Aufgeld: Definition & Erklärung 

Das Aufgeld kommt bei Emissionen und Verkäufen von Aktien zum Einsatz. Der Käufer muss in diesem Fall einen über dem Nennwert liegenden Kurspreis für die Aktie bezahlen. Zum Einsatz kommt das Aufgeld vor allem bei Investmentfonds, hier wird es dann unter anderem als Ausgabeaufschlag bezeichnet

Aufgeld ist der eingedeutschte Begriff für ein klassisches Agio (Ausgabeaufschlag). Es beziffert den Betrag, der den eigentlichen Nennwert der Aktie überschreitet. Ausgewiesen wird das Aufgeld in der Regel als Prozentsatz, immer bezogen auf den vorliegenden Nennwert. Bei einem Ausgabekurs von 120 Prozent wird somit ein Aufgeld von 20 Prozent auf den Nennwert gesetzt, der immer bei 100 Prozent liegt.

Beispiel: Wann kommt das Aufgeld zum Einsatz? 

Werden Aktien verkauft, muss der Käufer einen definierten Preis bezahlen. Ab und an weicht dieser vom klassischen Nennwert ab. Das Aufgeld entsteht nicht durch den Börsenhandel, sondern nur, wenn zwischen Käufer und Emittent eine Vereinbarung getroffen wurde. Das ist bei verschiedenen Arten der Wertpapiere denkbar. 

Gelegentlich werden Anleihen nicht mit Disagio oder zum Nennwert veräußert, sondern mit einem Aufgeld versehen. Die Anleihe kann dann beispielsweise zum Kurs von 110 Prozent erworben werden. Die Effektivverzinsung reduziert sich dadurch. 

Auch bei klassischen Aktien kann ein Aufgeld erhoben werden, welches den Nennbetrag einer Einzelaktie prozentual übersteigt. Gleiches gilt für Investmentfonds, wo fast immer ein Aufgeld bezahlt werden muss. Die einmalige Gebühr kommt der Fondsgesellschaft zugute und liegt im Schnitt zwischen einem und fünf Prozent der Investitionssumme. 

Zuletzt geupdated am 01/09/2022 von Timm Schaffner

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