CHF

Was ist der Schweizer Franken (CHF)? – Definition & Erklärung

In der Schweizer Eidgenossenschaft ist die offizielle Währung der Schweizer Franken. Er wird in 100 Rappen unterteilt und hat den ISO-4217-Code CHF. Der Franken ist in der Schweiz anerkanntes Zahlungsmittel, zudem in Liechtenstein, in einer italienischen Enklave im Kanton Tessin und im deutschen Hochrheingebiet Büsingen.

Der nachfolgende Beitrag informiert Sie zur Vorgeschichte des Franken, über die Entwicklung nach seiner Einführung sowie zu den verfügbaren Noten und Münzen. Des Weiteren erfahren Sie alles Wichtige zum CHF im Forex-Trading.

Schweizer Franken

Die Schweiz vor dem Franken

Ende des 18. Jahrhunderts gab es weder einen Schweizer Bundesstaat noch eine einheitliche Währung. In der 1798 gegründeten Helvetischen Republik gaben Kantone und sonstige Institutionen regional gültige Zahlungsmittel aus. Im französischsprachigen Teil des Landes gab es den Silber-Franken aus 6,6 Gramm reinem Silber mit Unterteilung in 10 Berner Batzen sowie 100 Rappen.

In der Mediationszeit zwischen 1802 und 1813 gaben allein die Kantone Zahlungsmittel aus. Die Entscheidungsträger der Kantone einigten sich auf den Schweizer Franken aus 6,77 Gramm Silber als einheitliche Währung in der Eidgenossenschaft.

Einführung des Schweizer Frankens

Nachdem 1848 die Schweiz als Bundesstaat etabliert wurde, ging die Währungshoheit an den Bund über. Der Schweizer Franken wurde auf Grundlage des entsprechenden Gesetzes am 7. Mai 1850 eingeführt. Uneinigkeit bestand allerdings in der Anbindung des Frankens an ein System eines Nachbarlandes. In den deutschsprachigen Kantonen tendierten die Eidgenossen seinerzeit zum Gulden von Süddeutschland. Kantone mit französischer Sprache waren für die Anbindung ans französische Franc-System.

Die Schweiz als Mitglied der lateinischen Währungsunion

In der lateinischen Münzunion konnte mit Münzen aus Gold und Silber bezahlt werden, solange sie von den Mitgliedern emittiert waren. Mitgliedsländer waren neben der Schweiz, Griechenland, Belgien, Italien und Frankreich. Die Schweiz gehörte der Union seit 1865 an und schied zu Beginn der Weltwirtschaftskrise 1927 aus.

Bis 1936 blieb die Goldanbindung des Schweizer Frankens erhalten, nach 1936 folgte eine Abwertung um etwa 30 %.

Währungsunion
Währungsunion

Anbindung an den USD

Zwischen 1945 und 1973 war der Schweizer Franken an den Dollar der Vereinigten Staaten gebunden:

  • 1 USD kaufte seinerzeit 4,31 Schweizer Franken
  • Ab dem Jahr 1949 mussten für einen USD 4,375 Schweizer Franken bezahlt werden

Zwischen 1973 und 2011 erwarb sich der Schweizer Franken einen Ruf als stabile Währung, dessen Wert auf der positiven Entwicklung der eidgenössischen Volkswirtschaft beruhte. Zudem war die Schweiz aufgrund ihres Bankgeheimnisses ein sicherer Anlageplatz für internationale Investoren. Wenn es irgendwo auf der Welt zu wirtschaftlichen Spannungen kam, tendierten die Geldgeber zu Investitionen in der Schweiz.

Der Schweizer Franken war stark nachgefragt und gewann an Wert. Diese Entwicklung bereitete der Schweizerischen Nationalbank Sorge, denn sie musste zunächst tatenlos mit ansehen, wie der Franken langsam aber sicher in den Bereich der Überbewertung rutschte.

2011 zogen die Zentralbanker der Eidgenossenschaft die Notbremse und fixierten den Mindestkurs des CHF auf 1,20 gegenüber einem Euro. Hintergrund zur Überbewertung des CHF war die Eurokrise ab Mai 2010, welche zu einer starken Nachfrage nach dem Schweizer Franken führte. Bis August 2011 legte der Kurs des CHF gegenüber dem EUR um mehr als 30 % zu. Die Schweizer Nationalbank versuchte, diesen Trend mit verschiedenen Mitteln zu stoppen. Die Festlegung des Mindestkurses von 1,20 CHF für einen EUR war die Ultima Ratio zur Abwendung einer Schweizer Wirtschaftskrise.

