Aktienoptionen Definition – um was geht es bei dem Thema?

Sie sind sicherlich bereits über den Begriff der Aktienoptionen gestolpert. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hierbei um kein Wertpapier im klassischen Sinne. Sie erhalten aber ein Zugriffsrechts, welches Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt ausüben oder verfallen lassen können. Die Optionen ermöglichen es Ihnen dabei je nach Position jederzeit innerhalb eines Vertragszeitraums Aktien zu kaufen oder zu verkaufen.

Was sind Aktienoptionen?

Solche Optionen kann man ganz einfach am Markt erwerben oder aber man bekommt sie als Bezugsrechte im Rahmen eines Aktienrückkaufs oder einer Kapitalerhöhung gutgeschrieben. Hierbei wird Ihnen quasi als alter Aktionär ein Ausgleich dafür geboten, dass sich Ihr Einfluss bzw. der Gewinn je Aktie verwässert. Weiterhin dienen die Optionen als eine Art Gratifikation vom Arbeitgeber an die Mitarbeiter.

Im tatsächlichen Handel mit den Aktienoptionen weisen diese eine große Ähnlichkeit zu den CFDs auf. Der wichtigste Unterschied ist dabei, dass man bei CFDs ausschließlich mit dem Broker in das Geschäft eintritt. Optionen wechseln dagegen an der Börse ihren Besitzer.

Als solche eignen sie sich eben auch für eine Art Leerverkauf, da die Optionen in der Put-Version Ihnen das Recht einräumen, die Aktie in der Zukunft zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen. Sie müssen dann vom Vertragspartner angenommen und bezahlt werden.

Generell wird zwischen zwei Arten von Optionen unterschieden:

  • Bei Put wird das Recht gestattet, Aktien zu verkaufen – bei Ausübung besteht die Pflicht zur Abnahme und der Vertragspartner zahlt den vorab vereinbarten Wert.
  • Bei Call ermöglichen es die Optionen dem Inhaber, eine Aktie zu kaufen. Der Vertragspartner muss diese bei Ausübung bereitstellen.

Weiterhin unterscheidet man die amerikanische Option und die europäische Option. Es geht hierbei aber nicht um die Herkunft dieser Terminkontrakte, sondern vielmehr um eine bestimmte Form der Ausübung.

Was bei Aktienoptionen Definition und Realität ist, welche Vorteile diese Art von Handel hat und was Sie als neuer Trader mit dem Recht anfangen können, erkläre ich Ihnen in diesem Artikel.

Mein Tipp: Aktien ohne Kommissionen auf professionellen Plattformen handeln:

Aktien Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
Vorteile:
Konto:
1. eToro
CySEC, FCA, ASIC
Ab 1,0 Pips ohne Kommission
3,000 Märkte+
# Aktien 0% Provision
# Social Trading
# Short-Trades
# Social Trading
# PayPal
Live-Konto ab 50€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
2. IG.com
BaFin, FCA
Ab 0,4 Pips ohne Kommissionen
16.000 Märkte+
# Alle Märkte handelbar
# Deutsche Niederlassung
# Persönlicher Support
# Verschiedene Plattformen
# DMA Ausführung
Live-Konto ab 0€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
3. Capital.com
CySEC, FCA, ASIC
Ab 0,0 Pips ohne Kommission
6,000 Märkte+
# Größte Auswahl
# Nutzerfreundlich
# Günstige Gebühren
# Variable Hebel
# PayPal
Live-Konto ab 20€
Direkt zum Broker
(Risikohinweis: 83,45% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Aktienoptionen: Definition und Erklärung

Im Finanzwesen und beim Trading spricht man bei einer Aktienoption nicht von einem klassischen Wertpapier, sondern von einem Recht, eine bestimmte Aktie zu einem festgelegten Zeitpunkt zu kaufen.

Diese Optionen werden aber nicht nur von einem Unternehmen ausgestellt und auf den Markt geworfen. Sie können von einem Arbeitgeber auch als Prämie und Bezahlung an die Mitarbeiter übertragen werden. Die Inhaber können das Recht dann relativ frei an der Börse handeln.

Somit wechselt die Aktienoption für eine bestimmte Prämie den Besitzer. Je nachdem, wie begehrt die Aktie ist desto höher kann der Preis der Position gehen. Kauft ein Interessent die Option, so hat er nun das Recht, in der Zukunft diese zu ziehen und zahlt dann den vorab definierten Preis.

