12 Börsenweisheiten, die jeder Anleger kennen sollte

So gut wie jeder Anleger an der Börse hört früher oder später die ein oder andere vermeintliche oder auch tatsächliche Börsenweisheit. Sie beraten Händler, wann der beste Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf sei und wie das optimale Vorgehen beim Trading ist. Dadurch haben solche Trading Sprüche häufig einen starken Einfluss auf den Anleger.

Boersenweisheiten

Allerdings stellen sie sich nicht immer auch als wahr heraus. Daher haben wir einige der bekanntesten Börsenweisheiten Zitate etwas genauer unter die Lupe genommen. Welche Börsenweisheiten es gibt und was dahintersteckt zeigt der folgende Artikel.

Welche Börsenweisheiten gibt es?

Für viele Anleger sind Börsenweisheiten Regeln, die sie stets befolgen. Doch nicht jede davon stimmt auch. Im Folgenden schauen wir uns 12 Weisheiten genauer an – darunter Warren Buffet Zitate, Kostolany Zitate und weitere Finanzen-Weisheiten.

1. The Trend is your friend

Diese Weisheit hat sicher jeder Anleger schon einmal gehört. „The Trend is your friend” – oder auf deusch: Der Trend ist dein Freund – sagt aus, dass sich die Börse immer in einem bestimmten Trend befindet – aufwärts oder abwärts. Dabei besteht grundsätzlich die Annahme, dass sich der Kurs eines bestimmten Finanzinstruments in Zukunft stets so weiter entwickelt, wie er es in der Vergangenheit getan hat.

Ist der Kurs zuletzt gefallen, wird er laut dieser Weisheit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiter fallen. Ist er hingegen gestiegen, wird er auch weiter steigen. Sobald sich der Trend umkehrt, sollte der Händler verkaufen. Ob der aktuelle Trend allerdings tatsächlich der Freund ist, ist abhängig von der individuellen Marktpositionierung.

Tablet mit Chart darauf auf einem Holztisch

2. Greife nie in ein fallendes Messer

Diese Weisheit – auf Englisch: „Never catch a falling knife“ – gehört ebenfalls zu den bekanntesten Börsenzitaten. Sie kommt insbesondere zum Einsatz, wenn ein Finanzprodukt in einem Korrekturmodus ist und kein Anleger mehr eine Kauforder erteilen möchte.

Demnach sollten sich Investoren von Aktien fernhalten, deren Kurse sich abwärts entwickeln. Händler sollten also nicht bei fallenden Kursen kaufen. Häufig setzt sich diese Abwärtstrend nämlich weiter fort – wie wir in der oberen Börsenweisheit gesehen haben – und es drohen hohe Verluste.

Viele Anleger gehen nach einer längeren Abwärtsbewegung davon aus, dass der Kurs nun endlich wieder aufwärts gehen muss und haben mit dieser Annahme leider oft Unrecht. Daher sollte man stets im Kopf behalten: Ein fallender Preis allein ist kein Kaufargument.

Stattdessen sollten Trader warten, bis das Messer „auf den Boden gefallen“ ist, das heißt bis sich in den Kursen ein Boden bildet. Händler, die es dennoch riskieren möchten, sollten ausführliche Analysen betreiben, aus welchen Gründen die Aktie fällt.

Messer in einem Baumstamm steckend

Zwar wissen erfahrene Trader und Experten, dass man ein fallendes Messer auch am Griff fangen kann, allerdings sollten Investoren mit langfristigem Anlagehorizont nur in Firmen investieren, die eine gute Bilanz sowie ein vielversprechendes Geschäftsmodell bieten.

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3. Buy on bad news, sell on good news

Die Weisheit “Kaufe bei schlechten Nachrichten, kaufe bei guten Nachrichten“ zeigt, dass Kurse in wirtschaftlichen Krisenzeiten meist fallen und Anleger, die zu diesem Zeitpunkt kaufen, für ihr Geld in der Regel mehr Anteile erhält. Andersrum lohnt sich der Verkauf zu Hochzeiten, d.h. wenn die Wirtschaft boomt, da die Kurse dann hoch sind.

Dabei handelt es sich schon fast um eine reflexhafte Reaktion von Anlegern auf Neuigkeiten. Bei schlechten Nachrichten von Firmen, verkaufen Händler in der Regel Anteile dieser Unternehmen oder lehnen den Kauf von Anteilen ab. Dahinter steht der Ansatz, bei niedrigen Kursen einzusteigen und entsprechend höhere Gewinne zu erwirtschaften, sobald sich das Unternehmen und somit die Aktie erholt hat.

