Trader Andre Witzel
Geschrieben von: Andre Witzel
johannes striegel
Überprüft von: Johannes Striegel
Finanzierung

Als Insider Trading wird der Handel eines Wertpapiers basierend auf nicht-öffentlichen Informationen bezeichnet. Das können Informationen aus den inneren Kreisen eines Unternehmens oder von Beteiligten sein, die unerlaubterweise nach außen dringen beziehungsweise für den Insiderhandel genutzt werden.

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff Insiderhandel (Insider Trading) mit illegalen Orders gleichgesetzt. Dabei ist Insider Trading nicht immer illegal – ganz im Gegenteil: Es gibt offizielles Insider Trading. Die Grenze ist jedoch meist etwas vage und umstritten. Wir stellen Ihnen in diesem Artikel auf unserer Website verschiedene Beispiele vor und zeigen auf, was legal und illegal ist.

Die wichtigsten Fakten zum Insider Trading:

  • Insider Trading ist größtenteils illegal: Wer Insider ist und exklusive Informationen hat, darf diese nicht zu seinem Vorteil und Insider Trading nutzen.
  • Insider Trading benachteiligt alle Marktteilnehmer, die die entsprechenden Informationen nicht haben. Außerdem wirkt es sich negativ auf das Vertrauen in den Kapitalmarkt aus.
  • Insiderinformationen sind solche Information, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind und sich beim Bekanntwerden maßgeblich auf den Aktienkurs auswirken.
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Ist Insider Handel erlaubt? Das sagt das Gesetz

Ein Handel wird dann als Insiderhandel eingestuft, wenn die entsprechenden Informationen den Kurs des Wertpapiers wesentlich beeinflussen würde. Die zweite Maßgabe ist, dass ausschließlich Insider Zugang zu genau diesen Informationen haben.

In der Praxis sind diese Regeln nicht als schwarz und weiß zu betrachten, was die Einschätzung schwierig macht, ob es sich bei einem Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers um Insider Trading handelt oder nicht. Die meisten Entscheidungen werden daher einzeln untersucht, bevor entschlossen wird, ob zivil- oder strafrechtliche Maßnahmen eingeleitet werden.

Aufsichtsbehörden wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erleben die abenteuerlichsten Fälle von Insider Trading. Dabei gibt es immer wieder den Fall, dass Mitarbeiter mit klarer Absicht zum Betrug und unter der Verwendung nicht-öffentlicher Informationen handeln – oder diese an Dritte weitergeben, die darauf basierend ihre Investmententscheidungen treffen.

Das sagt das Gesetz:

Insiderhandel: Beispiele

Schock für den Aktienmarkt – Insider Trading oder nicht?

Ein in der Entwicklung der Produktlinie beteiligter Wissenschaftler entdeckt, dass einige wichtige Details bei den Produkten in der Produktion nicht realisierbar sind. Ohne diese Details ist die gesamte Produktlinie nicht realisierbar und eine Veränderung der Produktionsprozesse würde für eine Kostenexplosion sorgen, die die geplanten Erlöse um ein Vielfaches übersteigt.

Der Wissenschaftler, der aufgrund der großen Erwartung bereits ein Aktienpaket des Unternehmens besitzt, verkauft nun sein gesamtes Paket, bevor er seine Ergebnisse der Öffentlichkeit und dem CEO (Chief Executive Officer) präsentiert. So kann er von dem erwartbaren Kurseinbruch „profitieren“, beziehungsweise zum besten Zeitpunkt am Aktienmarkt verkaufen.

In diesem Beispiel ist der Wissenschaftler ein Insider. Er hat Zugang zu privilegierten Informationen, die wesentlicher Natur sind. Sie nehmen Einfluss auf den Kurs der Aktien und die Öffentlichkeit weiß nichts davon. Dieses Beispiel ist ein klarer Fall von Insider Trading, da beide Grundvoraussetzungen (sehr eindeutig) erfüllt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Beispiel in Deutschland oder den United States stattfindet. In beiden Nationen gelten die in etwa gleichen Regeln für Insider Trading.

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Mitarbeiterinformationen und ein Gefühl – Sind die Trades Insiderhandel oder nicht?

Stellen Sie sich für das zweite Beispiel für Insider Trading vor, dass ein Mitarbeiter in den zurückliegenden Monaten im Unternehmen spürt, dass die Arbeitsmoral nachlässt, nicht mehr so genau gearbeitet wird und der allgemeine Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft auseinanderbricht. Es gibt zahlreiche Konflikte und Meinungsverschiedenheiten, Termine werden nicht mehr gehalten und Projekte verzögern sich, da sie nicht mehr „in time“ erledigt werden können.

