Betrug mit Anleihen: Verluste durch Betrugsmaschen und wie Geld zurückgeholt werden kann

Geld anlegen, ist auf viele verschiedene Art und Weisen möglich. Der Handel mit Staats- und Unternehmenshandel gilt als relativ sicher. Es handelt sich um seriöse Anbieter, bei welchen das Ausfallrisiko als relativ unwahrscheinlich eingestuft wird. Der Online Handel von Vermögenswerten, volatile Märkte und Betrugsmaschen sorgen jedoch dafür, dass auch diese Anlageklasse nicht frei von Risiko ist. Anleihenbetrug ist keine Seltenheit. Wie Sie sich gegen diesen schützen können, welche Betrugsmaschen bekannt sind und wie Geld zurückgeholt werden kann, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Betrug mit Anleihen Angebote überprüfen

Wie risikoreich ist der Handel mit Anleihen wirklich?

Lange Zeit wurden Anleihen und die darunter fallenden „Rentenpapiere“ als sichere und seriöse Geldanlage gehandelt. Auf die Renditen konnte sich „verlassen“ werden und es war eine gute Alternative zum Bunkern des eigenen Geldes auf dem Girokontos. Staats- und Unternehmenspapiere wurden stets mit langen Laufzeiten gehandelt. Die Laufzeiten betragen meist über 10 Jahre. Mittlerweile lassen sich Anleihen auch auf anderen Wegen handeln. Das einst so gepriesene Wertpapier ist heute jedoch nicht mehr so lukrativ. Die festverzinslichen Wertpapiere bringen nur noch geringe Renditen ein. Bundesanleihen notieren teilweise sogar negativ.

Die Entwicklungen von Anleihen hängt auch von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zusammen. Gerade in volatilen Zeiten ist bereits ein Risiko in Vermögenswerte zu investieren, deren Laufzeit über eine Dekade gehen. Ausfall- und Emittentenrisiken sind bei Anleihen ebenfalls zu beachten. Emittenten können zahlungsunfähig werden. Dies würde einen Verlust des Gesamtkapitals bedeuten.

Neben dem Emittentenrisiko gibt es auch noch das Zinsänderungsrisiko. Durch das Steigen und Sinken des Marktzinses verändert sich auch die zu erwartende Rendite. Zugleich kann auch eine ansteigende Inflation wie in 2022 negative Auswirkungen auf Anleihen haben. Je höher die Inflationsrate prozentual steigt, desto negativer wird die zu erwartende Rendite. Zu erwähnen sei zudem, dass Anleihen auch in fremden Währungen erworben werden können. In diesem Fall bewirken Wechselkursschwankungen ein Wechselkursrisiko.

Die Rolle der Bonität beim Handel mit Anleihen

Anleihen zählen zu den sogenannten Schuldinstrumenten. Sie werden von Rating-Agenturen bewertet. Wer in Junk Bonds investiert, läuft hohe Gefahr, Totalverluste zu generieren. Sie haben ein schlechtes Rating. Gleiches gilt für High Yield Bonds. Das Rating der Agenturen kann somit Aufschluss darüber geben, wie hoch das Risiko einer Investition in eine bestimmte Anleihe ist. Es gilt jedoch nur als Richtschnur und gibt keine Garantie für den zu erwartenden Risikograd.

Betrug mit Anleihen: Die bekanntesten Betrugsmaschen im Überblick

Neben dem Anlagerisiko besteht beim Handel mit Anleihen auch ein erhöhtes Betrugsrisiko. Abzocke und Anlagebetrug liegen hier nicht weit auseinander. Betrugsmaschen sind mittlerweile so stark ausgeprägt, dass sie nur schwer zu erkennen sind. Garantien werden täuschend echt gefälscht und attraktive Anlageempfehlungen gefälscht. Hinzu kommen Risiken bei der Auswahl von Brokern. Wer mit Anleihen handeln möchte, sollte Angebote intensiv überprüfen und genau überlegen, welchem Finanz-Guru Vertrauen geschenkt wird.

Betrug auf dem Kapitalmarkt liegt übrigens immer dann vor, wenn sich Dritte am eigenen Geld bereichern und das durch Täuschung. Zudem können Dritte sich selbst bereichern, indem sie Falschinformationen ausgeben oder Kursentwicklungen manipulieren. Wie das funktioniert, schauen wir uns im Folgenden an.

