Was ist ein Aktienregister? – Definition & Erklärung

Gibt eine Aktiengesellschaft Namensaktien aus, verpflichtet sie dieser Umstand zur Führung eines Aktienregisters oder eines Aktienbuchs. In diesem Verzeichnis werden alle Aktionäre mit ihren persönlichen Stammdaten und der Anzahl der gehaltenen Aktien dokumentiert. Aktionäre können nur dann von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen, wenn sie im Aktienregister verzeichnet sind. 

Die Verpflichtung zur Dokumentation der Aktionäre bei Namensaktien ergibt sich aus Paragraph 67 des Aktiengesetzes. In diesem Paragraphen ist auch festgelegt, welche persönlichen Informationen niedergeschrieben werden müssen. Handelt es sich um Nennbetragsaktien, muss auch der jeweilige Betrag neben der Anzahl an Aktien vermerkt werden. 

Welchen Vorteil hat das Aktienregister für Unternehmen?

Die Aktiengesellschaft profitiert von der Führung eines Aktienregisters, da sie stets weiß, wie die Anteile des Unternehmens unter den Aktionären verteilt sind. Veränderungen, die bei einer Hauptversammlung abgestimmt werden, können so vom Unternehmen oft schon im Vorfeld prognostisch erahnt werden.

Beispiel: Ablehnung des Aktienverkaufs durch die AG

Zu differenzieren ist zwischen Namensaktien und vinkulierten Namensaktien. Letztere geben der AG ein Mitspracherecht, wenn ein Verkauf stattfinden soll. Entscheiden sich unerwünschte Aktionäre zu einem Kauf, kann die AG diesen bei einer vinkulierten Namensaktie abwenden, bei einer klassischen Namensaktie aber nicht. 

Das Aktienregister dient in der Praxis auch dazu, dass die AG ihre Mitteilungspflichten gegenüber ihren Aktionären zuverlässig umsetzen kann.

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Zuletzt geupdated am 02/10/2022 von Andre Witzel

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