Abzinsungspapiere: Definition und Erklärung

Abzinsungspapiere sind an der Börse gehandelte Aktien. Jedoch gibt es einen großen Unterschied zwischen regulären Wertpapieren oder ETFs und Abzinsungspapieren. Bei anderen Wertpapieren werden regelmäßig während der Laufzeit Zinsen ausgezahlt. Bei Abzinsungspapieren hingegen erhalten Anleger nach dem Ende der Laufzeit die Auszahlung von Zinsen und Zinseszinsen. Der Verkauf geschieht also zum Barwert und die Rückzahlung zum Zukunftswert. 

Beispiele für die häufigsten Abzinsungspapiere  

  • Bundesschatzbrief Typ B (die Herausgabe erfolgte bis zum Jahr 2013):
    Im Jahr 2013 wurde die weitere Herausgabe des Bundesschatzbrief Typ B eingestellt. Im Hinblick auf die niedrigen Zinsen haben sich Banken und Politiker darauf geeinigt, dass die weitere Herausgabe der Sparbriefe keinen Sinn ergibt. So haben die letzten Bundesschatzbriefe im Jahr 2019 ihre Laufzeit beendet. Am Ende dieser Laufzeit haben die Sparbriefe dennoch einen guten Gewinn gemacht, da diese zu einem festen Zinssatz verkauft wurden. Es wurde von den Banken offengelassen, ob es in Zukunft wieder einen Bundesschatzbrief geben wird, falls die allgemeinen Zinsen steigen. 
  • Abzinsungssparbriefe: Abzinsungssparbriefe können über die Anleihen der Bundesländer oder von Förderbanken in Anspruch genommen werden. Diese Abzinsungssparbriefe haben einen höheren Zinssatz als der Bundesschatzbrief. Der Zinssatz liegt zwischen 0,4 und 2,5 %, je nach Laufzeit und Zahlbeträgen. 
  • Nullkupon-Anleihen, die bei Anlegern auch unter der Bezeichnung „Zero Bonds“ bekannt sind.

Für welches Investoren sind Abzinsungspapiere besonders geeignet?

Abzinsungspapiere sind für Anleger gut geeignet, die einen großen Wert auf Sicherheit legen und mit einer niedrigen Rendite einverstanden sind. Denn erfahrungsgemäß sind die Zinsen für Abzinsungspapiere eher auf einem niedrigen Niveau. Besonders Kleinanleger setzten gerne auf die sicheren Papiere, da diese häufig ein hohes Sicherheitsgefühl bei ihren Investitionen wollen. Ein weiterer Vorteil der Abzinsungspapiere ist, dass diese einen geringen Verwaltungsaufwand haben.

Beispielsweise um Zero Bonds muss sich ein Anleger nur wenig kümmern. Auch die Planungssicherheit ist bei Abzinsungspapieren hoch, da die Anleger schon beim Kauf wissen, welchen Betrag sie am Ende zurückerhalten. Da es zu einer einzigen Auszahlung zum Ende der vereinbarten Laufzeit kommt, sind alle Zinserträge erst dann zu versteuern. Dadurch, dass Zinsen ohne abgezogene Steuerlast weiter verzinst werden, kommt es auf diese Weise für Anleger zu den günstigen Auswirkungen von Zinseszins.

Zuletzt geupdated am 02/01/2023 von Maren

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