Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel
johannes striegel
Überprüft von: Johannes Striegel
Finanzierung

Nick Leeson ist eine bekannte Figur in der Welt des Finanzhandels und ein symbolischer Beleg für die Gefahren, die mit unethischem und risikoreichem Trading verbunden sind. Leeson war der Händler, der im Jahr 1995 durch seine unverantwortlichen Handelsaktivitäten die Investmentbank Barings ins Verderben stürzte und zum Konkurs führte.

Seine Geschichte zeigt, wie schnell ein einzelner Trader die Stabilität einer ganzen Bank und damit auch die des gesamten Finanzsystems gefährden kann. In diesem Text werden wir uns mit Leesons Fall und dessen Auswirkungen auf die Bankenwelt befassen.

Key Facts: Nick Leeson

  • Nick Leeson ist ein ehemaliger britischer Derivatetrader, bekannt für seine Rolle im Zusammenbruch der Barings Bank
  • In Singapur verursachte er durch ungenehmigte Spekulationen auf den Nikkei Verluste in Höhe von 827 Millionen Pfund
  • Dadurch ging die Barings Bank pleite
  • Leeson wurde wegen Betrugs und Fälschung in Singapur zu einer Haftstrafe verurteilt und verbrachte vier Jahre im Gefängnis
  • Nach seiner Freilassung wurde er ein gefragter Redner zu Themen wie Risikomanagement und Unternehmensverantwortung
  • Leeson hat seine Erfahrungen in einem Buch „Rogue Trader“ niedergeschrieben, das später verfilmt wurde
  • Heute arbeitet er als Botschafter für eine gemeinnützige Organisation, die Menschen mit psychischen Gesundheitsproblemen unterstützt

Wer ist Nick Leeson?

Nick Leeson war ein britischer Händler und ehemaliger Angestellter der Barings Bank. Leeson wurde in Watford geboren, sein Vater war Maurer, seine Mutter eine Krankenschwester. 1985 begann er als Aushilfe bei einer privaten Bank. Von dort aus versuchte er sich Stellen bei besseren Banken zu sichern, bis er 1987 bei Morgan Stanley landete. Dort machte er sich mit dem Thema Futures und Optionen vertraut, sodass er zwei Jahre später bei Barings Bank landete, wo sein Verhalten auch für das Bankrottgehen der Firma sorgte.

Geburtsdatum:Strategien:Geschätztes Vermögen:
25.02.1967Doubling-Trading-Strategie3 Milliarden US-Dollar

Als Baring immer größer wurde, hat man Nick dafür eingeteilt, den neuen Standort in Singapur zu leiten, welcher sich genau auf seine Expertise, nämlich Futures und Optionen fokussierte. Dort fing dann seine Trading-Karriere an, die milliardenschwere Verluste mit sich brachte.

Er wurde bekannt, als er im Jahr 1995 durch unethisches und risikoreiches Trading die britische Investmentbank ins Verderben stürzte und zum Konkurs von dem ältesten Bankhaus Großbritanniens führte. Leeson hatte Verluste im Zusammenhang mit Spekulationen auf den japanischen Aktienmarkt und den Nikkei-Index verschleiert und auf einem sogenannten „Error Account“ versteckt, um sie vor der Entdeckung zu verbergen. Als die Verluste schließlich ans Licht kamen, beliefen sie sich auf über 1,4 Milliarden USD.

Leeson flüchtete nach Frankfurt am Main in Deutschland, wurde aber noch am Flughafen verhaftet. In Singapur wurde er zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt. Er schrieb während seiner Haft ein Buch über seine Erfahrungen, das unter dem Titel „Rogue Trader“ veröffentlicht wurde. Als er danach entlassen wurde, kämpfte er gegen viele persönliche und gesundheitliche Probleme an. Heute handelt er in den Aktienmärkten und spricht gelegentlich auf Events.

Vermögen von Nick Leeson
Obwohl Nick Leeson innerhalb seiner Karriere mehr als eine Milliarde USD beim Trading verloren hat, tradet er immer noch, jetzt aber mit seinem eigenen Geld. Er betreibt seine eigene Trading-Plattform, in der er auch seine eigenen Trading-Signale veröffentlicht und „One on One Mentoring“ für Trader anbietet. Nick Leesons Net-Worth beträgt etwa 3 Millionen USD. Neben dem Trading verdient er sein Geld durch Public Speaking, für die er etwa 8.000 USD für eine einstündige Rede verlangt. Bei den durchschnittlich zwei Malen, die er im Monat spricht, ergibt das ein Einkommen von fast 200.000 USD im Jahr.

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Trading und Investment Strategien

Wer mit dem Casino vertraut ist, weiß auch, was die Doubling Strategie ist. Die Doubling Strategie ist eine allgemeine Bezeichnung für eine Vorgehensweise, bei der man seinen Einsatz verdoppelt, um einen größeren Gewinn zu erzielen oder einen Verlust zu minimieren. Diese Strategie kann in verschiedenen Bereichen angewendet werden, zum Beispiel beim Glücksspiel, beim Investieren oder auch beim Wetten. In vielen Fällen geht es bei der Doubling Strategie darum, ein höheres Risiko einzugehen, um die Chance auf einen größeren Gewinn zu erhöhen. 