Der Mindestkurs wurde 2015 aufgehoben. Gründe für die Aufhebung waren:

  • Die Abwertung des EUR gegenüber dem USD und die daraus resultierende Schwächung des CHF
  • Wesentliche Änderungen seitens der Geldpolitik bei FED, EZB und SNB
EZB
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Die Entwicklung des CHF am globalen Devisenmarkt

Der Euro notierte gegenüber dem Schweizer Franken unmittelbar nach der Mindestkurs-Aufgabe deutlich tiefer. Statt 1,20 Franken mussten nur noch 1,05 Franken für einen Euro bezahlt werden. Der erstarkende Franken gewann auch gegenüber dem Dollar an Boden. Vor der Kursfreigabe mussten1,02 Franken für einen Dollar bezahlt werden, danach nur noch 86 Rappen.

Einige Marktteilnehmer wurden von der Entwicklung kalt überrascht. Ihre Positionen resultierten teilweise in Verlusten von dreistelligen Millionenbeträgen. Sie hatten sich hinsichtlich der SNB-Entscheidung total verspekuliert.

Der steigende Kurs des Franken brachte richtig positionierten Devisen-Händlern enorme Gewinne. Nicht profitieren konnte unter anderem das Schweizer Beherbergungsgewerbe. Die Hotels registrierten um 8 % fallende Buchungszahlen. Europäische Touristen mieden die Eidgenossenschaft aufgrund des billigen Euro und des stärker werdenden Schweizer Frankens.

Die Auswirkungen auf den Goldpreis

Aufgrund der lockeren Geldpolitik vieler Zentralbanken soll die Nachfrage nach Gold gestiegen sein. Der Schweizer Franken erlangte nach Aufhebung des Mindestkurses zum Euro auch gegenüber dem Dollar enorm an Stärke. Beide Faktoren werden von Fachleuten für den Anstieg des Goldpreises im Jahr 2014 auf rund 1.260 Dollar/Unze verantwortlich gemacht.

Für den Schweizer Franken gibt es aktuell folgende Münzen:

  • 5 Rappen mit Helvetia-Kopf aus Kupfer, Aluminium und Nickel mit 1,8 Gramm Gewicht und glatter Rand-Prägung. Kosten seitens der Herstellung 4,2 Rappen
  • 10 Rappen mit Helvetia-Porträt aus Kupfer und Nickel mit 3,0 Gramm Gewicht und glatter Rand-Prägung. Herstellungskosten 6,5 Rappen
  • 20 Rappen in identischer Ausführung aus Kupfer und Nickel mit Gewicht von 4 Gramm und glattem Rand. Herstellungskosten 8,5 Rappen
  • 50 Rappen oder ein halber Franken mit stehender Helvetia aus Kupfer und Nickel mit 2,2 Gramm Gewicht und geripptem Rand. Kosten der Prägung 7,10 Rappen
  • 1 Franken mit stehender Helvetia aus Kupfer und Nickel mit Gewicht von 4,4 Gramm und gerippter Rand-Prägung. Herstellungskosten 9,9 Rappen
  • 2 Franken mit stehender Helvetia aus Kupfer und Nickel mit 8,8 Gramm Gewicht und geripptem Rand. Hergestellt für 19,5 Rappen
  • 5 Franken mit Wilhelm Tell (oft als Alphirt definiert) aus Kupfer und Nickel mit 13 Gramm Gewicht und gerippt geprägtem Rand.Herstellungskosten 36,3 Rappen.
Schweizer Franken
Schweizer Franken

Bis 1995 gab es Münzen im Wert von 1 und 2 Rappen

Außer den Umlaufmünzen prägt die Schweizer Eidgenossenschaft Sammlermünzen und einmal im Jahr eine Gedenkmünze. Es gibt Münzen aus Gold und Kupfer mit 50 Franken Nennwert sowie Münzen aus Silber und Kupfer mit 10 und 20 Franken Nennwert. Wichtig: Der Nennwert von Sammler- und Gedenkmünzen wird zwar garantiert, aber für den Zahlungsverkehr zugelassen sind sie nicht.

