Bärische Flagge

Bärische Flagge Anleitung & Definition: Wie funktioniert die Flaggenformation?

Der Handel mit Wertpapieren wird immer häufiger auch von privaten Anlegern ausgeführt. Da die künftige Entwicklung der Wertpapierkurse allerdings nicht vorher nicht bekannt ist, brauchen Trader Werkzeuge, die ihnen dabei helfen, bevorstehende Bewegungen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu prognostizieren.

Dazu gehören zahlreiche verschiedene Charttechnik Tools, wie zum Beispiel gleitende Durchschnitte, Preiskanäle oder Formationen. Eine dieser Formationen ist die bärische Flaggenformation. Doch was ist die bärische Flagge überhaupt, wie lässt sie sich erkennen und wie funktioniert der Handel mithilfe der bärischen Flaggenformation? Diese und weitere Fragen beantwortet der folgende Artikel.

Was ist der Bärenmarkt?

Der Markt wird in der Regel in zwei Arten unterteilt: den Bärenmarkt und den Bullenmarkt. Hinter diesen beiden Begriffen stehen die Tiere Bär und Bulle. Während der Bulle aufrecht steht, seinen Rücken nach oben gewandt hat, hat der Bär einen gebückten Rücken und einen gesenkten Kopf.

Entsprechend steht der Bulle auf den Aufwärtstrend, was auch als bullischer Markt bekannt ist und der Bär symbolisiert den Abwärtstrend, auch bekannt als bärischer Markt. Somit bedeutet der Bulle Optimismus an der Börse und der Bär eher für Pessimismus. Allerdings gibt es auch einen Seitwärtsmarkt, der kaum Bewegungen bzw. Schwankungen aufweist.

Was ist die bärische Flagge?

Insbesondere Flaggenformationen kommen beim Trading häufig vor. Trader, die sie richtig interpretieren, können hilfreiche Handelssignale erhalten, die möglicherweise zu einem gewinnversprechenden Trade führen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen bullischen und bärischen Flaggen.

Bei der Flaggen-Formation handelt es sich um ein Muster im Chart – um genau zu sein um ein Trendfortsetzungsmuster, das aus drei Elementen besteht. Zum einen aus einem starken Abwärtstrend, der den Flaggen-Mast darstellt.

Anschließend folgt eine Konsolidierungsphase bzw. Korrektur, in der sich der Kurs für kurze Zeit seitwärts bzw. entgegengesetzt bewegt. Diese Bewegung bildet die Flagge ab. Schließlich wird der vorherrschende Abwärtstrend fortgesetzt.

Erkennen Trader eine bärische Flagge, ist diese ein Hinweis dafür, dass der Kurs fallen wird. Sowohl bullische als auch bärische Flaggen-Formationen treten äußerst häufig auf. Entsprechend kann es auch schnell zu Fehlsignalen kommen, die es von den „guten“ Flaggen-Formationen zu unterscheiden gilt.

Eine solche Formation kann sich über mehrere Tage und bis hin zu vier Wochen erstrecken. Daher eignet sich dieses Charttechnik Tool eher nicht für den kurzfristigen Handel bzw. Daytrading.

Mein Tipp: Größte Trading Auswahl & niedrigste Gebühren

  • Mehrfach regulierter Broker
  • Über 4,000 Märkte ab 0,0 Pips Spread
  • Aktien, Forex, CFDs, ETFs, Kryptos ohne Kommission
  • Variable Hebel möglich
  • Nur 20€ Mindesteinzahlung (PayPal, Kreditkarten & mehr)
  • Perfekte Trading Software für Trader
  • Schnelle Ausführung ohne Slippage
  • Meine Bewertung: 5 out of 5 stars (5 / 5)

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Bärische Flagge Definition

Die Bärische Flagge ist eine trendfolgende Flaggen-Formation, die auf dem bärischen Markt vorkommt, das bedeutet bei einem vorherrschenden Abwärtstrend. Dabei handelt es sich nicht um eine Trendänderung, sondern um eine Korrektur, die anschließend wieder vom vorherigen Trend abgelöst wird.

Welche weiteren Chartmuster gibt es?

Trader können neben der Flaggen-Formation eine Reihe weiterer Formationen und Chartmuster für die Chartanalyse einsetzen. Dazu gehören unter anderem Folgende:

  • Wimpel
  • Double Top
  • Gap
  • Spike

Wimpel

Beim Wimpel handelt es sich um eine Formation, die oftmals mit der Flaggen-Formation verwechselt wird. Allerdings unterscheiden sich diese beiden Formationen in einem wichtigen Punkt: Während die Flagge in der Konsolidierungsphase eine relativ gleichmäßige und symmetrische Entwicklung zeigt, gibt es beim Wimpel eine Zuspitzung. Dies lässt sich in folgender Abbildung erkennen.

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Double Top und Double Bottom

Wie der Name bereits verrät, hat die Double Top bzw. Double Bottom Formation zwei aufeinanderfolgende Spitzen. Dabei erreicht der Kurs beim Double Top nach einem kurzen Einbruch nochmals ein Hoch auf derselben Höhe, bricht aber nicht weiter nach oben aus, sondern stürzt stattdessen ab.

