Lightning Network

Was ist das Lightning Network des Bitcoins? Erklärung & Definition

Es gibt Begriffe beim Bitcoin und bei anderen Kryptos, die nicht auf Anhieb verstanden werden von Einsteigern. Dazu gehört auch Lightning Network. In diesem Glossar zu Kryptowährungen erklären wir Ihnen, was das Lightning Network des Bitcoin ist und wie es sich definiert. Wir sagen Ihnen, wie es funktioniert und welche Vorteile und Nachteile dieses Netzwerk hat.

Lightning Network

Je bekannter der Bitcoin wurde und je höher die Marktkapitalisierung, desto mehr Transaktionen wurden mit dieser Kryptowährung durchgeführt. Dies hat dazu geführt, dass die Transaktionen immer länger dauern, weil es auf der Bitcoin Blockchain nur begrenzt Plätze gibt, während viele andere Kryptos viel schneller sind beim Durchführen von Zahlungen und Überweisungen an andere Wallets. Es wurde im Laufe der Jahre immer deutlicher, dass es hierfür eine Lösung beim Bitcoin geben muss, damit er weiter genutzt werden kann und nicht wieder in der Versenkung verschwindet. Im Sommer des Jahres 2015 wurde von Joseph Poon und Thaddeus Dryja ein Whitepaper zur Lösung der immer länger dauernden Transaktionen vorgeschlagen.

In den Jahren darauf, und auf diesem Whitepaper basierend, kam es zur Entwicklung verschiedener Implementierungen. Diese waren alle unabhängig. So entstand, mit der Grundlage der Blockchain des Bitcoin, ein Netzwerk, das so genannte Lightning Network.

Lightning Network Definition:

Das Lightning Network ist ein Netzwerk, dass dabei hilft, eine Lösung für das Skalierbarungsproblem der Bitcoin Blockchain zu liefern. Das Netzwerk selbst ist ein Timelocked Off-Chain Payment Channel.

Dadurch können Nutzer unabhängig von der Blockchain, das heißt, off-chain, die Coins, die sie verschicken wollen, fixieren und dann an andere Nutzer schicken. Eine vertrauenswürdige Drittinstanz braucht es dabei nicht, die Versendung der Coins erfolgt fast instant. Das Lightning Network ist so eine sehr gute Lösung für das Skalierungsproblem des Bitcoin geworden und ermöglicht es seinen Nutzern, Transaktionen abseits der Bitcoin Blockchain durchzuführen. Dadurch werden die Transaktionen schneller abgewickelt, was mehr Möglichkeiten für Transaktionen schafft. Außerdem verlieren die Nutzer bei einem stark schwankenden Bitcoin Kurs beim Verkaufen kein Geld, weil die Transaktion so lange dauert. Gleiches gilt umgekehrt beim Kaufen von Coins, wenn der Kurs innerhalb kurzer Zeit wieder steigt und der Kauf des Bitcoin dadurch möglicherweise teurer als gedacht wird für den Trader.

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Wie funktioniert das Lightning Network?

Auf der Bitcoin Blockchain gibt es nur begrenzt Platz für Transaktionen. Dies bedeutet, dass das Senden und Empfangen von BTC immer länger dauert, je mehr die Blockchain dafür nutzen.

Das Lightning Network bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, die Blockchain zu umgehen. Das heißt, für Transaktionen wird gar nicht die Bitcoin Blockchain verwendet, sondern sie werden off chain abgewickelt. Dies macht die Transaktionen schneller und es ist einfacher, die Coins zu versenden und zu empfangen. Dadurch können auch mehr Trader ihre Transaktionen abwickeln und auch das Bezahlen mit dem Bitcoin dauert nicht so lange, als wenn das Senden auf der BTC Blockchain abgewickelt werden würde.

Dies hat den Vorteil, dass die Gebühren für Transaktionen mit dem Bitcoin nicht weiter steigen und jeder die Möglichkeit hat, Coins zu versenden oder zu empfangen. Ansonsten hat der Trader, der die höhere Transaktionsgebühr bezahlt, immer Vorrang. Vor einigen Jahren, als der Bitcoin in eine starke Kursbewegung nach oben ging, konnte beobachtet werden, wie nachteilig genau dies ist, dass die Plätze auf der Blockchain begrenzt sind. Die Gebühren für Transaktionen stiegen zu Fabelpreisen an.

Um dies zu umgehen und trotzdem Bitcoin traden und mit den Coins bezahlen zu können, kann das Lightning Network genutzt werden. Dieses Netzwerk löst das Skalierungsproblem der Blockchain auf, indem es diese bei Transaktionen einfach übergeht.

