Was ist der Diskont? – Definition und Erklärung 

Der Diskont wird bei der Anschaffung noch nicht fälliger Forderungen gebraucht, wie etwa beim Ankauf von Wechseln. Der Zeitraum zwischen Ankaufs- und Fälligkeitstag wird dabei berechnet. Der Verkäufer des Wechsels erhält die um den Diskont gekürzte Wechselsumme, sodass er vor Fälligkeit über den Wechselbetrag verfügen kann.

Es fallen beim Ankauf von Wechseln durch ein Kreditinstitut neben dem Diskont auch Wechselspesen an. Der Ankauf von Wechseln ist nicht umsatzsteuerpflichtig, denn gemäß § 4 Nr. 8a UStG sind Kreditgeschäfte umsatzsteuerbefreit. Wenn jedoch ein anderes Unternehmen den Kauf tätigt, ist dieser Umsatz steuerpflichtig. Ein Unternehmen kann im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung den abgezogenen Diskont als Betriebsaufwand geltend machen, sofern dem Wechsel ein Waren- oder Dienstleistungsgeschäft zugrunde liegt.

Erklärung des Diskonts anhand eines Beispiels 

Der Wechsel diskontierte den Zins beim Ankauf noch nicht fälliger Forderungen. Eine Bank diskontiert einen von einem Unternehmer eingereichten Wechsel unter Abzug von Diskont bis zur Fälligkeit zuzüglich Kreditprovision. Dieser Abzug mindert den Gewinn.

Zuletzt überprüft und geupdated am 09/01/2023 von Timm Schaffner

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