Gerade durch die währenddessen geschehenden Schwankungen der Kurse kann es lukrativ sein, die Aktie am Ende der Vertragslaufzeit zum ursprünglichen Basiswert zu erwerben. Dann könnten die Preise nämlich bereits gestiegen sein. Außerdem kann man invers handeln und das Aktienpaket in der Frist zu einem höheren Preis verkaufen als es tatsächlich wert ist.

Wichtig ist, dass man immer den Break-even Point im Kopf hat. Denn für den Handel mit den Aktienoptionen fällt auch immer eine Optionsprämie an. In der Call-Position muss man diese zu auf den Basiswert aufrechnen, um zu erkennen, wann sich das Geschäft lohnt. Als Verkäufer bei der Option wird die Optionsprämie subtrahiert, um auf den Break Even zu kommen.

Was bedeutet der Begriff Derivat?

Derivate sind relativ komplexe Finanzgeschäfte, zu denen auch die Optionen gehören. Bei diesem Kassageschäft handelt es sich um einen Vertrag über einen bestimmten Basiswert (Underlying), welcher innerhalb einer vorher festgelegten Frist als Käufer oder Verkäufer in Anspruch genommen werden kann.

Zu den wichtigsten Merkmalen der Derivate gehören:

  • dass es eine vertragliche Verpflichtung zur Bereitstellung bzw. Abnahme von Wertpapieren innerhalb einer bestimmten Frist gibt – im Falle der Optionen, muss bei einem Put oder Call Strike geliefert oder gekauft werden
  • dass sich Derivate immer auf einen Basiswert und dessen Preisveränderung beziehen
  • dass durch die zeitliche Differenz bei den Terminkontrakten auch Leerverkäufe möglich sind, also der sofortige Wiederverleih der Option mit dem Ziel, von fallenden Kursen zu profitieren

Unterscheidung von Aktienoption und CFD

Als Anfänger im Trading mit der Aktienoption eines Unternehmens kann man diese schnell mit einem CFD verwechseln. Bei beiden dieser Finanzinstrumente handelt es sich um Derivate. Im einen Fall wird allerdings nur über den Broker bzw. mit diesem gehandelt. Bei der Option begeben Sie sich direkt an die Börse bzw. handeln mit Aktien, die offen am Markt verfügbar sind.

CFDs sind so gesehen virtuell. Es wird ein Vertrag mit dem Broker abgeschlossen, bei dem der Kurs der Aktien an der Börse abgebildet wird. Sie schließen hier also einen Vertrag über die Veränderung der Kurse der gewünschten Aktien ab und der Broker muss Ihnen den neuen Wert beim Verkauf auszahlen.

Optionen vs. CFDs

Eine weitere Möglichkeit ist es, die CFDs direkt beim Kauf zu verkaufen bzw. zu verleihen. In diesem Fall begeben Sie sich in die Short-Position. Sinkt der Basiswert nun, machen Sie durch die inverse Art des Handels Gewinn bei sinkenden Kursen. Da bei den meisten Aktien die Werte aber in den letzten 20 Jahren gestiegen sind, liegt einem solchen Geschäft ein gewisses Risiko inne.

Optionen verbürgen dagegen das direkte Recht darauf, die Aktien zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Papiere stellen quasi einen Wert für sich dar, den man über die Börse kauft. Ein Zwischenhändler ist lediglich für den Kontakt zum Markt notwendig.

Wichtige Ähnlichkeit zwischen CFD und Option: der Hebel

Eine wichtige Ähnlichkeit zwischen CFDs und einer Aktienoption ist der mögliche Hebel. Hierbei schießen Ihnen die Broker zusätzlich Geld hinzu, um die Gewinnausbeute zu erhöhen. Wählen Sie z. B. bei einer Aktienoption oder einem CFD einen Hebel von 1:10, verzehnfacht sich Ihr Gewinn.

hebelzertifikate
Wählen Sie für Ihren Trade bei eToro einen Hebel aus, z. B. 1:5 bzw. X5

Der Hebel wirkt aber auch in die Gegenrichtung. Das Risiko ist entsprechend sehr hoch, einen Totalverlust zu erleiden. Gehen Sie hier ins Minus, ist dieses zehnfach größer. Ich empfehle Anfängern daher, mit dem Hebel sehr vorsichtig umzugehen und ein zu hohes Risiko zu vermeiden.

