Sparen oder Aktien? – In was soll man jetzt investieren?

Spätestens mit dem ersten Gehalt stellt sich die Frage, wie Geld sinnvoll investiert werden kann. Klassische Modelle setzen aus einen Mix aus Fixkosten, Freizeitkonsum und Sparen. Investitionen an den Börsenmärkten kommen in diesen Modellen nicht vor. Inwieweit sich Sparen in Zeiten von Inflation, Krieg und einer älter werdenden Gesellschaft noch empfiehlt, ist fraglich. Und wenn doch: Wie sollte der Mix zwischen Sparen und Aktien aussehen? In diesem Beitrag schauen wir uns die Vor- und Nachteile zwischen dem klassischen Sparbuch und der Geldanlage im Detail an und geben Tipps.

Trading oder Sparen

In Aktien investieren vs. Sparen: Wohin geht der Trend?

Geld zu sparen, ist die einfachste Form der Geldanlage. Jeder Euro, der nicht für Konsumzwecke oder Ausgaben benötigt wird, landet automatisch auf dem Tagesgeldkonto. Ein bewusstes Risiko besteht hier zunächst nicht. Das Geld wird zahlentechnisch nicht weniger und ist durchaus praktisch, um unvorhergesehene Kosten zu decken, eine kleine Reserve aufzubauen oder den nächsten Urlaub zu finanzieren.

Nachteile des Sparens

Dennoch raten Experten von einer zu großen Sparreserve immer mehr ab. Die Gründe hierfür verbergen sich im sinkenden Wert des Geldes, welches nicht investiert wird:

  • Zu hohe Sparbeträge können die Zinskosten auf Bankkonten stark in die Höhe treiben
  • Die Inflation sorgt dafür, dass das Geld stark an Wert verliert
  • Ungebundenes Geld wird schneller für Konsumzwecke verwendet

Der erste Schritt würde in Richtung Sparbuch gehen. Statt Erspartes auf dem Tagesgeldkonto zu deponieren, wird es eben im Sparbuch angelegt. Doch auch diese Variante ist nur in seltensten Fällen ertragreich. Die Trading Rendite ist meist sehr gering und auch die Auszahlungsbedingungen sind komplex. Benötigen Anleger ihr Geld doch einmal kurzfristig, können sie im Monat nur maximal 2000 Euro vom Sparbuch abbuchen. So sind zumindest die Regeln bei den meisten Investitionen in Sparbücher.

Vorteile des Sparens

Geld zu sparen, sollte dennoch erfolgen. Jedoch nicht zwingend für die Altersvorsorge. Vielmehr sollte Erspartes auf dem Bankkonto die Existenz sichern und als harte Reserve angelegt werden. Für Angestellte sollte so viel Geld auf dem Bankkonto liegen, dass die Fixkosten drei Monate lang davon bezahlt werden können. Selbstständige sollten hingegen eine Reserve aufweisen, die fixe Beträge bis zu 6 Monate begleichen. Kleines Geld für den anstehenden Urlaub darf ebenfalls gespart werden.

Am einfachsten lässt sich eine solche Reserve aufbauen, indem eine feste Sparrate definiert wird, die immer bei Geldeingang direkt vom Konto auf ein separates Konto gebucht wird. So sinkt die Gefahr, das zweckgebundene Geld für Freizeitspaß auszugeben.

Wenn Sie einen Vermögensaufbau beginnen möchten und so auch Ihre Altersvorsorge aufbessern möchten, sollte spätestens an diesem Punkt das Sparen eingestellt werden. Denn Vermögen lässt sich nur schwer durch Sparen aufbauen. Jetzt muss investiert werden. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Sparen statt investieren

In Aktien investieren: Vor- und Nachteile sind abhängig von der Risikobereitschaft

Um in Aktien zu investieren, benötigt es keine 100.000 Euro. Geld anlegen, funktioniert bei modernen Brokern wie Neo Brokern nach meinen Erfahrungen bereits ab einer Sparrate von 10 bis 20 Euro pro Monat. Anlageformen unterscheiden den notwendigen Kapitalbedarf. Aktien sind noch immer die beliebteste Form der Geldanlage. Laut deutschem Aktieninstitut sind über 12 Millionen Deutsche, also über 17 Prozent, in Aktien investiert – Tendenz steigend. Die Deutschen werden somit risikofreudiger. So der Tenor. Doch stimmt das wirklich?

Heutzutage ist bereits das ausschließliche Sparen ein Risiko. Denn wer nur Festgeld oder Tagesgeld besitzt, kann kein Wachstum erzielen und, noch viel wichtiger, nicht konstant den Wert des Geldes beibehalten.

