Alex Abate Autorin bei trading-fuer-anfaenger.de
Geschrieben von: Alex Abate
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Überprüft von: Maren Dinges
Finanzierung

Mit dem heutigen technologischen Fortschritt haben Trader die Möglichkeit, rund um die Uhr zu traden. Finanzmärkte haben 24 Stunden am Tag geöffnet und Händler aus aller Welt können unabhängig von Standort und Zeitzone darauf zugreifen.

Trading Session: Fakten im Überblick

  • Eine Trading Session ist von den Börsenöffnungszeiten abhängig.
  • Die Anlagestrategie bestimmt über die Dauer einer Trading Session.
  • Der weltweite Handel ermöglicht das Traden zu verschiedenen Zeiten.
Trading Session

Dabei ist allerdings zu beachten, dass die jeweiligen Handelsbedingungen nicht zu jeder Tageszeit gleich sind. Je nach Tagesabschnitt – auch Sitzung oder Session genannt – unterscheiden sich unter anderem Volatilität und Liquidität. Doch was ist so eine Trading Session überhaupt, welche Trading Sessions gibt es und wie funktioniert eine erfolgreiche Trading Session? Diese Fragen beantwortet der folgende Artikel.

Was ist eine Trading Session? Definition

Bei einer Börsensitzung – auch als Handelssitzung oder Trading Session bekannt – handelt es sich um einen Zeitraum, der mit den offiziellen Handelszeiten der jeweiligen Zeitzone übereinstimmt. Je nach Markt und Standort variieren diese Zeiten.

Grundsätzlich versteht man unter einer Trading Session einen einzelnen Geschäftstag auf dem lokalen Finanzmarkt, das bedeutet von der Eröffnung bis zur Schlussglocke des Marktes. Die Haupthandelszeiten unterscheiden sich dabei wegen unterschiedlicher Zeitzonen von Land zu Land.

Weiße Wand, an der vier Uhren hängen. Sie zeigen unterschiedliche Uhrzeiten an und darunter hängt jeweils ein Schild mit der dazugehörigen Stadt.

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Welche Trading Sessions gibt es?

Insbesondere für Forextrader, aber auch für alle anderen Trader, ist die Volatilität ein wichtiger Einflussfaktor der Tradingperformance. Obwohl der Finanzmarkt rund um die Uhr geöffnet hat, gibt es drei Zeiträume, in denen die Aktivität höher ist als sonst. Dabei handelt es sich um die Trading Sessions der drei größten Finanzzentren der Welt: Tokio, London und New York. Etwas förmlicher ausgedrückt:

  • Asiatische Session
  • Europäische Session
  • US Session

Die drei Städte repräsentieren die jeweilige Region: Tokio steht für Asien, London für Europa und New York steht für die USA bzw. Nordamerika. Dort befinden sich große, einflussreiche Institutionen. Sobald an jedem dieser Orte eine Session läuft, erhöht sich die Volatilität und Kursbewegungen sind merklich. So kann es beispielsweise bei Handelsbeginn in New York zu größeren Schwankungen der Kurse kommen.

Chart, der die Schwankungen nach Start der Trading Session in New York zeigt

Tokio Session

Den Startschuss eines Trading-Tages macht der asiatische Markt mit der Tokio Session. Die asiatische Session beschränkt sich allerdings nicht nur auf Tokio. Auch in Neuseeland, China, Australien und Russland – das heißt in verschiedenen Zeitzonen – findet der asiatische Handel statt. Daher erstreckt sich auch die übliche Trading Session über einen längeren Zeitraum.

Die asiatische Session startet um 23:00 Uhr und endet um 9:00 Uhr MEZ, d.h. deutscher Zeit. Dabei ist die Kernhandelszeit mit höherem Volumen zwischen 1:00 Uhr und 7:00 Uhr MEZ. Sowohl am Forexmarkt als auch der Nikkei wird dort aktiv gehandelt.

London Session

Im Anschluss an die asiatische Börsensitzung folgt die London Session bzw. Europäische Session. Mit dem Handelsstart in London kommt schon etwas mehr Bewegung auf den Wertpapiermarkt, da London der größte Handelsplatz für Währungen weltweit ist. Dementsprechend nimmt das Volumen zu, sobald die Händler der Big Player in den Handelstag starten.

