliche Erscheinungsformen haben. Mit dem Volatility Smile können Optionshändler die Suche nach einer passenden Option vorantreiben. Dennoch sollte immer auch der Blick über den Horizont hinausgewagt werden, da diverse Faktoren über Erfolg oder Misserfolg einer Optionsstrategie entscheiden. Die Gründe für das Phänomen sind umstritten. Zwar existieren verschiedene Erklärungsversuche. Allerdings kann keiner vollumfänglich Geltung auf Klärung des Volatility Smiles beanspruchen.

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