Robinhood App

Robinhood: Was steckt hinter der Trading App – Erfahrungen & Test

Während es vorher noch Gang und gäbe war, sich für den Wertpapierhandel direkt auf dem Börsenparkett zu befinden, hatten Anleger seit den 1980er Jahren die Möglichkeit mit einem eigenen Heimcomputer die Kursentwicklung mitzuverfolgen. Bei Bedarf riefen sie ihren Broker an und beauftragten einen Kauf oder Verkauf. Die Technologie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten allerdings so sehr weiterentwickelt, dass Anleger heutzutage ihren Wertpapierhandel selbst in die Hand nehmen können.

Smartphone mit einem Chart darauf im Vordergrund. Im Hintergrund steht ein Monitor mit einem Chart darauf.

Die Anzahl an Online-Brokern steigt mit jedem Tag. Dabei ist es insbesondere für Einsteiger schwer, den passenden Anbieter zu finden. Eine wichtige Rolle spielen dabei insbesondere die Kosten. Sogenannte Freemium-Broker gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Einer davon ist Robinhood. Alles, was Trader über diesen Broker wissen müssen, wird in diesem Artikel aufgezeigt. Dazu gehören nicht nur die handelbaren Anlageklassen, sondern auch die Gebühren, die für den Handel anfallen und das Lernangebot.

Logo von Robinhood

Robinhood App kurz vorgestellt

Die Robinhood App ist eine recht neue Trading-App auf dem Markt, die den Handle mit Aktien und anderen Wertpapieren ermöglicht. Dabei handelt es sich um ein kalifornisches Startup, das 2013 von Vladir Tenev und Baiju Bhatt gegründet wurde.

Bild von zwei Männern mit schulterlangen, dunklen Haaren. Gründer von Robinhood.

Der App-Anbieter macht das Trading durch die Zusammenarbeit mit einem Broker möglich. Händler können Anwendung zum einen als App auf dem Smartphone und zum anderen als browserbasierte Webversion nutzen. Die App ist dabei sowohl für Android-Geräte im Google Play Store als auch für Apple-Geräte im App Store kostenlos verfügbar. Allein im Google Play Store verzeichnet die App mehr als 10 Mio. Downloads.

Das Design des Systems ist relativ einfach und schlicht und die Handhabung intuitiv. Die Software ist im Vergleich zu herkömmlichen Online-Brokern bzw. Trading-Plattformen frischer gestaltet, was dem Handel einen gewissen Coolness-Faktor verleihen soll. Dieser steigt dadurch, dass unter anderem Stars wie Jared Leto und Snoop Dogg Privatfinanzierungen in das Startup tätigten.

Screenshot der Robinhood Webseite. Links steht ein Text und rechts ist eine Zeichnung von einem grünen Smartphone mit einer grauen Kreditkarte daneben.

Nach dem Motto „Investing for Everyone“ werden insbesondere unerfahrene Trader angesprochen – das ist bereits bei der Registrierung und den ersten Schritten bemerkbar. Der Trader erhält in der App auf ihn angepasste News und Benachrichtigungen, um stets auf dem neusten Stand zu sein. Dabei können in der App nicht nur klassisch Aktien gehandelt werden, sondern auch weitere Anlageklassen.

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Was kann in der Robinhood App gehandelt werden?

Die Auswahl an verschiedenen Anlageklassen, in die Trader mit der Robinhood App investieren können, ist groß. Zwar gibt es definitiv Broker mit größerem Angebot, allerdings sind die hier verfügbaren Klassen mehr als ausreichend. Dazu gehören:

Darüber hinaus wird jeder Cent auf dem Robinhood Account, der nicht investiert ist, mit 0,3 Prozent im Jahr verzinst. Damit bringt das Geld, auch wenn es nicht investiert ist, Einkünfte – und das mehr als ein Tageskonto oder Sparbuch. Das bezeichnet Robinhood als Cash Management bzw. Money Management.

Aktien und ETFs

Mit der Robinhood App ist neben dem Handel klassischer Aktien auch der Handel mit ETFs möglich. Obwohl die Auswahl an handelbaren Aktien noch immer recht überschaubar ist, wächst die Anzahl stetig. Trendaktien und Unternehmensanteile der international wichtigsten Firmen sind allerdings über diesen Anbieter verfügbar.