Eine Investition in Aktien ist für den ein oder anderen Deutschen somit unweigerlich von Nöten, um die Inflation auszugleichen oder für das Alter vorzusorgen. Risiken bestehen im Einzelwert der Aktie. Kurse an den Börsen sind sehr schwankend und gerade Aktien unterliegen einem großen Kursrisiko, da bereits kleinste Marktnachrichten die Kurse einbrechen lassen könnten. Hier empfiehlt sich ein langfristiger Vermögensaufbau, um solche Schwankungen ausgleichen zu können. In Aktien lässt sich durch verschiedene Geldanlagen investieren:

  • Investitionen in Fonds für Aktien
  • Investitionen in Aktien ETFs
  • Investitionen in Einzelwerte
  • Investitionen in Aktien CFDs

(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

An der Börse investieren: Strategien

Betrachten wir den aktuellen Stand der Wirtschaft, müssen die Deutschen sich breiter aufstellen, als nur Geld in einem Sparplan anzulegen oder als Tagesgeld zu verwenden. Im Folgenden möchten wir Tipps geben, wie Geld an der Börse nach Risikoprofil in Aktien angelegt werden kann.

Geringes Risiko: Geld in ETFs investieren

Das größte Risiko, dass Sparer vor einem Börsengang abhält, ist die Angst, Geld zu verlieren. Liegt es auf der Bank, verlieren Sparer jedoch gleichermaßen durch Zinsen und Inflation Geld. Es gibt aber Anlageformen, die sicherer als andere Formen der Geldanlage sind. Ersetzen Sie das Sparen gegen eine feste Sparrate in einen Aktien ETF könnten Sie von Kurssteigerungen und Marktlagen profitieren. Aber wie funktioniert das?

Aktien ETFs (Exchange Traded Funds) zeichnen sich dadurch aus, dass Geld in gleich mehrere Aktienwerte investiert. Sie investieren also beispielsweise mit einem Euro gleichzeitig in Puma, Nike, PayPal, Amazon und Google. Risiken werden durch die Diversifikation gesenkt. ETFs sind immer an einen Index gebunden. Ein Beispiel: Statt Sparen können Sie in den DAX investieren. Steigt der Kurs des DAX, steigt auch Ihr Portfoliowert. Sinkt der DAX, sinkt auch der Portfoliowert. Der ETF ist somit ein Spiegel des Index. Im DAX sind die besten Unternehmen Deutschlands gelistet. Sparraten ermöglichen eine beständige Investition.

Mittleres Risiko: Geld in Fonds investieren

Renditen können auch mit einer Investition in Aktienfonds erzielen werden. Der Unterschied zum ETF: ETFs werden passiv verwaltet und Fonds aktiv. Das bedeutet, dass die Strategie der Anlage nicht an einen Index gebunden ist. Stattdessen entscheidet ein Fondsmanager je nach Situation, welche Werte zu welchen Anteilen im Aktienfonds enthalten sind. Investitionen in Fonds tätigen Sie übrigens nicht nur über einen Broker. Auch die eigene Bank bietet Aktienfonds und andere Assets für den Handel an. Mit den Konditionen von Brokern können Banken jedoch nur selten mithalten.

Nicht immer ist das Ziel eines Aktienfonds, schnell eine Rendite zu erwirtschaften. Auch Formen der Altersvorsorge oder bestimmte Versicherungen sind an Fonds gebunden, ohne dass Sie es wissen. Vermögen lässt sich mit Fonds durchaus aufbauen. Auch hier unterstützt ein Sparplan dabei, die Gelder beständig in einem bestimmten Rahmen zu wählen.

Unsere Empfehlungen für die Investition in Aktien:

Aktien Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
Vorteile:
Konto:
1. eToro
CySEC, FCA, ASIC
Ab 1,0 Pips ohne Kommission
3,000 Märkte+
# Aktien 0% Provision
# Social Trading
# Short-Trades
# Social Trading
# PayPal
Live-Konto ab 50€
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
2. IG.com
BaFin, FCA
Ab 0,4 Pips ohne Kommissionen
16.000 Märkte+
# Alle Märkte handelbar
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# Verschiedene Plattformen
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Live-Konto ab 0€
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
3. Capital.com
CySEC, FCA, ASIC
Ab 0,0 Pips ohne Kommission
4,000 Märkte+
# Größte Auswahl
# Nutzerfreundlich
# Günstige Gebühren
# Variable Hebel
# PayPal
Live-Konto ab 20€
(Risikohinweis: 87,41% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Mittel bis hohes Risiko: In Einzelwerte Geld anlegen

Investieren Sie in Einzelwerte, werden Sie zum Aktionär bei einem Unternehmen. Auch hier hilft ein Beispiel: Wenn Sie in Apple investieren möchten, kaufen Sie eine Aktie des Unternehmens. Ihre Anlage können Sie nur diversifizieren, wenn Sie noch in weitere Einzelwerte oder andere Anlageformen parallel investieren. Das Risiko ist in diesem Fall höher, da die Kurse stärker schwanken. Gleichzeitig können die Renditen auch höher ausfallen. Wer in Aktien investiert, sollte sich mit dem Handelsinstrument gut auskennen und eine Idee davon haben, wie Kurse funktionieren.

