Was ist eine Abgabeneigung? – Definition und Erklärung

Der Begriff Abgabeneigung wird an der Börse genutzt, wenn die Tendenz zu Verkäufen, die der Käufe übersteigt. In diesem Fall herrscht ein Überhang von Angeboten, welcher größer ist als die Nachfrage der Aktien. Die Folgen einer Abgabeneigung sind sinkende Aktienkurse. Es kann durchaus vorkommen, dass der gesamte Börsenmarkt von der Abgabeneigung betroffen ist.

Ebenso kann es aber bei einzelnen Wertpapieren oder bei Aktien von größeren Industriebereichen und Branchen zu einer Abgabeneigung kommen.

Falls es über einen längeren Zeitraum an der Börse zu einer Abgabeneigung kommt, spricht man von einer Baisse oder dem Bärenmarkt als Bezeichnung eines langanhaltenden Kursfalls. Bei einem langfristigen Anstieg hingegen spricht man von dem Bullenmarkt oder der Hausse

Bären- oder Bullenmarkt? 

Der Bär schlägt, um Beute zu machen mit seinen Pranken von oben nach unten auf das Beutetier. Deswegen steht das Tier symbolisch für einen anhaltenden sinkenden Kurs an der Börse. Ein Bulle stößt mit seinen Hörnern nach oben. Deswegen ist der Bulle das Symbol für einen anhaltenden Kursanstieg an der Börse. An der Börse kommt es immer zu kurzweiligen Schwankungen. Deswegen werden die Begriffe Bullen- und Bärenmarkt erst dann benutzt, wenn die Phase langanhaltend ist. Kurzfristigen Abgabeneigung bei einzelnen oder Branchen-Aktien haben keinen Einfluss auf die Gesamtheit.


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Zuletzt geupdated am 22/08/2022 von Andre Witzel

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