Vorteile der Derivate: mit wenig Kapital investieren

Wenn Sie in Derivate wie Optionen und CFDs investieren, brauchen Sie kein großes Startkapital. Da hier mit Replikationen der Basiswerte und Kurse gehandelt wird, muss man nicht zum kompletten aktuellen Preis der Aktien einsteigen. Stattdessen kann man auch weniger Geld im Verhältnis zum Basiswert anlegen. Sie kaufen keine Stückzahl an Aktien, sondern ein Aktienbruchstück. So sind bei Brokern wie eToro Investitionen bereits ab 1 Euro möglich.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Ein wichtiger Unterschied: die Aktienoption müssen Sie nicht ausüben

Wie der Name schon andeutet, ist eine Option optional. Sie erhalten zwar das Zugriffsrecht auf einen Aktienkauf, müssen dieses aber nicht ziehen, wenn Ihnen der Preis nicht passt oder Sie nicht über das notwendige Kapital verfügen.

Die Frist ist als Verfallsdatum zu verstehen. Läuft sie ab, kann die Option vom Inhaber nicht mehr zum vereinbarten Ausübungspreis gezogen werden. Wer die Option nicht zieht, wird die Prämie verlieren. Bei den CFDs gibt es solche Prämien generell nicht. Bei Brokern wie eToro kaufen Sie die Differenzkontrakte einfach ohne Ordergebühren, führen den Trade aber stets ohne Verfallsoption aus.

Put vs. Call – was ist der Unterschied?

Grundsätzlich können Sie sich bei einer Option zwischen zwei verschiedenen Varianten entscheiden: Call und Put. Bei Call sind Sie der Käufer und spekulieren darauf, dass der Kurs steigen wird. Als Put-Händler sind Sie der Verkäufer und möchten davon profitieren, dass die Aktien an Wert verlieren.

Margin Call

Call – Option auf den Kauf von Aktien

Wenn Sie sich für einen Call-Trade bei den Optionen entscheiden, haben Sie als Inhaber das Recht, eine bestimmte Anzahl an Aktien zu einem vorab festgelegten Basiswert zu kaufen. Im Vertrag ist eine Stückzahl von meist 100 vermerkt. Wenn Sie sich innerhalb der Frist zum Kauf entschließen, muss der Vertragspartner diese Menge liefern und Sie zahlen den vereinbarten Preis.

Ihr Ziel ist es bei einer solchen Aktienoption mit Call, Gewinn durch das Steigen der Kurse zu erzielen. Als Käufer möchten Sie, dass sich Ihre Anlage, z. B. eine Menge von 100 Aktien, in ihrem Wert vermehrt. Sie investieren so bspw. 1.000 Euro und wollen, dass der tatsächliche Wert der Aktien am Ende der Laufzeit doppelt so hoch ist.

Hierfür sollten Sie also eine gründliche Analyse der Unternehmen durchführen. Dadurch erkennen Sie, welches Potenzial in den jeweiligen Aktien steckt. Gibt es eine Möglichkeit, dass sich das Wertpapier über eine gewisse Zeit hinweg verdoppelt?

Helfen kann Ihnen hierbei das Kurs-Gewinn-Verhältnis. Damit erkennen Sie, ob es sich um ein unterbewertetes Papier handelt. Dieses könnte z. B. durch schlechte News zu niedrigeren Preisen verfügbar sein, als das Unternehmen im Inneren wert ist. Wenn Sie jetzt den geringen Basiswert nutzen, erhalten Sie bereits nach einigen Jahren enorme Renditen.

Weitere Kennzahlen, welche Ihnen dabei helfen, die passenden Aktien und Aktienoptionen zu finden, sind der Umsatz, der Gewinn, der Cashflow, der Betafaktor und der Buchwert je Aktie. Ein großer Vorteil der Aktienoptionen ist, dass Sie die Ausübung nicht durchführen müssen. Sie können die Aktie also zunächst beobachten und bei positiven Zahlen zuschlagen.

Put – Option auf den Verkauf von Aktien

Wird eine Put-Order ausgeübt, so verkaufen im Rahmen der Option ein Aktienpaket. Bei diesem Vertrag haben Sie also das Verkaufsrecht von einer bestimmten Menge an Wertpapieren in der Hand. Auch hier muss betont werden, dass keine Verpflichtung auf Ihrer Seite besteht. Wird die Option aber ausgeübt, muss der Käufer die vorher vereinbarte Anzahl an Aktien aber in jedem Fall erwerben und den dafür ausgemachten Wert zahlen.

Bei Put setzen Sie per Definition darauf, dass die Aktien an Wert verlieren. Und wie können Sie wissen, dass die Kurse sinken? Ebenfalls, indem Sie die Kennzahlen, aber auch Analysen und News verfolgen. Hierüber machen Sie sich ein Bild über die Entwicklung des Unternehmens, seine Marktstellung und seine finanzielle Gesundheit.

Am Ende verkaufen Sie die Aktien zu einem vorab vereinbarten Basispreis, der jedoch höher liegt als der aktuelle Kurs.

