Attentismus: Definition und Erklärung 

Als Attentismus wird ein Verhaltensmuster bezeichnet, bei dem keine Handlung erfolgt, sondern abgewartet wird. Auf den Aktienmarkt bezogen könnte das also bedeuten, dass ein Investor zwar grundsätzlich eine bestimmte Aktie erwerben möchte, aber zunächst abwartend darauf spekuliert, dass sich der Markt doch noch verändert. Dem Aufschieben einer Handlungsentscheidung liegt dabei zugrunde, dass eine automatische oder verbessernde Klärung der Situation eintritt. 

Attentismus: Abwarten, für schnellere Zins- und Kursänderungen 

Grundsätzlich wird mit dem Begriff Attentismus eine Gruppe von Anlegern deklariert, die als zurückhaltende Investoren auftreten. Aktionäre werden an der Börse in verschiedene Typen eingeteilt. So ist der antizyklische Investor jemand, der entgegen der vom Mainstream erwarteten Reaktion investiert, wohingegen der attentistische Investor jemand ist, der abwartet und die Marktlage lieber erst noch genauer sondiert. Das kann ein Zeichen der Vorsicht sein, kann aber auch zum Zweck haben, einen Kurswechsel oder die Veränderung von Zinsen bei einem Kredit zu verändern

Beispiel: So wirkt sich Attentismus auf Investitionen aus 

Hat sich ein Anleger dazu entschieden, eine bestimmte Aktie kaufen zu wollen, kann er dies bei Verfügbarkeit tun. Als Attentismus würde diese Person nun bezeichnet, wenn in der Hoffnung auf einen Absinken des Kaufpreises noch weiter abgewartet wird, da das zu handelnde Wertpapier langfristig zwar eine gute Prognose hat, kurzfristig aber in den kommenden Wochen noch etwas an Wert verlieren könnte. 

Attentismus kann sich aber auch negativ auswirken, wenn der Nennwert des gewünschten Wertpapiers steigt und somit teurer eingestiegen werden muss.

Zuletzt geupdated am 01/09/2022 von Timm Schaffner

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