Aufgrund dieser Gemengelage ist der Mitarbeiter der Ansicht, dass dem Unternehmen turbulente Zeiten bevorstehen – seiner Meinung nach wird der Aktienkurs des Unternehmens in den nächsten Monaten leiden und entsprechend korrigieren. Er verkauft alle Aktien des Unternehmens, die er besitzt.

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Nicht jeder Aktienkauf oder -verkauf eines „Insiders“ ist illegal – Insider Trading ist eine Grauzone

Handelt es sich hier um Insider Trading? Nein: Obwohl der Mitarbeiter nominell ein Insider ist und den Zugang zu internen Informationen hat, sind diese in diesem Beispiel nicht ausreichend genug, um die Kriterien für Insiderhandel zu erfüllen. Auch wenn diese Information nicht in einer Pressemitteilung, auf der Website oder einem Blogbeitrag veröffentlicht wurde und die Öffentlichkeit damit nicht darüber verfügt, ist sie nicht „stark genug“.

Fazit: Insider Trading ist oft krimineller Natur

Das zweite Beispiel zeigt: Nicht jeder Trade und jede Investition oder jeder Verkauf ist direkt Insider Trading. Die Gesetze und Vorschriften rund um Insider Trading sind komplex, oft wird jeweils im Einzelfall entschieden. Diese Grauzone wird allerdings oft ausgenutzt – der Begriff Insider Trading wird daher oft direkt mit Illegalem assoziiert.

Gerade die illegalen Aktivitäten nehmen großen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung des Kapitalmarkts. Gerade in Deutschland sind Anleger eher skeptisch – in den United States of America (USA) hingegen ist die Bevölkerung aufgeschlossener. Für beide Länder gilt jedoch gleich: Illegaler Insiderhandel wird von Regulierungsbehörden und Strafverfolgungsbehörden („insider trading violations“) intensiv verfolgt.

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Meist gestellte Fragen:

Ist Insiderhandel verboten?

Ja, Insiderhandel ist verboten, wenn die dafür relevanten Informationen nicht rechtzeitig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Wer Insider ist und exklusive Informationen hat, darf diese nicht zu seinem Vorteil und Insider Trading nutzen.

Wann dürfen Insider handeln?

Als „Insiderkäufe“ werden Trades von Mitarbeitern und Führungskräften (z.B. CEO) bezeichnet, die offiziell abgewickelt und bei den Behörden angezeigt werden.

Warum ist Insider Trading verboten?

Insider Trading benachteiligt alle Marktteilnehmer, die die entsprechenden Informationen nicht haben. Zudem wirkt es sich negativ auf das Vertrauen in den Kapitalmarkt aus.

Was ist ein Beispiel für Insiderhandel?

Ein Insider könnte beispielsweise der Öffentlichkeit unbekannte Informationen erhalten, dass ein Unternehmen kurz vor einem großen Durchbruchs in der Produktentwicklung steht, was sich mit hoher Wahrscheinlichkeit erheblich auf den Aktienkurs auswirken wird. Nutzt der Insider diese Information, um Finanzinstrumente zu kaufen oder zu verkaufen, bevor diese Informationen öffentlich gemacht werden, betreibt er Insiderhandel.

Wie wird Insiderhandel definiert?

Insiderhandel liegt dann vor, wenn ein Marktteilnehmer auf Grundlage von Informationen, die der Öffentlichkeit nicht bekannt sind, ein Finanzinstrument kauft oder verkauft. Der Insider verschafft sich dadurch einen Vorteil gegenüber allen anderen Marktteilnehmern und macht sich strafbar, wenn er die ihm zur Verfügung stehenden Informationen nicht rechtzeitig oder auf gesetzlich vorgeschriebene Weise öffentlich macht.

Trader Andre Witzel
Andre Witzel
Gründer & Chefredakteur
Über den Autor: Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013. Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.
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Geschrieben von: Andre Witzel Gründer & Chefredakteur
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Reviewed by: Johannes Striegel Autor, Texter & Redakteur
Autor und Redakteur für Geldanlage und Trading. Als studierter Ökonom beschäftigt sich Johannes seit über sechs Jahren intensiv mit dem Thema Geldanlage. Parallel führt er seine eigene Agentur, die unter anderem Unternehmen im Finanzbereich redaktionell zur Seite steht.
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