Sie können die Put-Optionen aber nicht nur zur Spekulation nutzen. Wenn Sie nicht wissen, wohin die Reise mit Ihren Aktien geht, setzen Sie eine solche Position als Absicherung ein. Sollten die Kurse nämlich fallen, können Sie diese Aktien trotzdem noch zum höheren Preis verkaufen. Somit verlieren Sie kein Geld und der Gewinn aus dieser Art von Leerverkauf gleicht mögliche Minuswerte im Depot aus.

Welche Trading-Positionen gibt es bei den Optionen?

  • Sie können im Long Call als Käufer auftreten: Dann haben Sie das Recht zum Kauf eines Basiswerts, jedoch nicht die Pflicht. Sinken die Kurse, macht es keinen Sinn, die Option zu einem höheren Preis auszuüben. Sie profitieren nur von steigenden Preisen.
  • Sie können im Short Call als Verkäufer auftreten: Dann sind Sie als Vertragspartner bzw. Stillhalter dazu verpflichtet, dem Käufer die Anzahl an Aktien bereitzustellen.
  • Sie können im Long Put als Käufer auftreten: Dann haben Sie das Recht zum Verkauf eines Basiswerts, sind aber nicht dazu verpflichtet, die Option zu ziehen. Sie sollten die Option ausüben, sobald die Preise sinken. Von fallenden Kursen profitieren Sie.
  • Sie können im Short Put als Verkäufer auftreten: Dann haben Sie die Pflicht, dem Verkäufer die vereinbarten Aktien zu einem bestimmten Basispreis abzukaufen. Sie können hier von seitlichen und fallenden Kursen profitieren.

Amerikanische Option und europäische Option

Der größte Teil der Derivate, um die es hier geht, sind amerikanische Optionen. Das wichtigste Merkmal ist, dass Ihnen die amerikanische Option das Recht gibt, jederzeit innerhalb der Laufzeit den Wert zu kaufen oder zu verkaufen. Somit sind Sie sehr flexibel und können individuell auf die aktuellen Geschehnisse am Markt reagieren.

Amerikanische-Optionen

Auf diese Weise lassen sich die Break-even-Points besser kalkulieren. Sie wissen genau, wann Sie Gewinn machen oder wann Sie die Option aufgrund einer für Sie negativen Entwicklung verfallen lassen sollten.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie sich Ihre Dividenden sichern können, indem Sie die Option auf den Kauf vor dem Ex-Datum ziehen. Wer vor dem Stichtag bzw. an diesem Tag im Besitz der Aktien ist, hat Anspruch auf diese Gewinnbeteiligung. Da es sich meist um Pakete von 100 Stück und mehr handelt, besteht die Möglichkeit auf lukrative Einnahmen.

Europäische Optionen sind etwas anders geartet. Die Ausübung ist hier nur zu einem bestimmten Termin möglich. Somit brauchen Sie sich hier wenig Gedanken über den richtigen Strike machen. Sie müssen am Ende der Laufzeit einfach nur Ja oder Nein sagen. Dafür sinkt aber auch der Handlungsspielraum und eventuell verlieren Sie Ihre eingesetzte Prämie fahrlässig.

Mein Tipp: Aktien ohne Kommissionen auf professionellen Plattformen handeln:

Aktien Broker:
Bewertung:
Regulierung:
Märkte & Spreads:
Vorteile:
Konto:
1. eToro
CySEC, FCA, ASIC
Ab 1,0 Pips ohne Kommission
3,000 Märkte+
# Aktien 0% Provision
# Social Trading
# Short-Trades
# Social Trading
# PayPal
Live-Konto ab 50€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
2. IG.com
BaFin, FCA
Ab 0,4 Pips ohne Kommissionen
16.000 Märkte+
# Alle Märkte handelbar
# Deutsche Niederlassung
# Persönlicher Support
# Verschiedene Plattformen
# DMA Ausführung
Live-Konto ab 0€
Direkt zum Broker
(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)
3. Capital.com
CySEC, FCA, ASIC
Ab 0,0 Pips ohne Kommission
6,000 Märkte+
# Größte Auswahl
# Nutzerfreundlich
# Günstige Gebühren
# Variable Hebel
# PayPal
Live-Konto ab 20€
Direkt zum Broker
(Risikohinweis: 83,45% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Wie mit Aktienoptionen gehandelt wird – vom Basiswert zum Gewinn

Mit Aktienoptionen sichern Sie sich einen Kauf oder Verkauf von einer bestimmten Menge an Aktien zu festen Basiswerten. Deren Betrag ist ausschlaggebend dafür, ob Sie Gewinn oder Verlust machen, bzw. ob Sie die Option überhaupt ziehen.