Trading und Investment Strategien

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Strategie nicht immer erfolgreich sein wird und sie das Risiko erhöht, dass man seinen Einsatz verliert. Daher ist es wichtig, sorgfältig abzuwägen, bevor man sich für diese Strategie entscheidet. In Leesons Fall hat die Strategie dafür gesorgt, dass er seine Verluste exponentiell gesteigert hat. So schaffte er es, seine Verluste in Höhe von 2 Millionen Pfund innerhalb eines Jahres 23 Millionen Pfund zu steigern. Ein Jahr später waren die Verluste nochmals etwa neunmal so hoch wie zuvor. Eine seiner letzten Spekulationen war sogar eine konservativere Wette. Er setzte eine Summe von mehreren hundert Millionen Pfund darauf, dass die japanischen Märkte über Nacht nur kleine Fluktuationen aufweisen würden. Unglücklicherweise kam es kurz vor Marktöffnung zu einem der verheerendsten Erdbeben in Japan. Dies sorgte natürlich dafür, dass die Märkte stark fielen, was wiederum große Verluste für Nick Leeson bedeutete.

Biografien und Bücher

Während seiner Inhaftierung schrieb Leeson das Buch “Rogue Trader: How I Brought Down Barings Bank and Shook the Financial World”, wo er, wie im Titel schon erwähnt, auf seine Geschichte eingeht und vor allem zeigt, wie hoch der Leistungsdruck war, der im Endeffekt dafür sorgte, dass seine Wetten zu groß wurden. Das Buch war so beliebt, dass es 1999 sogar verfilmt wurde.

Helles Buchregal

Wenige Jahre später schrieb Nick Leeson das Buch „Back from the Brink: Coping with Stress“, wo er auf die Zeit nach seiner Inhaftierung einging und den damit verbunden Geschehnissen wie etwa seine Scheidung oder sein Kampf mit Krebs.

Da Nicks Handeln bei der Barings Bank als der Skandal des Jahrhunderts beschrieben wurde, wurde auch in jeglichen Finanzmagazinen, so wie etwa „The Independent“ oder „The Daily Telegraph“ über den Engländer berichtet.

Kontaktdaten und weitere Infos zu Nick Leeson

Nick Leeson ist für risikoreiche Trades, seine Doubling Strategie sowie Spekulationen am japanischen Markt bekannt. Neben dem Investieren ist Nick Leeson zudem ein bekannter Keynote-Speaker, Referent und eine TV- sowie Media-Persönlichkeit.

Weiterführende Informationen zu Nick Leeson und seinem Leben finden Sie hier:

Webseite:Nickleeson.com
Instagram:@theoriginalroguetrader
Twitter:@TheNickLeeson
E-Mail:Presse: [email protected]

Fazit: Was kann man von Nick Leeson lernen?

Nick Leesons Fall zeigt deutlich, dass unethisches und risikoreiches Trading zu schwerwiegenden Folgen führen kann. Seine Geschichte ist eine Mahnung dafür, dass es unerlässlich ist, die Regeln und Gesetze im Bereich des Tradings zu befolgen und dass es wichtig ist, verantwortungsbewusst und vorsichtig zu handeln, um das Risiko von Verlusten und möglichen rechtlichen Konsequenzen zu minimieren. Es ist auch wichtig, die Bedeutung von Transparenz und Ehrlichkeit im Handel zu betonen, da dies dazu beitragen kann, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Finanzmärkte zu stärken.

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FAQ: Meistgestellte Fragen zu Nick Leeson

Welche Rolle spielte Leeson beim Zusammenbruch der Barings Bank?

Nick Leeson spielte eine zentrale Rolle beim Zusammenbruch der Barings Bank im Jahr 1995. Er war zu dieser Zeit als Händler für die Bank tätig und spekulierte auf den japanischen Aktienmarkt und den Nikkei-Index. Durch unethisches und risikoreiches Trading verursachte er Verluste im Umfang von über 1,3 Milliarden USD, die er auf einem sogenannten „Error Account“ versteckte, um sie vor der Entdeckung zu schützen. Als die Verluste schließlich ans Licht kamen, war die Barings Bank nicht in der Lage, sie auszugleichen, was letztendlich zu ihrem Konkurs führte.

Welche Auswirkungen hatte Leesons Handeln auf die Bankenwelt und das Finanzsystem insgesamt?

Leesons unethisches und risikoreiches Trading hatte schwerwiegende Auswirkungen auf die Bankenwelt und das Finanzsystem insgesamt. Der Zusammenbruch der Barings Bank, der auf seine Handlungen zurückzuführen war, gilt als einer der größten Skandale in der Geschichte des Bankwesens und hat das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Finanzmärkte erheblich erschüttert. Es führte auch zu einer Verschärfung der Regulierung im Bankensektor und zu einem verstärkten Fokus auf die Einhaltung von Gesetzen und ethischen Standards im Trading.

Wie kann man verantwortungsvolles und ethisches Trading fördern?

Es gibt einige Maßnahmen, die dazu beitragen können, verantwortungsvolles und ethisches Trading zu fördern. Zunächst einmal ist es wichtig, dass Händler und Investoren die Gesetze und Regeln im Bereich des Tradings kennen und sich strikt daran halten. Dies kann durch die Bereitstellung von Schulungen und Fortbildungen für die Beteiligten sichergestellt werden. Es ist auch wichtig, dass Unternehmen strenge Compliance- und Kontrollmechanismen implementieren, um sicherzustellen, dass alle Handelsaktivitäten innerhalb der geltenden Gesetze und ethischen Standards durchgeführt werden. Transparenz und Offenheit sind ebenfalls wichtig, um das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Finanzmärkte zu stärken.

Trader Andre Witzel
Andre Witzel
Gründer & Chefredakteur
Über den Autor: Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Geschrieben von: Andre Witzel Gründer & Chefredakteur
Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Reviewed by: Johannes Striegel Autor, Texter & Redakteur
Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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