Delisting

Was ist das Delisting? – Definition und Erklärung 

Wenn ein Unternehmen sein Kapital verbessern möchte, kann es „an die Börse gehen“ und muss im Gegenzug die Auflagen der Börsenaufsicht erfüllen. Die sind teilweise so streng, dass die Unternehmen sich für einen Rückzug von der Börse entscheiden. Dieser Prozess wird als Delisting bezeichnet. Eine Aktie wird praktisch ausgelistet und befreit den Eigentümer von all den Pflichten. Delisting erfolgt häufig nach einem Unternehmensverkauf, wenn der neue Eigentümer kein Interesse an Börsengeschäften hat.

Delisting: Rückzug nur mit Genehmigung möglich

Delisting befreit zwar von den Pflichten gegenüber der Börse, sorgt aber auch für Unmut bei Anlegern. Wenn sich ein Unternehmen entscheidet, die eigenen Aktien zum Handel vom Markt zu nehmen, müssen der Aufsichtsrat und die Börsenaufsicht zustimmen. Auf der anderen Seite muss auch die BaFin ihre Zustimmung erteilen. Im Jahr 2015 kam es zu einer Umstrukturierung des Börsengesetzes mit dem Ziel, Aktionäre im Falle eines Delistings besser  zu schützen. 

Unternehmen sind nun verpflichtet, beim Delisting zunächst ein Abfindungsangebot an Aktionäre zu unterbreiten. Dieser Schritt muss vollzogen sein, bevor der Antrag auf Delisting überhaupt gestellt wird. Es gibt spezielle Richtwerte zur Höhe der Abfindung, die das Unternehmen beachten muss. Die Abfindungshöhe muss dabei regelmäßig dem Durchschnittspreis des letzten halben Jahres entsprechen.

Beispiel: Gründe für Delisting bei Unternehmen

Die Fremdübernahme eines Unternehmens ist der häufigste Grund für Delisting. Eine Börsenzulassung bringt nicht nur Kapital mit, sondern auch viele Pflichten. Quartalsberichte für maximale Transparenz und Hauptversammlungen – all das kostet Geld und ist nicht umgänglich. Neue Großaktionäre hegen häufig den Wunsch, eine Strukturierung des neu erworbenen Unternehmens unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorzunehmen und es kommt zum Delisting. Ein weiterer Grund sind Kosteneinsparungen, da keine Pflichtveranstaltungen mehr erforderlich sind. Haben sich die Finanzen des Unternehmens verbessert und es ist keine Aktienmarktfinanzierung mehr erforderlich, kann Delisting ebenfalls angestrebt werden.

Anlegerinnen investieren nicht in einen Zielfonds, sondern in den Dachfonds, der dann wiederum nach Zielfonds sucht. Bei den meisten Dachfonds handelt es sich um offene Investmentfonds. Die Anteile können an der Präsenzbörse oder an E-Börsen gehandelt werden.

Zuletzt geupdated am 04/01/2023 von Maren

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