In der Theorie ist es logisch am Kapitalmarkt antizyklisch zu handeln. Jedoch macht es auf lange Sicht nur wenig Sinn, auf Nachrichten zu warten. Dabei handelt es sich nämlich um sehr gefährliche Wetten und um das genaue Gegenteil der beiden oben dargelegten Börsenweisheiten.

Schreibmaschine mit einem Blatt darin, auf dem das Wort News steht

Darüber hinaus ist es ratsam nicht gleich bei der ersten schlechten Nachricht zu kaufen, da in der Regel noch weitere schlechte Nachrichten folgen. Kaufen sollten Anleger erst dann, wenn ein Ende der Abwärtsbewegung in Sicht ist und sich die Unternehmenslage verbessert.

Schlechte Nachrichten allein sind kein Kaufargument. Der Wertpapierhandel ist heute durch Computer und Profis so schnell, dass die Nachrichten meist bereits im Kurs eingepreist sind, bevor private Investoren die Nachricht überhaupt zu Ende gelesen haben. Entsprechend sollten Anleger lieber langfristig investieren, statt auf schnelle Gewinne zu setzen.

4. Politische Börsen haben kurze Beine

Es gibt zahlreiche Faktoren, die den Kurs eines Wertpapiers an der Börse beeinflussen können. Dazu gehört die konjunkturelle Lage, genauso wie das Wechselkursniveau, das Zinsniveau, Unternehmensnachrichten sowie vor allem große politische Ereignisse und Nachrichten – zum Beispiel der Brexit, Importzölle der USA gegen China oder Kriege.

Diese Faktoren lösen Unruhen an den Börsen aus, haben allerdings nur kurzfristig einen Effekt auf den Kurs. Die Schwankungen legen sich meist schnell wieder – innerhalb weniger Tage bis weniger Wochen. Daher sagt man, dass sie von Natur aus relativ „kurze Beine“ haben. Denn auf lange Frist zählen an der Börse nur die Cashflows bzw. Gewinne der Unternehmen – die aktuellen wie auch die zu erwartenden.

Politik

Darüber hinaus gibt es nur sehr selten politische Nachrichten, die Einfluss auf alle Branchen haben. Oft hat die Politik stattdessen nur regionale Auswirkungen auf wenige Unternehmen und Branchen. Am Ende stellen sich politische Nachrichten in der Regel als weniger relevant für die Wirtschaft heraus als es zunächst scheinen mag.

5. An Gewinnmitnahmen ist noch niemand gestorben

Dieses Sprichwort entspricht höchstwahrscheinlich am meisten von allen diesen Weisheiten der Wahrheit. Es bedeutet nämlich, dass eine Gewinnmitnahme kein tödliches, sondern lediglich ein finanzielles Risiko mit sich bringt. Ein Kursgewinn ist zunächst nur ein Gewinn auf dem Papier, der erst zu Geld wird, wenn die Kursgewinne realisiert werden – das heißt, wenn der Anleger seine Anteilsscheine mit Gewinn verkauft.

Wer allerdings eine langfristige Anlagestrategie verfolgt, sollte Unternehmensbeteiligungen nicht verkaufen, nur weil sie schon seit längerer Zeit gut laufen. Investoren, die ihre erwirtschafteten Renditen und Gewinne laufend realisieren, legen ihr Kapital letzten Endes doch wieder an.

Dabei sollten Investoren zunächst überlegen, ob es eine bessere Anlageoption für das Geld gibt, bevor Papiere vorschnell verkauft werden, um Gewinne einzustreichen. Ist das nicht der Fall, sollte der Anleger seine Gewinne laufen lassen. Auf der anderen Seite sollten Anleger wissen, dass sie Werte auch jederzeit verkaufen können, wenn die Lage einmal nicht so rosig aussieht.

Gewinnmitnahmen

6. Der Markt hat immer Recht

Diese Weisheit legt dar, dass Anleger die Fakten und Zahlen, die der Markt vorgibt, nicht hinterfragen sollte, sondern stattdessen vielmehr in die Effizient der Börsen vertrauen sollten. Demnach sind eigene Einschätzungen, Analysen und Vorhersagen unnötig.

Auch Ökonomen und Börsianer sind häufig überzeugt davon, dass die Märkte die richtigen Preissignale liefern. Obwohl dieses Sprichwort eines der bekanntesten Börsenweisheiten ist, gehört es auch zu den am meisten umstrittenen.