Beim Double Bottom erreicht der Kurs nach kurzem Anstieg nochmals ein Tief auf derselben Höhe, bricht allerdings nicht weiter nach unten aus, sondern steigt stattdessen immer weiter an. Über bzw. unter den beiden Spitzen befindet sich eine Widerstands- bzw. Unterstützungslinie.

Gap

Bei einem Gap handelt es sich um eine Lücke im Kursverlauf. Diese tritt häufig bei großen Indizes, wie beispielsweise dem DAX, auf und entstehen dadurch, dass ein Wertpapier bei Börseneröffnung zu einem deutlich niedrigeren Preis gehandelt wird als es noch am Vortag der Fall war. Grund dafür sind häufig Nachrichten oder Ereignisse, die nach Börsenschluss stattfanden.

Trader nutzen diese Situation, um Gewinn daraus zu erwirtschaften. Erfahrene Händler, die bereits im Voraus einen Kurssprung erwarten, können schon vor Börsenschluss einen Trade mit Stop-Loss und Take Profit ausführen. Allerdings ist diese Methode sehr riskant und kann schnell auch in die falsche Richtung gehen. Dabei muss nämlich die Richtung des Gaps vorhergesagt werden.

Spike

Auch der sogenannte Spike ist eine sehr auffällige Formation. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Spitze bzw. Dorn. Entsprechend ähnelt die Formation optisch einem Dorn, da es dabei zu einem äußerst starken Ausbruch entweder nach oben oder nach unten kommt.

Trader, die den Candlestick-Chart nutzen, erkennen diese Formation an einer dominanten Kerze. Grund für diese Bewegung ist in der Regel, dass viele Händler einen automatischen Stop Loss eingebaut haben, was eine plötzliche starke Entwicklung nach oben oder unten zur Folge hat. Wie bei einem Blitz wird der Druck abgebaut.

Infolgedessen kann es zu einer Trendwende kommen. Daher sollten sich Trader darüber bewusst sein, dass sich der Kurs vermutlich – zumindest über einen gewissen Zeitraum – in die entgegengesetzte Richtung entwickeln wird.

Bärische Flagge Anleitung – So wird die Formation in der Charttechnik genutzt

Um mithilfe der bärischen Flagge traden zu können, muss der Trader diese im Chart allerdings erst finden. Dabei ist zu beachten, dass es bei der bärischen Flagge immer einen vorherrschenden Trend nach unten gibt, der anschließend von einer Korrektur – der sogenannten Konsolidierungsphase – unterbrochen wird.

In dieser Konsolidierungsphase entwickelt sich der Kurs entweder als kurzer Seitwärtstrend oder aber als kurzer Trendwechsel in die entgegengesetzte Richtung – also in diesem Fall nach oben. Eine vielversprechende Methode für Trader ist es, am Ende der Konsolidierungsphase in den Markt einzusteigen. Das bedeutet, wenn sich der vorherige Abwärtstrend fortsetzt.

Wann genau der richtige Zeitpunkt für den Ausstieg erreicht ist, hängt hingegen von der jeweiligen Strategie des Traders und seinen Zielen ab. So steigen einige Anleger beispielsweise aus, sobald der Kurs das vorherige Low der Flagge erreicht hat. Händler, die hingegen mehr Gewinne erzielen wollen, setzen einen Stop Loss, welchen sie immer wieder mitziehen.

Um den Einsatz der bärischen Flagge kurz zusammenzufassen, zeigt folgende Übersicht die drei Schritte, die Händler beim Trading mit der Flaggen-Formation durchlaufen:

  1. Bärische Flagge finden
  2. Passenden Zeitpunkt für den Einstieg ergreifen
  3. Passenden Zeitpunkt für den Ausstieg ergreifen

Fazit: Nützliche Chart-Formation für den mittelfristigen Handel

Die bärische Flagge ist eine trendfolgende Flaggen-Formation, die in Abwärtstrends zu finden ist. Um diese zu handeln, muss sie als erstes ausfindig gemacht werden. Werden diese Flaggen-Formationen falsch interpretiert, kann es oftmals zu Fehlsignalen kommen. Daher ist Vorsicht geboten und Trader sollten die Eigenschaften der Formation genau prüfen, um sicherzugehen, dass es sich dabei tatsächlich um eine bärische Flagge handelt.

Hat der Trader eine Flagge gefunden, wartet er auf den Ausbruch aus der Konsolidierungsphase – das bedeutet auf die Fortsetzung des vorherigen Trends. Er tradet also den Short-Ausbruch der Korrekturbewegung. Allerdings kann sich diese Formation über mehrere Tage und bis zu vier Wochen ziehen. Daher eignet sie sich weniger für den kurzfristigen, sondern mehr für den mittel- bis langfristigen Handel.

(Risikohinweis: 73,81% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Weitere Beiträge zum Thema Trading:

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.