Außenseite eines Gebäudes mit der Aufschrift "London Stock Exchange Group"

Auch in Frankfurt sowie Paris befinden sich große, einflussreiche Firmen und Institutionen, die für zusätzliches Volumen sorgen. Der Handelstag in Europa beginnt um 8:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr MEZ.

New York Session

Das Ende unseres Handelstages macht die New York Session, die gegen 15:30 Uhr MEZ startet. Das entspricht etwa 9:30 Uhr örtlicher Zeit. Dabei steigt das Volumen am Forex- und Aktienmarkt erneut Stück für Stück an. Das liegt zum einen daran, dass die europäischen Händler nach einer Pause wieder zurück an ihren Trading Desk kommen. Zum anderen liegt es am Handelsstart der US-Händler.

Zwischen 15:30 Uhr und 17:00 Uhr ist sowohl die London Session als auch die New York Session aktiv. Diese Überschneidung ist für Trader besonders interessant, da in diesem Zeitraum die Volatilität oftmals auf dem Tageshoch ist. Der Handelstag in Nordamerika endet um 22:00 Uhr MEZ bzw. 16:00 Uhr EST.

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Handelszeiten weltweit

Grundsätzlich wird zwischen den drei eben vorgestellten Trading Sessions unterschieden. Hier ein Überblick über die jeweiligen Handelszeiten:

Grafik, die die Handelszeiten verschiedener Sessions darstellt

Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Börsen, die sich ebenfalls in ihren Handelszeiten unterscheiden. Dazu gehören Börsen in Nord- sowie Südamerika, Europa, Asien, Australien und Afrika.

NameZeitzoneHandelszeiten vor OrtHandelszeiten in MEZPause in MEZ
New York Stock Exchange (NYSE)EST9:30 Uhr – 16:00 Uhr15:30 Uhr – 22:00 UhrNein
Nasdaq Stock MarketEST9:30 Uhr – 16:00 Uhr15:30 Uhr – 22:00 UhrNein
Toronto Stock Exchange (TSX)EST9:30 Uhr – 16:00 Uhr15:30 Uhr – 22:00 UhrNein
Tokyo Stock ExchangeJST9:00 Uhr – 15:00 Uhr1:00 Uhr – 7:00 Uhr3:30 Uhr – 4:30 Uhr
Stock Exchange of Hong Kong (SEHK)HKT9:30 Uhr – 16:00 Uhr2:30 Uhr – 9:00 Uhr5:00 Uhr – 6:00 Uhr
Shanghai Stock Exchange (SSE)CST9:30 Uhr – 15:00 Uhr2:30 Uhr – 8:00 Uhr4:30 Uhr – 6:00 Uhr
Shenzhen Stock Exchange (SZSE)CST9:30 Uhr – 14:57 Uhr2:30 Uhr – 7:57 Uhr4:30 Uhr – 6:00 Uhr
Taiwan Stock Exchange (TWSTCST9:15 Uhr – 13:30 Uhr2:15 Uhr – 6:30 UhrNein
National Stock Exchange of India (NSE)IST9:15 Uhr – 15:30 Uhr4:45 Uhr – 11:00 UhrNein
BSE LimitedIST9:15 Uhr – 15:30 Uhr4:45 Uhr – 11:00 UhrNein
Saudi Stock ExchangeAST10:00 Uhr – 15:00 Uhr8:00 Uhr – 13:00 UhrNein
Korea Exchange (KRX)KST9:00 Uhr – 15:30 Uhr1:00 Uhr – 7:30 UhrNein
London Stock ExchangeGMT8:00 Uhr – 16:30 Uhr9:00 Uhr – 17:30 Uhr13:00 Uhr – 13:02 Uhr
Euronext AmsterdamMEZ 9:00 Uhr – 17:30 UhrNein
Frankfurt Stock ExchangeMEZ 9:00 Uhr – 17:30 UhrNein
Nasdaq Stockholm ABMEZ 9:00 Uhr – 17:25 UhrNein
SIX Swiss ExchangeMAZ 9:00 Uhr – 17:20 UhrNein
B3 S.A.BRT10:00 Uhr – 17:55 Uhr14:00 Uhr – 21:55 UhrNein
Australian Securities Exchange (ASX)AEDT10:00 Uhr – 16:00 Uhr0:00 Uhr – 6:00 UhrNein
Johannesburg Stock Exchange (JSE)SAST9:00 Uhr – 17:00 Uhr8:00 Uhr – 16:00 UhrNein

Wie funktioniert eine Trading Session?