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7. Hin und her macht Taschen leer

Die Redensart „Hin und her macht Taschen leer“ gilt für nahezu jeden Anleger – außer für hoch profitable Trader. Sie macht darauf Aufmerksam, dass häufige Transaktionen an der Börse – das heißt Käufe und Verkäufe nicht nur viel Geld kosten. Gleichzeitig haben sie nämlich nachweislich einen negativen Effekt auf die langfristige Performance des Investors und seines Depots.

Entsprechend sollten Anleger nicht zu oft Aktien und andere Wertpapiere kaufen und verkaufen, da jede Transaktion mit Gebühren verbunden ist, die sie erst wieder erwirtschaften müssen.

Leere Taschen

8. Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln

Hin und wieder gibt es in der Wirtschaft große Innovationen – dazu zählt beispielsweise das Internet. Dabei versuchen Firmen durch Investoren mit der neuen Technologie Geld zu verdienen, was allerdings nicht immer langfristig erfolgreich ist. Daher das Sprichwort „Investiere bei einem Goldrausch nicht in die Goldgräber, sondern in Schaufeln.“.

Das bedeutet, dass Anleger nicht in die Unternehmen investieren sollen, die sich im Zentrum des Booms befinden – im Fall der Weisheit: Goldgräber. Vielmehr sollten Investoren ihr Geld in die zugrundeliegende Technologie anlegen – also Schaufeln. Der Grund: Ein Goldrausch hat ein Ende, doch die Schaufel als Werkzeug ist auch nach diesem Goldrausch noch vielfältig nutzbar.

Die „Schaufel“ im Beispiel der Innovation „Internet“ ist Google. Immerhin bracht man eine Suchmaschine, um überhaupt Inhalte im Netz zu finden. Und eine solche hat das Geschäftsmodell von Google geboten. Grundsätzlich können Anleger, die den richtigen Riecher haben, im Goldrausch gewinnen. Wer allerdings auch mit kontinuierlichen, kleineren Gewinnen und geringem Risiko zufrieden ist, sollte in Schaufeln investieren.

Schaufel

9. Sell in May and go away

Auch diese Börsenweisheit gehört zu den bekanntesten. Auf Deutsch: „Verkaufe im Mai und gehe weg.“. Grundlage dieses Sprichwortes von Kostolany ist die Annahme, dass Kurse ab Mai sehr stark fallen – das sogenannte Sommerloch. Obwohl es in diesen Monaten sowohl weniger Börsengänge als auch ein geringeres Handelsvolumen gibt, hat dies keine direkten Auswirkungen auf die durchschnittlichen Kursnotierungen.

Wenn diese Weisheit allerdings von allen Investoren angewandt wird, kann sie grundsätzlich nicht zum Erfolg führen. Denn eine Strategie, die Überrenditen ermöglicht, würden zahlreiche Trader übernehmen und somit währen in nur kurzer Zeit alle Gewinne hinfällig. Anleger, die sich dennoch dazu entscheiden, dieser Weisheit folge zu leisten, sollten das ganze Sprichwort berücksichtigen. Es geht nämlich weiter mit „… but remember to come back in september.“ – also „aber vergiss nicht, im September zurückzukommen.“.

Der Ursprung dieses Zitats liegt in der britischen Oberschicht des 17. Und 18. Jahrhunderts. Damals beeinflusste nämlich genau diese das Geschehen an der Londoner Börse. Da sie im Sommer üblicherweise verreisten und ihren Urlaub genießen wollten, statt an Geld zu denken, verkauften sie ihre Aktien vor der Abreise im Mai. Erst nach ihrer Rückkehr im September nahmen sie ihre Aktivität wieder auf.

London Stock Exchange

Heute macht diese Vorgehensweise allerdings keinen Sinn mehr, da sich Anleger jederzeit und überall über das Geschehen an der Börse informieren können und dank der Digitalisierung auch unterwegs flexibel auf Änderungen reagieren können.

10. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen

Vor allem Investoren mit langfristigem Anlagehorizont sollten diese Börsenweisheit immer im Hinterkopf behalten. Insbesondere unter Privatanlegern gibt es einige, die in ihrem Portfolio über einen regelrechten Friedhof mit Depotleichen verfügen.

Dabei handelt es sich um Anlagen, die nur der kurzfristigen Spekulation bzw. Trading dienen sollten, aber dann vermutlich vergessen und zur langfristigen Anlage wurden. „Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“ meint, dass Anleger schlecht laufende Wertpapiere nicht zu lange im Depot verweilen lassen sollten.

