Bezugsfrist

Was ist die Bezugsfrist? – Definition und Erklärung 

Die Bezugsfrist gilt in Zusammenhang mit dem Bezugsrecht, das den Altaktionären einer Gesellschaft einräumt, neue Aktien einer Gesellschaft zu erwerben. Dieses Recht wird in der Regel im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung der Gesellschaft gewährt. Die Bezugsfrist ist die kleinste Zeitspanne, in der das Bezugsrecht ausgeübt werden kann und beträgt gemäß $ 186 (1) des Aktiengesetzes mindestens zwei Wochen.

Konsequenzen einer Nichteinhaltung der Bezugsfrist

Wenn die Bezugsrechte nicht innerhalb der Bezugsfrist genutzt oder verkauft werden, so haben sie keinen Wert mehr. Diese Nichteinhaltung hat für die Aktiengesellschaft keine Folgen, aber es ist ein finanzieller Verlust für den Altaktionär.

Vorteile einer Bezugsfrist für Altaktionäre

Durch die Kapitalerhöhung erhöht sich die Anzahl der Unternehmensaktien, was sich negativ für Altaktionäre auswirkt, denn Stimmrecht und Dividende sinken. Durch das Bezugsrecht entsteht während der Bezugsfrist sozusagen ein Vorkaufsrecht für die neuen Aktien. Neue Aktionäre dürfen diese Aktien erst nach Verstreichen der Bezugsfrist kaufen. Die negativen Auswirkungen für Altaktionäre werden dadurch ausgeglichen.

Möchte der Altaktionär keine neuen Aktienanteile kaufen, darf er seine Bezugsrechte verkaufen. Vor dem Neukauf der frischen Aktien bzw. dem Verkauf der Bezugsrechte sollte jeder Altaktionär sich über die Wertverluste und den Wert des Bezugsrechts im Klaren sein. Dazu wurde die Bezugsfrist von mindestens zwei Wochen geschaffen, in der eine Entscheidung gefällt werden kann.

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Zuletzt geupdated am 07/12/2022 von Timm Schaffner

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