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Gefälschte Garantieren für Bürgschaften

Eine gängige Betrugsmasche im Anleihenhandel ist das Täuschen von Garantien. Risiken sind vielen Anlegern durchaus bewusst. Daher möchten sie sich vor dem Handel mit Anleihen vor diesen schützen. Das funktioniert unter anderem durch Garantien. Sie werden meist von Banken gegeben. Diese Garantien sagen aus, dass im Fall eines Ausfalls des Emittenten die Bank für diesen bürgt. Diese Ausfallbürgschaften bzw. Garantien werden nur selten erbracht. Betrüger nutzen diese Garantien jedoch für sich und täuschen diese vor. Das Siegel kann zunächst nicht von dem der Banken unterschieden werden. Das Fälschen von Bankgarantien ist somit ein Fall von Täuschung. Um sich vor dem Betrugsfall zu schützen, empfiehlt es sich, nach Erhalt eines solchen Schreibens sofort die Bank zu kontaktieren. Die Bestätigung der Garantie beweist, ob sie echt oder fake ist.

Kursmanipulation durch Tippgeber

Eine weitere Betrugsmasche erfolgt durch Account Manager, Anlageberater oder Finanz-Gurus auf Social Media und im Web. Sie empfehlen die Investition in eine Anleihe. Der Kurs sieht verlockend aus und bietet Einstiegspotenziale. Das Eigeninteresse der Tippgeber ist jedoch höher als die Interessen der Anleger. Vor der Empfehlung der Anlage hat der Tippgeber bereits in die Anleihe investiert und das meist in hohen Mengen. Das treibt den Kurs in die Höhe. Investieren nun weitere Anleger, um am Trend teilnehmen zu können, steigt der Kurs kurzfristig stark an. Der Tippgeber steigt jetzt aus, realisiert seine Gewinne und der Kurs bricht ein. Der Anleger bereichert sich somit nicht direkt am eigenen Geld, nutzt die Liquidität der Masse jedoch, um Renditen zu erzielen. Die Interessenskonflikte und Informationsasymmetrien sind hier die Problematik. Um einen Betrug nachweisen zu können, müssen dringende Beweise vorliegen, die zeigen, dass der Tippgeber Informationen zurückgehalten hat und das fahrlässig.

Neben einzelnen Tippgebern können hinter solchen Empfehlungen auch ganze Network-Apparate stecken. Network Marketing & Trading Betrug ist insbesondere auf Social Media stark ausgeprägt.

Trading Online Betrug

Betrügerische Online Broker mit Simultanplattformen

Auch bei der Wahl des Anbieters können Anleger große Fehler machen. Nicht jeder Online Broker ist seriös. Unseriöse Broker gibt es wie am Sand am Meer. Sie locken mit zeitlich begrenzten Angeboten (die übrigens dank des Anlegerschutzes in Europa offiziell verboten sind), Renditegarantien und besten Konditionen. Dabei ist ihnen kein Weg zu weit: Call Center rufen bei Ihnen zuhause an und empfehlen spannende Investitionsmöglichkeiten. Bei den Telefonanrufen handelt es sich offensichtlich um Telefonbetrug und Spam.

Wer sich von den Angeboten täuschen lässt, tappt sofort in die Betrugsfalle. Die betrügerischen Broker simulieren lediglich Kurse. Die gesamte Handelsplattform ist eine Täuschung. Anleger investieren somit Geld, buchen dieses auf das Brokerkonto und erhalten beste Renditen. Bei der Auszahlung fällt schnell auf: Die Auszahlung erfolgt nie. Das Geld ist verloren.

Gegen Trading Betrug vorgehen: Diese Schritte sollten Sie durchführen

Ist das Geld verloren, soll es zurückgeholt werden. Wie das gelingt und wie Sie sich präventiv vor Betrugsangeboten schützen können, erörtern wir im Folgenden. Bei der Anbieterauswahl haben wir bereits einen allgemeinen Tipp vorab für Sie: Wählen Sie niemals einen unlizenzierten Broker, wenn Sie sich nicht 100% sicher sind, dass dieser seriös ist. Sie werden nicht von den Finanzaufsichtsbehörden überwacht. Das erhöht das Anlagerisiko stark.