Das Praktische ist, dass Sie immer abwarten können. Sie haben die Zeit dafür, sich die Entwicklung der Kurse anzuschauen. Gibt es eine Differenz zum für Sie Positiven, ziehen Sie einfach die Option. Andernfalls lassen Sie sie verfallen oder verkaufen sie womöglich sogar für eine Prämie weiter.

Nehmen wir einmal an, Sie haben eine Aktienoption auf den Kauf (Call) von 100 Stück zum Preis von jeweils 50 Euro erworben. Es ergibt sich hier ein Gesamtpreis 5000 Euro für die Aktien. Hinzu kommt eine Prämie von bspw. 5 Euro pro Aktie, insgesamt also weitere 500 Euro.

Der Vertrag läuft nun über sechs Monate hinweg. Bei der amerikanischen Variante können Sie jederzeit striken. Wird die Option im Call nun ausgeübt, muss Ihnen der Vertragspartner die Aktien zum genannten Preis bereitstellen, auch wenn der Kurs an der Börse womöglich schon höher ist.

Strike
Strike

Nutzen Sie Ihr Recht aber erst, wenn Sie break even sind. Sie müssen immer die Prämie mit einberechnen. Steigt der Kurs so auf 60 Euro pro Aktie (6000 Euro für das Paket), haben Sie bei einer Prämie von 5 Euro (500 Euro für alle Aktien) insgesamt 500 Euro Gewinn erzielt:

6000 Euro – 5000 Euro – 500 Euro Prämie = 500 Euro

Sollte der Kurs sinken, ziehen Sie die Option natürlich nicht. Sie könnten die Aktien schließlich am freien Markt für deutlich weniger Geld erwerben. In diesem Fall verlieren Sie allerdings die 500 Euro Prämie.

Die Put-Position hat angesichts der nach oben offenen Gewinnentwicklung ein höheres Risiko. Der Gewinn ist dagegen durch die Zahl 0 auf den Charts begrenzt.

Bei einer Put-Position schließen Sie als Verkäufer einen Vertrag darüber ab, dass Ihr Partner z. B. ein Paket von 100 Aktien zum Preis von 50 Euro je Stück. Der Vertragswert liegt hier also bei 5000 Euro. Sie in der Long Put Position müssen dabei eine Prämie von 5 Euro pro Stück, also insgesamt 500 Euro entrichten. Ziehen Sie die Option, muss die andere Seite kaufen und Ihnen das Geld zahlen.

Wenn der Wert der Aktie auf lediglich 30 Euro fällt, liegen wir bei einem reale Wert von 3000 Euro. Sie ziehen nun die Option und verkaufen die Pakete mit 5000 Euro für wesentlich mehr. Ihr Gewinn liegt hier bei 2000 Euro abzüglich der Prämie von 500 Euro. Sie haben somit 1500 Euro eingenommen.

5000 Euro – 3000 Euro – 500 Euro = 1500 Euro

Im Geld, am Geld, aus dem Geld – was bedeuten diese Begriffe?

  • Eine Call-Option ist im Geld, wenn der Vertragspreis unter dem Aktienkurs liegt. In der Put-Position spricht man bei einem Ausübungspreis über dem Kurs davon, im Geld zu sein.
  • Wer am Geld ist, bei dem sind Aktienkurs und Ausübungspreis bei Call und Put gleich
  • Liegt der Preis einer Call-Option über dem Aktienkurs und bei einer Put-Option unter dem Aktienkurs, so sind Sie hier als Inhaber aus dem Geld. Sie sollten die Aktienoption jetzt nicht ausüben.

Das können Sie mit den Aktienoptionen anfangen

Zunächst einmal ist eine Aktienoption ideal, wenn Sie sich in eine Wartestellung begeben möchten und sich noch nicht sicher sind, ob bestimmte Aktien erfolgsversprechend sind. Sie kaufen dann nicht sofort das gesamte Paket von etwa 100 Stück. Ihr einziges Risiko ist es somit, die Prämie bspw. in Höhe von 5 Euro pro Stück zu verlieren.

Die Vorteile überwiegen vor allem in der Call-Position. Ist Ihr Break-even Point erreicht, ziehen Sie einfach die Option und machen Gewinn. Sie bekommen die Aktien dann zu einem günstigeren Preis, als sie eigentlich auf dem Markt kosten.

Dasselbe ist bei der Put-Position der Fall. Hier verkaufen Sie die Aktien für mehr als sie eigentlich am Markt wert sind. Sie besorgen die Papiere also für deutlich weniger Geld und machen mit der Differenz einen lukrativen Gewinn.

Die Put-Optionen sind auch eine Art Absicherung für Ihre Investition. Wenn nämlich die Kurse in Ihrem Depot sinken, können Sie die Option ausüben und nehmen einen ausgleichenden Gewinn ein. Die Gebühr für diese Versicherung ist dann sozusagen die Prämie von bspw. 5 Euro pro Aktie.

Ich empfehle Ihnen generell, nur amerikanische Optionen zu kaufen. Dadurch sind Sie wesentlich flexibler und können die Option innerhalb der Laufzeit jederzeit ausüben. Wenn der Kurs attraktiv genug für Ihr Investment ist, reagieren Sie individuell.

Vorteilhaft ist also:

  • dass Sie bei den Optionen eine Hebelwirkung nutzen und Ihren Gewinn vervielfachen
  • bei einer Option haben Sie mehr Zeit, um sich die Entwicklung einer Aktie anzusehen und flexibel auf die Situation zu reagieren
  • Optionen können als Absicherung für das Risiko von abfallenden Kursen verwendet werden
  • im Gegensatz zu CFDs können Sie mit den Optionen direkt über die Börse handeln
  • Sie haben anstatt von einer Aktie immer ein gesamtes Paket optional zur Hand

Worin liegen die Risiken bei Aktienoptionen?

Ganz ohne Risiko geht es auch bei den Optionen nicht. Dieses ist aber durch die Optionalität der Ausübung meist auf die Prämie begrenzt. Wenn Sie die Option verfallen lassen, verlieren Sie in jedem Fall diese Gebühr. Sie ist somit Ihr Kaufpreis für den Vertrag, gleichzeitig aber auch eine Art Sicherungseinlage.

Durch die oft geringen Laufzeiten von sechs Monaten bis zu einem Jahr sind die Preisbewegungen teilweise nicht so groß. Wer länger in Aktien oder ETFs investiert bleibt, kann Jahr für Jahr eine höhere Rendite erzielen. Hier kann aber die reine Menge an Aktien einen Ausgleich schaffen.

Anders als beim Aktien Spread ist die Differenz zwischen Geldwert und Briefwert bei den Optionen meist deutlich höher. So machen Sie bei einem sofortigen Verkauf nicht nur aufgrund der Prämie minus. Hier sollte man darauf achten, dass der Broker eine faire Spanne offeriert. Ich empfehle Ihnen daher allgemein, immer einen guten Broker wie eToro zu wählen, um beim Traden mehr Geld einzusparen.

Alle Vorteile und Nachteile von Optionen

Vorteile von Aktienoptionen
Nachteile von Aktienoptionen
Sie haben mehr Zeit, um auf die Entwicklung der Kurse zu reagieren
Bei kurzen Laufzeiten ist das Wachstum nur gering
Aktienoptionen können als Absicherung genutzt werden
Risiko, reihenweise Prämien zu verlieren
Es besteht lediglich das Risiko, die Prämieneinlage zu verlieren
Man muss erst über die Prämie kommen, um Gewinn zu machen
Sie sichern sich einen festen Preis
Häufig hohe Spreads
Es gibt andere Derivate wie CFDs, bei denen Sie keine Gebühren bezahlen

So kann man Aktienoptionen beim Broker kaufen

Bisher bieten Ihnen nur wenige Broker Aktienoptionen zum Kauf an. Wesentlich häufiger sind derzeit CFDs als Alternative verfügbar. Diese haben den großen Vorteil, dass hier keine weiteren Kosten für die Orders anfallen. Sie müssen also keine Prämie hinterlegen und genießen darüber hinaus meist einen deutlich niedrigeren Spread.

Um sich diesen zu sichern, sollten Sie sich aber um den passenden, seriösen Broker kümmern. Schauen Sie sich nur Anbieter mit einer transparenten Gebührenstruktur an: Orders und Depot sollten wie bei eToro kostenlos sein.

Weitere Faktoren, die Ihre Entscheidung beeinflussen sollten, sind:

  • Registrierung des Brokers in einem europäischen oder nordamerikanischen Land
  • Kontrolle durch staatliche Finanzbehörden
  • Bezahlung in Euro und US-Dollar möglich
  • Einfache und schnelle Anmeldung per Mail
  • Eventuell direkte Kooperation mit den Finanzämtern
  • Sichere und schnelle Software
  • Mobile App neben der Desktopversion

Anmeldung beim Broker per Mail

Wenn Sie einen passenden Broker für den Handel mit CFDs und Aktienoptionen gefunden haben, melden Sie sich mit Ihrer Mail an. Klicken Sie zunächst auf den Button „Konto einrichten“ und tragen Sie nun Ihre Daten ein. Nach wenigen Sekunden bekommen Sie eine Mail in Ihr Postfach und klicken auf den Bestätigungslink. Jetzt sind Sie Mitglied beim Broker.

