Depot für Kinder

Aktiendepots für Kinder – Vergleich, Test und Erfahrungen

Broker
Regulär Kosten Depotführung p.a.
Regulär Ordergebühren
Neukunden Kosten Depotführung p.a.
Neukunden Ordergebühren
Prämien
comdirect
kostenlos bei regelmäßiger Einzahlung, ansonsten 1,95€ pro Monat
min. 9,90 Euro –
max. 59,90 Euro
kostenlos die ersten 6 Monate
Gibt es regelmäßig, oft Produkte für Kinder
consorsbank
kostenlos
min. 9,90 Euro –
max. 69,90 Euro
kostenlos
20€
S Broker
kostenlos
min 8,99 Euro – max 54,99 Euro
kostenlos
DKB
kostenlos
10,00 Euro – 35,00 Euro
kostenlos
flatex
kostenlos
ab 0,00 Euro über spezielle Partner + Fremdspesen
kostenlos
3,80 Euro Flat + Fremdspesen für 6 Monate
200 Euro Cashback nach 20 Orders

Depots für Kinder werden auch Minderjährigendepots oder Junior-Depots genannt. Eltern können so ein Depot auf den Namen ihres Kindes eröffnen. Bis die Kinder 18 sind, bleiben Wertpapiere in diesem Depot verwahrt.

Beide Elternteile müssen zustimmen, dass Depot gemeinsam eröffnen zu dürfen. Bis zur Volljährigkeit haben die Eltern eine Vollmacht, um auf das Depot zugreifen zu können.

Depot für Kinder eröffnen

Wie auch bei den Depots für Erwachsene ist eine Depot-Eröffnung nicht sehr kompliziert. Die Eltern sollten folgende Unterlagen parat haben:

  • Personalausweise oder alternativ die Reisepässe der Erziehungsberechtigten
  • Geburtsurkunde des Kindes oder Personalausweis (ab 16 Jahre)
  • Nachweis des alleinigen Sorgerechts, sollte ein Elternteil alleinerziehend sein
  • Mitunter ist auch die Steueridentifikationsnummer anzugeben

Kommt es zur Eröffnung des Depots, werden jeweils die persönlichen Daten der Eltern und des Kindes abgefragt. Ohne die Zustimmung der Erziehungsberechtigten ist eine Depoteröffnung nicht möglich, sofern der Spross nicht 18 oder älter ist.

Wie auch bei anderen Konten, wird die Legitimation durch ein Post- oder Video-Identifikations-Verfahren durchgeführt. Einige Anbieter bieten bisher keinen online Service dafür an. 

Somit stellen z. B. die ING-DiBa und flatex eine PDF bereit, die ausgefüllt und physisch ausgedruckt an die Unternehmen geschickt werden müssen. Wer sich für Depot bei der DeGiro entscheidet, muss sich zur Eröffnung an den Kunden-Service wenden.

Depot für Kinder und die Kosten

Bei den Kosten gibt es Kosten für das Depot an sich, welche pro Jahr gezahlt werden und es gibt Kosten, die pro Order anfallen. Hier gibt es durchaus große Unterschiede. Somit lohnt es sich, verschiedene Anbieter zu vergleichen.

Am kostengünstigsten erhalten Anleger derzeit bei flatex Wertpapiere.

Depot für Kinder – Welche Vorteile und Nachteile gibt es?

Wer in Wertpapiere investiert, muss mit starken Schwankungen rechnen. Dafür locken höhere Renditen. Tages- oder Festgeld wirft kaum noch etwas ab.

Wer schnell Geld benötigt, der ist mit Wertpapieren für seinen Nachwuchs nicht gut beraten. Wertpapiere und ETFs sind langfristige Anlagen.

▶︎ Anlagetip: Jetzt mehr über ETFs erfahren

ETFs lagen in den vergangen Monaten gut im Kurs. Ein ETF des MSCI World hat im Jahr 2019 gut und gerne 25 Prozent Rendite erzielt – vor Steuern und etwaigen Kosten. Das ist natürlich nicht jedes Jahr der Fall.

