Backtesting Trading

Backtesting im Trading: Warum ist es so wichtig für den erfolgreichen Handel

Als Anleger unterliegt man immer einem gewissen Risiko, da niemand mit vollkommener Sicherheit voraussagen kann, wie sich der Markt in Zukunft entwickelt. Dennoch sind Trader bestrebt, Sicherheit in der ungewissen Trading-Welt zu finden und überlassen daher nichts dem Zufall. Um beim Handel mit Wertpapieren langfristig Erfolg zu haben, sollten Händler einen Plan haben und eine Trading Strategie verfolgen.

Eine kleine Tafel auf einer Fläche. Darauf liegt eine Glühbirne und auf der Tafel sind mehrere Striche gezeichnet, die von der Glühbirne weg zu gezeichneten Kreisen führen.

Allerdings sollten Anleger eine Trading Strategie nie anwenden, ohne vorher selbst zu prüfen, ob diese wirklich funktioniert und plausibel ist. Außerdem sollten auch bereits eingesetzte Strategien stets hinterfragt und verfeinert werden. Hier kommt das Backtesting ins Spiel. Was Backtesting ist, wie es funktioniert und welche Methoden es dabei gibt, verrät der folgende Artikel.

Was ist Backtesting?

Durch Backtesting im Trading lassen sich die Erfolgschancen und die Effektivität einer Trading Strategie testen. Dies geschieht anhand von historischen Kursdaten des jeweiligen Wertpapiers. Dabei wird untersucht, wie die gewählte Trading Strategie bisher performt hätte – das heißt, ob sie in verschiedenen Marktphasen profitabel gewesen wäre.

Darüber hinaus kann das Backtesting verraten, welche Performance für die Strategie in Zukunft erwartet werden kann. Die Theorie geht nämlich davon aus, dass Strategien, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, auch in Zukunft gute Ergebnisse liefern werden.

Es ist zwar keine Garantie dafür, dass die Strategie in Zukunft dieselbe Performance aufweist, allerdings bietet das Backtesting dennoch viele Informationen und Erkenntnisse über das gehandelte System. Dementsprechend sinkt das Risiko für Verluste beim Handeln.

Zwei Laptops auf einem Holztisch. Daran sitzen zwei Personen, die ein Stapel Papier bearbeiten. Beide Personen haben jeweils einen Stift in der Hand.

Das Backtesting kann sowohl automatisch als auch manuell durchgeführt werden. Beim manuellen Trading kommt meist Excel zum Einsatz, während der automatisiert Backtest mithilfe bestimmter Tools und Programme durchgeführt wird. Wie die Methoden im Einzelnen funktionieren, wird weiter unten genauer beleuchtet.

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Welche Vor- und Nachteile hat das Backtesting?

Das Backtesting trägt grundsätzlich dazu bei, dass sich die Kenntnisse und Fähigkeiten von Tradern verbessern. Insbesondere Einsteiger können das Backtesting nutzen, um die Dynamik der Finanzmärkte zu verstehen, ohne dass sie echtes Geld einsetzen müssen. So können sie Erfahrung sammeln, ohne ein Risiko einzugehen.

Doch auch erfahrene Trader können vom Backtesting profitieren. Sie können neue Strategien testen, um eine Vorstellung zu bekommen, ob sie auch erfolgreich sein könnte. Außerdem verbessern Händler ihre technischen Analysefähigkeiten durch die Beobachtung und Analyse vergangener Kursbewegungen. So lassen sich wiederkehrende Muster leichter erkennen und Handelsmöglichkeiten einfach identifizieren.

Frau mit grüner Bluse sitzt an einem weißen Schreibtisch. Darauf steht ein Laptop und mehrere Blätter Papier mit Charts darauf. Daneben liegt eine Lupe, ein Taschenrechner und ein Stift.

Darüber hinaus sorgt das Backtesting auch für eine Zeitersparnis, da Trader so die besten Zeitpunkte zum Handeln finden. Insbesondere hilfreich ist dies für das Daytrading. Daytrader verbringen nämlich viel Zeit in der Handelsplattform auf der Suche nach Möglichkeiten zum Markteintritt.

Hier die wichtigsten Vorteile im Überblick:

  • Kenntnisse verbessern (Lernen)
  • Neue Strategien ohne Risiko testen
  • Analysefähigkeiten verbessern
  • Zeitersparnis

Der einzige Nachteil ist, dass selbst die Ergebnisse des Backtesting keine hundertprozentige Sicherheit bieten. Die Performance einer Strategie kann im Voraus nie mit vollkommener Sicherheit prognostiziert werden. Denn auch fachlich richtig durchgeführte Backtests können nicht garantieren, dass eine Handelsstrategie auch in Zukunft auf dieselbe Art und Weise funktioniert, wie sie es in der Vergangenheit tat.

Dennoch erhöht ein Backtest die Wahrscheinlichkeit, dass die getestete Trading Strategie erfolgreich ist und gut performt. Doch wie funktioniert das Backtesting überhaupt?

Wie funktioniert das Backtesting? – Methoden für das Backtesting im Trading

Das Backtesting bietet Tradern die Möglichkeit eigene Handelsstrategien anhand historischer Daten zu bewerten. Wie bereits weiter oben erwähnt, hat der Händler die Wahl zwischen zwei Methoden:

  • Manuelle Backtesting Strategie
  • Automatisierte Backtesting Strategie

Beide werden im Folgenden genauer unter die Lupe genommen.

Manuelle Backtesting Strategie

Soll der Backtest manuell durchgeführt werden, wird dafür meist Excel genutzt. Dabei wird jeder Trade aufgezeichnet und mittels historischer Daten ausgewertet. Informationen, die hier eine Rolle spielen sind unter anderem das Datum sowie die Uhrzeit, der Eröffnungs- sowie der Schlusskurs und der Hoch- sowie der Tiefpunkt. Insbesondere im Daytrading ist die Zeitkomponente von hoher Bedeutung.

Ausschnitt von einem Bildschirm, auf dem ein Datensatz zu sehen ist.

Mithilfe eines grafischen Tools können Kursbewegungen und damit zusammenhängende Kennzahlen nachverfolgt werden. Das manuelle Backtesting bringt einige Vorteile gegenüber der automatischen Methode mit sich. Zum einen kann jeder das manuelle Backtesting durchführen. Durch die manuelle Ausführung entwickeln Trader außerdem ein Verständnis für die Funktionsweise der Tradingsoftware.

Diese Methode ist allerdings mit hohem Aufwand verbunden und nimmt viel Zeit in Anspruch. Daher wird im nächsten Abschnitt die automatisierte Backtesting Strategie näher betrachtet.

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Automatisierte Backtesting Strategie

Mit bestimmten Tools und Softwares hat der Trader hingegen die Möglichkeit den Backtest voll automatisiert durchzuführen. Diese sind in der Regel sowohl kostenlos als auch in kostenpflichtigen Versionen erhältlich. Dabei werden die Vorgänge im Programm automatisch gestartet und beendet und die Trading-Performance wird nicht mehr von menschlichen Emotionen beeinflusst.

Laptop auf einer Bank, daneben liegt eine Sonnenbrille, ein Smartphone und eine Pflanze

Wichtig bei der Auswahl eines passenden Backtesting Programms ist, dass es dem Risikoprofil wie auch der Trading-Persönlichkeit des Händlers entspricht. Je nachdem welche Software der Anleger nutzt, stehen ihm eine Reihe von Indikatoren zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem:

  • Total Return on Equity (ROE): Rendite des insgesamt investierten Eigenkapitals in Prozent
  • Gesamtgewinne und -verluste (Profit und Loss): Gesamte Gewinne und Verluste, in Prozent des insgesamt investierten Eigenkapitals
  • Volatilität: Intensität der Schwankungen, denen der Markt unterliegt
  • Total Profit/Loss Ratio: Gewinn- und Verlusttrades im Verhältnis zueinander
  • Risikoangepasste Renditen: Verhältnis zwischen Renditen und dem Risiko, das mit der Strategie verbunden ist
  • Annualisierte Kapitalrendite: Gesamtrendite der Trading Strategie innerhalb eines Jahres

Berücksichtigt der Trader diese Merkmale, kann er die Leistungsfähigkeit und Effektivität der jeweiligen Trading Strategie besser einschätzen.

