Aktien Inflationsschutz: Definition und Erklärung

Inflationsschutz bedeutet auf dem Börsenparkett, dass eine Anlageklasse dann vor einer drohenden Inflation schützt, wenn der Wert der Anlageklasse mindestens im Gleichschritt mit der Teuerung ansteigt. Hinsichtlich der Aktien wird häufig ein Risiko gesehen, wenn es um die Geldanlage geht.

Allerdings wird bei einer derartigen Betrachtungsweise nicht bedacht, dass gerade Aktien als wirksamer Inflationsschutz dienen können. Wertpapiere können unter bestimmten Umständen sogar einen besseren Inflationsschutz bieten, als das bei anderen Anlageklassen der Fall ist.

Welche Aktien funktionieren als Inflationsschutz?

Entscheidend für einen soliden Schutz gegen Inflation ist, dass Anleger über solide Börsenkenntnisse verfügen. Darüber hinaus sollte man mit den wichtigsten Anlagestrategien vertraut sein. Das sind die Grundvoraussetzungen, um Aktien als Inflationsschutz richtig nutzen zu können. Bei dem Erwerb einer Aktie ist es so, dass man eine bestimmte Anzahl an Anteilen eines Unternehmens erwirbt. An der Börse ist es aber immer möglich, dass sich der Wert anders entwickelt, als der wirtschaftliche Trend vorausgesagt hat. 

Unternehmen, deren Aktien sich sehr gut entwickeln, zahlen häufig sehr hohe Dividenden. Aufgrund dessen kann der Gewinn eines Anlegers eine deutliche Wertsteigerung erfahren. Im Vorfeld ist es aber nicht grundsätzlich möglich zu bestimmen, welche Aktien als guter Inflationsschutz infrage kommen. Rückblickend hat sich gezeigt, dass die Aktien großer Lebensmittelunternehmen, großer Technikkonzerne oder von Goldminen auch in Krisenzeiten äußerst stabil geblieben sind.

Mittel- und auch langfristig sollten vor jeder Investition die Kurse unterschiedlicher Aktien intensiv beobachtet werden. Es ist immer empfehlenswert, kleine Mengen von Aktien zu kaufen, wobei die erzielten Dividenden dann erneut investiert werden können. Dieses Vorgehen ist sehr viel effektiver als eine einmalige Investition, die dann im Aktiendepot schlummert und nicht mehr verändert wird. 

Bieten herkömmliche Sparanlagen den gleichen Inflationsschutz?

Die herkömmlichen und klassischen Sparanlagen, wie beispielsweise ein Sparbuch oder das Tages-/Festgeldkonto, bieten nach wie vor eine gewisse Sicherheit vor Verlust. Gleichzeitig bieten sie aber keinerlei Schutz vor einer Inflation. Im schlimmsten Fall rangieren diese Anlagen sogar unterhalb der Inflationsrate. Damit ist die Anlage zwar auf der einen Seite ziemlich sicher, doch gleichzeitig erleidet die Anlage eine deutliche Entwertung. Diese Situation stellt sich oftmals hinsichtlich deutscher oder ausländischer Staatsanleihen ähnlich schlecht dar. Sollte der Staat, in den ein großer Teil des Geldes investiert wurde, bildlich gesprochen pleitegehen, droht ein erheblicher Verlust. 

Weitere Beiträge des Trading Lexikons:

Zuletzt geupdated am 22/08/2022 von Andre Witzel

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.