Was ist ein Ausgabeaufschlag? – Definition & Erklärung

Der Ausgabeaufschlag eines Investmentfonds ist entscheidend für die Rendite und wird bei aktiv gemanagten Fonds als Einmalbetrag fast ausschließlich beim Kauf fällig. Ziel dieser Gebühr ist es in erster Linie, die Vertriebskosten des Fondsanbieters zu decken. Wenn man sich für einen aktiven Investmentfonds entscheidet, ist der Ausgabeaufschlag neben der Verwaltungsgebühr ein wichtiger Kostenfaktor. 

Dieser entsteht bei Fonds, die nicht an der Börse gehandelt werden und dient für die Abdeckung der Vertriebs- und Verwaltungskosten. Oft wird der Aufschlag als Prozentwert angegeben und kann unter dem Namen Agio bezeichnet werden. Der Ausgabeaufschlag reduziert die Rendite und sollte daher bei Investment-Entscheidungen mit einbezogen werden.

Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag?

Anlegerinnen und Anleger, die auf der Suche nach einem Fonds ohne Ausgabeaufschlag sind, können sich beruhigt zurücklehnen. Inzwischen gibt es nämlich eine ganze Reihe von No-Load-Fonds, aus denen man wählen kann. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Fonds meistens eher für Anlegerinnen und Anleger mit einem kürzeren Anlagehorizont geeignet sind. Denn in den meisten Fällen fallen die laufenden Kosten bei einem fehlenden Ausgabeaufschlag höher aus.

Auch ETFs (Exchange Traded Funds) und passive Fonds bieten den großen Vorteil, dass bei ihnen in der Regel kein Ausgabeaufschlag anfällt. Dies ist möglich, weil ETFs über verschiedene Anbieter ohne Aufschlag gekauft werden können. Allerdings ist der Aufschlag nicht mit den laufenden Gebühren zu verwechseln, die bei passiven Fonds deutlich niedriger sind als bei aktiv gemanagten Fonds.


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Zuletzt geupdated am 08/07/2022 von Andre Witzel

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