Wer auf eine Kursumkehr hofft, verpasst in der Regel zahlreiche neue Chancen an der Börse und fördert mit seiner Investition mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein schlechtes Geschäftsmodell bzw. ein unfähiges Management. Darüber hinaus sollten Anleger gut laufende Aktien, die also Gewinne erwirtschaften nicht voreilig verkaufen.

Verluste begrenzen Boersenweisheit

11. Kaufe Standardwerte und nimm ein Schlafmittel

Auch dieses Sprichwort ist ein Zitat von Kostolany. Es gehört zu seinen bekanntesten Weisheiten und besagt im Grunde, dass sich Geduld an der Börse langfristig auszahlt. Das gesamte Zitat lautet: „Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“.

Standardwerte benötigen einen längeren Zeitraum, um maßgebliche Kurssteigerungen zu realisieren. Im Gegenzug dafür handelt es sich allerdings auch um eine deutlich sicherere Geldanlage als riskante Papiere wie Start-ups oder Fin-Techs.

Heutzutage ist es leichter denn je, den aktuellen Stand des Portfolios zu prüfen – meist genügt schon ein einziger Klick. Gleichzeitig werden Anleger mit Informationen zum Börsenverlauft fast schon überschüttet. Das kann Aktionismus und Fehler zur Folge haben, denn private Anleger neigen oftmals dazu, auf Informationen zu überreagieren.

Nicht ueberreagieren

So kaufen sie Werte, weil Nachrichten einen positiven Verlauf angekündigt haben oder verkaufen sie, nur weil sie für wenige Tage nicht gut liefen. Stattdessen empfiehlt es sich in der Regel vorübergehende Verluste auszuhalten, um langfristige Gewinne zu erwirtschaften.

Besitzer von Einzelaktien sollten auf der anderen Seite das Geschehen nicht so lange unberücksichtigt lassen. Sie sollten regelmäßig die Performance prüfen, um nicht zu lange an „Verliereraktien“ festzuhalten und so Verluste zu begrenzen.

12. Sei gierig, wenn andere ängstlich sind, sei ängstlich, wenn andere gierig sind

Im Vergleich zu anderen wirtschaftlichen Märkten, herrscht an der Börse eine Anomalie, denn die Nachfrage beispielsweise nach Autos steigt dann, wenn der Preis sinkt. An Finanzmärkten verhält es sich umgekehrt: Das Interesse und somit die Nachfrage nach einem Basiswert steigt, wenn auch der Kurs, das heißt der Preis steigt. Grund dafür ist das gestärkte Vertrauen der Anleger, dass sich die Preiskurve auch so weiterentwickelt.

Diese Weisheit „Sei gierig, wenn andere ängstlich sind, sei ängstlich, wenn andere gierig sind.“ von US-Investor Warren Buffett sagt im Grunde aus, dass Anleger beim Kauf von Aktien nicht den aktuellen Trends folgen sollten. Sie sollten stattdessen die antizyklische Strategie anwenden. Diese Strategie empfiehlt Händlern bei fallenden Kursen zu kaufen und Käufe von Aktien mit hohen Kursen zu vermeiden.

Gegen den Strom schwimmen

Herdenverhalten an der Börse empfindet Buffett als fragwürdig. Bei großem Optimismus an den Finanzmärkten rät er deshalb dazu seine Aktien zu verkaufen. Andersrum sind Zeiten, in denen Investoren ängstlich sind, weil die Kurse über einen langen Zeitraum gefallen sind, eine gute Gelegenheit zum Kauf.

Laut Buffett handeln Investoren meist viel zu spät. Sie sollten gegen den Strom schwimmen und die Kunst dabei ist es, zu erahnen, wenn die Vernunft an den Börsen in Euphorie überschwappt.

Fazit: Nicht jede Börsenweisheit ist noch aktuell

Es gibt nahezu unzählige Weisheiten, Zitate und Sprichworte im Bereich der Finanzmärkte und Börsen. Davon haben wir uns in diesem Beitrag zwölf der bekanntesten genauer angeschaut. Dabei ist aufgefallen, dass viele davon auch heute nicht Gültigkeit haben – allerdings nicht alle. Darunter beispielsweise „Sell in may and go away“. Es lohnt sich also diese Weisheiten unter die Lupe zu nehmen und zu evaluieren, inwiefern diese Weisheit noch heute anwendbar ist.

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Zuletzt geupdated am 06/05/2022 von Andre Witzel

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