Trading mit Fremdkapital: Wie geht das? Prop Trading erklärt

Die Börse bietet mit den zahlreichen verschiedenen Finanzinstrumenten interessante Gewinnmöglichkeiten, die Trader gern wahrnehmen möchten. Je mehr der Trader investiert, desto höher können die Gewinne ausfallen. Allerdings fehlt vielen Tradern das dafür benötigte Kapital. Doch mit dem Prop Trading ist dies zumindest für erfahrene Händler dennoch möglich. Was Prop Trading überhaupt ist, welche Vor- und Nachteile es mit sich bringt und wie es funktioniert erklärt der folgende Artikel.

Laptop mit Balkenchart auf dem Bildschirm zu sehen. Auf der Tastatur liegt ein Stapel Geldscheine.

Was ist Fremdkapital im Trading?

Bei Fremdkapital im Trading handelt es sich, wie der Name bereits sagt, um das Kapital, das dem Trader nicht selbst gehört. Das Trading mit Fremdkapital – auch bekannt als Prop Trading bzw. Proprietary Trading – bezeichnet also das Trading von Händlern mit fremden Geldern.

Das Prop Trading wird von Finanzunternehmen oder aber Banken angeboten, die den Händlern ihr Kapital zur Verfügung stellen. Diese Händler handeln anschließend im eigenen Namen und auf eigene Rechnung bestimmte Wertpapiere – darunter zum Beispiel Aktien, Forex oder Rohstoffe – um möglichst hohe Gewinne zu erzielen.

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Was unterscheidet den Handel mit Fremdkapital von normalem Trading?

Der Handel mit Fremdkapital findet über sogenannte Prop Trading Firmen statt, während das herkömmliche Trading über Broker abgewickelt wird. Während Prop Trading Firmen an den Gewinnen der für sie tätigen Trader mitverdienen, erzielen Broker ihr Einkommen durch Kommissionen, indem sie für ihre Trader Orders am Markt platzieren.

Tisch mit Glas Wasser, mehreren bedruckten Blatt Papier darauf, einem Smartphone und wenigen Geldscheinen

Zudem investieren Anleger beim klassischen Trading nur ihr eigenes Kapital. Beim Prop Trading hingegen kommen größere Summen, die durch Fremdkapital gedeckt sind, zum Einsatz. Das verspricht meist auch größere Gewinne als es beim herkömmlichen Trading der Fall ist.

Vor- und Nachteile beim Handel mit Fremdkapital

Das Trading mit Fremdkapital mag für einige Trader eine attraktive Möglichkeit darstellen, in kurzer Zeit möglichst hohe Gewinne zu erzielen. Zudem erlaubt es Händlern mit enormen Summen zu hantieren, was ihnen für gewöhnlich nicht möglich ist. Doch neben den zahlreichen Vorteilen hat das Prop Trading auch einige Nachteile. Folgende Übersicht zeigt die Chancen und Risiken, die das Prop Trading mit sich bringt:

vorteile
nachteile
Handel mit großen Summen Kapital
Kostenpflichtiger und komplizierter Aufnahmeprozess
Große Gewinne in kurzer Zeit möglich
Strenge Zielkriterien
Arbeit von zu Hause
Trader kann sein Konto verlieren
Verlustrisiko übernimmt die Firma
Gewinne sind nicht garantiert

Das Trading mit Fremdkapital erlaubt es Händlern mit Summen zu hantieren, die ihnen sonst nicht zur Verfügung stehen würden. Dieses große Kapital ermöglicht es ihnen entsprechend auch umso größere Gewinne innerhalb kurzer Zeit zu erwirtschaften. Durch die hohe Gewinnbeteiligung können Trader mit dem Prop Trading oftmals sogar ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Darüber hinaus ist für den Handel nur ein Computer oder Laptop und eine sichere Internetverbindung erforderlich. Daher kann die Tätigkeit remote, d.h. von überall aus ausgeführt werden. Und das Risiko bei Verlusten übernimmt die Prop Trade Firma, das bedeutet, der Trader hat nichts zu befürchten, sollte es – wider Erwarten – zu Verlusten kommen.

Tafel, auf die eine Weltkarte gemalt ist, wobei die einzelnen Kontinente in verschiedenen Farben gekennzeichnet sind. Darauf liegt ein Spielzeugflugzeug, auf dem eine Person ihren Finger gelegt hat

Ein Nachteil beim Prop Trading ist, dass Händler nicht einfach so damit starten können. Stattdessen müssen sie zunächst einen Aufnahmeprozess durchlaufen, der in der Regel mehrere Stufen umfasst, kostenpflichtig ist und zudem komplex. Außerdem können Trader nicht einfach nach Lust und Laune loslegen mit dem Trading, sondern müssen bestimmte Zielkriterien und Parameter berücksichtigen.

Entsprechend sind die Möglichkeiten nicht uneingeschränkt und Händler müssen ihren Handelsstil unter Umständen anpassen. Hält sich der Trader nicht an die gesetzten Vorgaben kann er sein Trading-Konto auch wieder verlieren. Und auch, wenn es sich einige einfach vorstellen, sind Gewinne nicht garantiert. Entwickelt sich der Markt beispielsweise anders als erwartet, kann es auch schnell zu Verlusten kommen.

