Bardividende

Was ist die Bardividende? – Definition und Erklärung 

Bei der Bardividende handelt es sich um einen Teil des Gewinns nach Abzug der Körperschaftsteuer, der an den Anteilseigner ausgeschüttet werden soll. Als Bruttodividende bezeichnet man die Dividenden vor Abzug jeglicher Steuer. Wie inländische Dividenden steuerlich behandelt werden, hängt davon ab, wo die Aktien gehalten werden, also ob sie im Privat- oder Betriebsvermögen gehalten werden.

Wie wird die Bardividende besteuert?

Bei privat gehaltenen Aktien werden 25 Prozent Kapitalertragsteuer (zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag) als Abgeltungsteuer abgezogen. Zwar können Kapitalgesellschaften Dividenden grundsätzlich steuerfrei vereinnahmen, aber die körperschaftsteuerliche Bemessungsgrundlage ist um fünf Prozent der Bezüge zu erhöhen. 

Hierbei handelt es sich um fiktionale, nicht abzugsfähige Betriebsausgaben, die pauschal angesetzt werden. Letztlich sind damit nur noch 95 Prozent der Bezüge von der Körperschaftsteuer befreit. 

Handelt es sich um Dividenden aus ausländischen Aktien, wird häufig am Sitz der Gesellschaft eine Quellensteuer einbehalten. So kann man ausländische Dividenden versteuern lassen. Die einbehaltene Quellensteuer kann aber in der deutschen Steuererklärung wahlweise von der Steuerschuld abgezogen oder als Werbungskosten aus Kapitalvermögen angerechnet werden.

Beispielrechnung einer Bardividende

Ein Aktionär hält eine Bruttodividende von 300 Euro. Darauf entfallen 25 % Körperschaftsteuer, also 75 Euro, die von der Bruttodividende abgezogen werden. Übrig bleibt die Bardividende in Höhe von 225 Euro.

Weitere Artikel des Trading Lexikons:

Zuletzt geupdated am 13/12/2022 von Maren

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert