Dachfonds

Was ist der Dachfonds? – Definition und Erklärung 

Als Dachfonds werden Fonds bezeichnet, die sich selbst aus unterschiedlichen Fonds zusammensetzen. Sie sind auch unter dem Namen Umbrella-Fonds bekannt und erreichen eine größere Risikostreuung. Englischsprachig wird von Fund of Funds gesprochen, es wird sinnbildlich ein Dach über allen anderen Fonds aufgespannt. Dachfonds sind auf den deutschen Märkten weniger bekannt als in den USA oder Großbritannien.

Dachfonds: Wenn Fonds in Fonds investieren

Bei Dachfonds handelt es sich um aktiv gemanagte Fonds, deren Investitionen ausschließlich in ETFs oder andere Fonds getätigt werden. Dabei gibt es immer einen Fondsmanager, der eine passende Anlagestrategie festlegt. Das Fondsmanagement ist entscheidend für die Risikobehaftung, denn trotz Streuung gibt es auch Risiken. Es ist schwer, die tatsächliche Rendite festzulegen, da diese von den gewählten Zielfonds abhängig ist. 

Wird primär auf Aktienfonds gesetzt, lassen sich höhere Renditen erzielen. Rentenfonds gelten hingegen als sicherer, bringen dafür aber weniger Rendite mit. Als Alternative können Dachfonds in ETFs investieren. Es entstehen keine Kosten für das aktive Fondsmanagement, da der ETF-Markt passiv funktioniert. Am Ende bleibt mehr von den Gesamtgewinnen für einen Investor übrig. 

Beispiel: Verschiedene Fonds für Dachfonds interessant

Dachfonds investieren zu keinem Zeitpunkt in einzelne Wertpapiere, sondern machen Zielfonds für ihre Investitionen aus. Dazu gehören neben klassischen Aktien- und Rentenfonds auch Privat-Equity-Fonds, Immobilienfonds oder Mischfonds. Werden diverse Anlageklassen genutzt, lässt sich das Risiko breiter streuen

Anlegerinnen investieren nicht in einen Zielfonds, sondern in den Dachfonds, der dann wiederum nach Zielfonds sucht. Bei den meisten Dachfonds handelt es sich um offene Investmentfonds. Die Anteile können an der Präsenzbörse oder an E-Börsen gehandelt werden.

Zuletzt geupdated am 16/12/2022 von Timm Schaffner

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