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Die Vorteile des Lightning Network

Das Netzwerk bietet die beste Skalierungslösung für die begrenzte Anzahl von Transaktionen auf der Bitcoin Blockchain an. Im Frühjahr 2021 hatte das Lightning Network mehr als 42000 Zahlungskanäle und eine Kapazität von etwa 1200 Bitcoin. Dadurch waren sehr viele Transaktionen abseits der Blockchain möglich. Die Transaktionsgebühren konnten so in starken Handelszeiten nicht wieder rasant steigen.

Da das Lightning Network nahezu instant ist, benötigt es auch keine dritte Instanz, um die Transaktionen zu bestätigen. Auch dadurch wird Zeit eingespart beim Senden und Empfangen von Bitcoin. Das heißt, das Lightning Network spart Bitcoin Trader Geld und macht außerdem die Transaktionen mit der Kryptowährung schneller.

Dadurch können immer mehr Menschen mit dem Bitcoin handeln, ohne dass die Zeit für die Durchführung der Transaktionen immer mehr wird. Die Anzahl der Plätze auf der Blockchain spielt dann keine Rolle mehr, da das Netzwerk als Timelocked Off-Chain Payment Channel arbeitet.

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Die Nachteile des Lightning Network

Auch wenn es ein großer Vorteil ist, Bitcoin Transaktionen off chain, das heißt, abseits der Blockchain zu erledigen. So hat das Lightning Network auch Nachteile, die nicht unerwähnt bleiben wollen.

Das Lightning Network wurde dafür entwickelt, BTC Transaktionen schneller zu machen. So sollte es allen Nutzern möglich sein, Bitcoin zu versenden und Bitcoin zu empfangen, ohne dass dafür hohe Transaktionsgebühren geboten werden müssen. Doch die Benutzerfreundlichkeit des Lightning Network lässt zu wünschen übrig. Anstatt Transaktionen rentabel werden zu lassen für alle Nutzer, ist es nach wie vor nicht möglich, alleine auf das Netzwerk zuzugreifen.

Das heißt: Wer das Lightning Network nutzen möchte, benötigt dafür entweder Zahlungsvermittler oder Drittanbieter von Wallets. Dadurch kommt es aber genau zu dem, was das Lightning Network eigentlich vermeiden wollte: Es werden wieder höhere Gebühren fällig. Dieses Mal nicht durch für die Transaktionen selbst, sondern für die Dienstleistung der Vermittlung an das Netzwerk. Daher stellt sich die Frage, ob dieser Nachteil der mangelnden Benutzerfreundlichkeit nicht größer ist als der Vorteil, schneller Transaktionen mit dem Bitcoin durchführen zu können.

Ein weiterer Nachteil sind die Payment Nodes, die so genannten Zahlungsknoten. Diese unterstützen zwar auf der einen Seite die Nutzer. Auf der anderen Seite bringen diese ein neues Skalierungsproblem mit sich, dieses Mal für das Netzwerk selbst. Dadurch haben neue Nutzer Probleme, am Lightning Network teilnehmen zu können. Und es ergibt sich so letztlich das gleiche Probleme, weshalb das Netzwerk vor Jahren überhaupt entwickelt wurde: Die Gebühren steigen, und die Schwelle für Bitcoin Transaktionen wird höher gesetzt.

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Fazit: Das Lightning Network als Skalierungslösung

Der Bitcoin hat ein Skalierungsproblem, dies ist längst bekannt. Je mehr Nutzer BTC senden und empfangen, umso länger dauern die Transaktionen. Die Transaktionsgebühren sind gestiegen, wenn jemand einen Platz auf der Blockchain haben möchte. Denn: Die Bitcoin Blockchain hat nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen zur Verfügung, um Transaktionen durchzuführen. Dadurch bildet sich eine Warteschlange, die natürlich Zeit kostet.

Um eine Skalierungslösung für dieses Problem zu bieten, wurde vor einigen Jahren das Lightning Network entwickelt. Das Netzwerk bietet die Möglichkeit, Bitcoin Transaktionen abseits der Blockchain durchzuführen. Doch das Lightning Network hat nicht nur Vorteile. Durch seine mangelnde Benutzerfreundlichkeit ist es für neue Teilnehmer nur über Drittanbieter und Zahlungsvermittler nutzbar. Dies führt dazu, dass wieder Gebühren fällig werden. Genau dies sollte aber durch das Lightning Network vermieden werden, als sich die Entwickler an das Whitepaper für dieses Netzwerk gesetzt hatte. So aber bleibt die Schwelle für neue Nutzer weiter hoch beim Lightning Network. Und jeder muss für sich selbst abwägen, ob ihm die Nutzung dieses Netzwerkes tatsächlich etwas bringt oder doch nicht.

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