Geld zurückholen: Einen Anwalt einschalten

Ist Ihnen aufgefallen, dass etwas mit Ihrem Anleihenkauf nicht stimmt? Dann binden Sie ein Anwalt in die Gespräche mit ein und konsultieren diesen. Der Anwalt sollte ein Experte im Kapitalrecht sein und mit solchen Betrugsfällen bereits Erfahrung haben. In einem Erstgespräch kann das Risiko betrachtet werden, geschaut werden, ob es sich um Betrug handelt und überprüft werden, wie hoch die Chance auf Geld zurück ist. Der Anwalt kann natürlich auch zu einem früheren Zeitpunkt bereits fester Bestandteil des Anleihenhandels sein. So könnte dieser Garantien auf Echtheit überprüfen.

Anwälte agieren als Rechtsorgan, können beraten und Fälle annehmen. In diesem Fall wird die Kommunikation nur noch über den Anwalt geführt. Gibt es Anspruch auf Schadensersatz, kann dieser ebenfalls geltend gemacht werden.

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Ermittlungen einleiten: Betrugsfall anzeigen

Der Betrugsfall sollte ebenfalls angezeigt werden. Je nach Betrug sollte neben der Polizei auch die eigentlich zuständige Finanzaufsichtsbehörde informiert werden. Sie kann ggf. gegen den Betrüger vorgehen oder vor dem Anbieter warnen. Die Polizei kann zudem Ermittlungen einleiten, das weitere Vorgehen mit Ihnen besprechen und Ihre Ansprüche klären. Eine Anzeige bei der Polizei ersetzt jedoch keinen Anwalt! Es ist dennoch der erste Schritt, der getätigt wird, nachdem ein Betrug auffällt.

Neben der Polizei und der Finanzaufsichtsbehörde sollte auch die Bank informiert werden und das aus dreierlei Gründen:

  1. Geld zurück: Selten gibt es die Möglichkeit, dass die Bank Ihnen das kürzlich abgebuchte Geld wieder zurückbuchen kann.
  2. Garantieüberprüfung: Ist die Ausfallbürgschaft wirklich von der Bank oder ist sie ein Betrug? Ein Gespräch mit dem Anbieter klärt auf.
  3. Information: Auch Banken sollten über Betrugsangebote, die sie ggf. unwissentlich vertreiben, informiert werden. So schützen sie andere Anleger und stehen zugleich in der Beweispflicht.

Die Kommunikation mit der Bank kann ebenfalls von einem Anwalt übernommen werden. Dies ist in den weiteren Instanzen der Ermittlungen dringend zu empfehlen.

Betrugsfall ja oder nein: Vorab Prüfungen vornehmen

Nicht immer ist es sofort ersichtlich, ob ein Angebot ein Betrug ist oder echt ist. Bevor Geld investiert ist, lohnt sich eine Vorabrecherche: Sei es die Betrachtung einer Anleihe selbst, eines Tippgebers oder des Online Brokers. Zunächst hilft die klassische Suche über Google. Nutzermeinungen geben Rat und Orientierung. Sind die Angebote sehr negativ behaftet, gilt es Abstand zu nehmen. Distanz sollten Sie zudem wahren, wenn gar nichts über das Angebot in Erfahrung gebracht werden kann. Das eigene Börsenwissen hilft zudem bei der Einordnung von Kursverläufen sowie Angeboten. Auch zu diesem Zeitpunkt können Anwälte bereits unterstützen.

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Anleihen traden: So minimieren sie das Risiko – Checkliste

Sollten Sie sich für den Handel von Anleihen entscheiden, können Sie gleich aus zwei Varianten des Handels wählen: Sie können Anleihen klassisch handeln oder mit einem CFD auf die Kursschwankungen der Schuldinstrumente setzen. Beide Varianten sind denkbar und mit Risiken verbunden. Auch die Wahl der Anleihe ist in die Überlegungen aufzunehmen. So gibt es Fremdwährungsanleihen, synthetische Anleihen, Aktienanleihen und viele weitere Ausprägungen. Jede Art der Anleihe hat ein abweichendes Risikoprofil. Um Betrugsrisiken zu vermeiden sind jedoch vor allem die in der Checkliste aufgeführten Kriterien zu überprüfen:

