Wertpapierboerse-New-York-Stock-Exchange

Was ist eine Wertpapierbörse? – Definition & Erklärung

Eine Wertpapierbörse ist ein zentraler Ort, an dem Aktien öffentlich gehandelter Unternehmen gekauft und verkauft werden können. Diese Vermögenswerte dürfen nicht an anderen Börsen gehandelt werden und können nur Aktien, Staatsanleihen oder börsengehandelte Produkte (ETPs) sein.

Eine Wertpapierbörse unterscheidet sich vom außerbörslichen Aktienhandel, da die Geschäfte nicht direkt zwischen zwei Parteien, sondern über Makler abgewickelt werden. Anleger, Spekulanten und alle börsennotierten Unternehmen sind strengeren Vorschriften unterworfen.

Unternehmen müssen bestimmte Standards erfüllen, um an einer Wertpapierbörse notiert werden zu können. Diese Standards können von einer Wertpapierbörse zur anderen variieren. Die NASDAQ verlangt, dass Unternehmen ein Marktkapital von 70 Millionen Dollar aufweisen, bevor sie gelistet werden. Die New Yorker Börse hingegen verlangt, dass Unternehmen einen Unternehmenswert von mindestens 100 Millionen Dollar haben.

Wertpapierbörsen: Beispiele

Es gibt viele Wertpapierbörsen auf der Welt. Die New York Stock Exchange (NYSE), die NASDAQ und die Tokyo Stock Exchange sind einige der wichtigsten Börsen. Weitere bekannte Wertpapierbörsen sind die London Stock Exchange, die Shanghai Stock Exchange und die Bombay Stock Exchange.

Wertpapierbörsen: Vor- und Nachteile

Die Wertpapierbörsen haben viele Vor- und Nachteile. Dies gilt sowohl für die dort notierten Unternehmen als auch für die dort handelnden Personen.

Vorteile:

  • Die Notierung eines Unternehmens an einer Wertpapierbörse ist ein Zeichen für sein Prestige. Dies gilt insbesondere für ältere Börsen wie die in New York, London und Amsterdam. Anleger können an der Börse auch Aktien kaufen, was Wachstum und Kapitalbeschaffung ermöglicht.
  • Das Risiko des Ausfalls einer Gegenpartei kann beim Handel an einer Börse verringert werden. Dies liegt daran, dass die Wertpapierbörsen strenger reguliert sind als die Börsen, die für den außerbörslichen Handel zur Verfügung stehen.
  • Online-Maklerfirmen erleichtern den Händlern den Zugang zu den Wertpapiermärkten und bieten die Möglichkeit, von jeder Marktbewegung zu profitieren.

Nachteile:

  • Die Notierung eines Unternehmens an einer Wertpapierbörse kann kostspielig und zeitaufwändig sein. Sobald ein Unternehmen an der Börse notiert ist, muss es an seine Verpflichtungen gegenüber den Aktionären, die Aktien des Unternehmens besitzen, denken.
  • Stabilität wird durch den Handel an der Börse nicht garantiert. Die Volatilität der Märkte ist ein Risiko, dem die Börsen ausgesetzt sind. Dies bedeutet, dass die Aktienkurse aufgrund wirtschaftlicher oder politischer Ereignisse in der ganzen Welt dramatisch schwanken können.
  • Auch an den Börsen kann es zu Zusammenbrüchen kommen. Auch wenn dies selten vorkommt, kann ein Zusammenbruch des Wertpapiermarktes zu erheblichen Börsenverlusten und jahrelangen wirtschaftlichen Depressionen führen.
  • Die Marktvolatilität lässt sich jedoch mit einer Risikomanagementstrategie in den Griff bekommen.

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Wertpapiere: Was sollte man über Aktien, Anleihen und Zertifikate wissen?

Diese Wertpapiere sind verfügbar:

Zur Strukturierung von Wertpapieren können verschiedene Strukturen verwendet werden. Aufgrund der verbrieften Rechte der Eigentümer können sie je nach ihrer Struktur für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. So spielten zum Beispiel Wechsel und Schecks im Kredit- und Zahlungsverkehr eine wichtige Rolle.

