Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel
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Überprüft von: Maren Dinges
Finanzierung

Wer im Handel mit Devisen erfolgreich sein will, muss den Markt seitens seiner Struktur verstehen. Der nachfolgende Beitrag beantwortet die oft gestellte Frage – wo Devisen gehandelt werden – und gibt Ihnen Informationen zu den wichtigsten Marktteilnehmern. 

Der Handel von Devisen an der Börse:

  • Devise werden in Form von Währungspaaren an der Börse gehandelt.
  • Hebel ermöglichen bei geringem Kapitaleinsatz hohe Renditen.
  • Verluste im Devisenhandel sind nicht auszuschließen.

Viele Privatleute vermuten, dass Devisen an einem zentralen Markt gehandelt werden, weil sie diese Strukturen vom Aktienmarkt kennen. Dem ist aber nicht so, der Handel mit Devisen findet weitestgehend außerbörslich ohne zentrale Organisation statt. Marktteilnehmer agieren direkt miteinander, sozusagen „over the Counter“ oder abgekürzt im OTC Handel. Devisen werden also nicht an den Börsen gehandelt. Zudem unterscheidet sich dieser Markt vom Aktienmarkt durch seine unterschiedlichen Teilnehmer. Bevor wir uns den Akteuren widmen, muss erwähnt werden, dass dieser dezentrale Finanzmarkt mit dem größten Handelsvolumen pro Tag aufweist. Aktuell werden hier täglich Devisen im Wert von rund 5 Billionen Dollar gehandelt. 

Devisen an der Boerse

Charakteristisch ist des Weiteren, dass die meisten Transaktionen online getätigt werden. Allein dieser Fakt macht die Börsen für den Handel überflüssig. Früher gab es regionale Handelszentren für den Devisenhandel in Sydney, Tokio, London und New York, denen der OTC Handel über das Internet allerdings ihre Bedeutung genommen hat. Nachdem wir nun wissen, dass Devisen nicht an den Börsen gehandelt werden, wird eine Betrachtung der Teilnehmer des Devisenmarktes sinnvoll.

Wer agiert am Devisenmarkt?

Die großen Geschäftsbanken in den Vereinigten Staaten und Europa haben mit ihren riesigen Devisenreserven den größten Einfluss auf die Entwicklung der Währungskurse. Einige von ihnen betätigen sich als Market Maker und finanzieren die gehebelten Positionen der privaten Trader über die Margin hinaus.

Broker verbinden Kunden ohne eigenen Marktzugang mit den Market Makern, um die Finanzierung des Handels sicherzustellen. Brokerage-Anbieter agieren nicht auf eigene Rechnung im Devisenmarkt. Regionale und nationale Banken sind über ihre Handelsabteilungen im Devisenmarkt involviert und versuchen, durch kurzfristige Spekulationen, Gewinne zu erzielen. Sie gleichen mit den Erlösen aus dem Forex Trading ihre Verluste im Kerngeschäft aus.

International operierende Unternehmen sind vielseitige Akteure im Devisenhandel. Sie tauschen ihre eigenen Währungen gegen die Devisen von Ländern, in denen sie Niederlassungen etablieren möchten. Währungen müssen von Unternehmen auch getauscht werden, um Importe aus anderen Ländern zu bezahlen. Große Konzerne sind am Devisenmarkt oft direkt beteiligt und nutzen Währungsschwankungen zu ihrem Vorteil.

Kennzahlen im Trading

Vermögensverwalter und Fondsgesellschaften agieren am Devisenmarkt, um Gewinne für sich und ihre Kunden zu erzielen. Zudem sichern sie ihre Investitionen im Ausland gegen Kursschwankungen ab. Zentralbanken beteiligen sich selten direkt am Devisenhandel, sie steuern die von ihnen in Umlauf gebrachten Währungen indirekt über Veränderungen der Leitzinsen und durch unabhängige Geldpolitik. 

