CHY

Was ist die Chinesische Währung (CHY)? – Definition & Erklärung

In China wird seit Langem mit Geld in den unterschiedlichsten Formen bezahlt, jede Dynastie hatte ihre eigenen Zahlungsmittel. Der nachfolgende Beitrag macht Sie mit den verfügbaren Zahlungsmitteln vom Altertum bis in die Neuzeit vertraut und erklärt Ihnen die chinesische Währung der Gegenwart. Außerdem wird die Frage beantwortet, wie und wo die Währung Chinas zu kaufen ist.

Chinesische Währung

Vom Kauri-Geld bis zur chinesischen Währung

Seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. nutzten die Chinesen eine einfache Form des Geldes, welches Naturalgeld oder Kauri-Geld genannt wurde. Es handelte sich um Zahlungsmittel aus natürlichen Bestandteilen ohne einheitlichen Wert. Die Verwendung des Kauri-Gelds war bis ins 18. Jahrhundert v. Chr. stark verbreitet und wurde erst durch die Zahlungsmittel der Shang-Dynastie aus Bronze abgelöst. Bronze-Münzen wurden auch während der Zhou-Dynastie und in der Zeit der streitenden Reiche verwendet. Aus einfachen Bronze-Stücken wurden mit der Zeit kunstvolle Münzen mit Schriftzeichen, angefertigt von autorisierten Handwerkern.

Kaiser Qin Shi Huangdi vereinte nicht nur die Völker Chinas in einem Reich, er führte auch die erste gemeinsame Währung aus Kupfer ein. Die Münzen waren rund und mit quadratischem Loch in der Mitte versehen. Ihre Form hatte bis ins 20. Jahrhundert Bestand. In der Han-Dynastie wurden die Münzen aus Kupfer erstmals mit Nennwert in Umlauf gebracht, welcher vom Gewicht unabhängig war. In der Song-Dynastie zerfiel China wieder in 10 einzelne Länder mit jeweils eigener Währung. Die Münzen waren im Norden meist aus Kupfer, während die südlichen Staaten eher Blei und Eisen verwendeten.

Chinesische Dynastie

Die Herrscher der Tang-Zeit verwendeten erstmals Schuldverschreibungen aus Papier als Zahlungsmittel. Die Zentralregierung des 11. Jahrhunderts griff die Idee auf und brachte Banknoten in Umlauf, die durch Silber und Gold gedeckt waren. Im 12. Jahrhundert war das Papiergeld in ganz China etabliert. Während der mongolischen Yuan-Dynastie im 13. – 14. Jahrhundert wurde das Papiergeld zwar beibehalten, aber ohne Deckung durch Gold und Silber. China führte damit als weltweit erstes Land eine Währung ohne inneren Wert (Fiat-Geld) ein. Privatleuten war der Besitz von Edelmetallen untersagt. 

Es wurden zu viele Geldscheine gedruckt, die Inflation war beträchtlich und nur durch eine Währungsreform im Zaum zu halten. Aufgrund der anhaltenden inflationären Tendenzen wurde der Druck von Banknoten ab dem Jahr 1643 ausgesetzt. Es entstanden private Zahlungssysteme, welche sich allerdings nicht lange halten konnten. Ab dem 15. Jahrhundert gewann Silber zunehmend an Bedeutung im Süden Chinas. Die erste einheitliche Währung von China wurde aus importiertem Silber in Form von Barren in Umlauf gebracht. Sie diente in erster Linie zum Entrichten von Steuern und sonstiger Verpflichtungen gegenüber dem Kaiserreich.

In der Qing-Dynastie (1644 bis 1911) wurden Münzen aus Silber und Kupfer verwendet. Ab 1884 kam bei der Herstellung von Münzen zunehmend westliche Präge-Technik zum Einsatz. Der Yuan wurde im Jahr 1889 eingeführt. Banknoten kamen ab 1898 durch die Handelsbank von China in Umlauf. Kriegsfürsten stürzten 1911 die Qing-Dynastie und führten in den von ihnen beherrschten Provinzen eigene Währungen ein. Im Jahr 1912 wurde die Republik China ausgerufen, zwei Jahre später brachte der Währungsrat den Silberdollar in Umlauf. 1935 fand die Silberdeckung ein Ende, durch eine Währungsreform erteilte die Zentralregierung vier staatlich kontrollierten Geldhäusern das Recht, Banknoten auszugeben.