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Wie funktioniert Prop Trading?

Für Trader, die mit den eben erwähnten Nachteilen leben können und von den aufgezeigten Vorteilen profitieren wollen, ist Prop Trading genau das richtige. Dabei muss allerdings klar sein, dass nicht jeder die Möglichkeit dafür erhält, mit großen Mengen an Fremdkapital einfach darauf los zu traden.

Stattdessen müssen Interessenten einen meist mehrstufigen, anspruchsvollen und kostenpflichtigen Bewerbungsprozess durchlaufen. Erst wenn sie ihr Können und ihre Expertise dabei unter Beweis gestellt haben, können sie starten. Dafür ist in der Regel langjährige Erfahrung und oftmals sogar eine entsprechende Ausbildung oder anderweitige Qualifikation notwendig.

Mann mit sehr kurzen Haaren und Hemd am Schreibtisch, an dem vier Monitore befestigt sind, auf denen jeweils Charts zu sehen sind

Je nachdem für welche Prop Trading Firma sich der Händler entscheidet, unterscheidet sich der Betrag, den er zunächst zur Verfügung gestellt bekommt. Einige Firmen bieten dem Trader allerdings auch die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, mit welchen Summen sie handeln wollen – natürlich nur bis zu einem gewissen Limit.

Unter Berücksichtigung der zuvor bestimmten Zielkriterien startet der Trader anschließend mit der Anlage des Kapitals in bestimmte Wertpapiere. Ziel dabei ist es selbstverständlich Gewinne zu erzielen, die anschließend mit dem Kapitalgeber entsprechend einer vorher festgelegten Vereinbarung – der Gewinnbeteiligung bzw. dem Profit Split – geteilt werden.

Dieser Profit Split liegt in den meisten Fällen zwischen 60 und 80 Prozent. Das bedeutet der Trader erhält beispielsweise 80 Prozent des Gewinns, während die Prop Trading Firma die restlichen 20 Prozent bekommt. Diese hohe Gewinnbeteiligung ist für interessierte Trader sehr attraktiv und profitabel.

Was ist ein Prop Trader?

Als Prop Trader bezeichnet man Trader, die für diese sogenannten Prop Trading Firmen tätig sind und entsprechend mit Fremdkapital handeln. Sie arbeiten entweder direkt vor Ort (in-house) oder remote und haben so die Flexibilität von überall zu traden. Das klingt für viele Händler zu schön, um wahr zu sein. Doch wie sieht die rechtliche Lage in Bezug auf den Handel mit Fremdkapital hierzulande aus?

Laptop, auf dem Charts angezeigt werden. Darauf liegt ein Smartphone mit geöffnetem Taschenrechner und daneben liegen Geldscheine und Münzen.

Ist der Handel mit Fremdkapital in Deutschland legal?

Die meisten Prop Trading Firmen sind im Ausland – vor allem in den USA – angesiedelt. Dort ist der Handel mit Fremdkapital schon lange möglich. Die Optionen in Deutschland halten sich allerdings in Grenzen. Daher besteht oft die Annahme, dass Prop Trading hierzulande verboten ist. Dem ist jedoch nicht so.

Um eine solche Firma in Deutschland zu gründen ist nur die Eigenhandels-Lizenz der BaFin und die Erfüllung entsprechender Bedingungen erforderlich. Das eigentliche Problem dabei sind rechtliche Hindernisse – insbesondere das deutsche Sozialversicherungsrecht.

Aufgrund der Sozialversicherungspflicht müssen Prop Trading Firmen und Banken, die den Handel mit Fremdkapital anbieten, für jeden beschäftigten Händler Sozialabgaben zahlen, was das Geschäftsmodell eher wenig rentabel macht. Dies ist auch der Grund für die geringe Anzahl an Anbietern in Deutschland. Trader, die für eine solche Firma tätig sind und sonst keine weiteren Beschäftigungen nachgehen, gelten zudem als scheinselbständig.

Das ist in anderen Ländern, wie beispielsweise der USA oder England, besser gelöst: Hier wird der Trader nicht angestellt, sondern als sogenannter Independent Contractor (IC) beschäftigt. Die Auswahl an Prop Trading Firmen im Ausland ist groß. Daher können sich deutsche Trader auch dort nach passenden Unternehmen umschauen. Dennoch bleiben die rechtlichen Probleme davon unberührt.

Zwei Gesetzbücher auf einer weißen Fläche. Davor liegt ein Richterhammer.

Fazit: Profitable Option für erfahrene Trader

Der Handel mit Fremdkapital ist ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell, das besonders erfahrenen Tradern die Möglichkeit gibt, mit enormen Summen an der Börse zu handeln und entsprechend sehr hohe Gewinne zu erzielen. Durch die beachtliche Gewinnspanne können einige Prop Trader durch diese Tätigkeit sogar ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Leider gibt es aufgrund des Sozialversicherungsrechts hierzulande nur wenige Anbieter in diesem Bereich. Zudem müssen sich Trader vor dem Einstieg genaustens mit dem eigenen Risiko- und Moneymanagement beschäftigen und jeder einzelne Trade sollte entsprechend abgesichert sein – beispielsweise durch eine Stop Loss Order.

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Zuletzt geupdated am 21/01/2022 von Andre Witzel

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