Das gilt beim Aktien Versteuern in Österreich

Seit dem 01.01.2011 muss der Anleger in Österreich alle Aktiengewinne versteuern. Für Dividenden und Kursgewinne liegt die Kapitalertragssteuer einheitlich bei 25 %. Mit der Einführung dieser Regelung entspricht das österreichische Recht weitgehend dem bundesdeutschen Recht.

Davor hat schon seit 1993 in Österreich für Steuerinländer eine Kapitalertragssteuer existiert. Hierbei handelte es sich um eine Abgeltungssteuer für Gewinnausschüttungen von Aktiengesellschaften. Sie machte zuletzt 27,5 % des ausgeschütteten Betrages aus, wurde von der auszahlenden Aktiengesellschaft als Quellensteuer einbehalten und abgeführt. Realisierte Kursgewinne hingegeben blieben steuerfrei, sofern die Haltedauer von einem Jahr eingehalten wurde. 

Die Übergangsregelung bei Aktiengewinnen in Österreich

Unabhängig vom Datum des Kaufs oder Verkaufs von Aktien gilt ein einheitlicher Kapitalertragssteuersatz von 25 % für Dividenden. Im Umfang von 15 % kann der deutsche Anleger die als Quellensteuer auf die Dividende erhobene Kapitalertragssteuer auf seine inländische Kapitalertragssteuerschuld anrechnen lassen. Auf Antrag werden die restlichen 10 % vom österreichischen Steuerfiskus erstattet. Wenn es darum geht, Aktiengewinne zu versteuern, die zu den realisierten Kursgewinnen zählen, hängt es immer davon ab, wann die entsprechende Aktie angeschafft und verkauft wurde. 

Die Regelungen nach Daten

Bei Aktien die vor dem 01.01.2011 erworben wurden, sind die Kursgewinne, sofern die einjährige Haltedauer eingehalten wurde, in Österreich steuerfrei

Für Aktien, die in dem Zeitraum vom 01.01.11 bis zum 31.03.12 erworben wurden, gilt eine Haltedauer von 15 Monaten. Für den österreichischen Steuerinländer bedeutet das, dass die Kursgewinne, die innerhalb dieses Zeitraums realisiert wurden, nach dem jeweiligen persönlichen Steuersatz als Aktiengewinne versteuert werden müssen.

Aktien, die nach dem 01.01.2011 erworben und ab dem 01.04.12 veräußert wurden, unterliegen der Kapitalertragsteuer mit dem Satz von 25 %. Die Abführung wird unmittelbar von der depotführenden Bank vollzogen. Die Kursgewinne gelten mit diesem Abzug in Österreich als endbesteuert. Hierbei spielt der persönliche Steuersatz des Steuerpflichtigen keine Rolle. Sofern der Steuerpflichtige einen niedrigeren Steuersatz als 25 % hat, kann er beim Finanzamt eine Erstattung der Steuerdifferenz beantragen.

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Zuletzt geupdated am 07/09/2022 von Andre Witzel

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