Auktionsverfahren

Was ist das Auktionsverfahren? – Definition und Erklärung 

Vergleichbar mit konventionellen Autkionen handelt es sich beim Auktionsverfahren um ein Preisfindungsverfahren, bei dem interessierte Aktionäre ein eigenes Preisangebot abgeben können. Die Ermittlung des Emissionspreises kann erst dann erfolgen, wenn die Zeichnungsfrist abgelaufen ist. Dazu werden alle erbrachten Gebote berücksichtigt, was nach den üblichen Kursfeststellungsregeln der Börse geschieht. Hier werden alle Zeichnungsaufträge nach der Höhe der Gebote sortiert.

Wie wird der Emissionspreis festgelegt?

Alle Gebote, angefangen vom höchsten, erhalten eine Zuteilung, bis letztlich das Emissionsvolumen aufgebraucht ist. Alle Anleger werden zu 100 % bedient, deren Gebot über dem Emissionspreis liegt. Bei den Investoren, die genau den Emissionspreis geboten haben, verhält es sich so, dass sie zu einem bestimmten Zuteilungsverhältnis bei der Emission berücksichtigt werden.

Was sind die Vor- und Nachteile im Auktionsverfahren?

Der Vorteil liegt darin, dass alle Interessenten, die bereit sind, den höchsten Preis zu zahlen, den Zuschlag erhalten. Das Interesse des Emittenten, einen möglichst hohen Erlös aus dem IPO (Going Public) zu erzielen, korrespondiert damit.

Nachteilig ist aber, dass hier ausschließlich das beste Preisangebot berücksichtigt wird, dass die Qualität der Investoren aber nicht hinreichend berücksichtigt werden kann. Allerdings sind diese von entscheidender Bedeutung bezüglich der zukünftigen Entwicklung eines Aktienkurses. Des Weiteren kommt hinzu, dass beim Auktionsverfahren eine Nachfrage nur noch unterhalb des Ausgabepreises existiert. So lässt sich für gewöhnlich der Preis am Sekundärmarkt später nicht mehr halten.

Zuletzt geupdated am 19/12/2022 von Timm Schaffner

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