Annuitätenanleihe: Definition und Erklärung 

Die Annuitätenanleihe wird auch als Bond bezeichnet und ist eine besonderen Form der klassischen Anleihe. De facto handelt es sich um ein Zinsinstrument, bei dem jährlich ein zuvor definierter Prozentsatz des eigentlich angelegten Kapitals getilgt wird. Die aus dem Restkapital ersparten Zinsen werden fortlaufend abgesenkt, was eine finanzielle Belastung für den Emittenten darstellt. Die Annuitätenanleihen werden in Raten von gleicher Höhe zurückgezahlt.

Annuitätenanleihe: Festgelegte Laufzeit ähnlich wie bei klassischen Krediten  

Die Annuität selbst ist eine regelmäßige Rückzahlung eines Darlehens, welche über einen festgelegten Zeitraum (Laufzeit) erfolgt. Auf der einen Seite werden die Zinsen gezahlt, auf der anderen Seite werden Tilgungen der eigentlichen Schuld vorgenommen. Da die Zahlungen fortlaufend vorgenommen werden, erhöhen sich während der Laufzeit die Zinszahlungen sowie der Tilgungsanteil. Bezahlt werden kann monatlich, aber nach Wunsch auch im Quartal.

Beispiel: Hier kommen Annuitätenanleihen zum Einsatz

Annuitätenanleihen werden unter anderem in Form von Hypotheken-Darlehen ausgegeben. Anders als ein Kredit, der in konstant bleibenden Monatsraten getilgt wird, entsteht beim Annuitätendarlehen für den Schuldner ein Vorteil durch konstante Liquiditätsbelastung. Da die Annuität allerdings langfristig später zurückgezahlt wird, müssen höhere Zinsen getragen werden, verglichen mit dem klassischen Ratenkredit. Der Hauptvorteil für Schuldner ist, dass er die Annuität, wie beim Kredit auch, in Raten tilgen kann und somit monatlich seine Liquidität nicht zu stark belastet.

Zuletzt geupdated am 01/09/2022 von Timm Schaffner

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