Hohes Risiko: In Aktien CFDs investieren

Finanzen müssen nicht immer langfristig gedacht werden. CFDs bieten die Möglichkeit, in wenigen Schritten viel Geld zu gewinnen oder zu verlieren. CFDs sind sogenannte Differenzkontrakte, mit welchen nur das physische Recht erworben wird, auf eine Anlage zu setzen, bedeutet konkret: Sie erwerben keine Aktien bei dieser Geldanlage. Stattdessen spekulieren Sie auf steigende oder fallende Kurse einer Aktie. Geht Ihre Schätzung auf, erhalten Sie sofort die gewünschte Rendite. Es ist jedoch auch möglich, schnell Totalverluste zu realisieren. Wer in CFDs investiert, sollte alle vorigen Risikostufen bereits durchlaufen haben.

Investieren nach Sparplan: 1 Euro anlegen und Vermögen aufbauen

Der Schritt vom Sparen hin zum Investieren in Aktien ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Gut, dass es Zwischenschritte gibt, die dabei helfen können, näher an das Thema Geldanlage zu kommen. Vermögen lässt sich nicht schwarz-weiß denken. Denn es kann für den ein oder anderen auch sinnvoll sein, Geld zunächst als Festgeld anzulegen. In diesem Fall geben Sie eine bestimmte Summe X zu fest vereinbarten Zinsen auf ein Konto und erhalten es nach Ablauf des Zeitraums wieder zurück. Nach heutigem Stand bieten sich die Renditen nicht mehr an und auch der Liquiditätsfluss wird stark gestört. Benötigen Sie Geld, können Sie investiertes Geld in Aktienfonds, Aktien oder ETFs immer sofort herausholen. Nur die Rendite ist ungewiss. Mit Festgeld funktioniert das nicht.

Besser ist also ein Sparplan. Die Gebühren und Kosten sind bei führenden Aktien Brokern für Anleger relativ gering. Der Anlagezeitraum wird lang gedacht. Renditen bewegen sich häufig in positiven Bereichen, der Markt lässt sich durch Investitionen in Aktienfonds und ETFs jedoch nur selten schlagen. Wer jedoch sicher Geld anlegen möchte und das Risiko diversifizieren will, kann von solchen Anlagemodellen durchaus profitieren. Das Wichtigste ist insbesondere nicht das gesamte Geld zu sparen. Denn genau das macht den Unterschied im Wert. Nur wer investiert, kann in Zeiten der Inflation den Wert des Geldes nach oben verbessern. Eine Garantie gibt es nicht. Es gibt jedoch die Garantie, dass der Wert des Geldes auf dem Konto bei der Bank niemals steigen kann. Nur die gesparten Summen können steigen.

Wer das versteht, findet ein gutes Maß zwischen Investitionen und Sparen.

Fazit: Geld sparen vs. Aktien kaufen – Nutzen Sie einen Sparplan

Ein Sparplan ist ein bewährtes Mittel, um Geld anlegen zu können und sich keine Gedanken über investierte Summen zu machen. Am besten funktionieren automatisierte Sparpläne, die Sie über einen Broker abwickeln. Mit diesem können Sie in Aktienfonds, ETFs und andere Assets investieren. Eine gewonnene Rendite lässt sich jederzeit auszahlen. Vergessen Sie hier jedoch nicht die Steuern, die noch an den Gewinn anfallen. Die investierte Summe an Geld ist zunächst egal. Wichtig ist, dass Sie ein Gefühl für die Geldanlage bekommen und Sicherheit gewinnen. Den Sparplan können Sie jederzeit umändern, ausweiten oder noch Geld in weitere Anlagen investieren. Mit der richtigen Strategie klappt es dann auch mit der erhofften Rendite.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Häufige Fragen und Antworten:

Welche Gebühren erwarten mich beim Kauf von Aktien?

Wer Aktien kaufen möchte, trägt Kosten in Form von Transaktionskosten, Orderzusätzen und ggf. Depotführungskosten. Teilweise erheben Broker auch keine Provision für den Kauf von Aktien. In der Regel handelt es sich um Beträge zwischen 2 und 3 Euro pro Transaktion. Banken sind häufig teurer.

Was ist der Unterschied zwischen Tages- und Festgeld?

Während Tagesgeld liquide zur Verfügung steht, ist Festgeld für einen bestimmten Zeitraum gebunden und lässt sich nicht verschieben.

Kann ich trotz hoher Kredite in Aktien investieren?

Kredite müssen bedient werden. In Aktien zu investieren kann dann sinnvoll sein, wenn Geld neben der notwendigen Reserve vorhanden ist. Liquider ist jedoch das Geld, welches Sie auf dem Konto gespart haben. Es verliert während der Kreditlaufzeit jedoch auch an Wert.

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Zuletzt geupdated am 09/11/2022 von Maren

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