Screenshot von einem Smartphone, auf dem ein Verkauf von Aktien vorbereitet wird.

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Funds. Dabei handelt es sich um eine Geldanlage, die das Geld vieler Anleger sammelt und in verschiedene Vermögenswerte investiert. Darunter zum Beispiel Aktien oder Anleihen. Dabei können Händler schon ab einem kleinen Sparbetrag investieren. Investoren können bei Robinhood aus zahlreichen verschiedenen ETFs wählen. Durch die Vielfalt findet jeder Investorentyp den passenden ETF.

Optionen

Auch der Handel mit Optionen findet viel Anklang bei Tradern. Genauso wie das Angebot an Aktien, hält sich das Angebot an verfügbaren Optionen in Grenzen, steigt aber laufend. Mit Optionen können Händler in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen. Allerdings ist auch davor gewarnt, da sie auch ebenso schnell zu hohen Verlusten führen können. Somit sind solche Produkte nur für erfahrene Anleger geeignet, die genau wissen, was sie tun. Vor dieser Gefahr warnt die Robinhood App jedoch kaum.

Rohstoffe (Gold)

Rohstoffen und Edelmetallen, wie zum Beispiel Gold, stellen für Anleger eine sehr gute Möglichkeit dar, ihr Portfolio zu diversifizieren und somit krisensicher zu machen. Grund dafür ist, dass der Goldpreis nicht im direkten Zusammenhang mit dem Geschehen an internationalen Märkten steht. Somit kommt es in Krisenzeiten häufig zu einem Anstieg des Goldpreises.

Mehrere Goldbarren nebeneinander

Robinhood bietet daher auch den Handel mit Gold an. Dieser ist allerdings kein Hauptbestandteil der Software. Vielmehr ist es eine Ergänzung, die sich aktuell im Aufbau befindet. Für eine Gebühr von 5 Dollar im Monat kann der Trader dauerhaft mit Gold handeln und erhält zusätzlich Reports und Informationen rund um das Thema Gold sowie den Handel damit.

Kryptowährungen

Insbesondere im Bereich der Kryptowährungen hebt sich die Robinhood App von den Wettbewerbern ab. Hier sind nämlich die gängigsten Kryptowährungen, darunter zum Beispiel der Bitcoin, zum Handel verfügbar – und das rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Somit haben Trader die Möglichkeit unabhängig von Wochentag und Uhrzeit mit Kryptowährungen zu traden.

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Diese Kosten und Gebühren fallen bei der Robinhood App an

Bei der Robinhood App handelt es sich um einen sogenannten Freemium-Broker. Das bedeutet, dass Kommissionen für Orders bei Aktien komplett entfallen. Es fallen weder Gebühren noch Spreads an, wodurch die Aufgabe von Orders vollkommen kostenfrei ist. Ziel von Robinhood ist es, dass Anleger auch trotz geringem Kapital am Aktienhandel teilnehmen können. Hier ist der Kauf von Aktien nämlich schon am einem Dollar möglich.

Drei Bilder nebeneinander, auf denen jeweils ein Smartphone mit Chart bzw. geöffneter Robinhood App gezeigt wird

Das Angebot soll zusätzlich um den Handel auf Marginkonten erweitert werden, bei dem Tradern ein Kreditrahmen eingeräumt wird. Anlageklassen wie Futures und Forex, das heißt ausländische Währung, sollen ebenfalls folgen und auch kostenfrei sein.

Der Freemium-Broker wirbt mit gebührenfreiem Trading sowohl für Aktien, ETFs und Optionen als auch für den Kauf und Verkauf von Kryptowährungen. Nimmt man als Trader die Sacher genauer unter die Lupe, fällt auf, dass nicht alles komplett kostenfrei ist.

Wie bereits erwähnt, wird für den dauerhaften Handel mit Gold eine Gebühr in Höhe von 5 Dollar pro Monat berechnet. Zudem ist zwar der Kauf der verschiedenen Produkte kostenlos, allerdings können beim Verkauf Gebühren anfallen. Darüber hinaus entsteht eine Gebühr von 5 Prozent, sofern die Marginsumme mehr als 1.000 Dollar beträgt.