Anmeldung eToro
eToro Anmeldung

Verifizierung durchführen

Als nächstes führen Sie die Verifizierung durch. Hierfür geben Sie einige weitere Informationen an und laden ein Ausweisdokument hoch. Wichtig ist es für den Broker zu wissen, wo Ihr offizieller Wohnsitz ist. Zudem bestätigen Sie Ihre Echtheit durch einen Telefonanruf.

Verifiziertes Aktienkonto bei Etoro
Verifiziertes Aktienkonto bei Etoro

Damit die Abfuhr der Kapitalertragssteuer funktionieren kann, hinterlassen Sie dem Broker außerdem Ihre Steuernummer. Hierüber wird die Abgeltungssteuer von pauschal 25 Prozent abgeführt. Einige der Beträge z. B. den Sparer-Pauschwert von 801 Euro erhalten Sie im Jahr darauf über die Steuererklärung zurück.

eToro Steuer-ID verifizieren
Geben Sie bei eToro Ihre Steuernummer an

Mit Aktienoptionen und CFDs im Demokonto üben

Da Derivate komplexe Instrumente sind, sollten Sie nicht ganz ohne Erfahrung zur Tat schreiten. Ich empfehle Ihnen daher eine Runde im Demomodus. Sie können bei eToro sowie auf anderen Plattformen einfach in den virtuellen Bereich wechseln und hier mit Analysetools und verschiedenen Tradingmethoden experimentieren. Machen Sie sich hier einen Begriff davon, wie der Markt funktioniert, bevor Sie Ihr echtes Geld anlegen.

Aktie kaufen im virtuellen Konto kaufen
Üben Sie Trading im Demokonto bei eToro

Geld aufladen

Jetzt laden Sie Geld auf Ihr Konto auf. Das geht mittels verschiedener Zahlungsoptionen wie Kreditkarte, Sofortüberweisung, Direkttransfer und Micropayments wie PayPal, Skrill oder Neteller. Meist gibt es dabei einen Minimal- und Maximalwert. Am unteren Ende beginnen die Beträge bei seriösen Brokern wie eToro derzeit bei etwa 50 Euro.

etoro Einzahlung
etoro Einzahlung

Einstieg ins Trading: handeln Sie mit Aktienoptionen und CFDs

Analysieren Sie im Folgenden die verschiedenen Aktien, die für Sie von Interesse sind. Sie schauen sich an, welche Umsätze und Gewinne vorhanden sind, wo das KGV liegt und wie stark die Kurse im Vergleich zum Gesamtmarkt schwanken. Letzteres lässt sich über den Betafaktor ermitteln.

Attraktive Positionen fügen Sie Ihrer Watchlist hinzu. Hierüber haben Sie die Werte und ihre Entwicklungen stets im Auge. Sie können auch bereits eine Aktienoption erwerben, denn Sie sichern sich hiermit das Recht auf den Kauf der Papiere zu einem festen Wert. Daraufhin schauen Sie sich einfach an, in welche Richtung sich die Kurse bewegen und schlagen im Falle von amerikanischen Optionen jederzeit zu.

Watchlist bei eToro
Verfolgen Sie beim Online Broker eToro die Chart-Verläufe

Für den Kauf von Aktien und CFDs klicken Sie bei Ihrem Broker einfach auf „Traden“. Daraufhin öffnet sich ein Fenster und Sie geben an, wie viele Papiere oder welchen Betrag Sie wünschen. Zudem können Sie einen Hebel einstellen und den Verlust über Stop Loss begrenzen. Eine weitere Funktion ist Take Profit, bei der Sie den Gewinn ab einem bestimmten Höchstwert mitnehmen.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Das sind Futures im Vergleich zu klassischen Aktienoptionen

Es ist leicht, Aktienoptionen mit Futures zu verwechseln. Deshalb sollten wir zu diesem Thema ebenfalls einige Worte verlieren. Beide Instrumente haben einen festen Basiswert zugrunde. Der tatsächliche Unterschied besteht in der Art und Weise wie Aktienoptionen und Futures gehandelt werden.

Bei den Futures muss der Vertrag von beiden Seiten zwingend erfüllt werden. Es gibt hier keine Wahlmöglichkeit. Die beiden Partner verpflichten sich dagegen dazu, den Kauf bzw. Verkauf zum Ende der Laufzeit zu einem festgelegten Preis durchzuführen – egal, wie sich der Kurs entwickelt. Auf diese Weise sind die Futures in jedem Fall riskanter als die Aktienoptionen.

