Deckungsstockfähigkeit

Was ist die Deckungsstockfähigkeit? Definition und Erklärung

Versicherungsunternehmen haben die Pflicht, für die Begleichung aller Forderungen einen Deckungsstock zu bilden. Wertpapiere, die zur Bildung eines solchen Deckungsstocks zugelassen sind, werden als deckungsstockfähig bezeichnet. Als Deckungsstock wird die Summe der benötigten Vermögenswerte bezeichnet, die eine Versicherung nachweisen muss. Damit kann sie die Sicherheit von Versicherten gewährleisten.  

Deckungsstockfähigkeit: Bildung des Deckungsstocks

Versicherungen sind verpflichtet, den Deckungsstock separiert zu allen Anlagen zu verwalten. Hierbei gibt es strenge gesetzliche Vorgaben und Richtlinien zu beachten. Das gesamte Vermögen des Deckungsstocks wird durch einen Treuhänder überwacht. Die im Prämienreservefonds vorhandenen Mittel dürfen nur für den Erwerb von deckungsstockfähigem Aktien genutzt werden. 

Solche Wertpapiere stammen von Unternehmen, die anhand ihrer bisherigen und zu erwartenden Finanzentwicklung Sicherheit zur Verzinsung und Tilgung der ausgezahlten Mittel geben. Es erfolgt ein Schuldscheindarlehen für das jeweilige Unternehmen, das durch Grundpfandrechte abgesichert wird. Die Versicherungsunternehmen haben darauf zu achten, dass der Deckungsstock zu jedem Zeitpunkt gefüllt ist. Die strenge Überwachung ermöglicht keine Fehltritte, sodass Versicherte durch den Deckungsstock abgesichert werden. 

Beispiel: Primäre Befriedigung von Versicherten  

Kommt es zum Konkurs einer Versicherungsgesellschaft, dient der Deckungsstock der Befriedigung von Ansprüchen seitens der versicherten Personen. Das Versicherungsunternehmen selbst hat keine Verfügungsgewalt über den Deckungsstock. Die Verwaltung obliegt allein dem Treuhänder und seinem Stellvertreter. Um versicherungsstockfähige Wertpapiere zu erwerben, ist eine Genehmigungerforderlich durch den Treuhänder. 

Die Höhe eines Deckungsstocks entspricht der Gesamtsumme aller versicherungstechnischen Rückstellungen. Es muss jederzeit gewährleistet werden, dass die Ansprüche von Versicherten aus dem Deckungsstock befriedigt werden können. Der Stockwert wird nicht dem Grundkapital des Unternehmens zugeschrieben.

Zuletzt geupdated am 04/01/2023 von Maren

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