Privatpersonen sind die zahlenmäßig größte Teilnehmergruppe des Devisenmarktes. Jeder, der im außereuropäischen Ausland seinen Urlaub verbringt, muss den Euro gegen die Landeswährung tauschen. Zunehmend viele Privatleute spekulieren mittlerweile im Forex Trading auf Kursveränderungen, um sich ein zweites Standbein oder eine primäre Einkommensquelle zu schaffen. Die einflussreichsten Akteure im Devisenhandel sind mit Abstand die großen Geschäftsbanken, welche mit mehrstelligen Milliardenbeträgen direkt in den Markt intervenieren. Sie können die Kurse der interessanten Währungspaare innerhalb von Minuten spürbar in die Höhe treiben oder in den Keller fallen lassen.

Zentralbanken agieren eher indirekt und geben mit Geldpolitik sowie Leitzins den Rahmen für die Kursentwicklung ihrer Währungen vor.  Das Engagement der Unternehmen, Fondsgesellschaften und Vermögensverwalter darf zwar nicht unterschätzt werden. Aber die Handelsvolumen sind auf verschiedene Zeitabschnitte verteilt und können keinen Einfluss auf die Kursentwicklung nehmen.

Welche Währungspaare werden im Devisenhandel bevorzugt?
Die Teilnehmer am Devisenmarkt unterscheiden zwischen Hauptwährungspaaren, Neben-Währungspaaren und exotischen Paaren. Erfahrene Forex Trader handeln bevorzugt mit den sogenannten Major-Paaren, weil diese dank hoher Liquidität niedrige Gebühren aufweisen und täglich Gewinn-Chancen anbieten.

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Wie sind Währungspaare strukturiert?

Jede Währung ist mit einem ISO Code behaftet, beim Euro lautet dieser EUR, und beim US-amerikanischen Dollar USD.

Wird das Paar wie folgt dargestellt – EUR/USD – ist der Euro die Basiswährung und der Dollar die Kurswährung. Die oft nach dieser Darstellung folgende Zahl gibt an, wie viele Dollar momentan ein Euro kaufen kann.

Zu welchen Handelszeiten ist Forex Trading möglich?

Institutionen mit eigenem Marktzugang können an allen Wochentagen rund um die Uhr am Devisenhandel teilnehmen. Da Devisen nicht an der Börse gehandelt werden, gibt es auch keine Öffnungszeiten.

Personen und Unternehmen ohne eigenen Marktzugang handeln über Brokerage-Anbieter und müssen deren Öffnungszeiten beachten. Dementsprechend ist Ihnen als Privatperson oder Unternehmer der Handel mit Währungspaaren ab der Nacht von Sonntag auf Montag bis zum Freitagabend ohne Unterbrechung möglich.

Wie werden Devisen gehandelt?

Grundsätzlich kann der Handel in die Segmente Kassamarkt und Terminmarkt aufgeteilt werden. Während in der Vergangenheit die Termingeschäfte an erster Stelle standen, wurden sie durch das Internet in der Gegenwart von Geschäften im Kassamarkt auf Rang 2 verdrängt.

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Kassamarkt

Mit dem Begriff Kassamarkt ist der Devisenhandel im Forex (Definition) gemeint. Charakteristisch ist für das Forex Trading, dass Teilnehmer Währungen zu aktuellen Preisen kaufen und verkaufen. Die Kurse sind den Mechanismen von Angebot und Nachfrage unterworfen, sie reagieren auf Wirtschaftsdaten, politische Ereignisse und Veränderungen der Geldpolitik.

Am FX Spotmarkt werden Geschäfte zwischen Käufern und Verkäufern schnell und kostengünstig abgewickelt. Europäische Broker ermöglichen das Engagement am FX Spotmarkt seit 2019 per Differenzkontrakte (CFDs) mit niedrigen Gebühren und für Anfänger mit begrenzten Hebeln. Die Kontrakte verbriefen Anrechte auf Gewinne oder Verluste aus Kursentwicklungen, aber keine Rechte auf die Währungen an sich.