Das zeigt, dass die Robinhood App nicht vollständig kostenfrei ist. Allerdings gehört der Broker dennoch zu einem der günstigeren Anbieter. Somit verwundern die hohen Nutzerzahlen keineswegs. Die geringen Kosten sind möglich, da das Unternehmen alles online und durch Software abwickelt. Dadurch kann es Kosten für große Niederlassungen sowie Personal und Kundenservice sparen.

Screenshot von der Robinhood App im Google Play Store

Wie verdient Robinhood Geld?

Da der Handel für Trader bei Robinhood so gut wie kostenfrei ist, stellt sich die Frage, wie das Unternehmen sein Geld verdient. Da keine Gebühren erhoben werden, muss das Unternehmen andere Wege finden, Geld zu verdienen:

  • Zinsgewinne für risikolose Anlagen
  • Zinsen für Kredite
  • Order-Flow verkaufen

Der erste Weg ist aktuell noch Wunschdenken, da es für risikolose Anlagen keine Zinsen gibt. Allerdings würde diese Methode folgendermaßen aussehen: Das Geld der Trader, das nicht zum Handeln genutzt wird, sondern nur auf dem Konto lagert, wird in risikolose anlagen investiert. Die dadurch erwirtschafteten Zinsgewinne gehen an das Startup.

Die nächste Einnahmequelle sind ebenfalls Zinsen. Anleger, die einen Kredit erbitten, um auf Margin an den Märkten zu handeln, zahlen Zinsen an den Broker. Aktuell ist für den Zinssatz eine Höhe von 5 Prozent im Gespräch. Wenn man diesem Wert mit anderen Brokern vergleicht, ist diese Zahl ziemlich hoch. Broker wie unter anderem Interactive verlangen dafür lediglich 1,65 Prozent.

Ein geöffneter Block auf einer grünen Fläche. Darauf liegt ein Taschenrechner, daneben ein Prozent-Zeichen. Davor liegen mehrere Goldstücke und vier Würfel mit Buchstaben darauf, die das Wort "Zins" ergeben.

Zu guter Letzt soll der Order-Flow an andere Unternehmen verkauft werden. Dazu gehören unter anderem Hedge Fonds. Dabei verkauft das Startup die Orders der Kunden gegen eine Gebühr. Im Gegenzug erhält der Käufer einen Einblick in die Aktivitäten der Trader. Diese Daten können zum Beispiel genutzt werden, um sich vor die Orders der Kunden zu stellen oder aber, um Strategien auf Basis dieser Daten entwickeln zu können.

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Lernen mit Robinhood

Unter dem Reiter „Learn“ findet der Trader drei Unterseiten:

  • Investing Basics
  • Library
  • Snacks

Hier kann sich der Trader über wichtige Themen rund um die Geldanlage informieren und bleibt mit Robinhood Snacks sowie dem eigenen Podcast immer auf dem neusten Stand.

Robinhood Investing Basics

Unter „Investing Basics” werden relevante Fragen beantwortet, die sich sicher jeder Trader schon einmal gestellt hat. Eine Vielzahl von Artikeln rund um das Thema Börse, bietet Tradern wichtige Börsentipps und Hilfen. So werden verschiedene Orderarten, Marktbewegungen und grundlegendes Handelswissen vermittelt. Und das auf einem einfachen Level, das eine breite Masse an Personen anspricht – leicht und verständlich.

Screenshot von der Robinhood Webseite

Darunter zum Beispiel Fragen wie „What is an investment?“ oder “Why should I think about investing?“. Aber auch Tipps kann sich der Händler hier holen. So informiert Robinhood Anleger unter anderem darüber, worin sie investieren können und welche drei Dinge sie tun müssen, bevor sie mit dem Investieren starten.

Ziel dabei ist es, das Investieren in den Finanzmarkt für jeden bezahlbar, intuitiv und interessanter zu machen – sowohl für Erfahrene Trader als auch für Einsteiger, denen unter Umständen noch Kenntnisse fehlen.

Robinhood Library

Bei der Robinhood Library handelt es sich um eine Art Lexikon, in der relevante Trading-Begriffe in einfacher Sprache erklärt werden. Darunter finden Trader beispielsweise Artikel zur Rezession, zu Immobilien oder zur Nettogewinnmarge.