Alternativen zur Aktienoption: ETF Optionen, Rohöl-Optionen, Mini-Optionen

Wenn Sie eher auf Nummer Sicher gehen möchten, entscheiden Sie sich für einen ETF. Hierbei handelt es sich um Fonds, die frei an der Börse gehandelt werden können. Die Pakete enthalten eine Vielzahl an Positionen, die weit über 100 reichen können. Dabei orientiert sich der Inhalt an einem Index. So sind immer die Aktien mit der stärksten Performance enthalten.

ETF

Es sind am Markt auch ETF Optionen verfügbar. Der Nachteil ist hier ganz klar, dass sich ETFs nur langsam nach oben entwickeln. Der Trend aufwärts ist zwar in den meisten Fällen sicher, dafür kann man kurzfristig nur bedingt profitieren. ETFs sind eher etwas für Anleger, die langfristige Renditen im Sinne haben.

Neben Aktien und ETFs bestehen auch Optionen auf andere Werte wie Rohöl oder aber Sie können eine Mini-Option wählen. Der Unterschied ist hier, dass Sie nicht gleich 100 Stück im Vertrag haben, sondern nur zehn. Das ist vor allem attraktiv für alle, die noch kein großes Kapital fürs Trading akkumuliert haben.

Fazit: mit Optionen mehr Flexibilität beim Trading gewinnen

Die Optionen machen das Trading generell flexibler und spannender. Sie können sie ergänzend zu Ihrem Aktienportfolio und zu Ihren ETFs wählen. Durch den zeitlichen Charakter lassen sich Entwicklungen abwarten und Entscheidungen herauszögern. Sie profitieren je nach Position im Handel von steigenden oder fallenden Kursen.

Neben den Optionen sind CFDs als ein sehr ähnlich gelagertes Konzept empfehlenswert. Sie gehen den Kontrakt nur mit dem Broker ein und setzen auf eine Art replizierte Kursbewegung. Solche CFDs sind bei allen bekannten Brokern wie eToro verfügbar. Vorteil ist, dass Sie hier keine Gebühren für die Trades entrichten.

Schauen Sie sich jetzt auf Ihrer Plattform nach Aktien, CFDs und Aktienoptionen um und steigern Sie die Variation in Ihrem Portfolio.

FAQs zum Thema Aktienoptionen

Wie funktioniert eine Aktienoption?

Eine Aktienoption gibt dem Inhaber bzw. Käufer das Recht, innerhalb einer bestimmten Frist bzw. zu einem gewissen Zeitpunkt ein Aktienpaket zu einem festen Preis zu kaufen. Dadurch erhalten Sie die Wertpapiere eventuell unter Marktwert oder verkaufen Sie für weitaus mehr Geld, als sie derzeit an der Börse kosten.

Wie funktionieren Aktienoptionen für Mitarbeiter?

Viele Unternehmen geben ihren Mitarbeitern Aktienoptionen als Gratifikation oder Bezahlung. Innerhalb eines bestimmten Zeitraums können die Inhaber dann den Call ausüben oder aber sie per Put abstoßen.

Welche Aktienoptionen gibt es?

Grob wird immer zwischen Call und Put entschieden. Bei der einen Variante erhalten Sie das Recht auf den Kauf von Aktienpaketen und setzen auf steigende Werte. Bei Put haben Sie die Möglichkeit, die Aktien zu einem verbindlichen Preis zu verkaufen und profitieren von sinkenden Kursen.

Wann wird eine Option ausgeübt?

Bei europäischen Optionen haben Sie die Wahl, am Ende der Laufzeit Ihr Recht auszuüben oder es verfallen zu lassen. In der häufigeren amerikanischen Variante kann die Option jederzeit innerhalb der festgelegten Frist ausgeübt werden. Ob Sie die Option ziehen oder nicht, hängt immer davon ab, ob Sie Profit damit machen oder nicht. Wenn die Aktienoption verfällt, verlieren Sie lediglich die Prämie.

Gibt es Unterschiede zwischen Optionen und Futures?

Bei den Optionen hat eine Partei stets die Wahl, das Kauf- oder Verkaufsrecht auszuüben oder nicht. Bei den Futures sind beide Vertragsparteien dazu verpflichtet, zum Ende der Laufzeit den Handel zum vorher festgelegten Preis durchzuführen.

Weitere Beiträge zu Aktien

Zuletzt geupdated am 31/12/2021 von Markus Müller

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.