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Terminmarkt

Am Terminmarkt werden keine Währungen direkt gehandelt, sondern Verträge, die den Akteuren Ansprüche zu bestimmter Zeit und festgesetztem Kurs garantieren. Termingeschäfte setzen voraus, dass die daraus resultierenden Verpflichtungen durch die Vertragspartner zum Fälligkeitstermin erfüllt werden. Vor allem international operierende Unternehmen gehen Termingeschäfte mit Devisen ein, um sich gegen Kursschwankungen abzusichern. Von ihnen werden entweder Forwards oder Futures genutzt.

Fazit: Keine Angst vorm Devisenmarkt

Obgleich Devisen nicht an Börsen mit festen Regeln und Aufsichten gehandelt werden, bietet der dezentrale Markt viele Chancen und Sicherheiten. Ihr Forex Broker ist von einer zuverlässigen Aufsichtsbehörde lizenziert und wird regelmäßig überwacht. Der Handel mit Währungspaaren findet gemäß international gültiger Regeln und fair statt.

Ihr Kapital wird von einer regulierten Partnerbank des Brokers verwahrt, welche die Einlagen von Kunden gegen eventuelle Verluste aufgrund von Insolvenz und Ähnlichem absichert. Sie selbst können Ihren Devisenhandel mit bewährter Strategie und engem Stopp-Loss risikoarm gestalten.

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Meist gestellte Fragen:

Wie funktioniert der Devisenhandel?

Beim Devisenhandel werden immer zwei Währungen gegeneinander getauscht. Käufer bieten dabei auf dem Interbankenmarkt Preise für die eine Währung an, die sie gegen eine andere Währung tauschen möchten. Dieser Prozess wird durch das Währungspaar dargestellt, bei dem die Basiswährung (die erste Währung im Paar) gegen die Kurswährung (die zweite Währung im Paar) gekauft oder verkauft wird. Der Preis, zu dem der Tausch stattfindet, wird als Wechselkurs bezeichnet. Dieser schwankt ständig aufgrund von Angebot und Nachfrage auf dem globalen Markt.

Was ist der Devisenmarkt einfach erklärt?

Der Devisenmarkt ist ein internationaler Markt, an dem sämtliche Währungen (Basiswährung) zum jeweiligen Wechselkurs gegen eine andere Währung (Quotierungswährung). Mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von 5 Billionen Dollar pro Tag ist der Devisenmarkt der weltweit größte und liquideste Markt.

Ist der Devisenhandel profitabel?

Ja, der Devisenhandel kann äußerst profitabel sein. Insbesondere bei den Major-Währungspaaren lassen sich relativ einfach anhaltende Trends erkennen, die mit der richtigen Strategie mit hohem Gewinn gehandelt werden können. Garantierte Gewinne gibt es allerdings nicht und wie bei jedem Asset ist auch im Forex-Markt ein konsequentes Risikomanagement nötig, um langfristig Profit zu erzielen.

Wie kann ich am Devisenhandel teilnehmen?

Um am Devisenhandel teilzunehmen, brauchen Sie ein Konto bei einem Broker wie GBE Brokers, der Zugang zum Forex-Markt hat. Nach der Kontoeröffnung können Sie das gewünschte Währungspaar handeln.

Welcher Broker ist der beste, um mit Devisen zu handeln?

Aus persönlichen Erfahrungen kann ich GBE Brokers als besten Broker für den Devisenhandel empfehlen. Sie haben dort Zugang zu über 100 Währungspaaren, die neben den klassischen Majors auch Minor und Exoten-Paare beinhalten. Die Gebühren bei GBE Brokers sind niedriger als bei den meisten anderen Anbietern, zumal Sie aus verschiedenen Kostenstrukturen und Kontomodellen die Konfiguration auswählen können, die zu Ihrem Handelsstil am besten passt.

Trader Andre Witzel
Andre Witzel
Gründer & Chefredakteur
Über den Autor: Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Geschrieben von: Andre Witzel Gründer & Chefredakteur
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Reviewed by: Maren Dinges Autorin und Brokerexpertin
Maren ist aktiv im Finanzbereich und redaktioniert bei Trading für Anfänger Themenbereiche wie Portfoliomanagement, Betrug im Anlagensektor und klassische Investitionsmöglichkeiten.
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