Privatanleger sind vor allem an Wertpapieren interessiert, die zur Anlage genutzt werden können. Dies geschieht am besten durch den Handel von Wertpapieren an der Börse. Die Frankfurter Wertpapierbörse unterscheidet zwischen folgenden Wertpapieren:

  • Aktien
  • Anleihen (verzinsliche Wertpapiere)
  • Zertifikate
  • Fonds
  • ETFs

Aktionäre haben ein Stimmrecht

Das Recht, Aktionär in einer Aktiengesellschaft zu sein, ist durch Aktien gesichert. Damit wird der Aktionär zum Miteigentümer eines Unternehmens und nicht zum Gläubiger. Das Eigenkapital des Unternehmens wird als Aktienkapital bezeichnet.

Aktionäre haben als Eigenkapitalgeber sowohl Rechte als auch Pflichten. Sie erhalten oft eine Dividende, wenn es der Wirtschaft gut geht. Teile des Nettogewinns des Unternehmens werden an die Aktionäre ausgeschüttet.

Neben dem Recht, Dividenden zu erhalten, haben die Aktionäre auch das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen. Inhaber von Stammaktien mit Stimmrecht können auf einer Hauptversammlung über Beschlüsse abstimmen. Wichtige Themen sind die Verwendung des Kapitals, Kapitalerhöhungen sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Aktionäre entlasten den Vorstand und den Aufsichtsrat. Sie erklären ihre Zufriedenheit mit der Arbeit der Organe im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Es ist wichtig, zwischen Stammaktien, die ein Stimmrecht haben, und Vorzugsaktien zu unterscheiden. Die Inhaber von Vorzugsaktien erhalten in der Regel eine höhere Dividende als die Stammaktionäre. Außerdem verlieren sie ihr Stimmrecht.

Sonstige Rechte: Bezugsrecht und Beteiligung am Verkaufserlös

Das Bezugsrecht ist ein weiteres Recht, das Aktionäre haben. Es ist wichtig, dieses Recht zu haben, wenn ein Unternehmen sein Kapital erhöht. Um neue Aktien auszugeben. Bestehende Stimmrechte sind wertlos, wenn es zu einer Erhöhung der Aktien kommt. Bei Kapitalerhöhungen ist es möglich, dass der Aktienkurs sinkt. Bezugsrechte ermöglichen es den Aktionären, neue Aktien zu erwerben, um dies auszugleichen. Sie können ihre Bezugsrechte auch an der Börse verkaufen. Das Bezugsrecht kann von der Hauptversammlung mit einer Dreiviertelmehrheit ausgeschlossen werden.

Die Aktionäre haben Anspruch auf einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Aktiengesellschaft, wenn diese aufgelöst wird. Die Aktionäre sind jedoch die letzten Kapitalgeber, die im Falle eines Konkurses ausgezahlt werden. Anleihegläubiger und Banken werden als erste ausgezahlt.

Anleihen als Wertpapiere:

Anleihen können auch als festverzinsliche Wertpapiere (Schuldverschreibungen), Schuldverschreibungsaktien oder Obligationen bezeichnet werden. Der Inhaber einer Anleihe hat dem Emittenten für einen bestimmten Zeitraum Geld zur Verfügung gestellt und hat in der Regel Anspruch auf regelmäßige (feste oder variable) Zinszahlungen.

Eine Anleihe mit einem Zinskupon von 3 % kann zehn Jahre lang laufen. Der Anleihegläubiger erhält 3 Prozent Zinsen pro Jahr auf den Nominalbetrag der Anleihe, also zum Beispiel 30 Euro auf 1.000 Euro. Das wären 300 Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren. Der Anleger erhält die 1.000 Euro plus die letzte Zinszahlung nach zehn Jahren. 1.030 Euro.

Zertifikate und Optionsscheine für Börsianer

Zertifikate sind eine besondere Form der Anleihe. Ein Zertifikatsinhaber schließt ein Geschäft zwischen der emittierenden Bank und ihm ab. Er ist ein Gläubiger des Emittenten.

Die Ausgestaltung des Zertifikats bestimmt, ob der Anleger für das Erreichen einer bestimmten Leistung eine Zahlung erhält. Mit einem Zertifikat kann der Anleger auch bei fallenden Kursen Geld verdienen. Er kann zwar nur bis zu einem gewissen Grad an Kurssteigerungen partizipieren, hat aber die Möglichkeit, seine Verluste zu begrenzen. Die meisten Zertifikate sind von einem Wertpapier abgeleitet und werden daher als Derivate (derivare = ableiten) bezeichnet.