Der Besitz von Silber wurde erneut für Privatleute verboten. Im China der 1930-er bis 1960-er Jahre, kamen und gingen diverse Währungen, einzig der Yuan Renminbi konnte sich in den unruhigen Zeiten halten. Nachdem der kommunistischen Partei im Jahr 1949 die Machtergreifung in China gelang, wurde von der als Zentralbank fungierenden Chinesischen Volksbank der Yuan Renminbi als Volksgeld ausgegeben. 

Chinesische Scheine

Renminbi – die chinesische Währung

Die Chinesische Volksbank brachte den Renminbi ausschließlich für die Chinesen in Umlauf, Ausländer mussten in den ersten Jahrzehnten den Waibi mit identischer Stückelung nutzen. Dem ISO Code 4217 entsprechend ist die internationale Abkürzung für den Renminbi CNY. Die ersten beiden Buchstaben stehen für China, der Dritte für Yuan.

Diese Anordnung verwirrt Nicht-Chinesen natürlich oft, indes ist die Erklärung sehr einfach:

  • Renminbi oder RMB ist die offizielle Währung Chinas
  • Yuan wird eine Währungseinheit genannt

Ein Yuan entspricht 10 Jiao, welche in jeweils 10 Fen unterteilt sind. Verwirrend ist auch das Symbol der chinesischen Währung, weil es als Y mit 2 Querbalken sehr dem des japanischen Yen ähnelt. Die chinesische Zentralbank lässt aufgrund verbreiteter Fälschungs-Aktivitäten nur Banknoten im Wert von maximal 100 Yuan drucken. Münzen sind im Wert von 1 Yuan, 5 Jiao und 1 Jiao verfügbar.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die chinesische Währung als Renminbi ebenso definiert werden kann wie als Yuan. Die Abkürzungen RMB und CHY haben identische Bedeutung. In der Praxis wird eine Abkürzung dem Gebrauch entsprechend gewählt:

  • RMB wird genutzt, wenn die Währung Renminbi allgemein beschrieben werden soll
  • CHY kommt im Devisenhandel und bei internationalen Finanztransaktionen zur Anwendung

CNH ist wiederum kein Währungs-Code, sondern die Bezeichnung für einen Offshore Handelsplatz, welcher den Renminbi außerhalb des chinesischen Festlands handelt.

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Wechselkurssystem

Die chinesische Währung ist in ein festes Wechselkurssystem eingebunden und seit 1995 an den US-Dollar gekoppelt. 

  • Im Juli 2005 kaufte ein Dollar 8,11 Yuan
  • Im Februar 2014 war ein US-Dollar 8,27 Yuan wert

Zum Vergleich:

  • In den 1980-er Jahren konnten 2 Yuan einen Dollar kaufen

Die chinesische Zentralbank sorgt mit regelmäßigen Eingriffen in den Devisenmarkt für die Einhaltung des vorgegebenen Wechselkurses. Zudem wird die Inflation durch das feste Wechselkurssystem im Zaum gehalten. Ausländische Investoren vertrauen auf die chinesische Geldpolitik und schätzen das geringe Währungsrisiko. Bis zur Jahrtausendwende überstand der Renminbi alle Krisen unbeschadet.

Der unterbewertete Yuan resultierte für China in einem Wirtschaftswunder durch konkurrenzlos billige Exporterzeugnisse. Die Flut an Waren aus dem Reich der Mitte führte in Europa und den Vereinigten Staaten zur Sorge um die eigenen Volkswirtschaften und der Forderung nach einer Yuan-Aufwertung. Diese sollte durch eine Freigabe des Renminbis für den internationalen Devisenhandel erreicht werden. Bislang weigert sich die chinesische Zentralbank allerdings, ihr Wechselkurssystem zu reformieren. Den Bankern ist natürlich klar, dass ein unterbewerteter Yuan, erhebliche Kostenvorteile für die chinesische Wirtschaft bedeutet.

China will nicht nur als Hersteller für billige Erzeugnisse gesehen werden, sondern stellt seine Wirtschaft seit Jahren auf qualitativ hochwertige und innovative Produkte „Made in China“ um. Dieser Prozess ist langwierig und kostet viel Geld. Deshalb hält die Zentralbank Chinas an ihrer Wechselkurspolitik weiterhin fest.