Erfolgsfaktoren für das Backtesting

Es gibt gewisse Faktoren, die für den Erfolg des Backtestings wichtiger sind als andere. Wie gut der Test funktioniert, ist also abhängig von bestimmten Variablen. Das bedeutet, dass eine Änderung dieser Variablen den gesamten Prozess beeinträchtigen können. Dabei handelt es sich um folgende Eigenschaften:

  • Verlässlichkeit
  • Darstellung
  • Datenquelle und -qualität

Verlässlichkeit der Backtesting Strategien ist der wohl wichtigste Faktor beim Backtesting. Dabei sollte das Backtesting stets dieselben oder zumindest sehr ähnliche Ergebnisse anzeigen, wenn eine Trading Strategie mehrmals auf einen Datensatz angewandt bzw. getestet wird. So sollte es zwar sein, ist allerdings nicht immer der Fall, was von fehlender Verlässlichkeit zeugt.

Relevant ist auch die Entscheidung, wie die Daten dargestellt werden. Während sogenannte Tick-Charts eine fast perfekte historische Simulation der Daten ermöglichen, ist dieser Vorgang bei Balkencharts verlangsamt. Dabei erhält der Trader für jeden Zeitabschnitt 4 Kurspunkte: den Anfangs- und den Schlusskurs, sowie den Hoch- und den Tiefpunkt. Mit größerem Zeitabschnitt steigt auch die Genauigkeit der Ergebnisse.

Laptop auf einem Holztisch. Daran sitzt eine Person, die ihre linke Hand auf dem Laptop hat und in der rechten Hand ein Smartphone. Sowohl auf dem Laptop als auch auf dem Smartphone werden Charts angezeigt.

Um verlässliche Ergebnisse zu erhalten und ein erfolgreiches Backtesting durchzuführen, sollten auch die Kursdaten möglichst genau sein. Daten des außerbörslichen Handels sind nicht immer gleich. So kommt es beispielsweise vor, dass sich die Kursdaten bei Broker und Banken zum selben Zeitpunkt unterscheiden.

Außerdem sollten sich Trader darüber im Klaren sein, dass Backtesting die realen Märkte niemals perfekt darstellen kann. Es kann immer vorkommen, dass wichtige Ereignisse wie zum Beispiel Verzögerungen, Ausbrüche oder Widerstände darin fehlen.

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Backtesting mit dem MetaTrader

Für Trader, die sich dazu entscheiden, das Backtesting automatisiert durchzuführen, gibt es spezielle Backtesting Softwares. Diese werden häufig von professionellen und institutionellen Tradern genutzt, aber auch bei privaten Anlegern kommen sie gern zum Einsatz. Zu den größten Backtesting Softwares gehört definitiv die Trading-Plattform MetaTrader. Sowohl der MetaTrader 4 (MT4) als auch der MetaTrader 5 (MT5) enthalten automatische Backtesting Tools.

Metatrader Logo

Um einen Backtest auf der Plattform zu machen, muss zunächst der Algorithmus der Strategie – der sogenannte „Expert-Advisor“ – erstellt werden. Dieser Algorithmus muss in der Programmiersprache des MetaTraders (MQL4 bzw. MQL5) verfasst werden. Dementsprechend sind Programmierkenntnisse notwendig. Jedoch kann sich der Anleger seine Strategie auch von einem externen Anbieter gegen Bezahlung programmieren lassen.

