Anleihenmarkt: Definition und Erklärung 

Als Anleihemarkt wird der Markt bezeichnet, der für den Handel mit festverzinslichen Wertpapieren bereitsteht. Anders als beim klassischen Aktienmarkt werden auf dem Anleihmarkt nicht fortlaufend die neuen Kurse notiert, sondern nur einmal täglich, abhängig von Angebot und Nachfrage. 

Besonders hohe Nachfrage herrscht bei den meistgehandelten Aktienanleihen, die am Markt sehr häufig den Besitzer wechseln. Die gelisteten Anleihen werden mit Währung, Rendite, Restlaufzeit des Schuldners und aktuellem Kurswert dargestellt. Der Kurs für die jeweilige Anleihe wird dabei von der Kreditwürdigkeit des Schuldners und von der Verzinsung abhängig gemacht

Beispiel: Elektronische Handelsplattformen für Anleihen

Anleihen werden in Deutschland auf dem freien oder regulierten Markt gehandelt, wobei Market Maker die An- und Verkaufspreise festlegen. Nur ein Bruchteil des eigentlichen Handels mit Anleihen findet überhaupt an entsprechenden Anleihebörsen statt. Generell gehört der Anleihemarkt nicht zu den börsenpflichtigen Märkten, sodass ein großer Teil des Gesamthandels direkt zwischen zwei Banken stattfindet. 

Private Investoren können bei ihrer Bank Anleihen kaufen, müssen hierfür also nicht den offenen Anleihemarkt nutzen. Sehr liquide Anleihen mit einer hohen Nachfrage werden teilweise auf dem elektronischen Anleihenmarkt gehandelt. Plattformen, auf denen sich gut Anleihen vergleichen lassen, sind beispielsweise Iboxx oder Eurex Bonds. Der Kauf sollte Experten vorbehalten bleiben, denn Laien haben aufgrund der starken Kursschwankungen und der Einschätzung bezüglich der Bonität des Emittenten nur schwer die Möglichkeit, sinnvolle Anleihen zu kaufen.

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Zuletzt geupdated am 06/10/2022 von Timm Schaffner

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