Es gibt einen riesigen Markt für Zertifikate. Zertifikate können teuer sein und werden wie nachrangige Anleihen behandelt. Wenn die emittierende Bank untergeht, ist es unwahrscheinlich, dass die Anleger einen Teil der Erlöse erhalten. Zertifikate sind nichts für Finanzprofis, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Optionsscheine sind eine Unterart von Zertifikaten. Diese Zertifikate werden von Banken ausgegeben und können an der Börse gehandelt werden. Ein Optionsschein ist ein Dokument, das das Recht einer Person verbrieft, eine bestimmte Ware zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen.

Ein Optionsscheininhaber kann innerhalb von sechs Monaten 100 Daimler-Aktien zu je 60 Euro kaufen. Steigt der Kurs der Aktie innerhalb von sechs Monaten über 60 Euro, gilt die Entscheidung des Käufers als richtig. Die Bank muss ihre Schuld gegenüber dem Anleger begleichen und die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem vereinbarten Kaufpreis zahlen (Barausgleich).

Fonds sind eine Sammlung vieler einzelner Aktien:

Eine weitere Klasse von Wertpapieren, die an der Börse notiert sind, sind Fonds. Fonds fassen einzelne Wertpapiere in einem Paket zusammen. Der Fonds ermöglicht es dem Anleger, Aktien und Anleihen in einem Paket zu erwerben. Aktienfonds und Rentenfonds werden auch als Rentenfonds bezeichnet. Fonds können sich auf ein Anlagesegment spezialisieren. So können sich Fonds beispielsweise auf Aktien mit hohen Dividenden, unterbewertete Aktien, Aktien kleinerer Unternehmen, Aktien aus Schwellenländern usw. konzentrieren.

Sondervermögen sind Gelder, die in Fonds gehalten werden. Das bedeutet, dass das Fondsvermögen den Anlegern gehört, unabhängig davon, ob die Investmentgesellschaft in Konkurs geht oder nicht. Das Fondsvermögen fällt nicht in eine Insolvenzmasse für Fondsbetreiber.

Online-Kauf von Wertpapieren und Fonds

Die Renditen von Anleihen sind derzeit nicht attraktiv. Wenn Sie eine höhere Rendite für Ihr Portfolio anstreben, sind Aktien die beste Option. Aktienanleger unterliegen dem Marktrisiko, denn die Aktienmärkte können sehr stark schwanken. Finanztip-Berechnungen zeigen, dass Verluste und Schwankungen ausgeglichen werden können, wenn der Anleger langfristig dabei bleibt. Ein Portfolio, das zu 80 Prozent aus Aktien besteht, hat über einen Zeitraum von 15 Jahren noch nie verloren.

Schwankungen können Anleger abfedern, indem sie die Aktien über Branchen und Länder streuen. Sie können Ihre Rendite erhöhen, indem Sie auf die Kosten der Fonds achten. Viele Online-Broker und Banken bieten kostengünstige ETFs an, die breit gestreut sind. Diese ETFs können zu reduzierten Kosten oder sogar kostenlos erworben werden. Sie müssen lediglich ein Depot eröffnen.

Steuern auf Wertpapiere

Steuerlich gesehen erzielen Wertpapierinhaber in der Regel Erträge aus Kapitalanlagen. Auf Kapitalerträge müssen Anleger seit 2009 25 Prozent Steuern zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zahlen. Die Abgeltungssteuer wird von den Anlegern abgeführt. Zu diesen Gewinnen zählen jährliche Zinszahlungen aus Anleihen und Rentenfonds, Dividenden oder Aktien aus Aktienfonds sowie Kursgewinne. Jeder Sparer hat Anspruch auf einen Freibetrag von 801 Euro pro Jahr.

Einige Änderungen bringt das Investmentsteuerreformgesetz, das 2018 in Kraft getreten ist. Es reformiert die Besteuerung von Investmentfonds. Anleger, die vor 2009 Fonds gekauft haben, müssen künftig Veräußerungsgewinne von mehr als 100.000 Euro versteuern. Investitionen in Fonds, die von Anlegern vor 2008 erworben wurden, waren von der Steuer befreit. Auch die jährliche Bemessungsgrundlage für Fonds ändert sich.

(Risikohinweis: 67% der Konten verlieren Geld)

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