Antizyklisches Verhalten: Definition und Erklärung 

Antizyklisches Verhalten beschreibt ein Verhaltensmuster, das im wirtschaftlichen Raum immer wieder beobachtet wird. Es umschreibt eine Situation, wenn sich ein Faktor entgegen den allgemeinen Erwartungen entwickelt. Im Fall von Börsengeschäften könnte es der Wertzuwachs einer Aktie sein, die Prognosen zufolge eigentlich auf einem absteigenden Ast sein sollte. Vor allem wird antizyklisches Verhalten aber nicht beim Handel mit Wertpapieren, sondern bei Anlegern selbst beobachtet

Antizyklisches Verhalten: Typisches Merkmal der Finanzpolitik 

Nicht nur an der Börse, sondern allgemein im Rahmen der Finanzpolitik wird antizyklisches Verhalten beobachtet. Zur Steuerung der Wirtschafts- und Finanzpolitik kann mit antizyklischen Konjunkturprogrammen Einfluss genommen werden. Die Gründe dahinter sind identisch, die antizyklischen Investitionen werden getätigt, um einen Abschwung der Konjunktur herbeizuführen. So können Rezessionen verhindert werden. 

Beispiel: So wird antizyklisch investiert 

An der Börse gibt es eine gewisse Erwartungshaltung hinsichtlich der Handlungen von Börsianern. Wer entgegen diesen Erwartungen investiert, verhält sich antizyklisch. Dahinter steckt oft die Absicht, eine Konjunktur zu verhindern oder aber die Vermutung, dass sich zukünftig etwas an Prognosen ändern wird. 

Wenn eine Aktie stark im Wert sinkt, neigen viele Investoren zum Verkauf. Experten gehen in dieser Situation von zyklischem Verhalten aus: halten oder Verkaufen. Wird nun aber gezielt in die sinkende Aktie investiert, ist von antizyklischem Verhalten die Rede. Wer gutes Fundamentalwissen über Börsenbewegungen mitbringt, kann durch das vermeintlich irrationale Handeln hohe Gewinne erzielen, indem er sich von der Masse absetzt.

Zuletzt geupdated am 01/09/2022 von Timm Schaffner

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