MSCI World Index Entwicklung von Onvista.de

ETFs lassen sich in Sparplänen monatlich aufstocken. So kann oft schon ab 50 Euro monatlich angelegt werden.

▶︎ Jetzt mehr über Sparpläne erfahren

Fast alle gängigen Robo-Advisor bieten solche Sparpläne an.

Durch den regelmäßigen Geld-Zufluss bei einer konstanten Spar-Rate kann bei Hochs und Tiefs der Kurse der sogenannte Cost-Average-Effekt auftreten.

Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) besagt, dass ein Anleger für gleichbleibende Investitions-Beträge mehr Anteile kauft, wenn der Kurs fällt und weniger, wenn der Kurs steigt.

Bei langfristigen Investitionen in Fonds werden so die Kosten für Anteile geringer. Je länger ein Fond besteht und je volatiler die Kurse sind, desto stärker sind die Auswirkungen des Cost-Average-Effekts.

Kurzfristig sinkende Kurse sind daher langfristig positiv zu betrachten.

Was ist zu beachten?

Der Zugriff kann durch die Eltern geregelt werden. Bis der Nachwuchs 18 ist, haben die Eltern die Hoheit über Zu- und Abflüsse von Kapital.

Mit dem Erreichen des 18. Lebensjahres hat das Kind Zugriff auf das Depot. Jedoch kann hier oft vorher festgelegt werden, welche Summe pro Monat entnommen werden darf.

Steuern fallen genauso an wie bei jedem Kapitalprodukt. Demnach sind es hier 25 Prozent plus Soli und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Ab wann zahlen sie Steuern und was kommt in die Steuererklärung des Kindes?

Jedoch erst ab einem Gewinn von 9.000 Euro. Denn wie auch Erwachsene profitieren auch Kinder vom Freistellen der Kapitalerträge. 

So darf jeder Sparer 801 Euro Kapitalerträge freistellen. Bei Ehegatten sind das gemeinsam 1.602 Euro. Die Kapitalerträge der Kinder werden hier nicht mit einberechnet.

Es kann gesondert für die Depots der Kinder ein Freistellungsauftrag bis zu 801 Euro beantragt werden. Beide Elternteile müssen diesen unterschreiben, sofern beide erziehungsberechtigt sind.

Welche Wertpapiere eigenen sich für ein Depot für Kinder?

Das Geld der Kinder sollte nicht fahrlässig angelegt werden. Schließlich nutzt der Spross das Geld meistens erst in 10 bis 18 Jahren. Ein idealer Zeitraum, behutsam, aber langfristig anzulegen.

Optionsscheine, riskante Immobilienfonds oder Discounterzertifikate sind daher nicht notwenig. ETFs mit einer breiten Streuung, die große und zukunftsträchtige Märkte abbilden, sind dabei genau die richtigen.

Breit gestreute ETFs sind z. B.:

  •  iShares STOXX Global Select Dividend / WKN: A0F5UH
  • Xtrackers MSCI World Index Swap UCITS ETF 1C / WKN: DBX1MW
  • SPDR MSCI ACWI UCITS ETF / WKN: A1JJTC

Auch hier ist die Entwicklung nicht vorhersehbar, aber historisch betrachtet wachsen diese Märke solide Jahr für Jahr. Robo-Advisor helfen dabei, die Entwicklung der Märkte im Blick zu behalten.

Fazit

Ein Depot für Kinder lohnt sich. Der langfristige Anlagehorizont ist ideal, um das Geld solide und stetig zu mehren. Bei Kurseinbrüchen sollten die Eltern darauf vertrauen, dass die Kurse auch wieder steigen. Der Cost-Average-Effekt führt bei geringeren Kursen zu höheren Gewinnen. Der Steuerfreibetrag von 9.000 Euro pro Jahr lässt die Rendite wunderbar wachsen, ohne dass Steuern den Gewinn schmälern.

Weitere Beiträge über Aktien:

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.