Schweizer Franken in Form von Banknoten

In Schweizer Franken gedruckte Banknoten werden seit 1907 allein von der SNB emittiert und in ausgewählten Druckereien hergestellt. Es gibt mittlerweile 9 Serien mit teilweise begrenzter Gültigkeit.

  • Die 1. Serie wurde 1907 ausgegeben und umfasste Noten mit Wert von 50, 100, 500 und 1.000 Franken. Auf der Vorderseite war ein Porträt der Helvetia zu sehen, die Rückseite zeigte Ornamente
  • Ab 1914 gab es eine 2. Serie mit Noten im Wert von 5, 10, 20, 40, 50, 100, 500 und 1.000 Franken. Die Banknoten waren größer und vielfältiger bedruckt. Auf dem 5-Franken-Schein war Wilhelm Tell abgebildet
  • Die 3. Serie beinhaltete kleinere Banknoten in weniger Stückelungen, es gab lediglich Scheine im Wert von 20 und 100 Franken, allerdings in mehreren Ausführungen. Beide 100-er zeigten verschiedene Porträts von Wilhelm Tell
  • Ab 1938 kam die 4. Serie in Umlauf, sie umfassten Noten im Wert von 50, 100, 500 und 1.000 Franken. Die Banknoten zeigten auf den Vorderseiten verschiedene Frauen-Köpfe und auf den Rückseiten unterschiedliche Motive
  • Die wohl farbenfroheste und seitens der Motive anspruchsvollste Serie 5 kam ab 1956 in Umlauf. Es gab Scheine mit 10, 20, 50, 100, 500 und 1.000 Franken Nennwert. Die Banknoten waren auf der Vorder- und Rückseite mit Porträts und lebendig anmutenden Szenen bedruckt
  • Ab der 6. Serie wurden die Schweizer Banknoten kleiner und setzten moderne Drucke in Szene. Seit der 8. Serie ist der 500-er verschwunden und es gibt einen 200-er. Auf den Scheinen der 9. Serie sind keine Porträts mehr zu sehen, stattdessen zeigen sie Hände in verschiedenen Positionen auf den Vorderseiten und unterschiedliche Motive auf den Rückseiten

Prominente Persönlichkeiten wie Wilhelm Tell sind von den Banknoten der Schweiz seit Jahren verschwunden

In Schweizer Franken notierende Geldscheine gehören zu den sichersten Banknoten der Welt. Bis zu 18 geheime Merkmale sollen Fälschungen effektiv verhindern. Der 1.000 Franken Schein ist die zweit-teuerste Banknote der Welt hinter der 10.000 Dollar Note des Sultanats von Brunei.

Forex Trading am Computer
Forex Trading am Computer

Wie den CHF im Forex-Trading handeln?

Der Schweizer Franken wird von Day-Tradern weniger stark beachtet als angenommen. Gleichwohl steckt im CHF ebenso viel Potenzial wie im EUR oder GBP. Oft gehandelte Paare sind:

  • CHF/ EUR
  • CHF/USD
  • CHF/GBP

Wenn der Euro gegenüber dem Dollar fällt, wird der CHF gegenüber dem USD teurer und umgekehrt. Gehandelt werden die genannten Paare vor allem in der europäischen Session und in der nordamerikanischen Periode. Chancen ergeben sich zwischen 07:00 und 16:00 Uhr MEZ.

Vorteilhaft ist zudem, dass es für diese Paare vergleichsweise viele Prognosen gibt. Indes ist der Handel auf Sicht mit enger Verlustbegrenzung der sicherste Weg zum attraktiven Gewinn. Pro Session sind mit CHF-Paaren rund 50 Pips realisierbar. Bevorzugt werden sollten Phasen mit weniger Volatilität. Ereignisse wie die Payroll-Datenveröffentlichungen sollten Einsteiger tunlichst meiden. Die Reaktionen der großen Marktteilnehmer sind nicht kalkulierbar und können in negativen Überraschungen resultieren.

Gleichwohl wirken sich negative oder positive Daten auf den Schweizer Franken weniger volatil aus als beispielsweise auf das britische Pfund oder den Euro. Währungspaare mit dem CHF eignen sich daher eher für Anfänger zum risikoarmen Sammeln von Erfahrungen. Ungeachtet dessen sollten Day-Trader nie die Verlustbegrenzung bei etwa 5 Pips vergessen und konsequent dem Trend folgen. Die Wahl eines günstigen Brokers erhöht die Chance auf attraktive Gewinne.

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