Anschließend kann der Trader die Datei einfach in die MetaTrader Plattform einfügen und den Backtest in einem beliebigen Instrument für einen bestimmten Zeitraum ausführen. Daraufhin erhält er detaillierte Informationen darüber, wie die jeweilige Strategie im gewählten Zeitraum performt hätte. Inwiefern sich der MT4 und der MT5 dabei unterscheiden und wie genau das Backtesting funktioniert, wird im Folgenden aufgezeigt.

MetaTrader 4

Für das Backtesting im MetaTrader 4 muss als erstes das Programm heruntergeladen werden. Nun klickt der Trader in der Menüleiste auf den Reiter „Ansicht“ und anschließend auf „Strategietester“. Wenn es schnell gehen soll, kann auch der Shortcut Strg+R genutzt werden. Unter „Einstellungen“ wird dann „Admiral – Trading Simulator.ex4“ angeklickt.

Screenshot vom Strategy Tester im Metatrader 4

Hier kann der Trader unter „Symbol“ das gewünschte Finanzinstrument wählen, genauso wie den Zeitraum, für den er das Backtesting durchführen will. Mit einem Klick auf „Test starten“ beginnt auch schon das Backtesting und der Anleger erhält seine Ergebnisse in kurzer Zeit.

MetaTrader 5

Auch beim MetaTrader 5 muss zunächst die Software heruntergeladen werden, bevor der Händler über „Ansicht“ und „Strategietester“ zu den „Einstellungen“ gelangt. Dort kann er entweder den gewünschten Indikator oder aber den Expert-Advisor auswählen. Der Expert-Advisor muss vorher programmiert werden. Ob der Händler seine Strategie selbst programmiert oder sie von Dritten programmieren lässt, bleibt ihm überlassen.

Daraufhin kann er unter „Symbol“ das jeweilige Finanzinstrument auswählen und den Zeitraum angeben. Gegebenenfalls müssen hier noch einige Angaben ergänzt werden und dann kann der Trader auch schon den „Test starten“. Dabei hat er die Möglichkeit, das Backtesting im visuellen Modus durchzuführen und sich die Positionen anzeigen zu lassen, die seine Strategie im Chart einnimmt.

Screenshot vom Strategietester im MetaTrader5

Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat der MT5 einige Vorteile. Zum einen hat sich die Geschwindigkeit des Testers verbessert, das bedeutet der MT5 hat eine höhere Leistung. Zum anderen ist die Programmierung durch die fortgeschrittene Programmiersprache MQL5 deutlich einfacher.

Darüber hinaus ist der Ressourcenverbrauch geringer und die für das Backtesting notwendigen historischen Daten werden automatisch importiert. Im MT4 hingegen müssen sie manuell – mit der Taste F2 – heruntergeladen werden.

Fazit: Backtesting für eine bessere Performance

Auf dem Markt kann es jederzeit zu unvorhergesehenen Ereignissen durch externe Faktoren kommen. So werden Liquidität sowie Volatilität beeinträchtigt, ohne dass es im Voraus simuliert werden kann.  Doch auch wenn ein Backtest niemals eine Garantie dafür sein kann, dass die eigene Strategie langfristig erfolgreich sein wird, ist es empfehlenswert, die jeweilige Strategie zu testen, bevor sie zum Einsatz kommt.

Anhand historischer Kursdaten gibt das Backtesting Aufschluss darüber, wie die Strategie in Vergangenheit performt hätte und lässt darauf schließen, ob sie auch in Zukunft gute Ergebnisse liefert. Durch die Beobachtung und Analyse verbessern Trader außerdem ihre Analysefähigkeiten, wodurch sich wiederkehrende Muster leichter erkennen lassen.

So fällt es leichter Handelsmöglichkeiten zu identifizieren und die besten Zeitpunkte zum Handeln zu finden. Mithilfe des Backtestings können Einsteiger die Dynamik des Finanzmarktes verstehen und auch erfahrene Trader können Trading Strategien testen, ohne ein finanzielles Risiko einzugehen.

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