Robinhood Snacks

Die Rubrik Robinhood Snacks war zuvor eine Medienagentur namens MarketSnacks. Sie wurde 2012 von Jack Kramer und Nick Martell gegründet und erklärt Händlern Finanznachrichten kurz und einfach – also leicht zu verdauen. Seit der Gründung gibt es jeden Tag die neusten Informationen zu Märkten weltweit.

Screenshot der Robinhood Webseite für Robinhood Snacks

Robinhood Snacks sind sowohl in der App als auch im Browser verfügbar. Dabei kann der Nutzer mit einem Blick alle relevanten Meldungen und Trends verfolgen. Die Funktion ist zwar sehr praktisch, allerdings bieten einige Wettbewerber und Anbieter von Börsennachrichten einen besseren Service.

Robinhood Podcast

Darüber hinaus hat Robinhood auch einen eigenen Podcast. Diesen können sich Trader auf Apple Podcasts, Google Podcasts wie auch Spotify Podcasts anhören. In jeder Folge werden die drei interessante Business-Stories in 15 Minuten unterhaltsam erzählt.

Übersicht über verschiedene Kanäle auf denen der Robinhood Podcast verfügbar ist: Apple Podcasts, Google Podcasts und Spotify Podcasts

Fazit der Erfahrungen: Günstige Alternative mit begrenztem Angebot

Das Startup Robinhood ist einerseits ein Pionier in seinem Bereich. Durch die hohe Digitalisierung lassen sich Kosten sparen, was den kostenfreien Kauf von Wertpapieren für Händler ermöglicht. Außerdem können insbesondere Einsteiger das Lernangebot nutzen, um die Grundlagen des Wertpapierhandels zu erlernen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Broker sowohl per App als auch im Browser genutzt werden kann. Diese Funktion gibt es bei vielen Wettbewerbern noch nicht. Das Handeln ab einem Dollar erlaubt es zudem auch Tradern mit begrenzten finanziellen Mitteln, Geld zu investieren. Die Plattform funktioniert recht einfach und ist somit in erster Linie für Einsteiger geeignet. Dennoch werden beispielsweise Optionen angeboten, ohne dass ausdrücklich vor den Gefahren gewarnt wird.

Außerdem ist das Angebot an handelbaren Aktien und anderen Anlageklassen im Vergleich zu anderen Brokern begrenzt. Nur der Kryptohandel überzeugt hier, da er für gewöhnlich umständlicher und teurer ist als bei Robinhood. Allerdings ist auch zu beachten, dass der Handel nicht vollständig gebühren- und kostenfrei ist und der Verkauf des Order-Flows nachteilhaft für den Anleger sein kann.

(Risikohinweis: 70,37% der privaten Konten verlieren)

Meist gestellte Fragen:

Was ist die Robinhood App?

Bei der Robinhood App handelt es sich um eine recht neue Trading-App, die den Handel mit Aktien und weiteren Wertpapieren ermöglicht. Das Unternehmen wurde 2013 von Vladir Tenev und Baiju Bhatt in Kalifornien gegründet und unter anderem von Stars wie Jared Leto und Snoop Dogg durch Privatfinanzierungen unterstützt. Das System kann sowohl als App als auch in der Webversion genutzt werden und verzeichnet allein im Google Play Store bereits mehr als 10 Mio. Downloads.

Was kann bei Robinhood gehandelt werden?

Die Trading-App Robinhood ermöglicht Anlegern den Handel mit Aktien, ETFs und Optionen. Außerdem können Trader mit Gold sowie Kryptowährungen ihr Portfolio diversifizieren.

Ist der Handel mit Robinhood kostenlos?

Robinhood gehört zu den sogenannten Freemium-Brokern. Damit fallen für Orders keinerlei Gebühren und Spreads an. Ziel ist es, dass auch Anleger mit geringem Kapital am Aktienhandel teilnehmen können. Allerdings ist der Broker nicht vollkommen kostenfrei. Zum einen berechnet das Unternehmen für den dauerhaften Handel mit Gold nämlich 5 Euro pro Monat. Zum anderen ist zwar der Kauf verschiedener Produkte kostenlos, allerdings können beim Verkauf Gebühren anfallen. Darüber hinaus entsteht eine Gebühr von 5 Prozent, falls die Marginsumme einen Wert von 1.000 Dollar übersteigt.

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