Was bedeutet Absichern? – Definition und Erklärung

Von Absicherung spricht man an der Börse, wenn bestehende oder künftige Positionen durch sogenannte negativ korrelierte komplementäre Positionen gegen Verluste gesichert werden. Das bedeutet, dass ein Investor sein Risiko absichert, indem er ein Finanzinstrument einsetzt beziehungsweise ein Geschäft abschließt, dass bei einer Marktänderung genau gegenteilig reagiert wie die abzusichernde Position. Häufig wird in diesem Zusammenhang von der Diversifikation des Portfolios gesprochen. 

Wie sichert man sich richtig gegen negative Kurse ab?

Anleger können sich vor negativen Kursentwicklungen absichern, indem sie Derivate kaufen bzw. verkaufen. Das hat zur Folge, dass die Anleger ein zweites kompensatorisches Risiko eingehen. Derivate sind keine eigenständigen Anlageinstrumente, sondern Rechte. Der Preis der Derivate wird sowohl durch den Preis als auch die Preisschwankungen und -erwartungen eines Basisinstruments abgeleitet. Optionen und Futures werden zu den Derivaten gezählt. 

Welche Möglichkeiten und Strategien zur Risikoabsicherung durch Derivate gibt es? 

Für Anleger ist es stets sinnvoll, sich bestmöglich vor Kursschwankungen zu schützen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Anleger um eine natürliche Person oder eine Gesellschaft handelt. Die Vielzahl an Möglichkeiten und Strategien kann von jedem gewinnbringend genutzt werden. Einige der wichtigsten und am häufigsten genutzten Möglichkeiten sind:

  • Währungsfutures und Währungsforwards zur Absicherung von Währungsrisiken
  • Währungsswaps gegen das Wechselkursrisiko
  • Währungsoptionen gegen Währungsrisiken
  • Kreditderivate gegen Ausfallrisiken
  • Forwards und Futures auf Rohstoffe gegen Preisänderungsrisiken
  • Caps und Floors gegen das Zinsänderungsrisiko

Zuletzt geupdated am 22/08/2022 von Andre Witzel

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