China Made in China

Bis zum Jahr 2015 kam es zwar zu einigen Aufwertungen des Yuan, welche aufgrund ihres limitierten Umfangs die Kritiken aus dem Ausland aber nicht verstummen lassen konnten. Seit 2015 wird von mehreren Stellen über einen neuen Währungskrieg gesprochen, weil die Regierung in Peking folgende Maßnahmen beschloss:

  • Abkopplung des Renminbis vom US-Dollar
  • Entwicklung eines neuen Währungskorbs mit Euro, Yen, Pfund und dem Dollar als größte Einzel-Währung
  • Der Anteil der ausländischen Währungen wird vom Handelsvolumen mit China bestimmt
  • Der Währungskorb wird nach dem China Foreign Exchange Trade System benannt und trägt die Bezeichnung CFETS RMB Index

Der Renminbi wurde im November 2015 vom IWF zur internationalen Leitwährung neben dem US-Dollar, Euro, Pfund und Yen. Das Problem der vermeintlichen Unterbewertung wurde indes bis heute nicht gelöst.

  • Aktuell kauft ein Euro 7,647 CNY
  • 100 CNY sind 13,078 Euro wert

Die Chinesische Volksbank veröffentlichte im Jahr 2020 einen Bericht, aus welchem hervorging, dass mittlerweile 25 RMB Clearingbanken außerhalb des chinesischen Festlands bestehen.

Kann die chinesische Währung gekauft werden?

Ja. Unternehmen mit Sitz in der Eurozone wickeln seit November 2014 ihren gesamten Zahlungsverkehr in Renminbi über die Clearingbank der Bank of China, Niederlassung Frankfurt am Main ab. Privatpersonen, die in China ihren Urlaub verbringen möchten, tauschen ihre Euro über die Reisebank AG mit Sitz in Frankfurt/Main in Renminbi. Bei der Einreise in China müssen folgende Devisenbestimmungen beachtet werden:

  • Fremdwährungen müssen ab einem Gegenwert von 5.000 Dollar deklariert werden
  • Maximal 20.000 Renminbi dürfen bei der Ausreise mitgeführt werden
  • Die Ausfuhr von Fremdwährung unterliegt keiner Beschränkung

Zudem besteht die Möglichkeit des Onlineerwerbs von digitalen Yuan über die Webseite der Yuan Pay Group. Es handelt sich hierbei um den einzigen Anbieter mit Zulassung durch die chinesische Regierung.

Die chinesische Währung seitens Beschaffenheit und Optik

Für Urlauber und Unternehmen ist es wichtig, die Stückelung, Beschaffenheit und Optik der verfügbaren Yuan Banknoten zu kennen. Alle Geldscheine sind mit einer Abbildung von Mao Zedong respektive Mao Zetung, einem ebenso bekannten wie umstrittenen Revolutionär und Staatsmann, versehen. Banknoten der 2005-er Serie gibt es im Wert von 5, 10, 20, 50 und 100 Yuan. Sie gelten aufgrund von Wasserzeichen, Seriennummern, Omron Ringen und anderen Merkmalen als relativ fälschungssicher.

Die 2015 eingeführte 100 Yuan Note ist mit doppeltem Wasserzeichen und lichtreflektierenden Zonen versehen. Sie bietet derzeit die bestmögliche Sicherheit. In der Volksrepublik China sind vergleichsweise viele falsche Yuan Scheine im Umlauf, genaues Prüfen ist daher unverzichtbar. Übrigens gibt es seit 1994 keine speziellen Banknoten für Ausländer mehr. Die Waibi Scheine wurden abgeschafft, weil sie aufgrund ihrer Konvertibilität zu einem enormen Schwarzmarkt geführt hatten.

Fazit

Wir hoffen, mit diesem Beitrag zu einem besseren Verständnis der chinesischen Währung beigetragen zu haben. Es besteht grundsätzlich kein Unterschied zwischen Renminbi und Yuan. Geht es um die chinesische Währung im Allgemeinen, ist die Bezeichnung Renminbi zutreffend. Wird über eine chinesische Währungseinheit gesprochen, ist die Rede von Yuan. Renminbi wird allgemein mit RBM abgekürzt, dem ISO Code 1427 entsprechend, wird CHY für den Devisenhandel genutzt. Forex Trading ist mit dem CHY bislang noch nicht möglich, weil China die Wertbildung seiner Währung nicht dem Markt überlassen möchte.

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