  • Wissen schützt: Handeln Sie nur mit Anleihen, wenn Sie das Schuldinstrument auch im Kern verstehen. Das schützt vor Betrugsangeboten, Kursveränderungen und Fehlinvestitionen.
  • Schauen Sie auf Fundamentaldaten: Betrachten Sie nicht nur Kursverläufe. Schauen Sie sich auch die Entwicklungen in der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft an. Sie haben erhebliche Auswirkungen auf den Anleihenkurs.
  • Tippgeber nicht auf ein Podest setzen: Tippgebern stehen normalerweise die gleichen Informationen wie Ihnen bereit. Vertrauen Sie den Personen nicht zu stark und schauen Sie immer darauf, welche Interessen Tippgeber selbst verfolgen könnten. Das gilt auch für Social Trading mit Anleihen.
  • Seriöse Anbieter wählen: Für den Handel sollten Sie stets mit seriösen Anbietern kooperieren. Online Broker sollten reguliert und Handelsplattformen gut bewertet sein. Die Konditionen müssen ebenfalls stimmen. Entscheiden Sie sich für eine Bank, gehen Sie in den Direktkontakt vor Ort mit der Bank und führen keine Internetgeschäfte durch.
  • Demokonten nutzen: Seriöse Online Broker bieten häufig Demokonten an, mit welchen der Handel erprobt werden kann. Sie zeigen auch die Plattform 1:1. So kann zum Einen ein Gefühl für das Finanzinstrument entwickelt werden und zum Anderen der Anbieter auf Seriosität überprüft werden.
  • Bonität prüfen: Bevor Sie in Anleihen investieren, empfiehlt sich ein Blick auf die vergebene Bonität durch Rating-Agenturen wie Moodys oder S&P. Sie gibt das potenzielle Risikomaß an.
  • Anwalt einschalten: Verträge und Garantien sowie die Seriosität von Angeboten lassen sich von Anwälten überprüfen.

Das bedeutet konkret: Je mehr Vorwissen Sie vor dem Handel angesammelt haben, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie bei einem seriösen Anbieter ein seriöses Produkt handeln. Ausfallrisiken sowie weitere Risiken bestehen auf natürliche Weise weiterhin.

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Fazit: Der Betrug mit Anleihen hat mehrere Gesichter

Der Betrug mit Anleihen lässt sich nicht auf einen konkreten Fall reduzieren. Es gibt Fälle, in welchen Staatsanleihen schon vollständig gefälscht wurden. Zudem gibt es jene, die sich zu Vorzugskursen Rückzahlungen von Anleihen gesichert haben. Darüber berichtet sogar das Handelsblatt. Der Handel mit Anleihen ist somit nicht nur mit den generellen Risiken verbunden, sondern auch mit dem Risiko, auf dubiose Angebote hereinzufallen. Anleger können sich durch Hinzuziehung eines Anwalts und der Wahl seriöser Online Broker vor solchen Betrugsfällen schützen. Anwälte unterstützen zudem dabei, Ansprüche gegenüber Betrügern geltend zu machen.

Häufige Fragen und Antworten:

Wie kann ich gegen die Betrüger vorgehen?

Um gegen Betrüger vorgehen zu können, sollte die Polizei eingeschaltet sowie ein Anwalt konsultiert werden. Darüber hinaus sollte die Verbraucherzentrale der BaFin (deutsche Finanzaufsichtsbehörde) über den Fall unterrichtet werden.

Ist es normal, dass Anbieter unaufgefordert Kontakt aufnehmen?

Normalerweise machen Broker durch Werbeanzeigen, Social Media Auftritten und Webseiten auf sich aufmerksam, nicht aber durch Telefonanrufe oder Privatnachrichten. Versucht ein Anbieter Sie zu hohen Summen zu überreden und von einer Anlage überzeugen zu wollen, ist dieser dubios und der Anbieter oder die Person bei der Polizei gemeldet werden.

Schützt ein Notar vor Betrugsangeboten?

Nein. Ein Notar übernimmt eine andere Funktion: Er prüft nur die Korrektheit des Vertragsgegenstandes. Ob das Angebot seriös ist, liegt nicht im Aufgabenbereich eines Notars. Sie sind durch die Hinzunahme eines Notars somit nicht vor Betrug geschützt. Hier hilft ein Anwalt.

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Zuletzt geupdated am 24/11/2022 von Maren

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