Asset Backed Securities (ABS): Definition & Erklärung

ABS ist eine Abkürzung für den englischen Begriff „Asset Backed Securities“ und heißt übersetzt, durch Vermögenswerte gedeckte Wertpapiere. Das bedeutet, es handelt sich um Wertpapiere (securities), die entweder mit Vermögenswerten oder mit Forderungen (assets) abgesichert (backed) sind. Gebräuchlich ist aus diesem Grund auch der Begriff „Forderungsbesicherte Wertpapiere“. 

In der Regel werden ABS von sogenannten Zweckgesellschaften ausgegeben und sie werden verzinst. Sofern hier Hypothekenkredite als Sicherheiten dienen, ist die Rede von Mortgage-Backed Securities (MBS). Für gewöhnlich handelt es sich bei den Wertpapieren um Anleihen bzw. Schuldverschreibungen, die auch börsenfähig sind.

Wie entstehen ABS?

Durch den Verkauf von Kreditansprüchen an Zweckgesellschaften entstehen ABS. Für Banken ist es wichtig, dass sie ihre Kreditansprüche verkaufen. Laut Gesetz ist es für Banken verpflichtend, 8 Prozent ihrer ausgegebenen Kredite an eigenen Mitteln verfügbar halten. 

Zum einen werden durch den Verkauf die Forderungen auf Rückzahlungen aus den Büchern der Banken gestrichen, um so neue Kredite vergeben zu können. Zum anderen werden sie auch noch als Wertpapiere handelbar gemacht. Mit den Forderungen in Form von Wertpapieren kann die Zweckgesellschaft handeln und gleichzeitig die Sicherheit des eigenen Produkts bewerben. Denn dieses ist durch die Zahlungsforderungen an die ursprünglichen Kreditnehmer gedeckt.

Welche Vorteile bieten ABS?

Für mittelständische Unternehmen sind ABS ebenfalls eine Finanzierungsalternative geworden. Zur Finanzierung des Unternehmens können Forderungen eingesetzt werden. Zu den Vorteilen von ABS gehört, dass die klassische Kreditlinie des Unternehmens geschont oder entlastet wird. Auf der Basis definierter Kriterien gibt es seitens der Zweckgesellschaft die Pflicht zum Ankauf der Forderungen. Indirekt und anonym erhält das Unternehmen über die Zweckgesellschaft Zugang zum Kapitalmarkt. Durch die Auslagerungen von Forderungen aus Lieferung und Leistungen wird die Bilanzstruktur verbessert. Das führt in der Folge zu einem besseren Rating.


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Zuletzt geupdated am 08/07/2022 von Andre Witzel

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