Wie bereits erwähnt, variieren die Handelszeiten je nach Land und Zeitzone. Und auch die Anlageklasse hat einen Einfluss darauf. Die reguläre Trading Session für US-Aktien richtet sich beispielsweise nach den Arbeitszeiten an der New York Stock Exchange. An Wochentagen von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr und an Feiertagen bis 13:00 Uhr.

Um Probleme zu vermeiden, wird Tradern empfohlen sich vorher über die Handelszeiten der jeweiligen Wertpapiere und Derivate zu informieren, mit denen gehandelt werden soll. Wichtig zu wissen ist außerdem, wann die Trading Sessions der größten Finanzzentren beginnen, da zu diesen Zeitpunkten der Markt in Schwung kommt.

Besonders gute Chancen auf einen günstigen Trade haben Händler zum einen, wenn die London Session beginnt und zum anderen zum Handelsstart an der New Yorker Börse. Zu diesem Zeitpunkt – um 14:00 Uhr MEZ – sind sowohl die London Session als auch die New York Session aktiv, wobei das Volumen deutlich steigt.

Außenseite eines Gebäudes mit der Aufschrift "New York Stock Exchange"

Vorbereitung ist für eine erfolgreiche Trading Session das A und O. Händler sollten ein Trade nie ausführen, wenn dieser nicht ordentlich vorbereitet ist. Dafür muss der Trader das bestimmte Wertpapier gut im Auge behalten und nicht einfach handeln, aus Angst einen Trade zu verpassen.

Fazit: Trading Session muss zur eigenen Strategie passen

Durch die technologischen Fortschritte im Trading ist es Händlern theoretisch möglich, rund um die Uhr zu handeln. Dennoch ist es wichtig, die Handelszeiten zu kennen und sich mit den Trading-Chancen und -Risiken, die jede dieser Börsensitzungen bietet, auseinanderzusetzen. Abhängig von der individuellen Strategie kann jeder Trader für sich entscheiden, welche Trading Sessions er nutzen möchte.

Letztendlich lässt sich sagen, dass die Tokio Session die ruhigste Zeit am Markt ist. Sobald die Handelszeit in London startet, bewegt sich der Markt schon deutlich schneller und die Trading Session in New York sorgt – insbesondere durch die Überschneidung – für die größte Volatilität.

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Meist gestellte Fragen zu Trading Sessions:

Was ist eine Trading Session?

Unter einer Trading Session versteht man die Sitzung, die innerhalb eines Handelstages an einem bestimmten Börsenplatz stattfindet. Beispiele für Trading Sessions sind die japanische Sitzung von 9-15 Uhr Ortszeit, die deutsche Sitzung von 9-17.30 Uhr Ortszeit und die amerikanische Sitzung von 9.30-16 Uhr Ortszeit.

Welche Trading Session ist die beste für deutsche Trader?

Die beste Trading Session für deutsche Trader sind die deutsche und die Londoner Sitzung sowie die amerikanische Sitzung. Insbesondere zu den Zeiten, in denen sich beide Sessions überschneiden (15.30-17.00 Uhr) sind Liquidität und Volatilität auf nahezu allen Märkten am höchsten, weshalb es hier in der Regel auch die besten Trading Chancen gibt.

Während die australische und japanische Sitzung ebenfalls interessant sind, sind diese Aufgrund der Zeitverschiebungen schwierig zu handeln, zudem verfügen europäische und amerikanische Assets während dieser Sitzungen nur über wenig Liquidität.

Wann sind die Forex Trading Sessions?

Die Forex Trading Sessions beginnen Sonntags um 23 Uhr mit der asiatischen Session und enden am Freitag um 22 Uhr mit der amerikanischen Sitzung. Im Gegensatz zum Börsenhandel sind Forex Märkte unter der Woche rund um die Uhr geöffnet.

Alex Abate Autorin bei trading-fuer-anfaenger.de
Alex Abate
Autorin und Investorin
Über den Autor: Erfahrene Investorin seit 2017 im Bereich Aktien und ETFs. Spezialisierung auf Short-Selling und den Einsatz von Derivaten. Sie besitzt einen Bachelor in Wirtschaftswissenschaften.
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